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Praxisrelevante Beispiele für den Einsatz von Web 2.0-Techniken

Informationstechnische Innovationen

Seminararbeit 2011 21 Seiten

Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

ABBILDUNGSVERZEICHNIS II

1 EINLEITUNG

2 WAS IST WEB 2.0?
2.1 BLOGS UND FEEDS
2.2 EMPFEHLUNGS- UND BEWERTUNGSVERFAHREN UND TAGGING
2.3 FOREN
2.4 INSTANT MESSAGING
2.5 MASHUPS
2.6 PEER-TO-PEER-NETZWERKE
2.7 PODCASTS
2.8 SOCIAL BOOKMARKING
2.9 SOZIALE NETZWERKE UND BETEILIGUNGSPORTALE
2.10 WEBKONFERENZEN
2.11 WIKIS

3 BEISPIELE FÜR DEN EINSATZ VON WEB 2.0-TECHNIKEN
3.1 BÜRGERHAUSHALT BERLIN-LICHTENBERG
3.2 MAERKER BRANDENBURG
3.3 DER PODCAST DER BUNDESKANZLERIN
3.4 DAS SAGA-FORUM
3.5 DIE STADT KÖLN TWITTERT
3.6 HAMBURG IST BEI FACEBOOK UND TWITTER
3.7 DER BÜRGERMEISTER-BLOG DER STADT GEISLINGEN
3.8 DAS ORTSINFORMATIONSSYSTEM DER STADT GIFHORN
3.9 TAGGA-TO DER STADT TURIN
3.10 DIE ONLINE-VORLESUNG ÜBER ADOBE CONNECT
3.11 CIAO!

4 FAZIT

LITERATURVERZEICHNIS

Abbildungsverzeichnis

ABBILDUNG 3.1 - BÜRGERHAUSHALT BERLIN-LICHTENBERG

ABBILDUNG 3.2 - MAERKER BRANDENBURG

ABBILDUNG 3.3 - DER PODCAST DER BUNDESKANZLERIN

ABBILDUNG 3.4 - DAS SAGA-FORUM

ABBILDUNG 3.5 - DIE STADT KÖLN BEI TWITTER

ABBILDUNG 3.6 - DIE STADT HAMBURG BEI FACEBOOK

ABBILDUNG 3.7 - DER BÜRGERMEISTER-BLOG DER STADT GEISLINGEN

ABBILDUNG 3.8 - DAS ORTSINFORMATIONSSYSTEM DER STADT GIFHORN

ABBILDUNG 3.9 - TAGGA-TO DER STADT TURIN

ABBILDUNG 3.10 - ADOBE CONNECT 8

ABBILDUNG 3.11 - CIAO!

1 Einleitung

Seit nunmehr gut einem Jahrzehnt wird der Begriff Web 2.0 in Fachbeiträgen, den Medien und im allgemeinen Sprachgebrauch immer häufiger verwendet und erscheint als eine Art Schlagwort für die neuere Entwicklung des Internets hin zu einer aktiven Vernetzung der Nutzer.

In den folgenden Ausführungen soll daher zunächst aufgezeigt werden, was unter dem Begriff Web 2.0 zu verstehen ist und welche Technologien sich hinter diesem Begriff verbergen. Darauf folgend werden die aus der Sicht des Verfassers praxisrelevanten Beispiele für den Einsatz von Web 2.0- Techniken in der öffentlichen Verwaltung dargestellt.

2 Was ist Web 2.0?

Der Begriff Web 2.0 steht für eine Entwicklung des Internets, in der die Nut- zer die veröffentlichten Inhalte in nicht unerheblichem Umfang unter Verwen- dung interaktiver Anwendungen selbst erstellen, bearbeiten und verteilen und er umfasst Technologien, die sich auf die veränderte Wahrnehmung und Nutzung des Internets beziehen.1 Im Folgenden werden einige ausgewählte Technologien vorgestellt.

