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Eine Untersuchung der Anwendbarkeit des Empowermentansatzes und der gesellschaftlichen Beteiligung Jugendlicher am praktischen Beispiel des Jugendparlaments Pfaffenhofen a.d. Ilm

Bachelorarbeit 2009 68 Seiten

Gesundheit - Pflegewissenschaft - Pflegemanagement

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Motivation zu dieser Arbeit
1.2 Einführung in das Thema und Erläuterungen der Forschungsfragen
1.3 Anwendbarkeit des Empowermentansatzes beim Jugendparlament Pfaffenhofen und Begriffsnäherung

2 Empowerment und dessen Anwendbarkeit und Anwendung
2.1 Begriffsklärung und Definition von Empowerment
2.2 Zusammengefasste Geschichte des Empowermentansatzes
2.3 Inhalte und Ziele des Ansatzes
2.4 Ebenen des Empowermentansatzes
2.4.1 Individuelle Ebene
2.4.2 Ebene von Gruppen und Organisationen
2.4.3 Strukturelle Ebene
2.5 Ressourcen im Zusammenhang mit Empowerment
2.5.1 Strukturelle Ressourcen
2.5.2 Personale Ressourcen
2.5.3 Soziale Ressourcen
2.6 Anwendungsbereiche und Beispiele
2.7 Abgrenzung zu einer Theorie und kritische Bewertung

3 Gesellschaftliche Beteiligung / Partizipation und deren Anwendbarkeit
3.1 Definition
3.2 Verbindung zum Empowerment-Ansatz
3.3 Bewertung des Jugendparlaments als Mittel der gesellschaftlichen Beteiligung im Hinblick auf Empowerment

4 Jugendparlament Pfaffenhofen a.d.Ilm
4.1 Kurzüberblick und Zahlen über die Stadt Pfaffenhofen a.d.Ilm
4.2 Formeller Aufbau und rechtliche Grundlage
4.3 Geschichte des Jugendparlaments Pfaffenhofen
4.4 Betreuung durch die Stadtjugendpflege

5 Empirische Untersuchung und Darstellung der Ergebnisse
5.1 Hypothesen dieser Untersuchung
5.2 Begriffsbestimmungen
5.2.1 Jugendliche
5.2.2 Betreuung durch die Stadtjugendpflege
5.3 Zielgruppe der Befragung
5.4 Inhalt und Aufbau des Fragebogens
5.4.1 Nähere Angaben zum Fragebogen
5.4.2 Auflistung der Fragen und Indikatoren
5.5 Zusammenfassung der Untersuchungsmethode
5.5.1 Erhebungsart
5.5.2 Auswertung
5.5.3 Erreichen der Zielgruppe
5.6 Ergebnisse - Darstellung der Auswertung
5.6.1 Nähere Darstellung der Umfrageteilnehmer - Demographische Daten
5.6.2 Bewertung der Betreuung durch die Stadtjugendpflege
5.6.3 Angaben zur Bedeutung des Empowerment-Ansatzes
5.6.4 Zusammenhänge und weitere Details zur Wirksamkeit des Empowerment-Ansatzes
5.7 Zusammenfassende Ergebnisdarstellung

6 Diskussion dieser Arbeit, der angewandten Erhebung und Auswertung
6.1 Bewertung: Erhebungsmethode und Fragebogen der Untersuchung
6.2 Probleme bei der Stichprobe
6.3 Allgemeine Kritik an dieser Arbeit

7 Pers ö nliches Schlusswort und Ausblick

8 Verzeichnisse
8.1 Abkürzungsverzeichnis
8.2 Abbildungsverzeichnis
8.3 Literaturverzeichnis
8.4 Quellenverzeichnis - Quellen und Internetmaterialien

9 Anhang: Der eingesetzte Online-Fragebogen in Papierform

1 Einleitung

Bei der vorliegenden Bachelorarbeit wird die Anwendbarkeit des Empowerment-Ansatzes in der Sozialen Arbeit mit Jugendlichen untersucht. Hierfür wird das Beispiel des Jugendparlaments in Pfaffenhofen a.d.Ilm herangezogen, welches konzeptionell durch Sozial- pädagogen der Stadtjugendpflege auf der Basis von Empowerment-Grundsätzen betreut wird. Es gilt herauszufinden, ob und in welchem Umfang das Empowerment-Konzept in diesem Bereich das richtige Werkzeug ist und welche Effekte dadurch bisher erzielt wurden. Zudem interessiert sich die Untersuchung für die gesellschaftliche Beteiligung Jugendlicher und untersucht diese ebenfalls anhand der Praxis des Jugendparlaments Pfaffenhofen a.d.Ilm.

Die Auswertung der Befragung aller bisherigen und jetzigen Mitglieder dieses Parlaments bestätigt in vielen Teilen den Empowerment-Ansatz als gut anwendbares Mittel in der Arbeit mit jungen Menschen, die sich an der Gesellschaft und der Politik einbringen wollen.

