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Bismarck, Tirpitz und Tsingtau. Warum Tsingtau untergehen musste

Seminararbeit 2004 16 Seiten

Geschichte Europa - Deutschland - 1848, Kaiserreich, Imperialismus

Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Tsingtau in Kiautschou
2.1. Lage/ Beschreibung
2.2. Das Interesse der Marine an Tsingtau
2.3. Tsingtau in der Vorkriegszeit

3. Bismarcks Haltung zu Kolonien in Übersee
3.1. Bismarcks Haltung im Wandel – ein kurzer Abriss
3.2. Abgleich mit den Realitäten – Die Überseekapazitäten der Marine 1914

4. Die Eroberung

5. Tirpitz oder Bismarck ? – die Geschichte als Rechenmeister oder: Warum Tsingtau g untergehen mußte

1. Einleitung

Am Morgen des 14. September 1914 betrat erstmals ein britischer Armeekommandant deutsches Territorium.

Es handelte sich dabei um Brigadegeneral auf Zeit Nathaniel W. Barnadiston, der mit seinen Truppen, bestehend aus Engländern und indischen Sikhs, den Japanern in ihrem Belagerungskampf um das chinesische Tsingtau beistehen, und Großbritannien womöglich ein Stück des Kuchens der einzigen deutschen Kolonie in Kontinentalasien, Kiautschou sichern sollte. Gegen die mit starken Verbänden angerückten Angreifer, konnten die deutschen Schutztruppen unter dem Gouverneur Kiautschous, Alfred Meyer-Waldeck letztendlich nicht bestehen, was für die deutschen Kolonien im Ersten Weltkrieg bekanntermaßen nicht eben unüblich war.

Diese Arbeit ist jedoch nicht der Beschreibung der Belagerung von Tsingtau gewidmet – diesem Thema nahm sich, recht ausführlich, bereits Charles B. Burdick in seinem Werk: „The Japanese Siege of Tsingtau“,[1] an, welches hierbei auch als Vorlage diente. Vielmehr soll am Beispiel Tsingtau untersucht werden, wie sich die Flottenpolitik des Großadmirals von Tirpitz, der die Bucht von Kiautschou als Flottenkommandant selbst examiniert und für brauchbar befunden hatte, auf diese Überseebesitzung ausübte. Als Hintergrund dieser Betrachtung dienen dabei die für das Beispiel Tsingtaus beinahe prophetischen Worte Bismarcks:“ Wir haben eine Flotte, die nicht fahren kann…und wir dürfen keine verwundbaren Punkte in fernen Weltteilen haben, die den Franzosen als Beute zufallen, sobald es losgeht.“.[2] Zwar sprachen die Franzosen, die Tsingtau zum Verhängnis wurden Japanisch. Aber hatte Bismarck nicht schließlich doch Recht behalten?

Um jene Zusammenhänge näher zu beleuchten, wird sich diese Arbeit zuerst mit dem Verhältnis von Marine und Kiautschou/Tsingtau, speziell mit dem Tirpitz’, beschäftigen und Einblick in die Lage in der Vorkriegszeit nehmen.

Anschließend soll auf Grundlage Bismarckscher Aussagen aus der Frühzeit bzw. aus der Zeit kurz vor Beginn deutscher Kolonisierung um 1880, ein Abgleich mit den, vor allem flottenpolitischen, Realitäten des Jahres 1914 vorgenommen werden.

Darauf folgt eine kurze, selektive Beschreibung der Geschehnisse der Belagerung, unter Beachtung der besonderen Schwerpunkte der vorangegangenen Betrachtungen.

Abschließend soll ein Fazit die Frage klären, ob die historischen Entwicklungen in Bezug auf Tsingtau, Bismarcks früh geäußerten Ansichten zur Kolonialpolitik oder Tirpitz’ realer Flottenpolitik mit ihren Implikationen für Kiautschou letztendlich Recht gaben.

Orthographie und Grammatik richten sich, so es das Textprogramm zulässt, nach den Regeln der Alten Deutschen Rechtschreibung.