2.1 Blogs und Feeds

Ein Blog oder Weblog kann als ein im Internet veröffentlichtes Journal oder Tagebuch beschrieben werden, welches jedermann kostenlos schreiben kann, sofern dieser einen Zugang zum Internet hat.2 Es stellt eine Wortkreuzung aus den Begriffen World Wide Web und Logbuch dar.3 Blogs beschäftigen sich u. a. mit folgenden Themen:

- „Watchblogs, die Medien und Firmen kritisch beobachten Litblogs, die sich mit Literatur beschäftigen
- Corporate Blogs von Firmen
- Blawgs, Blogs mit juristischen Themen
- Fotoblogs, in denen vor allem
- Fotos veröffentlicht werden“4

Feeds können als Daten beschrieben werden, die direkt von Programmen - so genannte Feed-Reader - und nicht mehr von Menschen gelesen werden und damit eine individuelle Zusammenstellung der Inhalte ermöglichen mit der Folge, dass nicht mehr der Nutzer die Inhalte aufsucht, sondern diese den Nutzer automatisch erreichen.5

2.2 Empfehlungs- und Bewertungsverfahren und Tagging

Durch die Bereitstellung von Empfehlungs- und Bewertungsverfahren erhält der Nutzer die Möglichkeit in Form von Rankings oder durch Texteingaben seine Meinung über Produkte, Dienstleistungen und Organisationen abzuge- ben und für andere Nutzer abrufbar zu machen.6 Eine Kombination mit anderen Web 2.0-Techniken ist nicht zwingend, aber denkbar. Zum Beispiel könnten in der öffentlichen Verwaltung die Empfehlungs- und Bewertungsverfahren mit Beteiligungsportalen verknüpft werden.7

2.3 Foren

Unter Foren versteht man browsergestützte Anwendungen zur asynchronen Kommunikation der Nutzer, die zumeist in einem hierarchischen Aufbau ein bestimmtes Thema unterteilt in Unterthemen behandeln.8 Die Kommunikati- on findet dabei mit vielen Personen statt, die über längere Zeit verfügbare Einträge erstellen oder kommentieren können.9 Für die öffentliche Verwal- tung können sich Foren zur Diskussion als ein Mittel der Bürgerbeteiligung eignen.10

2.4 Instant Messaging

Im Gegensatz zu den Foren ist Instant Messaging eine synchrone Kommunikationsform auf der Basis von Textnachrichten, die als eine Form des Chats11 mit einer oder mehreren Personen erfolgt.12 Bekannte Anwendungen sind ICQ, AIM und Skype, wobei manche der verfügbaren Messenger auch Funktionen wie Video- bzw. Internettelefonie anbieten.13

2.5 Mashups

Seinen Ursprung haben Mashups in der Musik, wo sie als das Singen eines Songtextes zu der Melodie eines anderen Songs zu beschreiben sind.14 Im Kontext der Web 2.0-Techniken kommt es ebenfalls zu einem Vermischen. Hier werden durch Mashups die Web 2.0-Anwendungen unter Verwendung deren APIs15 in andere Anwendungen integriert.16

2.6 Peer-to-Peer-Netzwerke

Von Peer-to-Peer-Netzwerken spricht man bei Systemen, die eigenständige Rechner zur gegenseitigen Nutzung von Ressourcen gleichberechtigt zusammenfügen und die sich im Gegensatz zu Client-Server-Systemen selbst organisieren.17 Es ist damit ein Konzept zur Dezentralisierung und ein Entwurfsprinzip für verteilte Systeme.18 Ein Einsatz in der öffentlichen Verwaltung ist insbesondere im Rahmen eines Wissensmanagements zur Vernetzung verteilten Wissens vorstellbar.19

2.7 Podcasts

Hierbei handelt es sich um eine meist kostenlose Art von im Internet veröf- fentlichter Radiosendung, welche über Feeds genauso wie Beiträge aus Blogs abonniert werden kann.20 Ein automatischer Download über Feeds ist zwar nicht zwingend erforderlich, um Audiodateien den Podcasts zuordnen zu können, jedoch kann ein Abonnement - also das automatische Laden einer neuen Folge - nur über die Nutzung von Feeds erfolgen.21

