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Laubsägearbeiten in der Grundschule – Gestaltung von Dekorationsartikeln

Die Laubsäge - Einführung in die Werkstoffbearbeitung mit der Laubsäge

Unterrichtsentwurf 2008 16 Seiten

Werken, Textiles Werken

Leseprobe

xxx

Studienseminar xxx

Unterrichtsvorbereitung anlässlich eines

Besonderen Besuchs nach DB zu § 9 PVO-Lehr II

Fach: Gestaltendes Werken

Klasse: ( Jungen / Mädchen )

Datum: xxx

Fach-Seminarleiterin: xxx

Pädagogik-Seminarleiterin: xxx

Schulleiterin: xxx

Mentorin: xxx

Thema der Einheit: Laubsägearbeiten – Gestaltung von Dekorationsartikeln.

Thema der Stunde: Die Laubsäge - Einführung in die Werkstoffbearbeitung mit der Laubsäge.

Stellung der Stunde im Rahmen der Einheit:

1. Die Laubsäge - Einführung in die Werkarbeit mit der Laubsäge ( 1. Std. )
2. Verzierung des Blumentopfanhängers ( 1. Std. )
3. Mobile – Gestaltung und Verzierung eines Mobiles ( 2. Std. )
4. Windspiel – Gestaltung und Verzierung eines Windspiels ( 4. Std. )

Groblernziel der Unterrichtseinheit: Die Schüler kennen die Laubsäge als Werkzeug im

Werkunterricht und beherrschen ihre Handhabung zum Aussägen verschiedener Dekorationsartikel aus Holz.

Groblernziel der Stunde: Die Schüler kennen die verschiedenen Bestandteile der Laubsäge als

Werkzeug zum Sägen von Holz, können sie funktionsgerecht herrichten

und mit der durch die Laubsäge bedingten Arbeitstechnik ein

vorgegebenes Motiv ( Blumentopfanhänger ) aussägen.

Teillernziele der Stunde ( TLZ ): Die Schüler können...

- … die einzelnen Teile der Laubsäge genau betrachten, beschreiben und somit ihre visuelle Wahrnehmung
schulen und ihren sprachlichen Ausdruck im Bereich des Werkunterrichts weiterentwickeln (TLZ 1).
- … den Verwendungszweck der Laubsäge erläutern (TLZ 2).
- … ein Sägeblatt funktionsgerecht in die Laubsäge einspannen (TLZ 3).
- … mit der Laubsäge ein Motiv aus einer Pappelholzplatte Sägen und somit Freude am eigenen Handeln mit
der Laubsäge empfinden und sie zunehmend als Genussquelle (TLZ 4).
- … ihr Empfinden für Sauberkeit und Ordnung sensibilisieren (TLZ 5).

Medien und Arbeitsmittel:

- Geschichte des Holzkasperls, Dekorationsartikel, Plakat zum Holzkasperl.
- Wortkarten: Von den Schülern während der Einführungsphase erarbeitet, Edding.
- Tablett mit Materialien: Laubsäge, Laubsägeblätter, Schablonen, ausgesägte Dekorationsartikel,
Flügelschrauben, Schleifpapier und Sägebrettchen.
- Plakat: Vorbereitung der Laubsäge; Die Sägetechnik.[1]
- Kiste mit Materialien: Laubsägen, Laubsägeblätter, Schablonen auf Pappelholz vorgezeichnet,
-Flügelschrauben, Schleifpapier und Sägebrettchen.
- Akustisches Signal: Xylophone.
- Blumentopf, Drehscheibe.
- Eimer mit Schwämmen, Besen und Kehrblech, Dienstplan für den Werkraum.

