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Das qualitative Interview

Befund eines qualitativen Interviews im verstehend-narrativen Paradigma - mit Fallbeispiel

Seminararbeit 2010 31 Seiten

Medien / Kommunikation - Methoden und Forschungslogik

Leseprobe

1. Einleitung

Ziel dieser Arbeit ist es, ein von mir, im Zuge der Lehrveranstaltung „das qualitative Interview“, durchgeführtes Interview in transkribierter Form darzustellen. Im Anschluss daran sollen die bedeutungsvollen, narrativen Strukturen des Gesagten herausgearbeitet werden, um zu hinterfragen welche Thematiken und Schwierigkeiten sich für Jugendliche, die sich im Übergangsstadium zwischen Schule und Arbeit, somit im Arbeitsfindungs- prozess, befinden, welche als Probanden innerhalb dieser Untersuchung befragt wurden, ergeben. Als Vorgangsweise wurde dafür ein offenes Leitfadeninterview, mit der Zielsetzung dem Befragten möglichst viel Erzählungsfreiraum zu geben, verwendet, da sich durch Selbiges die „subjektiven Bedeutungsstrukturen, die sich im freien Erzählen […] herausschälen [lassen], sich [ jedoch in] einem systematischen Abfragen aber verschließen [würden]“ (Mayring, 2002: S.72), herausgearbeitet werden können. „Ziel des Intensivinterviews ist es im Rahmen […] der Forschung genaue Informationen vom Befragten, unter besonderer Berücksichtigung von Sprache und Bedürfnissen zu erlangen. […]“ (Friedrichs 1985: S. 247f) Somit sucht diese Arbeit das durchgeführte Interview möglichst genau zu beschreiben, ferner die sich daraus ergebenden Vor- und Durchführungsschritte, sowie damit verbundene Problematiken zu beschreiben und im letzten Teil der Arbeit das Gesagte anhand der Analysemethode der „grounded theory“ zu hinterfragen.

2. Zugang zum Feld

2.1. Gatekeeper

Der Erfolg eines qualitativen Forschungsprozesses ist wesentlich vom Kommunikationsprozess zwischen Forscherin und Probandin(nen) abhängig. (vgl. Przyborski 2008: S.67) Somit ist es wichtig die Beteiligten im Vorfeld über Umfang, Vorhaben, eigenes Erkenntnisinteresse sowie den Zweck der Erhebung zu informieren. (vgl. ebd. ) Meine Vorüberlegungen wen ich als Interviewpartnerin wählen werde gestalteten sich relativ einfach, da ich einige Jugendliche die sich im Berufsfindungsprozess befinden, persönlich kenne. Um jedoch zu vermeiden dass das die geplante Interviewsituation, ferner das wichtige Kriterium der Offenheit (vgl. Reinders 2008: S. 147) erfüllt, und nicht durch einen bereits im Vorfeld vorhandenen Kontakt gestört wird, habe ich versucht über meine Bekannten Zugang zu deren Freunden zu herzustellen, die sich in ebenso in genanntem Prozess befinden, mit welchen jedoch kein persönlicher Kontakt meinerseits bestand. Über diesen Weg gestaltete sich mein Zugang zum Forschungsfeld unproblematisch, da viele der Jugendliche sich für Interesse am Thema aussprachen, ferner ihr großes Mitteilungsbedürfnis zeigten. Als positiven Faktor, welcher mir meinen Einstieg in Forschungsfeld erheblich erleichterte, kann ich hier mein privates Netzwerk nennen, sowie die Tatsache, dass man Menschen mit welchen man über dritte Personen bekannt ist leichter Vertrauen entgegenbringt. An dieser Stelle gilt meinen Bekannten, die mir als „Gatekeeper“ (Reinders 2008: S. 139) den Weg ins Feld öffneten, ferner sehr positiv und engagiert für mich und mein Forschungsvorhaben sprachen, besonderer Dank. Demgemäß kann ich die Reaktionen, die mir auf mein Interviewvorhaben entgegengebracht werden, als außerordentlich positiv bewerten.