Zugleich muss darauf geachtet werden, dass das Thema Empowerment weit gefasst ist und noch viel diskutiert wird (vgl. Pankofer 2000, S. 18). Es gibt Schwierigkeiten bei der exakten Bestimmung des Inhalts dieses Konzeptes, auf die in dieser Arbeit hingewiesen werden. Dadurch, dass der Begriff Empowerment sehr viele Bereiche des Lebens und Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit abdecken kann, ist es nicht leicht, konkrete Grenzen dieses Konzepts zu setzen. Zentrale Aspekte des Konzepts, wie ein hohes Selbstwertgefühl, Durch- setzungsvermögen oder Problemlösungskompetenzen, finden sich ebenfalls in etlichen anderen Theorien, Konzepten und Methoden (nicht nur) in der sozialen Arbeit.

Um dem gewählten Thema und der Untersuchung näher zu kommen, wird in dieser Bachelor- arbeit nach den einleitenden Worten im ersten Teil das Thema genauer bestimmt, vorgestellt und beschrieben. Im Anschluss wird das Empowerment-Konzept näher beleuchtet, mit all seinen zahlreichen Facetten. Es soll nicht nur klar definiert, sondern auch vom Inhalt und den möglichen anderen Anwendungsbereichen her dargestellt werden. Aufgrund der anhaltenden Diskussion um das Empowerment-Konstrukt wird eine Abgrenzung zu einer Theorie versucht und die Anwendbarkeit, wie auch das Konzept selbst, kritisch bewertet.

Im zweiten Teilbereich dieser Arbeit geht es um die gesellschaftliche Beteiligung Jugendlicher, d.h. um deren Partizipation am gesellschaftlichen und politischen Leben. Dabei wird dieser ebenso weit gefasste Begriff näher definiert und mithilfe von Beispielen aus der Literatur beschrieben. Die Verbindung zum Jugendparlament Pfaffenhofen a.d.Ilm wird angestrebt und bewertet.

In einem weiteren Teil - dem dritten - wird daraufhin das Jugendparlament Pfaffenhofen a.d.Ilm vorgestellt und dessen Aufbau, Hintergrund und Geschichte erwähnt. Als sowohl politische als auch gesellschaftliche Plattform für junge Menschen aus der näheren Region, welches zudem bereits auf eine zehnjährige Geschichte zurückblicken kann, wurde diese Einrichtung als praktisches Beispiel für das in dieser Arbeit untersuchte Thema herangezogen.

Die Vorstellung dieses Jugendparlaments ist notwendig, um im vierten Teil der vorliegenden Arbeit auf die empirische Untersuchung zu kommen. Hier wird das methodische Vorgehen der schriftlichen Befragung aller bisherigen und jetzigen Jugendparlamentarier in Pfaffenhofen dargestellt und es werden die Ergebnisse der Datenanalyse präsentiert. Es folgen die Interpretationen und die Diskussion dieser Ergebnisse. Abschließend wird auf die Probleme und Verbesserungsmöglichkeiten der Untersuchung eingegangen.

Zur besseren Lesbarkeit wird lediglich die männliche Form verwendet; beispielsweise „die Teilnehmer“ wird sich also sowohl auf die männlichen Teilnehmer, als auch auf die weiblichen Teilnehmerinnen beziehen, sofern nicht anders angegeben. Das „Jugendparlament Pfaffenhofen“ wird manchmal mit der Abkürzung „JuPa“ bezeichnet werden.

1.1 Motivation zu dieser Arbeit

Das Thema dieser Arbeit lautet: „Eine Untersuchung der Anwendbarkeit des EmpowermentAnsatzes und der gesellschaftlichen Beteiligung Jugendlicher am praktischen Beispiel des Jugendparlaments Pfaffenhofen a.d.Ilm“.

Meine Praktikumsstelle bei der Stadtjugendpflege in Pfaffenhofen a.d.Ilm vom 15.09.2008 bis 27.02.2009 brachte mich auf diese Fragestellung, da meine dortige Tätigkeit unter vielem anderen auch die Arbeit mit dem Jugendparlament betrafen, das durch die Mitarbeiter der Stadtjugendpflege betreut und begleitet wird. Dabei wurde mir der Begriff „Empowerment“ erklärt, den ich zuvor während meiner Studienzeit an der Fachhochschule Würzburg Schweinfurt etliche Male zu Ohren bekommen hatte. Diese Verbindung, das Interesse an der Arbeit mit Jugendlichen und die Befürwortung von gesellschaftlich und politisch aktiven Jugendplattformen, waren der Grund, das oben angeführte Thema zum Inhalt meiner Abschlussarbeit zu machen.