Literaturliste:

- Auer, E. u. a. (1984): Werken in der Grundschule, Naturmaterial, Metall, Ton, Holz, Papier. Lehrerhandbuch mit
Arbeitsblättern. München: Oldenbourg.
- Birri, Ch. U. a. (2003): Fachdidaktik Technisches Gestalten / Werken. Basel: Kontakt.
- Der niedersächsische Kultusminister (1985), RRL für die GS, Werken. Hannover: Der niedersächsische Kultusminister.
- Exter, H. (1972): Werkstoffkunde. Handbuch für die Unterrichtsvorbereitung des Lehrers für Technisches
Werken: Holz, Papier, Metall, Klebstoffe, Farbe, Kunststoff. Ravensburg: Otto Maier.
- Jackson, A., Day, D. (1998), Grundkurs Holzbearbeitung. Berlin: Ravensburger.
- Latorre, S. u. a. (1996): Das Werkbuch. Kreatives Gestalten mit Kindern im Grundschulalter. Frankfurt: Christophorus.
- Mette, D. u. a. (1995),Wissensspeicher Werkstoffbearbeitung. 2. Aufl. Berlin: Volk und Wissen.
- Michalski, U., u. T. (2002), Das Ravensburger Werkbuch Holz. Ravensburg: Ravensburger.
- Mietzel, G. (1993), Psychologie in Unterricht und Erziehung. 4. Aufl. Göttingen: Hogrefe.
- Rex, D. (1991): Das große, farbige Bastel- und Werkbuch. Niedernhausen: Falken.
- Stuber, T. (2004): Werkweiser 2 für technisches und textiles Gestalten, 3. bis 6. Sj., Handbuch für Lehrkräfte. 3. Aufl. Bern: Schulverlag.
- Stuffer, G. u.a.(1980): Werken in der Grundschule, Schule für Geistigbehinderte. Praxisbeispiele aus dem Materialbereich Holz. Donauwörth: Auer.
- Wessels, B. (1969), Die Werkerziehung. Bad Heilbrunn: Julius Klinkhart.

Internetquellen:

- Niedersächsisches Kultusministerium, Dannenmann- Warmbold u. a. (2006): Kerncuriculum für die

Grundschule, Schuljahrgänge 1-4, Gestaltendes Werken. Hannover: Niedersächsisches Kultusministerium.

( http://db2.nibis.de/1db/cuvo/ausgabe/ ) (Stand: 20.07.2006).

- Wikipedia die freie Enzyklopädie: Laubsäge. http://de.wikipedia.org/wiki/Laubs%C3%A4ge
(Stand: 13.07.2006).
- Wikipedia die freie Enzyklopädie: Säge. http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A4geblatt (Stand: 13.7.2006).

Lernvoraussetzungen:

In der Klasse werden xxx Schüler unterrichtet, xxx Schüler und xxx Schülerinnen. Seit dem 31.08.2006 erteile ich in dieser Klasse eigenverantwortlich den Werkunterricht mit 1,5 Stunden pro Woche. Alle Schüler sind altersgemäß eingeschult. Es sind keine zurückgestellten Schüler dabei. Der Altersdurchschnitt liegt bei 8 Jahren.

Laut Piaget befinden sich die Schüler im Alter von durchschnittlich 8 Jahren mit ihrer geistigen Entwicklung auf der Stufe der kognitiven Operation. Dies bedeutet, dass die Schüler in der Lage sind einzelne Sachverhalte zu verinnerlichen und diese kognitiv zu verarbeiten, aber dass sie an konkreten Handlungen und Anschauungen hängen bleiben.[2] Dies trifft nicht mit 100 % Sicherheit auf alle Schüler zu. So ist es bedeutsam Lerninhalte anschaulich und handelnd darzubieten. Im Fachbereich des Gestaltenden Werkens erfolgt die Eröffnung neuer Erfahrungen und die Wissensvermittlung durch Handlungs- und Produktorientierung.

