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Ludwig Chrsitoph Heinrich Hölty - "Die Mainacht" - Interpretation

Referat / Aufsatz (Schule) 2010 4 Seiten

Deutsch - Literatur, Werke

Leseprobe

Ludwig Christoph Heinrich Hölty - „Die Mainacht“

„Wenn der silberne Mond durch Gesträuche blinkt,

und sein schlummerndes Licht über den Rasen streut,

und die Nachtigall flötet,

Wandl ich traurig von Busch zu Busch.

Selig preis ich dich dann, flötende Nachtigall,

weil dein Weibchen mit dir wohnet in einem Nest,

ihrem singendem Gatten

tausend trauliche Küsse gibt.

Überhüllet von Laub, girret ein Taubenpaar

sein Entzücken mir vor; aber ich wende mich,

suche dunklere Schatten,

und die einsame Träne rinnt.

Wann, o lächelndes Bild, welches wie Morgenrot

Durch die Seele mir strahlt, find ich auf Erden Dich?

Und die einsame Träne

Bebt mir heißer die Wang herab.

Im Laufe des Lebens bekommt es wohl jeder einmal zu spüren, das Gefühl der Einsamkeit und dem Sehnen nach Liebe. Dies Emotion kann lang andauernde Melancholie im Wesen hervorrufen und Gefühlsausbrüche lassen sich kaum vermeiden, genau wie im Gedicht „Die Mainacht“ von Ludwig Christoph Heinrich Hölty aus dem Jahr 1775, in dem es um eine Person geht, die vermutlich durch einen Wald oder Park spaziert und über eben diese Einsamkeit und das Gefühl der Liebe nchdenkt.

Im Gedicht beschreibt das lyrische Ich, wie es während der Nacht spaziert, allerdings mit traurigem Gemüt, und dabei jeweils ein Taubenpaar und ein Nachtigallpaar sieht, denen es zu gerne nacheifern würde. Am Ende wird deutlich, dass das lyrische Ich eine Partnerin für sein Leben sucht und das Gefühl des Alleinseins ihn bis zum Tränenausbruch führt.

Das Gedicht besteht aus vier Strophen, die sich allerdings nicht Reimen, sie sind sogenannte asklepiadeische Odenstrophen, d.h. es sind jeweils vierzeilige Strophen, die aus zwei 12-silbigen, einer sieben-silbigen und einer acht-silbigen Verszeile bestehen. Der Name geht zurück auf den griechischen Dichter Asklepiades.

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Details

Seiten
4
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640874187
Dateigröße
387 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v169131
Note
2
Schlagworte
ludwig heinrich hölty mainacht interpretation christoph Sturm und Drang analyse gedicht

Autor

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Titel: Ludwig Chrsitoph Heinrich Hölty - "Die Mainacht" - Interpretation