1.2 Einführung in das Thema und Erläuterungen der Forschungsfragen

Das eben im obigen Punkt „Motivation“ erwähnte Thema dieser Arbeit umfasst die Nutzbar- keit, also die Anwendbarkeit des Empowermentansatzes in Bezug auf Jugendliche und in diesem konkreten Fall hinsichtlich des Jugendparlaments Pfaffenhofen a.d.Ilm. Der Begriff „Empowerment“ taucht in einer immer höheren Frequenz im Bereich Sozialer Arbeit und vor allem auch in der Gesundheitshilfe auf. Die vorrangige Frage lautet, inwiefern sich Empowerment bei Jugendlichen positiv anwenden lässt und was dieser Begriff umfasst. Wie lässt sich die Anwendbarkeit beim Jugendparlament Pfaffenhofen a.d.Ilm erfassen? Da es Diskussionen über die Wertigkeit von Empowerment gibt, also ob es sich um einen Ansatz, ein Konzept oder um eine Theorie handelt, wird auch dieser Punkt in Frage gestellt.

Ein weiterer Bereich dieser Arbeit beschäftigt sich mit der gesellschaftlichen Beteiligung Jugendlicher - ebenfalls analysiert am konkreten Beispiel des Jugendparlaments Pfaffenhofen a.d.Ilm. Hier stellen sich die Fragen: Was bedeutet gesellschaftliche Beteiligung, inwieweit tangiert das Jugendparlament Pfaffenhofen a.d.Ilm diesen Aspekt und welche Zusammenhänge gibt es zwischen diesem Begriff und dem Empowerment-Konzept?

Um dem Thema näher zu kommen, ist eine Einführung in das Jugendparlament Pfaffenhofen a.d.Ilm nötig. Gefragt wird folglich ebenfalls: Was ist das Jugendparlament Pfaffenhofen a.d.Ilm?

1.3 Anwendbarkeit des Empowermentansatzes beim Jugendparlament Pfaffenhofen und Begriffsnäherung

Zum Thema der Anwendbarkeit des Empowermentansatzes im Kontext von Jugendlichen ist in der deutschsprachigen Literatur nicht viel zu finden. Es gibt einige Praxisprojekte, welche sich allerdings nicht in großem Umfang im Geschriebenen niederschlagen. Maria Lüttringhaus beschreibt Beispiele für Aktivitäten stadtteilbezogener Sozialer Arbeit, wo Jugendliche mit eine Rolle spielen. Dort in Form von Sonntagsangeboten im Jugendbereich (vgl. Lüttringhaus 2000, S. 88f). Es geht aber mehr um den Aspekt „stadtteilbezogen“ als explizit um Jugendliche. Auch das später nochmals im Punkt 3.2 erwähnte Modellprojekt „Lernziel Lebenskunst“ beinhaltet Teile der Empowerment-Idee (vgl. Breuning 2000, S. 39ff). Dieses Projekt beschäftigt sich mit Jugendlichen, ist allerdings nicht ausdrücklich ausgewiesen als ein Modell im Rahmen von Empowerment. Noch zu nennen ist das Beispiel der Freizeitgruppe am SpDi. Dabei handelt es sich um eine Freizeit- und Kontaktgruppe für junge Erwachsene, die sich einmal pro Woche abends treffen und dort ihre Freizeit gestalten. Dies geschieht unter der Leitung einer Sozialpädagogin (vgl. Quindel 2000, S. 104). Trautwein und Schwarz treten für den Empowermentansatz ein, wenn es um Soziale Arbeit mit Jugendlichen geht. Sie betonen, dass eine Anwendung von Empowerment eine neue Antwort auf die Situation und Problemlagen in Deutschland sein könnte (vgl. Trautwein, Schwarz 2000, S. 145ff).

Wallerstein stellt fest, dass Beweise zeigen, wie strukturiert organisierte Aktivitäten, die junge Menschen näher untereinander und mit Institutionen verbinden, deren Selbstbewusstsein und soziale Errungenschaften vergrößern. Zudem verbessern sich dadurch die mentale Gesundheit, die schulische Leistung; Kriminalität und Drogenmissbrauch wird vorgebeugt. Zusammenfassend wird in Wallersteins Bericht erwähnt, dass EmpowermentArbeit mit Jugendlichen zu verschiedensten Empowerment-Erfolgen oder Wirkungen führt. Das sind ein stärkeres Selbstbewusstsein, engere Gruppenbindung, erhöhte Beteiligung an sozialen Aktivitäten und politischen Veränderungen und sowie die Bildung von nachhaltigen Gruppen/Gemeinschaften (vgl. Wallerstein 2006, S. 12).

2 Empowerment und dessen Anwendbarkeit und Anwendung

Das später beschriebene Jugendparlament in Pfaffenhofen wir gemäß dem EmpowermentAnsatz sozialpädagogisch betreut. Bei der Frage nach der Anwendbarkeit dieses Konzepts in dem Bereich der Sozialen Arbeit, geht es um die Untersuchung mehrerer Aspekte. Werden dadurch die Ressourcen der Jugendlichen im Parlament tatsächlich gefördert; sind positive Änderungen festzustellen? Ähnliche Fragen werden zu beantworten sein, zuvor ist allerdings erst der Begriff Empowerment theoretisch darzustellen.