Laut Bodo Wessels befinden sich die Schüler mit 8 Jahren im Bereich der Bastelstufen im Studium der Bildhaftigkeit. Die Schüler zeigen eine einfache sachbezogene Wirklichkeitsauffassung, vielseitiges Interesse und leichte Lernfähigkeit. Sie weisen meist einen grenzenlos optimistischen „naiven Realismus“, welcher bedingt, dass sie sich nicht durch Ungenauigkeit und Ungeschicklichkeit entmutigen lassen. Für sie ist die optische Wirkung der Bildhaftigkeit ein Genuss. Nicht die wahre Funktionalität sondern der Gebrauchswert im Spiel wird von den Kindern angestrebt.[3] [4]

Der Werkunterricht ist ab der 3. Jahrgangsstufe ordentliches Lehrfach[5]. In den Jahrgangsstufen 1. und 2. werden im Rahmen des Erstunterrichts Vorerfahrungen zur Förderung der Fein- und Grobmotorik geleistet mittels Papier-, … bearbeitung mit den Werkzeugen Schere, Lineal, Hammer und Nagelbohrer. Die Schüler lernen Arbeitstechniken wie Kneten, Falten, Reißen, Schneiden, Kleben, Bauen sowie Montieren kennen.[6]

Die Leistungen der Klasse entsprechen den Anforderungen des Bildungsstandards Ende Klasse 2 des Erstunterrichts. Jedes Kind beherrscht die bis jetzt notwendigen Fähigkeiten. Allerdings sind Unterschiede zwischen den Schülern erkennbar. Auf diese Vorerfahrungen baue ich mit der Einheit „Laubsägearbeiten – Gestaltung von Dekorationsartikeln“ auf und führe die Schüler in dieser Schulstunde in das für sie neue Lernfeld der Laubsägearbeit ein. Bereits in den vorherigen Stunden lernten die Schüler verschiedene Arten von Holz kennen und Objekte mit Schleifpapier zu bearbeiten. Beim Kennen lernen der Laubsäge, dem Erlernen des Einspannens der Sägeblätter und dem Aussägen einer vorgefertigten Schablone werden in sofern Unterschiede auftreten, dass einige Schüler intensivere Begleitung benötigen. Einigen Schülern ist die Laubsäge von zu Hause her bekannt, so dass sie ihren Mitschülern helfen können. Der Lerninhalt dieser Stunde dürfte dennoch von allen Schülern zu bewältigen sein.

Bereits aufgefallen ist mir, dass sich Unterschiede in der Motorik, in der Lernfähigkeit und im Arbeitstempo der Schüler zeigen.

Die Lehrmethode der Demonstration ist den Schülern vertraut und bereitet ihnen Freude, schwächere Schüler orientieren sich oft an den leistungsstärkeren Schülern oder wenden sich gern für weitere und intensivere Erklärungen an die Lehreranwärterin. Zu beachten bei solchen Arbeitsprozessen ist, dass stille und zurückhaltende Schüler wie xxx die notwendige Unterstützung erhalten.

In dieser Lerngruppe besteht ein ausgewogenes Sozialverhalten, kameradschaftlich und hilfsbereit. Die Schüler zeigen meistens Motivation und Lernbereitschaft.

Individuelle Lernvoraussetzungen:

In der Klasse befinden sich Zwillinge / die Schüler xxx. Es sind sehr ruhige und zurückhaltende Mädchen / Jungen, die eine saubere Arbeitsweise an den Tag legen. Dabei ist xxx noch zurückhaltender als xxx. Sie nehmen meist uneingeschränkt am Unterricht teil.