2.2. Anfangssituation

Nach dieser Vorarbeit verfügte ich optional über mehrere Jugendliche die Bereitschaft und Interesse an meinem Vorhaben zeigten, darum habe ich im Beisein meiner Bekannten, ferner in der ungezwungenen Atmosphäre eines Kaffeehauses, jeweils die möglichen Probanden kennengelernt, was mir meine spätere Auswahl erheblich erleichterte, da ich nun bereits im Vorhinein Gesprächsbereitschaft, Redefluss und Offenheit der Personen in einer ungezwungen Gesprächssituation bewerten konnte. Diese Vorgespräche sollten weniger einer Selektion dienen, sondern vielmehr den Vertrauensaufbau zwischen der Probandin und Forscherin fördern. In diesem Fall hat sich das Beisein einer zwischengeschalteten Instanz, in Person einer gemeinsamen Freundin als hilfreich dargestellt. Nach dem ersten Kennenlernen konnte ich zwischen drei potentiellen Kandidatinnen, die ihre Bereitschaft erklärten, meine favorisierte Interviewpartnerin wählen.

2.3. Befragungsatmosphäre

In beiden Fällen (Pretest und Interview) führte ich das Interview in meiner Wohnung, nach Einladung der Jugendlichen zu mir nachhause, durch. Die Atmosphäre kann ich als positiv und entspannt beurteilen, was wesentlich daran lag, dass mich die zu befragende Person nach vorhergehendem Treffen bereits kannte. Meine Wohnung als Befragungsort wählte ich aufgrund der Kriterien der Ungestörtheit und Ruhe. Außerdem versuchte ich der Probandin durch gute Vorbereitung und Offenheit das Gefühl zu geben sich in einer entspannten, unbehelligten Atmosphäre zu befinden. Die Probandin erklärte mir nach dem Gespräch sie sei froh gewesen das Interview hier und nicht bei sich zuhause durchgeführt zu haben, da sie dort befangener gewesen wäre und sich wesentlich durch die Anwesenheit ihrer Eltern gestört gefühlt hätte. Zusammenfassend kann ich meinen Zugang zum Feld sowie den Beginn der Interviewsituation als positive Erfahrung ermessen. Als wesentlichen Faktor dafür sehe ich die Bereitschaft meiner Bekannten mir als „Gatekeeper“ Zugang zum Feld zu verschaffen.

3. Methode

3.1. Kriterien eines qualitativen Interviews

Das von mir durchgeführte Interview kann als thematisch strukturiertes Interview im Kontext eines verstehend narrativen Paradigmas beschrieben werden, für welches in Bezug auf Merton, Fiske und Kendall, welche von (Heinze 2004 S. 155) genannt werden, die wichtigsten Kriterien sind:

1. „das Interview soll maximale Reichweite haben“ (ebd.). Das heißt Ziel der Befragung ist es, der Person möglichst viel Platz einzuräumen sich selbst auszudrücken. (vgl. ebd.) Das ist eines der zentralen Kennzeichen eines offenen Interviews, da nur durch uneingeschränkte Aussagefreiheit die „subjektive Lebenswelt“ (Habermas 1981: S. 182) der Inquirierten zugänglich wird. 2. Ein weiteres Kriterium ist die „Spezifität“ (Heinze 2004. S. 155). Um diese Forderung zu erfüllen soll versucht werden Äußerungen zu spezifizieren, was über genaues Nachfragen erreicht werden kann. (vgl. ebd.) Hierbei geht es hauptsächlich darum von allgemeinen Floskeln hin zu Begründungen zu gelangen, um im Interpretationsprozess die subjektiven Sinnstrukturen erschließbar zu machen. 3. Eben genanntes Kriterium schließt ein Weiteres mit ein: die Tiefe, mit welcher vor allem kognitive, affektive und wertbezogene Äußerungen erschlossen werden sollen (vgl. ebd.). Hierbei kommen die Kompetenzen des Interviewers zum Tragen, da dieser situativ den narrativen Gehalt einer Äußerung erkennen muss, um zu entscheiden wann genauere Nachfragen nötig sind.