2.1 Begriffsklärung und Definition von Empowerment

Wörtlich genommen heißt Empowerment in etwa Selbst-Bemächtigung. Der Wortteil „power“ bedeutet Macht oder Stärke und durch die Vorsilbe „em“ wird deutlich, dass es sich bei Empowerment um einen Prozess handeln soll, welcher Macht beziehungsweise Stärke vermittelt (vgl. Pankofer, S. 8).

Es existieren vielerlei Definitionen von Empowerment. Norbert Herriger, einer der ersten, der das Empowerment-Konzept im deutschsprachigen Raum eingeführt hat, definiert Empowerment allgemein, indem er schreibt, dass „dieser Begriff […] Entwicklungsprozesse in der Dimension der Zeit, in deren Verlauf Menschen die Kraft gewinnen, derer sie bedürfen, um ein nach eigenen Maßstäben buchstabiertes ‚besseres Leben‘ zu leben“ (Herriger 2006, S. 13) bezeichnet. Keupp meint mit Empowerment „den Prozess, innerhalb dessen Menschen sich ermutigt fühlen, ihre eigenen Angelegenheiten in die Hand zu nehmen, ihre eigenen Kräfte und Kompetenzen zu entdecken und ernst zu nehmen und den Wert selbsterarbeiteter Lösungen schätzen zu lernen. E. [Empowerment, d.V.] bezieht sich auf einen Prozess, in dem die Kooperation von gleichen oder ähnlichen Problemen betroffenen Personen durch ihre Zusammenarbeit zu synergetischen Effekten führt. Aus der Sicht professioneller und institutioneller Hilfen bedeutet die E.-Perspektive die aktive Förderung solcher solidarischen Formen der Selbstorganisation“ (Keupp 1996, S. 164).

Tonia Schachl bewertet „Empowerment als Handwerkszeug der Demokratie [und als] die Mobilisierung eigenen Potentials zur Eröffnung von Freiräumen für Andere […]“ (Schachl 2000, S. 49).

Diese Zitate lassen sich gut auf das Arbeiten mit dem Jugendparlament in Pfaffenhofen beziehen, wo die Selbstorganisation unterstützt wird und die Jugendlichen ihre Kräfte und Kompetenzen entdecken und einsetzen sollen.

Eine weitere definitorische Herangehensweise nimmt Wolfang Stark ein:

„Das Konzept „Empowerment“ beschreibt auf der Handlungsebene das Verständnis von individuellen und gemeinschaftlichen Prozessen hin zu einer gesellschaftlichen Konflikt- und Gestaltungsfähigkeit. Dies bezieht sich auf die Pflege und den Aufbau struktureller Rahmenbedingungen oder sozialer Kontexte, sowie auf die Entwicklung einer professionellen Haltung mit dem Ziel, für Menschen die Möglichkeiten zu erweitern, ihr Leben zu bestimmen. Konkret geschieht dies in Zusammenhängen, in denen Individuen und Gruppen Erfahrungen von selbstorganisierter Gestaltungsfähigkeit in der Gemeinschaft machen können, Empowerment beruft sich dabei auf Werte, die die Gestaltungsmöglichkeiten einer postmodernen Gesellschaft mit der Erweiterung der Potentiale von Individuen und Gruppen hervorheben, wie auch die identitätsstiftenden Prozesse der Gemeinschaft“ (Stark 1996, S. 72).

Zusammengefasst geht es bei Empowerment folglich um den Prozess der Befähigung von Menschen, ihr Leben, ihren Alltag mithilfe ihrer Fähigkeiten, ihrer Ressourcen selbst in die Hand zu nehmen und erfolgreich zu bewältigen. Dafür müssen diese Ressourcen gefunden, aus- oder aufgebaut werden.

2.2 Zusammengefasste Geschichte des Empowermentansatzes

Entstanden ist der Empowerment-Ansatz in den Vereinigten Staaten von Amerika in der Zeit der dortigen Bürgerrechtsbewegung (civil-rights-movement). Barbara B. Solomon veröffentlichte 1976 das erste Buch, in dem Empowerment beschrieben wurde. Es trägt den Titel „Black Empowerment: social work in opressed communities“ (vgl. Solomon 1976).

Von Barbara Simon kam 1994 der Versuch die Geschichte von Empowerment bis zur protestantischen Reformbewegung und den starken Veränderungen durch die Industrialisierung im 19. Jahrhundert zurückzuverfolgen (vgl. Simon 1994).

„Der Begriff ‚Empowerment‘ existiert seit Anfang der amerikanischen Demokratie, wobei sich seine Bedeutung kontinuierlich erweitert hat. Auf ihm basiert das Konzept der Demokratie und dessen Übernahme durch politische Institutionen auf dem Prinzip der Machterteilung (‚empowering‘), so dass sich BürgerInnen an Entscheidungen beteiligen sollen, die ihr soziales, aber vor allem ökonomisches Leben betreffen […]“ (Pankofer 2000, S. 9f).

Neben der eigentlichen Geburtsstunde des Empowerment-Konzepts während der Bürgerrechtsbewegung in den USA ist aus historischer Sicht auch der Feminismus zu erwähnen und in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts schließlich die Selbsthilfe-Bewegung (vgl. Herriger 2006, S. 21ff).