2. Tsingtau in Kiautschou

2.1. Lage/ Beschreibung

Die Stadt Tsingtau, deren Name soviel wie „grüne Insel“ bedeutet, liegt auf einer Landzunge, die den schmalen Zugang des Gelben Meeres zur Bucht von Kiautschou begrenzt.[3] Wie überall „östlich der Berge“, wie die im Norden Chinas gelegene Provinz Schantung auf Chinesisch genannt wird, bestritt die äußerst zahlreiche Bevölkerung ihr Leben, wie schon Jahrhunderte vor Beginn der Kolonisierung durch die Deutschen, hauptsächlich durch Fischfang, Salzherstellung und eine auf die lokale Eisenverarbeitung gestützte Landwirtschaft.[4] Schon im Jahre 1869 hatte der deutsche Forschungsreisende Freiherr von Richthofen auf den großen Reichtum an Bodenschätzen der Provinz hingewiesen.[5] Jedoch war die Bevölkerungsdichte, durch Naturkatastrophen, Hungersnöte und gerade im 19. Jh. auch durch Aufstände, schon immer großen Schwankungen unterworfen[6], so betrug die Einwohnerzahl Shantungs ein Jahr nach der Deutschen Okkupation Kiautschous, 1898, etwa 38 Millionen.[7] Das Klima der Bucht gestaltet sich in der Form, dass sich die kalten Nordwinde des Winters abwechseln mit den Hitzemildernden Südostwinden des Sommers.[8] Als nun am 14. November 1897 Konteradmiral Otto v. Diedrichs mit den Schiffen des deutschen Ostasiengeschwaders die Kiautschou - Bucht besetzte, fand er nicht mehr vor, als ein paar kleine Fischerdörfer - darunter Tsingtau.[9]

2.2. Das Interesse der Marine an Tsingtau

Es stellt sich also die Frage was für ein Interesse die kaiserliche Marine an einem Fischerdorf wie Tsingtau gehabt haben könnte, war die Stadt doch recht bald unter Marineverwaltung gestellt worden.[10]