Auffällig als lauter und oft unkonzentrierter Schüler ist xxx . Er hat Schwierigkeiten dem Unterricht 45 Minuten zu folgen. xxx sind sensible Kinder, welche manchmal bei Unverständnis der Aufgabenstellung weinen. Ebenso ist in dieser Klasse das Mädchen xxx auffällig, da sie immer den Eindruck vermittelt, aktiv am Unterrichtsgeschehen teilzunehmen und sich meldet, jedoch oft unpassende bis keine Antworten vorträgt. xxx ist eine strebsame Schülerin, in ihrem Leistungsvermögen allerdings begrenzt. Auch hat xxx wie die Mitschülerin xxx Schwierigkeiten mit der Motorik. Dies wirkt sich auf ihre Arbeitstechnik aus. xxx ist ein unruhiges Kind. Er hat Schwierigkeiten längere Zeit still zuzuhören. Jede Gelegenheit nutzt er um aufzustehen und sich bewegen zu können. Allerdings liefert er manchmal sehr produktive Unterrichtsbeiträge. Während xxx eine sehr ausgeprägte Feinmotorik haben, neigen xxx zur Grobmotorik. Dies schlägt sich in ihrer Arbeitsweise nieder. Xxx benötigen viel Zeit zur Bewältigung einzelner Aufgaben. Ihre Feinmotorik ist noch sehr unausgereift. Auch beim kognitiven Erfassen der Aufgabenstellung gibt es Differenzen. So können einige Schüler bei einmaliger Bekanntgabe des Arbeitsauftrags diese umsetzen, wobei xxx auf mehrmalige Wiederholungen angewiesen sind. xxx beenden ihre Arbeiten im Allgemeinen schnell, wobei sie einen sauberen und sorgfältigen Arbeitsstil zeigen. Ihre Fein- und Grobmotorik ist im Vergleich zu ihren Mitschülern ausgeprägter. Sie werden gern von den anderen Schülern als Helfer gerufen und kommen dieser Aufgabe auch gern nach. Auffällig im Sozialverhalten sind xxx.

Zu erwartende Schwierigkeiten:

Der Werkraum weist räumlich bedingte Schwierigkeiten auf. Er ist nicht schallisoliert und somit ein sehr lauter Raum. Den Schülern wird in hohem Maße Disziplin abverlangt um das Unterrichtsfach Gestaltendes Werken in einem ertragbaren Geräuschpegel erteilen zu können. Auch könnten die Sägespäne die Schüler beim Atmen einschränken. xxx ist Asthmatiker. Das Einspannen der Sägeblätter unter Beachtung der vorgegebenen Anweisungen könnte den Schülern Schwierigkeiten bereiten, da eine genaue Betrachtung der Sägeblattzähne erforderlich ist und das Blatt stramm eingespannt werden muss. So werde ich das eingespannte Sägeblatt bei jedem Schüler kontrollieren. Da viele Schüler keine Erfahrungen mit der durch die Laubsäge bedingten Sägetechnik haben, werden sich einige Schüler bei den ersten Versuchen des Aussägens der Schablone ungeschickt anstellen. Meine Begleitung und Unterstützung und gegebenenfalls die der Mitschüler sind deshalb gefragt.

[...]


[1] Auer, E. u. a. (1984): Werken in der Grundschule, Naturmaterial, Metall, Ton, Holz, Papier. Lehrerhandbuch mit Arbeitsblättern. München: Oldenbourg. S.110ff.

[2] Vgl. Mietzel, G. ( 1993 ), Psychologie in Unterricht und Erziehung. 4. Aufl. Göttingen: Hogrefe. S. 76 ff

[3] Vgl. Wessels, B. (1969), Die Werkerziehung. Bad Heilbrunn: Julius Klinkhart.

[4] Vgl. Birri, Ch. U. a. ( 2003 ): Fachdidaktik Technisches Gestalten / Werken. Basel: Kontakt. S. 30 ff.

[5] Vgl. Der niedersächsische Kultusminister (2006), Kerncurriculum für die GS. Anhörfassung. Gestaltendes Werken. Hannover: Der

niedersächsische Kultusminister.

[6] Vgl. Der niedersächsische Kultusminister ( 1985 ), RRL für die GS, Werken. Hannover: Der niedersächsische Kultusminister.

Details

Seiten
16
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640886371
ISBN (Buch)
9783640886425
Dateigröße
543 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v169702
Note
Sehr gut
Schlagworte
Besonderer Besuch Laubsägearbeiten Laubsäge Gestaltendes Werken GRundschule Dekorationsartikel

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Titel: Laubsägearbeiten in der Grundschule – Gestaltung von Dekorationsartikeln