4. Im Weiteren muss das Kriterium der Neutralität genannt werden, unter welcher verstanden wird, dass der Forscher möglichst unvoreingenommen in die Interviewsituation gehen solle. Somit soll die Interviewerin möglichst ihre eigene soziale Situiertheit, ferner die eigene Lebensumgebung und Beziehungen, welche als wert- und normdeterminierende Instanzen prägen wie wir die Welt sehen, nicht in den qualitativen Forschungsprozess eingebracht werden sollen, da dies intervenierend auf die Befragten wirken kann.

4.2. Der Leitfaden

Um dem Interview eine grobe Struktur zu geben, ferner die Relevanz der gegebenen Informationen für den Themenbereich zu kontrollieren ferner Unterbrechungen zu vermeiden wurde ein, im Vorfeld, innerhalb der Lehrveranstaltung gemeinsam entworfener, problembezogener Leitfaden, mit offenen Fragestellungen, verwendet. Hauptgrund für den Einsatz des Leitfadens war erstens die spätere Vergleichbarkeit die durch diesen erreicht wurde, und zweitens dass sich genannter Einsatz vor allem für die Befragung von Jugendlichen eignet um den Befragten etwaige Unsicherheiten bzw. dem Interview eine theoretische Rahmung zu geben. (vgl. Mayr 2008: S.45)

4.3. Pretest

Anhand eines Probeinterviews wurde der Frageleitfaden vorab im Feld getestet. In meinem Fall war neben genanntem Grund vor allem die Tatsache, dass ich noch keine Erfahrung in der Durchführung eines qualitativen Interviews gemacht hatte, ausschlaggebend für den Pretest. Somit diente der Pretest neben Klärung der Praktikabilität des Fragebogens in erster Linie für mich, als Interviewerin Erfahrung im Umgang mit den Probandinnen, ferner der Interviewtechnik zu sammeln.

4.4. Rolle des Forschers

Der Entwicklung und somit die etwaig auftretenden Schwierigkeiten einer konkreten Interviewsituation lassen sich nur schwer vorab planen. Somit hängt der Erfolg des Interviews wesentlich von den Fähigkeiten der Interviewerin ab. Qualifikationen für den positiven Verlauft einer Befragung sind neben persönlicher und sozialer Kompetenz, die Fähigkeit des spontanen Kodierens und richtig gesteuerten Nachfragens der Interviewerin, welche sich in komplikativen Situationen durch richtige ad hoc Entscheidungen und Konzentration auf den Gesprächsinhalt, speziell durch die Fähigkeit des passenden Abweichens vom Fragebogen zugunsten intensiverer Erkundigungen zeigt. (vgl. Hopf 1991: S.177) Für eine positive Gesprächsentwicklung sind neben genannten Kompetenzen auch „nonverbale Gesprächssignale“ (Helfferrich 2005: S. 86) ausschlaggebend, die neben der Gesprächssteuerung vor allem der positiven Resonanz der Forscherin gegenüber der Befragten, ferner der Gefühlsvermittlung und des Aufbaus einer Beziehung zwischen Interviewerin und Interviewpartnerin dienen. (vgl. ebd. S. 86f) Diese Signale werden mittels Blickkontakt, Körperhaltung, Mimik, Gestik, Tonfall, Lautstärke und Pausen vermittelt und drücken die emotiven Gesprächsgehalte seitens beider Gesprächspartner aus. (vgl. ebd. S. 87) Dennoch sollten parasprachliche Signale, ferner Kommentare vorsichtig eingesetzt werden, da genannte Interventionen sich positiv (in Form von Lob oder Zustimmung) auf den Gesprächsverlauf auswirken können, jedoch auch weitreichende, negative Folgen auf den Redefluss haben können. (vgl. ebd.) Hierbei ist vor allem auf das Kriterium der Neutralität zu achten. Demzufolge keine emotionalen Reaktionen zu zeigen, ferner seine Mimik andauernd zu kontrollieren, trägt jedoch wenig zur Objektivität bei. Als hilfreich wird in der Literatur vor allem ein möglichst natürliches Verhalten beschrieben, unter Berücksichtigung des von (Helfrerrich 2005: S. 78) genannten Kriterium des „Fremdverstehens“. Darunter versteht die Helfferrich die Kompetenz „das eigene Bezugssystem zurückzustellen, eine Haltung einer Indifferenz, Fremdheitsannahme und gleichschwebenden Aufmerksamkeit zu entwickeln, um so mehr Raum zu gewinnen für das, was aus der Äußerung selbst heraus zu verstehen ist.“ (ebd. S. 78) Um das Kriterium der „Fremdheitsannahme“ zu erfüllen, ist es unumgänglich für die Interviewerin aktiv zuzuhören d.h. sich auf die befragte Person zu konzentrieren und dabei die eigenen Deutungen, Gefühle und Mitteilungsbedürfnisse zurückzustellen. (vgl. ebd. S. 79) Für eine erfolgreiche Interviewführung nennt Heinze weitere fachliche und persönliche Kompetenzen. So soll die Interviewerin „das Forschungsziel kennen flexibel in der Lage sein die Probleme des Befragten nicht innerhalb seines/ihres Bezugsrahmens zu sehen, Vertrauen erwecken, um Eloquenz und Artikulationsfreude zu befördern [sowie] die Spannung zwischen Taktgefühl, Zurückhalten, notwendigen Nachfragen und Vertiefen gerade an „Krisenpunkten“ für das Interview produktiv machen können.“ (Heinze 2004: S. 161)