Bekanntermaßen hatten Deutschlands Bemühungen als Groß- und Kolonialmacht aufzutreten, durch die Anstrengungen Kaiser Wilhelms für das Reich einen Platz an der Sonne zu ergattern, enormen Auftrieb erfahren. Natürlich ließ sich eine solche Überseepolitik nur mit Überseekapazitäten, also mit einer Flotte durchsetzen.[11] Im Rahmen der technischen Entwicklung hatte sich bereits im Krimkrieg gezeigt, dass die Zukunft bei den Dampfschiffen liegen würde, die um fernab der Heimat einsatzfähig zu bleiben, noch stärker als ältere Schiffstypen Flottenversorgungsstützpunkte, vor allem aber Kohlestationen benötigen würden.[12] Als eine ebensolche kam nun Tsingtau ins Spiel. Schließlich waren weite Kreise der zuständigen Verantwortungsträger schon seit der sog. Eulenburg – Expedition 1860/61 darauf erpicht einen preußischen bzw. deutschen Flottenstützpunkt in Südostasien zu erwerben.[13] Seit 1868 zeigten preußische bzw. kaiserliche Schiffe ständig in der Region Präsenz, waren aber immer auf das Wohlwollen der Großmächte mit eigenen Stützpunkten, bzw. der Anrainerländer angewiesen. Dieser Zustand war für die Verantwortlichen ärgerlich, jedoch unter Bismarck, der lieber den Frieden mit den anderen Großmächten wahren wollte, nicht zu ändern.[14] Erst nach Bismarcks Abtreten und mit dem forschen Auftreten des jungen Kaisers, bot sich eine Chance. Während China offenbar immer weniger Widerstand gegen äußere Mächte leisten konnte, rüstete Japan seine Flotte auf und es schien vielen so, dass England oder Russland in diese Lücke stoßen könnten.[15] Der Marinestaatsekretär dieser Zeit, Admiral Hollmann, war, wie viele z. T. ältere Verantwortungsträger in der Marineführung ein Anhänger der Strategie des Kreutzerkampfes.[16] Es kam ihm sicher nicht Ungelegen, dass die Reichsregierung seit 1895, teilweise auf Druck der Wirtschaft, die im Außenhandel mit China hinter England nunmehr an zweiter Stelle stand, ihre Bemühungen, einen Stützpunkt an der chinesischen Küste zu erwerben, verstärkte und auch der Außenstaatssekretär von Bieberstein den weiteren Erfolg seiner Diplomatie dort, ohne eine verstärkte Flottenpräsenz gefährdet sah.[17] In dieser Situation übernahm der Aufsteiger Konteradmiral Alfred von Tirpitz das Kommando über das deutsche Kreutzergeschwader in Südostasien. Von Beginn an, sollte es sein Auftrag sein, den am Besten geeigneten Platz für einen deutschen Flottenstützpunkt auszuwählen.[18] Schon vor Antritt seiner Reise, war Tirpitz auf die Bucht von Kiautschou aufmerksam gemacht worden. Durch ihre Lage als natürlicher Hafen, der durch die umgebenden Berge und die Enge Buchtmündung, sowohl von Land als auch zu See günstig zu verteidigen war, durch den ausreichenden Platz für Versorgungseinrichtungen und städtische Institutionen und durch ihre Günstige Lage für eine Anbindung an die chinesische Wirtschaft, hielt die Bucht auch der persönlichen Inspektion durch den Konteradmiral stand, so dass dieser der Marineführung einen positiven Bericht erbrachte. Letztendlich dürfte dieser Bericht mitentscheidend für deren, zusammen mit der Reichsleitung gefällten, Entschluß, zur Inanspruchnahme von Kiautschou, gewesen sein.[19] Die nach dem Mord an zwei deutschen Missionaren in Jentschoufu inszenierte Legitimation der Übernahme der Bucht war dann fast nur noch Formsache.[20] Diese ganze Situation zeigt sich im Nachhinein als einigermaßen paradox. Schließlich stand der Erwerb von Kiautschou für die maritime Strategie der Kreutzerflotte, während Tirpitz, nach seiner Ernennung zum Marinestaatssekretär am 18. Juni 1897, einen gänzlich anderen Kurs fahren sollte.[21] Der Erwerb der Bucht, bzw. die Pachtung für 99 Jahre[22], stellte somit die Krönung des Interesses der kaiserlichen Marine an Überseeflottenstützpunkten, zugleich aber auch den Endpunkt dieser Entwicklung dar.[23] Das bedeutet jedoch nicht, dass Tirpitz keinerlei Interesse an Kiautschou hegte. Vielmehr wollte auch und gerade er es zu einer Art deutscher Musterkolonie ausbauen, die sich langfristig womöglich zu einem Musterflottenstützpunkt entwickeln könnte. Bedingung war jedoch immer das Erreichen der Ziele im Schlachtflottenbau, der ja für Tirpitz der Schlüssel zur deutschen Seemacht war.[24]

2.3. Tsingtau in der Vorkriegszeit

Aus eben diesen Gründen entwickelte sich Tsingtau in den folgenden Jahren zusehends auf wirtschaftlicher Basis, so dass es im Jahr 1914 vielleicht kein starker Flottenstützpunkt, wohl aber eine funktionierende, ansehnliche deutsche Kleinstadt geworden war.[25] Neben Elektrifizierung, Kanalisation, Schulen, etc. hatten die Deutschen in den 17 Jahren der Okkupation, ihrer Musterkolonie alles angedeihen lassen, was der damalige Europäer unter Zivilisation verstand. Teilweise sorgte man in paternalistischer Manier fast schon fürsorglich für die Einheimischen, obwohl natürlich auch in Tsingtau separiert und die Prügelstrafe verhängt wurde.[26] Im Jahre 1912 konnte sich das Schutzgebiet erstmals selbst finanzieren, während Wirtschaft und Bevölkerung weiter wuchsen. 1913 lebten hier ca. 187.000 Chinesen, davon 53.000 in Tsingtau, sowie ca. 2.000 europäische und amerikanische Zivilisten, von denen 1.855 deutsch waren. Zusätzlich dazu umfasste die Marinegarnison ungefähr 2.400 Mann.[27]