2.3 Inhalte und Ziele des Ansatzes

„Ausgangspunkt von Empowerment-Prozessen ist stets das Erleben von Machtlosigkeit und Fremdbestimmung […]“ (Herriger 2006, S. 54). In drastischen Fällen wird das auch als biographischer Nullpunkt bezeichnet. Anhand der Ressourcen der einzelnen Betroffenen sollen solche Ausgangslagen überwunden werden. „Der Blickwinkel richtet sich hier gezielt auf die Ressourcen und Stärken der Menschen, auf ihre Potentiale zur Lebensbewältigung und- gestaltung - auch unter den eingeschränkten Bedingungen des Mangels oder vor dem Hintergrund vielfältiger persönlicher und sozialer Defizite.“ (Stark 1996, S. 108). Ziel bei Empowerment-Arbeit ist es also, die Festlegung auf die Defizite der Menschen durch die Orientierung an ihre (positiven) Ressourcen zu ersetzen. „Da die meisten AdressatInnen Sozialer Arbeit als Individualisierungs- und GlobalisierungsverliererInnen bezeichnet werden können und müssen, braucht es sozialarbeiterische Konzepte, die diese Ohnmachtserfahrungen nicht weiter verstärken.“ (Pankofer 2000, S. 7). Empowerment als moderner Ansatz in der Sozialen Arbeit ist hier also ein wichtiges Mittel, Menschen aus Ohnmachtserfahrungen heraus zu begleiten.

2.4 Ebenen des Empowermentansatzes

Drei Ebenen, welche immer eine Rolle spielen, lassen sich bei Empowerment-Prozessen benennen. Die Prozesse finden „auf der individuellen Ebene, der Gruppenebene sowie der strukturell-organisatorischen Ebene“ (Galuske 2007, S. 263) statt.

2.4.1 Individuelle Ebene

Die individuelle Ebene umfasst die einzelnen Personen und ihre Erfahrungen mit und Möglichkeiten durch Empowerment. Es geht dabei um Menschen, die trotz Situationen des Mangels und der Hilflosigkeit diese Schieflage meistern und ihr Leben erfolgreich weiterführen. Sucht man nach den Gründen, warum manche Menschen Empowerment- Prozesse durchlaufen und andere wiederum aus misslichen Situationen nicht mehr alleine herausfinden, haben Analysen und Untersuchungen1 ergeben, dass bei den Betroffenen ein Kontrollbewusstsein vorhanden sein muss. Wichtig ist das Wissen, Situationen und Ereignisse persönlich und aus eigener Kraft im positiven Sinn beeinflussen zu können. Dabei erhöht das Bewusstsein der Möglichkeiten, die eigenen negativen Situationen und das soziale Umfeld zu beeinflussen, die Orientierung zu aktiver Beteiligung an der Gemeinschaft. Diese aktive Beteiligung ermöglicht immer wieder neue Erfahrungen einer Person, ihr Leben erfolgreich gestalten zu können (vgl. Stark 1996, S. 131f).

„Empowerment bedeutet auf der individuellen Ebene daher einen Prozeß [sic] der Integration in die Gemeinschaft“ (Zimmerman 1992, zitiert nach Stark 1996, S. 132)

Im Zusammenhang mit dem Jugendparlament in Pfaffenhofen spielen die soeben erwähnten persönlichen Schieflagen eine nicht vorrangig bedeutende Rolle - so die Vermutung. Anzunehmen ist, dass junge Menschen sich im JuPa einsetzen, um in der Gesellschaft mitwirken zu können und stärker für ihre Belange eintreten zu können. Diese Tatsache könnte als die oben genannte „Situation des Mangels“ ausgelegt werden, die es zu überwinden gilt. Die individuelle Ebene kommt beim JuPa wahrscheinlich eher dann zum Tragen, wenn es um die Beeinflussung der sozialen Umwelt, die Beteiligung an der Gemeinschaft und die Erfahrungen der JuPa-Mitglieder geht.

2.4.2 Ebene von Gruppen und Organisationen

Bei dieser Ebene geht es um den sozialen Kontext von Empowerment-Prozessen, der beispielsweise in Interessensgemeinschaften, Selbsthilfegruppen oder gemeinschaftlichen Aktionen herrscht. Es existieren Gruppierungen von Menschen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, ihre Mitglieder beim Aufbau von individuellen und gemeinschaftlichen Empowerment-Erfolgen zu unterstützen. Zudem gibt es Gruppen, die als solche eigene Empowerment-Prozesse erfolgreich absolviert haben und das Ziel haben auch weiterhin politisch bzw. gesellschaftlich mitzureden (vgl. Stark 1996, S.134ff).