4.5. Problematiken

Aufgrund der bereits (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) beschrieben Kriterien, die einem gelungenen Interview zugrundeliegen, wird ersichtlich, dass es einer Reihe von Fähigkeiten bedarf um zu brauchbaren Daten zu gelangen, wovon die meisten einem Erkenntnisprozess der auf Erfahrungen beruht, unterliegen.

Als situative Komplikationen, ferner Problematiken die sich hauptsächlich im Verlauf des ersten, von mir durchgeführten Interviews ergaben, kann ich eine Tendenz zum dominierenden Gesprächsstil sowie partielle Urteile über das Gesagte nennen, was zu bewertenden und kommentierenden Aussagen führte. Ein Störfaktor zu Beginn war meine eigene Unsicherheit, zudem vor allem die Angst (teil)suggestive Fragen zu stellen, die zu verkürzten Antworten, ferner zu einer Unterbrechung des Redeflusses führen könnten. So habe ich im Verlauf der ersten Befragungssituation viel Zeit zum Überlegen benützt, wie ich die folgende Frage formuliere, damit sie den geforderten Kriterien entspricht.

Die in der Literatur häufig beschriebene „Leitfadenbürokratie“ (Hopf 1979 S. 101), unter welcher diverse Autorinnen den Leitfaden als hemmenden Faktor des freien Wortschwalls beschreiben, weil sich Interviewerinnen zu eng am Leitfaden ‚entlang fragen‘ erlebte ich weniger als Schwierigkeit, so habe ich die flexible Handhabung des Leitfadens als unproblematisch empfunden, folglich diesen alsbald bei Seite gelegt habe um meine Fragen konvenabel zu stellen. Dennoch hat mir der Leitfaden in Engpässen Intentionen für weitere Fragestellungen gegeben, und mir garantiert keinen Themenbereich unbeachtet zu lassen. Genannte (Stör)Faktoren haben sich bei Durchführung des zweiten Interviews als deutlich vermindert dargestellt, was sich in einer, für mich selbst wesentlich angenehmeren Gesprächsführung, ferner der Fähigkeit intensiverer Konzentration auf die von meiner Interviewpartnerin verdeutlichten Inhalte zeigte. Somit kann ich die Schlussfolgerung ziehen, dass vor allem die gehäufte Durchführung genannter Interviews Kompetenzen im Bereich hervorbringen.

5. Hauptteil

5.1. Transkriptionsverfahren

Für die Transkription des Interviews soll das Gesagte in normales Schriftdeutsch übertragen werden, um etwaige Feinheiten der Sprache und des Ausdrucks festzuhalten (vgl. Mayring 2002: S. 89) was in weiterer Folge die Lesbarkeit sowie die Interpretation des Gesagten erleichtern soll. Außerdem sollen zusätzliche Informationen wie Pausen, Betonungen, Lachen und Ähnliches in Klammern dargestellt werden.