Dem Vordringen der anderen Kolonialmächte in China versuchte man weniger mit Waffengewaltdemonstrationen, sondern viel mehr - was jedoch oftmals fehlschlug - mit dem missionarischen Verbreiten der deutschen Kultur zu begegnen.[28] Auch blieb Tsingtau, oft als das deutsche Hongkong tituliert, für das Vordringen der deutschen Wirtschaft eher von regionaler Bedeutung.[29] Die von der chinesischen Seite im Pachtvertrag zugebilligten Konzessionen, wie etwa für den Eisenbahn– und Bergbau, konnten aufgrund des oft erfolgreichen einheimischen Widerstands und chinesischer Blockadepolitik nicht effektiv genutzt werden, es gelang den deutschen Kolonialisten nicht, Shantung infrastrukturell nachhaltig zu durchdringen.[30]

Es bleibt also festzustellen, daß Tsingtau am Vorabend des Ersten Weltkrieges zwar ein funktionierendes Gemeinwesen war, das einige Stilblüten wie eigene Briefmarken, den Tsingtau- Dollar und das noch heute erhältliche Tsingtau- Bier hervorbrachte, jedoch keineswegs dem Bild eines verteidigungsfähigen und gut ausgestatten militärischen Flottenstützpunktes entsprach, wie ihn sich die Marineführung einstmals ausgemalt hatte und wie es für eine erfolgreiche Verteidigung sicherlich auch notwendig gewesen wäre.[31]

3. Bismarcks Haltung zu Kolonien in Übersee

3.1. Bismarcks Haltung im Wandel – ein kurzer Abriss

„Diese ganze Kolonialgeschichte wäre für uns genau so wie der seidne Zobelpelz in polnischen Adelsfamilien, die keine Hemden haben.“[32] So urteilte Bismarck im Jahre 1871 über deutsche Kolonialbestrebungen. Unter ihm sollte es keine deutsche Kolonialpolitik geben.[33] Zumindest solange wie sie ihm in seinen Zielen nicht nützte: „Die ganze Kolonialgeschichte ist ja Schwindel, aber wir brauchen sie für die Wahlen.“[34] Im Jahre 1884 nämlich hatte Bismarck das Thema, dass seiner Meinung nach hohen Einfluß auf den Wahlausgang haben würde, benutzt um sich die Stimmen von Kolonialenthusiasten zu sichern. Als dies jedoch nicht gelang, entfernte er sich schon im nächsten Jahr wieder von der Thematik. Für ihn war es klar, daß die koloniale Sache, wenn überhaupt, eine rein wirtschaftliche Angelegenheit sei, die auch von der Wirtschaft geregelt werden müsse und auch das nur unter der Bedingung, daß die Auswirkungen dieser Bemühungen seine innereuropäische Politik nicht gefährdeten.[35] Bismarck betrachtete den Erwerb von Kolonien als romantische Großmachtsphantasie, die ganz realpolitischen Interessen des noch jungen Reiches im Wege standen. Er sah, daß das Zeitalter des Kolonialismus, zum Zeitpunkt der aufkeimenden Kolonialhysterie bei Teilen der deutschen Bevölkerung, bereits zu Ende war und das für einen modernen Industriestaat andere Maßstäbe galten, als der Besitz einiger Gewürzplantagen in Übersee.[36] Sämtliche Schwankungen in dieser Haltung lassen sich also im Grunde auf zwei Faktoren zurückführen: Das ist zum Einen der politische Nutzen, den Bismarck aus seinen „Flirts“ mit den deutschen Kolonialambitionen ziehen zu können glaubte[37] und zum Anderen der öffentliche bzw. gesellschaftliche Druck der von den Kolonialenthusiasten ausgeübt wurde.[38] Somit ist Bismarck Zeit seines Lebens Kolonialpessimist gewesen, der in Bezug auf diese Thematik sehr wohl seine Haltung, nicht jedoch seine Meinung je anpasste.[39]

[...]


