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Lieferantenmanagement. Definition, Ziele und praktischer Einsatz

Seminararbeit 2011 11 Seiten

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Einführung ins Thema
1.2 Ziele der Arbeit und Vorgehensweise

2 Aufbau des Lieferantenmanagements
2.1 Begriffsdefinition Lieferantenmanagement
2.2 Notwendigkeit des Lieferantenmanagements
2.3 Ziele des Lieferantenmanagements
2.4 Prozessstufen des Lieferantenmanagements

3 Praktischer Einsatz des Lieferantenmanagements
3.1 Anpassung des Lieferantenmanagements an die verschiedenen Lieferantentypen mit Hilfe der ABC-Analyse

4 Fazit und zukünftige Entwicklung

Literaturverzeichnis

Internetquellen

1 Einleitung

1.1 Einführung ins Thema

Es gibt kaum Einkäufer, die nicht davon sprechen, kaum Unternehmen, welche nicht die Forderung danach stellen: Lieferantenmanagement.[1]

Ein Unternehmen wird von zahlreichen Firmen beliefert. Angefangen bei Produktionsmaterial über Büromaterial bis zu Hygieneartikel und Personaldienstleistungen. In der Regel haben Unternehmen eine Vielzahl verschiedener Lieferanten. Lieferanten tragen wie Mitarbeiter und Kunden zum Erfolg eines Unternehmens bei[2].

Steigender Wettbewerbsdruck durch zunehmende Globalisierung, eine verstärkte Dynamik der Märkte sowie steigende Kundenanforderungen führen zu immer höheren Anforderungen an die Unternehmen. Eine Tendenz zu Kooperationen zwischen Unternehmen und Lieferanten ist bereits seit Beginn der 90er Jahre erkennbar[3]. Die traditionellen Einkaufsfunktionen mit rein operativen und dispositiven Tätigkeiten haben sich im Laufe der Zeit stark erweitert. In den letzten Jahren wurde die strategische Bedeutung der Lieferanten verstärkt wahrgenommen[4].

Unter einem modernen Beschaffungsmanagement versteht man vielmehr die Etablierung langfristiger Partnerschaften mit den leistungsfähigsten Lieferanten. Der Einkauf kann so durch das optimale Management der Lieferanten zur Kostenoptimierung und Erfolgen in Bezug auf Service, Qualität und Innovationen beitragen[5]. Somit trägt konsequentes Lieferantenmanagement auch zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit bei. Ein gezieltes Lieferantenmanagement muss den Kundenwert durch Innovationen, Qualität und rechtzeitige Markteinführungen maximieren[6].

1.2 Ziele der Arbeit und Vorgehensweise

Ziel des Assignment ist es, Lieferantenmanagement als Teil des Beschaffungsmanagements vorzustellen, den grundsätzlichen Aufbau zu beschreiben sowie die Wichtigkeit für die Wertschöpfung im Unternehmen herauszustellen. Nach der Einleitung werden im zweiten Kapitel die theoretischen Grundlagen erörtert. Nach einer Begriffsdefinition wird nach der Notwendigkeit des Einsatzes dieses Managementkonzepts gesucht. Anschließend folgen die Ziele, welche mit dem Management der Lieferantenbeziehungen verfolgt werden. Der theoretische Teil endet mit der Beschreibung der Prozessstufen, aus welchen das Lieferantenmanagement besteht.

Im dritten Kapitel folgt der praktische Teil. Hier wird vor allem erörtert, wie das Lieferantenmanagement auf die verschiedenen Lieferantentypen (vom Teilelieferant bis zum Entwicklungspartner) angewendet werden sollte.

Ein Ausblick in die Zukunft und ein Fazit verdeutlichen nochmals das Thema und lassen den Trend erkennen, wohin das Lieferantenmanagement führt.

2 Aufbau des Lieferantenmanagements

2.1 Begriffsdefinition Lieferantenmanagement

Das Lieferantenmanagement bildet einen Aufgabenschwerpunkt im Beschaffungsprozess, und kann nicht isoliert betrachtet werden[7]. Unter Lieferantenmanagement versteht man die Summe aller Maßnahmen zur Beeinflussung der Lieferanten im Sinne der Unternehmensziele[8]. Es handelt sich um eine aktive Gestaltung der Beziehung zwischen dem abnehmenden Unternehmen und seinen Lieferanten mit dem Ziel, einen Mehrwert für beide Partner zu schaffen[9]. Dabei geht es um eine Weiterentwicklung der traditionellen Beschaffungsprozesse[10]. Das Lieferantenmanagement kann als Prozess verstanden werden, welcher sieben Prozessstufen oder Elemente beinhaltet. Dies sind Lieferantenidentifikation, Lieferanteneingrenzung, Lieferantenanalyse, Lieferantenbewertung, Lieferantenauswahl, Lieferantencontrolling sowie Steuerung der Lieferantenbeziehungen[11].