5.2. grounded theory

Qualitative Interviews stellen eine besondere Art der Sozialforschung dar, da die Befragten in einer offenen Interviewsituation ihre „Lebenswelt“ (Habermas 1981: S.182) sichtbar machen. Die Lebenswelt beschreibt Habermas als den „Ort des kommunikativen Handelns […] vor deren Hintergrund die Akteure überhaupt erst sinnvoll agieren können“ (Jörke 2006: S. 494) Somit reproduzieren wie als handelnde Subjekte durch unsere Lebenswelt unserer Sozialrelationen und machen Selbige durch kommunikative, soziale Interaktionen für andere erst zugänglich. Im Inhalt eines Interviews sind die sinnkonstituierenden Determinanten jedoch nicht sofort sichtbar, sondern ‚verstecken‘ sich als narrative Strukturen hinter dem Gesagten. Um Selbige zugänglich zu machen, folglich das Gesagte in wissenschaftliche Daten zu transformieren, welche nutz-, ferner vergleichbar sind, ist es nötig sie einem Interpretationsverfahren zu unterziehen. In diesem Fall soll die methodisch die „grounded theory“ verwendet werden, unter welcher ein „mehrstufiges Auswertungsverfahren empirischer Daten“ (Strübing 2008: S. 18) verstanden wird.

Kennzeichnend dafür ist ein ständiger Vergleich, der darauf abzielt, die Daten systematisch zu kodieren, damit im Verlauf des Kodierens Konzepte und Kategorien (die auf der beständigen vergleichenden Analyse basieren) entwickelt werden können. (vgl. ebd. S. 19) Somit ist die Besonderheit der Methode, dass die Interpretation nicht mittels einer im Vorfeld aufgestellten Hypothese arbeitet, sondern erst im Verlauf Vermutungen entwickelt werden, hinter welchen die Theorie prozesshaft entstehen kann.

6. Interpretation

Im Folgenden sollen die Gesprächsinhalte des Interviews unter Beachtung der „Gewichtung der Thematiken“ (Bernart/Krapp 1998: S.459) sowie unter Miteinbezug linguistischer Merkmale, parasprachlicher Merkmale wie Betonung, Aufregung, (lange) Gesprächspausen oder stammeln (vgl. ebd), anhand des methodischen Vorgehens der „grounded theory“ interpretiert werden. Eingangs wird eine Kurzbiografie der Probandin erstellt, welcher die biografischen Daten und den bisherigen Lebenslauf der Probandin umreißt, der in weiterer Folge als ‚Kontrastfolie‘ dienen soll, hinter welcher bedeutungsvollen Strukturen des Gesprächs herausgearbeitet werden können. Demzufolge sollen die Beweggründe, Handlungsanlässe und Kontexte der Entscheidung der Schülerin unter folgender Listung herausgearbeitet werden.

1. zentrales Thema
2. Kontext
3. ursächliche Bedingungen
4. intervenierende Bedingungen
5. Handlungsstrategien
6. Konsequenzen

Iris ist zum Zeitpunkt des Interviews (3. Jänner 2009) 18 Jahre alt und befindet sich nach ihrer schulischer Grundausbildung in der VS und der HS, gegenwärtig in der Abschlussklasse der Handelsakademie. Nach der Matura hat die Schülerin vor Mathematik für Lehramt in Graz zu studieren. Sie lebt seit ihrer Geburt als einziges Kind mit ihren verheirateten Eltern (Verkäuferin/Bauarbeiter) zusammen. Zentrales Thema im geführten Interview bildet die Problematik, die sich für Jugendliche im Rahmen ihres Berufsfindungsprozesses, und der damit verbundenen Handlungsschritte ergeben. Somit sucht diese Interpretation die eben genannten Schlüsselkategorien:

[...]

Details

Seiten
31
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640877942
Dateigröße
467 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v169372
Institution / Hochschule
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
Note
1,0
Schlagworte
qualitatives Interview Zugang zum Feld Probeinterview Gatekeeper Pretest Leitfade Transkription Transkriptionsverfahren Interpretation Kriterien qualitatives Interview intervenierende Bedingungen Handlungsstrategie Schlussfolgerungen Anfangssituation Umfeld Analyse Interview Bedeutungen subjektive Bedeutungsstrukturen

Autor

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Titel: Das qualitative Interview