Gruppen, die ihre Mitglieder bei Empowerment-Prozessen fördern wollen, sind nach Joseph Prestby u.a. (1990) von folgenden motivierenden Faktoren bestimmt:

„(a) [die] Möglichkeit, neue Fähigkeiten durch die Mitarbeit in der Organisation auszubilden,
(b) die Pflege sozialer Bindungen innerhalb der Organisation,
(c) eine soziale Struktur, die zur Weitergabe eigener Kompetenzen an andere stimuliert, mit strukturellen Merkmalen, wie etwa
(a) gemeinsamer Entscheidungsfindung, der Durchführung gemeinschaftlicher Projekte und Aktivitäten und
(b) einer offenen Leitungsstruktur.“ (Stark 1996, S. 137).

Anzumerken ist, dass Norbert Herriger diese Ebene nochmals trennt in die Gruppenebene und die institutionelle Ebene. Institutionell geht es bei Herriger darum, „[…] neue Chancenstrukturen für bürgerschaftliche Einmischung zu schaffen.“ (Herriger 2006, S. 87). Die Gruppenebene beschreibt er mit Zusammenschlüssen von Menschen, „die sich in gemeinschaftlicher Zusammenarbeit neue Ressourcen der Stärke erschließen und einen gestaltenden Einfluß auf Umweltbedingungen ausüben.“ (ebd., S. 87).

Auch in Bezug auf die Arbeit der Stadtjugendpflege Pfaffenhofen mit dem Jugendparlament lassen sich die eben genannten Faktoren und Merkmale finden. So ist es das Ziel der Empowerment-Betreuung durch die Stadtjugendpflege, dass die Jugendparlamentarier durch gemeinsame Projekte und Arbeit neue Fähigkeiten erwerben. Weiter spielen die sozialen Bindungen eine große Rolle und die gemeinsame Entscheidungsfindung. Eine offene Leitungsstruktur ist ebenfalls gegeben - zum Beispiel in den monatlichen Sitzungen des Jugendparlaments.

2.4.3 Strukturelle Ebene

In der strukturellen Ebene richtet sich das Augenmerk auf die Lebensbedingungen in einem System. Ein solches System kann eine Gemeinde oder ein Stadtteil sein.

„Die Rahmenbedingungen sind so gestaltet, daß [sic] Individuen und Organisationen in einem System interagieren und sich gegenseitig fördern, mit dem Ziel, die Lebensbedingungen […] zu verbessern und dabei sicherzustellen, daß [sic] die Systemziele wie auch die Ziele der einzelnen erreicht werden können.“ (Stark 1996, S. 144).

Beschreiben lässt sich die strukturelle Ebene als „ein erfolgreiches Zusammenspiel von Individuen, organisatorischen Zusammenschlüssen (BürgerInnengruppen, Selbsthilfeinitiativen, soziale Einrichtungen) und strukturellen Rahmenbedingungen (große Verwaltungen, Gemeinden, Stadtteile oder andere große Gemeinschaften) […].“ (ebd., S. 144) Der Institution, also dem organisatorischen Zusammenschluss, kommt hierbei die Aufgabe der Netzwerkarbeit zu. Kontakte müssen geknüpft, Adresslisten geführt und verwaltet, Telefonate getätigt, Besprechungen abgehalten und administrative Aufgaben - wie die Terminabsprache - gemacht werden.

Auf der strukturellen Ebene ist die Verbindung zum Jugendparlament Pfaffenhofen ebenfalls gegeben. Die betreuende Arbeit der Stadtjugendpflege dort zielt darauf ab, den Jugendparlamentariern die Realisierbarkeit ihrer Projekte oder Vorhaben aufzuzeigen, dafür geeignete Kontaktpersonen ausfindig zu machen und zusammen mit den Jugendlichen den organisatorischen und rechtlichen Rahmen festzulegen. Hierbei geht es oftmals um Pläne, die Lebensumwelt oder das Freizeitangebot der jungen Leute in der Stadt zu verbessern; sich also politisch und gesellschaftlich einzumischen.

2.5 Ressourcen im Zusammenhang mit Empowerment

Dort wo Empowerment-Arbeit stattfinden soll, sind auf den eben aufgeführten Ebenen die Ressourcen das entscheidende Moment. Sie sind Ausgangs- und Mittelpunkt von Empowerment und werden in drei Kategorien eingeteilt: die strukturellen Ressourcen, die personalen und die sozialen.

Diese stellen „[…] die Währung dar, die für den Prozess der Bewältigung von Alltagsaufgaben, der Befriedigung individueller Bedürfnisse und der Verwirklichung von langfristigen Lebensplanungen eingesetzt wird.“ (Michel-Schwartze 2007, S. 83).

„Unter Ressourcen wollen wir somit jene positiven Personenpotentiale (‚personale Ressourcen‘) und Umweltpotentiale (‚soziale Ressourcen‘) verstehen, die von der Person (1) zur Befriedigung ihrer Grundbedürfnisse, (2) zur Bewältigung altersspezifischer Entwicklungsaufgaben, (3) zur gelingenden Bearbeitung von belastenden Alltagsanforderungen sowie (4) zur Realisierung von langfristigen Identitätszielen genutzt werden können und damit zur Sicherung ihrer psychischen Integrität, zur Kontrolle von Selbst und Umwelt sowie zu einem biopsychosozialen Wohlbefinden beitragen.“ (Herriger 2006, S. 89).