[1] Burdick, Charles B.: The Japanese Siege of Tsingtau, Archon Books, Hamden – Conneticut, 1976.

[2] Gründer, Horst: Geschichte der deutschen Kolonien, Schöningh, Paderborn, 2000, S. 51.

[3] Vgl. Burdick, a.a.O., S. 11 und die Karte “German Concession at Tsingtau” im Anhang des Buches.

[4] Vgl. Tsingtau – Ein Kapitel deutscher Kolonialgeschichte in China 1897 – 1914, Herausgeber: Hans- Martin Hinz und Christoph Lind, Ausstellungskatalog, DHM, Berlin, 1998, S. 61.

[5] Vgl. Westphal, Wilfried: Ein Weltreich für den Kaiser – Geschichte der deutschen Kolonien, Parkland Verlag, 2001, S. 205.

[6] Vgl. Tsingtau – Ein Kapitel…,a.a.O, S. 61 f.; Solche Hungersnöte in Schantung, hatten auch einigen Anteil an der Entstehung der Boxerbewegung, die in Folge des Boxeraufstandes dazu führte, daß eine deutsche Garnison in Peking stationiert wurde, deren Angehörige im Jahre 1914 wiederum an der Verteidigung Tsingtaus beteiligt sein sollten.

[7] Ebenda, S. 61.

[8] Vgl. Ebenda, S. 87 f.

[9] Vgl. Ebenda, S. 19 f.; Heydecker, Joe J.: Der Grosse Krieg 1914 – 1918, Ullstein, Berlin, Mai 1997, S. 188 ff.

[10] Und zwar genau am 27. 1. 1898, Vgl. Tsingtau – Ein Kapitel…,a.a.O., S. 81; van der Laan, Heinz: Erinnerungen an Tsingtau- Die Erlebnisse eines deutschen Freiwilligen aus dem Krieg in Ostasien 1914, Herausgeber: Rolf- Harald Wippich, OAG, Tokio, 1999.

[11] Ansätze einer solchen Flottenpolitik hatten sich in Preußen schon von 1848 an gezeigt, als Friedrich List Adalbert von Preußen äußerte, daß man sich mit 6 Fregatten von 60 Kanonen u.a. in den chinesischen Gewässern den Respekt verschaffen könne, den andere seefahrende Nationen bereits genössen. Schon unter Friedrich dem Großen hatten zuvor preußische Schiffe, u.a. die „König von Preußen“, Kanton in China angelaufen und dort ertragreiche Geschäfte gemacht. Vgl. hierzu Tsingtau – Ein Kapitel…,a.a.O., S. 77.

[12] Vgl. Ebenda, S. 77 f.

[13] Von den 64 Teilnehmern dieser schicksalhaften Expedition, bei der fast ein Drittel der Beteiligten durch einen Schiffuntergang getötet worden war, brachten es immerhin 23 zu Admirals- und Generalsrängen, zwei, darunter Admiral Hollmann, zu Staatsekretären des Reichsmarineamtes. Vgl. Ebenda, S. 78.

[14] Vgl. Ebenda, S. 79.

[15] Vgl. Ebenda.

[16] Vgl. Ebenda, S 80; Kaulisch, Baldur: Alfred von Tirpitz und die imperialistische Flottenrüstung, Militärverlag der DDR, Berlin, 1988, S. 48.

[17] Vgl. Kaulisch, a.a.O., S. 69.

[18] Diese Stellung war für Tirpitz, eigentlich Aspirant auf den Posten des Marinestaatssekretärs und Favourit des Kaisers, nur eine Art Reservebank, hatte doch das Verhandlungsglück Hollmanns vor dem Reichstag dessen Ablösung durch Tirpitz zunächst verhindert. Vgl. Ebenda, S. 69 f.

[19] Vgl. Ebenda, S. 70 ff.

[20] Vgl. Heydecker, a.a.O., S. 188 ff.; Vgl. Westphal, a.a.O., S.206.