2.2 Notwendigkeit des Lieferantenmanagements

Damit Unternehmen im Wettbewerb bestehen können, reicht es nicht aus die Beschaffung als Einkaufen zu niedrigen Preisen zu verstehen. Vielmehr ist es erforderlich Lieferanten als Partner in der Wertschöpfungskette zu begreifen, um im Wettbewerb bestehen zu können. Steigende Kundenanforderungen und anspruchsvollere Umweltbedingungen machen das Lieferantenmanagement notwendig, um den Kundenwert zu maximieren. Ein Großteil der Wertschöpfung wird von Zulieferern generiert und wird in Zukunft auch noch steigen. Durch Lieferantenmanagement kann dieser Wertbeitrag noch optimiert werden. Lieferanten können bei Innovationsprozessen mitwirken, durch hohe Qualität und Zuverlässigkeit Kundenwert schaffen. Der Mittelpunkt des traditionellen Einkaufs war die Erzielung eines optimalen Preises. Durch niedrige Preise in der Beschaffung wollten Unternehmen Kosten drücken. Der Einkauf hatte nur eine operative Rolle im Tagesgeschäft und fand eher regional oder national statt. Der Moderne Einkauf hat einen strategischen Fokus, was auch neue Anforderungen an Lieferanten stellt. Lieferanten sollen nicht länger nur die Handlanger bleiben sondern durch Innovationen, Qualität, Flexibilität und Service zur Wettbewerbsfähigkeit beitragen. Veränderte Rahmenbedingungen, wie die Möglichkeiten des Internets lassen neue Formen der Zusammenarbeit zu. Die Internationalisierung der Märkte intensiviert den Wettbewerb und öffnet auch neue Beschaffungsmärkte[12].Die steigenden Kundenansprüche führen auch zu einer frühzeitigen Einbindung des Lieferanten. Kürzere Produktlebenszyklen und zunehmende Innovationsgeschwindigkeiten erfordern permanente Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, an denen Lieferanten aktiv teilhaben sollten[13]. Die Auswahl der richtigen Lieferanten wird zu einer strategischen Entscheidung des Beschaffungsmanagements. Der Lieferant, sein Verhalten und seine Leistungsfähigkeit haben wesentlichen Einfluss auf die Zufriedenheit der Kunden[14].

[...]


[1] Vgl.http://www.cornelsen.de/sbk/1.c.1694054.de?hasjs=1294674398&submittedByForm=1&gsid=1.c.1153490.de&id=1694054

[2] Vgl. http://www.widepartners.de/de/einkaufsmanagement/lieferantenmanagement/

[3] Vgl. Stella-Christina Jäger, Instrumente des Beschaffungscontrollings, 2009, S.66

[4] Vgl. G. Hofbauer, T. Mashhour, M. Fischer, Lieferantenmanagement, S. 16

[5] Vgl. Stella-Christina Jäger, Instrumente des Beschaffungscontrollings, 2009, S.66

[6] Vgl. G. Hofbauer, T. Mashhour, M. Fischer, Lieferantenmanagement, S. 6

[7] Vgl. http://www.lieferantenbewertung.de/theorie/th-index_prozess.html

[8] Vgl. O.Grün,, W. Jammernegg, S. Kummer, Grundzüge der Beschaffung, Produktion und Logistik, S.97

[9] Vgl. Stella-Christina Jäger, Instrumente des Beschaffungscontrollings, 2009, S.66

[10] Vgl. http://www.bilanzbuchhalter-weiterbildung.de/lieferantenmanagement.html

[11] Vgl. http://www.ebz-beratungszentrum.de/logistikseiten/artikel/liefermgmt.html

[12] Vgl. G. Hofbauer, T. Mashhour, M. Fischer, Lieferantenmanagement, S. 6

[13] Vgl. Rudolf Large, Interpersonelle Kommunikation und erfolgreiches Lieferantenmanagement, S. 4

[14] Vgl. Stella-Christina Jäger, Instrumente des Beschaffungscontrollings, 2009, S.69

Details

Seiten
11
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783640894895
ISBN (Buch)
9783640894680
Dateigröße
393 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v170519
Institution / Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
1,7
Schlagworte
lieferantenmanagement definition ziele einsatz

Autor

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Titel: Lieferantenmanagement. Definition, Ziele und praktischer Einsatz