Anzumerken ist, dass sich die Literatur im Bereich der Ressourcen durchweg einig über deren Zusammenstellung, Kategorisierung und Ausprägung ist.

2.5.1 Strukturelle Ressourcen

Mit strukturellen Ressourcen sind die Grundlagen des Alltagslebens gemeint, wie Sicherheit und Anerkennung und dadurch ein hohes Potential an Gestaltungs- und Entfaltungsmöglichkeiten. Unterteilen lassen sich diese Ressourcen in folgende Kategorien:

- Ökonomisches Kapital (gesicherte Finanzlage, Eigentum, geregeltes Einkommen)
- Ökologisches Kapital (Wohnqualität, soziales und kulturelles gutes Wohnumfeld)
- Kulturelles Kapital (zertifizierte Qualifikationen, Bildungsabschlüsse, selbst angeeignetes Wissen und geeignete Fähigkeiten zur Alltagsgestaltung, zum Beispiel um Interessen durchzusetzen) - Symbolisches Kapital (umfassende persönliche Identität und Bindung an ein festes Wertesystem als Richtlinien für eine individuelle Lebensgestaltung) (vgl. MichelSchwartze 2007, S. 83).

Eine Brücke zur Anwendbarkeit dieser Ressourcen im Rahmen von Empowerment beim Jugendparlament Pfaffenhofen lässt sich hier vor allem beim kulturellen und symbolischen Kapital schlagen. Dies kommt in Frage, da im JuPa Vieles gelernt werden soll und die Jugendlichen näher in die gesellschaftlichen Strukturen eingeführt werden sollen; was mitunter zum symbolischen Kapital gehört. Die Mitgliedschaft im JuPa wird nach der Amtszeit von der Stadt mit einer Urkunde bestätigt, was dem im kulturellen Kapital erwähnten zertifizierten Qualifikationen gleich kommt. Aber auch das soziale und kulturelle Umfeld soll verbessert werden. Hierbei wird das ökologische Kapital gefördert.

2.5.2 Personale Ressourcen

Bei den Personenressourcen handelt es sich um individuelle Überzeugungen, Selbstkognitionen, persönliche Handlungskompetenzen sowie Bewältigungsstile emotionaler Art. Diese sind von der jeweiligen Lebensgeschichte des Einzelnen abhängig und dienen ihm dazu, Sicherheit zu bieten, mit Krisensituationen zurecht zu kommen und allgemein den Alltag zu bestreiten (vgl. Herriger 2006, S. 90).

Auch diese personale Ressourcenebene lässt sich in Unterkategorien aufschlüsseln:

- Selbstwertgefühl und Selbstakzeptanz (Glaube an ein Recht auf ein erfülltes Lebensgefühl, an sinnvolle persönliche Ziele und an den eigenen Selbstwert)
- Veränderungsoptimismus (Glaube an die Fähigkeit die Umwelt mitgestalten zu können)
- Problemlösungskompetenzen (das Können, die eigenen Fähigkeiten zielgerichtet zur Bewältigung von Problemsituationen einsetzen zu können und die Kompetenz „angemessene deeskalierende Lösungsstrategien abgestuft einzusetzen.“) (Michel- Schwartze 2007, S. 84)
- Emotionale Intelligenz (die Fähigkeit, Ausgeglichenheit herzustellen oder Überforderungen zu vermeiden. Das Wissen um das eigene Befinden)
- Beziehungsfähigkeit (Offenheit für die Belange der Mitmenschen, wie beispielsweise deren Interessen und Bedürfnisse . Fähigkeit, Gefühle zu zeigen und diese anderen mitzuteilen sowie die Fähigkeit, anderen Verlässlichkeit zu offerieren. Außerdem zählt Kritikfähigkeit zu dieser Ressource)
- Transparenz (In Anlehnung an die Gefühlsoffenheit bei der eben genannten Beziehungsfähigkeit geht es bei Transparenz um die Offenheit, Hilfesignale an andere abgeben zu können und Unterstützung zu erfragen)
- Flexibilität (Kompetenz, mit Veränderungen in der Lebensgeschichte umzugehen) (vgl. Michel-Schwartze 2007, S. 84).

In dieser Ressourcenkategorie ergeben sich etliche Verbindungsmöglichkeiten mit dem JuPa. So ist es u. a. ein Ziel der Arbeit mit dem JuPa, das Selbstbild der Mitglieder positiv zu verändern, Problemlösungskompetenzen - z.B. in den Sitzungen, bei Diskussionen und Abstimmungen - und die Beziehungsfähigkeit zu fördern.

Durch das politische Mitbestimmungsrecht des JuPas bekommt die Ressource „Veränderungskompetenz“ besonderes Gewicht. Das Jugendparlament an sich ist darauf ausgerichtet, in den Belangen der Jugend politisch tätig zu werden und somit die Umwelt mitzugestalten.