[21] Vielmehr setzte Tirpitz auf eine „Schlachtflotte“, die die Entscheidung in einem Krieg, höchstwahrscheinlich mit England, in einer gewaltigen Seeschlacht erzwingen sollte und nicht durch Kreutzergeplänkel in Übersee. Tirpitz Befürchtung war hierbei auch immer, daß die Flotte wie im Krieg 1870/71 ohne Anteil am Sieg bliebe, wenn sie nicht selbst die Initiative ergreift; Vgl. Kaulisch, a.a.O, passim.

[22] Vgl. Westphal, a.a.O., S.207.

[23] Vgl. Tsingtau – Ein Kapitel…,a.a.O., S. 80 f.

[24] Vgl. Ebenda, S. 81; Zugleich diente Tirpitz sein großes Engagement in der Tsingtau– Frage und seine somit erworbene Fachkompetenz auch immer wieder als Möglichkeit, kraft seiner eigenen Erfahrungen den Stützpunktausbau zu Gunsten des Schlachtflottenbaus zurückstellen zu lassen. Vgl. Salewski, Michael: Tirpitz – Aufstieg-Macht-Scheitern, Musterschmidt, Göttingen, 1979, S. 45.

[25] Vgl. van der Laan, a.a.O., S. 5 ff.

[26] So waren z. B. Arbeitgeber verpflichtet ihren chinesischen Arbeitern Häuser zu errichten und für ihre Gesundheit und Hygiene zu sorgen, was z.T. in den ausländischen Kolonien in China einmalig war. Vgl. Tsingtau – Ein Kapitel…,a.a.O., S. 84 ff.

[27] Vgl. van der Laan, a.a.O., S. 9.

[28] Vgl. Ebenda, S. 11.

[29] Vgl. Kaulisch, a.a.O., S. 122.

[30] Vgl. Tsingtau – Ein Kapitel…,a.a.O., S. 146 -157.

[31] Vgl. Tsingtau – Ein Kapitel…,a.a.O., passim.

[32] Schwarzmüller, Theo: Otto von Bismarck, Deutscher Taschenbuch Verlag, München, 1998, S. 107.

[33] Vgl. Ebenda; Vgl. Gründer, a.a.O. S. 51.

[34] Gründer, a.a.O. S. 58.

[35] Vgl. Ebenda, S. 51 ff.; Vgl. Schwarzmüller 107 ff.

[36] Vgl. Graf von Krockow, Christian: Bismarck, Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart, 1997, S. 332 ff.

[37] So beispielsweise bei den schon erwähnten Wahlen, aber auch bei dem Versuch eines Ausgleiches mit Frankreich wegen Elsaß- Lothringens und bei der Sicherung seines politischen Erbes, d.h. die z.T. gegen England und das „deutsche Kabinett Gladstone“ gerichtete Annährung an Rußland. Vgl. hierzu Graf von Krockow, a.a.O., S. 334; Schwarzmüller 107 ff.; Gründer, a.a.O. S. 53 ff.

[38] Gründer, a.a.O. S. 57, 60. Interessant ist hier Gründers Bemerkung, daß Bismarck auf Grundlage seiner eigenen Erkenntnis auch in der Kolonialfrage „sein Staatsschiff“ allenfalls „im Strom der Zeit lenken“ konnte und so laut dem von Gründer hier zitierten Hallgarten „[…] ein Opfer[…] imperialistischer Politik“ sei.

[39] Vgl. Wehler, Hans- Ulrich: Bismarck und der Imperialismus, Suhrkamp, Frankfurt am Main, 1984, S. 412.

Details

Seiten
16
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783668778689
ISBN (Buch)
9783668778696
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v170613
Institution / Hochschule
Universität Potsdam
Note
Schlagworte
Bismarck Tirpitz Tsingtau Deutsche Kolonien China Marine Kaiser Willhelm Erster Weltkrieg

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Titel: Bismarck, Tirpitz und Tsingtau. Warum Tsingtau untergehen musste