2.5.3 Soziale Ressourcen

Soziale Ressourcen meinen eine „Integration in (verschiedene) soziale Netzwerke, seien es Verwandtschafts- oder Freundschaftsbeziehungen oder Interessengemeinschaften wie Vereine, Freizeitgemeinschaften oder politische Organisationen.“ (Michel-Schwartze 2007, S. 84). Es geht um die Möglichkeit und Fähigkeit an sozialen Strukturen aktiv teilzunehmen, miteinander zu kommunizieren und sich gegenseitig Hilfe anzubieten. Quintessenz der sozialen Ressourcen ist die gegenseitige Unterstützung, die sich folgendermaßen unterteilen lässt:

- Materielle Unterstützung (finanzielle oder instrumentelle Hilfeleistung bei Problem situationen)
- Kognitive Unterstützung (Weitergabe von Informationen und Wissen, z. B. Ratschläge. Zudem kann dies auch beinhalten, dass weitere soziale Kontakte vermittelt werden, z. B. in Form von Selbsthilfegruppen)
- Emotionale Unterstützung (Kommunikation miteinander und das Mitfühlen mit dem anderen zur Stärkung dessen persönlicher und sozialer Identität) (vgl. MichelSchwartze 2007, S. 85).

Hier ist besonders die Betreuung des Jugendparlaments durch die Stadtjugendpflege betroffen. Die oben gelisteten Ressourcen werden von ihr angeboten. Wissen wird vermittelt, indem beispielsweise die politischen Zusammenhänge erklärt werden, bei Projekten des JuPas wird Hilfe angeboten. Sei es durch Vorführen des Umgangs mit Grafikbearbeitungssoftware, um passende Werbeplakate oder Flyer zu entwerfen oder durch vermittelnde Tätigkeiten in Form vom Knüpfen von Kontakten.

2.6 Anwendungsbereiche und Beispiele

Empowerment wird wie im Punkt „Geschichte des Empowerment“ bereits zitiert von Menschen und Gruppen benutzt, die sich unterdrückt oder machtlos vorkommen. Das zeigt sich an den Beispielen der Frauenbewegungen oder vor allem an der Bürgerrechtsbewegung der Afroamerikaner.

Allgemein ausgedrückt wird Empowerment also „[…] vor allem von den Gruppen eingefordert und durchgesetzt, deren Teilhabe an Entscheidungsprozessen gering bzw. gar nicht gegeben ist. So zeigt sich, dass das Konzept Empowerment überall dort herangezogen wird bzw. sich dort entwickelt hat, wo benachteiligte Gruppen für mehr Mitsprache- und Entscheidungsmöglichkeiten kämpften.“ (Pankofer 2000, S. 10).

So findet sich diese Entwicklung auch beim Jugendparlament in Pfaffenhofen, wo 1998 junge Leute für mehr Mitsprache in ihrer Heimat eintraten und sich als politisches Gremium zusammenschlossen. Ein Anwendungsbereich von Empowerment ist folglich auch die Jugendarbeit/Jugendhilfe. Daneben findet auch auf der medizinischen Ebene, in der Suchthilfe und bei der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen Empowerment-Arbeit statt (vgl. Michel-Schwartze 2007, S. 92f). Zum Beispiel gibt es Vorschläge im Rahmen von Empowermentarbeit in der Suchtprävention: Den „Annual Youth Day“2 in den USA.

Zur Anwendung im medizinischen Bereich ist zu erwähnen, dass vor allem in der Gesundheitsförderung Empowerment zum Tragen kommt, denn seit der Alma-Ata-Erklärung und der Ottawa-Charter der Weltgesundheitsorganisation WHO ist Empowerment in diesem Bereich ein zentrales Konzept (vgl. Loss 2008, S. 756).

[...]


1 Zum Beispiel von Zimmerman 1990 in „Toward a theory of learned hopefulness: a structural model analysis of participation and empowerment.“ In: Journal of Research in Personality, 24, S. 71 - 86) (vgl. Stark 1996, S.204)

2 Vgl. o.V.: Hrsg.: National Clearinghouse for Alcohol and Drug Information (1991): “The Future by Design - A community Framework for Preventing Alcohol and other Drug Problems through a Systems Approach”. Washington http://www.eric.ed.gov/ERICWebPortal/custom/portlets/recordDetails/detailmini.jsp?_nfpb=true&_&ERICExtS earch_SearchValue_0=ED350518&ERICExtSearch_SearchType_0=no&accno=ED350518, abgerufen am 11.12.2009 um 15:30 Uhr (s. Materialiennr..: 03)

Details

Seiten
68
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640874637
ISBN (Buch)
9783640875702
Dateigröße
2.1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v169214
Institution / Hochschule
Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt
Note
Schlagworte
empowerment gesellschaftliche beteiligung partizipation beteiligung jugendparlament empowermentansatz untersuchung selbstbestimmung kompetenzen ressourcen jugendpolitik kommunalpolitik mitwirkung selbstbefähigung sozialmanagement

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