2.8 Social Bookmarking

Unter dieser Bezeichnung werden Systeme zusammengefasst, die das Anlegen, Verwalten und Austauschen elektronischer Lesezeichen ermöglichen.22 Der Vorteil dieser Anwendungen liegt insbesondere darin, dass die eigenen Daten browser- und rechnerunabhängig verwaltet und zusammen mit der Internetadresse und dem Namen des Lesezeichens weitere Schlagworte zur Beschreibung hinterlegt werden können.23

2.9 Soziale Netzwerke und Beteiligungsportale

Soziale Netzwerke sind Ausfluss des menschlichen Bedürfnisses nach Ver- bindungen und Beziehungen zu anderen Menschen, welche es seit je her im alltäglichen Leben und mit der weiteren Entwicklung des Internets seit einiger Zeit auch online gibt.24 Soziale Online-Netzwerke haben ihren Ursprung im privaten Bereich, werden aber zunehmend auch unternehmerisch genutzt.25 Ein Einsatz in der öffentlichen Verwaltung wäre beispielsweise unter Ver- knüpfung der Mitarbeiterverzeichnisse mit Expertenverzeichnissen denkbar, sodass Verwaltungsmitarbeiter ihre spezifischen Kenntnisse und Zuständig- keiten im Rahmen des sozialen Netzwerks behördenübergreifend präsentie- ren und ihr Wissen für andere Mitarbeiter abrufbar machen können.26

Beteiligungsportale sind als eine technische Plattform zur sozialen Vernetzung mit dem Ziel der inhaltlichen Partizipation der Nutzer zu verstehen.27 Im Bereich der öffentlichen Verwaltung finden solche Portale zur Realisierung von Bürgerbeteiligung Anwendung.28

2.10 Webkonferenzen

Webkonferenzen sind jede Art von internetbasierter Konferenz mit Audiound Bildübertragung zwischen mindestens zwei Teilnehmern unter Verwendung spezieller Software, die darüber hinaus meist weitere Funktionen, wie z.B. den Austausch von Dateien, das Vorführen von Präsentationen oder die Nutzung einer virtuellen Tafel, anbietet.29

2.11 Wikis

Wikis sind der Zusammenstellung von Inhalten dienende Autorenwerkzeuge, mit deren Hilfe grundsätzlich jeder Anwender die Informationen auf der Grundlage eines frei zugänglichen Quelltextes erweitern oder kürzen kann und die durch Verlinkungen miteinander verknüpft sowie durch eine Such- funktion auffindbar sind.30 Das Wort Wiki hat aus dem Hawaiischen übersetzt die Bedeutung „schnell“.31

[...]


1 Vgl. Berns, Stefan/Henningsen, Dirk: Der Twitter-Faktor - Kommunikation auf den Punkt gebracht, 2. Auflage, Göttingen, 2010, BusinessVillage GmbH, S. 19.

2 Vgl. Alby, Tom: Web 2.0 - Konzepte, Anwendungen, Technologien, 3. Auflage, München, 2008, Carl Hanser Verlag, S. 21.

3 Vgl. Hünnekens, Wolfgang: Die Ich-Sender - Das Social Media-Prinzip - Twitter, Facebook & Communitys erfolgreich einsetzen, 2. Auflage, Göttingen, 2010, BusinessVillage GmbH, S. 48.

4 Vgl. Alby, a. a. O., S. 21.

5 Vgl. Alby, a. a. O., S. 48 und 49.

6 Vgl. Amt24 e. V.: Web 2.0 in der öffentlichen Verwaltung - Studie am Beispiel von Berlin und Brandenburg, Berlin, 2010, www.amt24.de, S. 22.

7 Vgl. Amt24 e. V., a. a. O., S. 22.

8 Vgl. Amt24 e. V., a. a. O., S. 22.

9 Vgl. Amt24 e. V., a. a. O., S. 22.

10 Vgl. Amt24 e. V., a. a. O., S. 22.

11 Ein Chat ist die browsergestützte Kommunikation vieler Internetnutzer in so genannten Chatrooms

12 Vgl. Amt24 e. V., a. a. O., S. 24.

13 Vgl. Amt24 e. V., a. a. O., S. 24.

14 Vgl. Amt24 e. V., a. a. O., S. 24.

15 API steht für „Application Programming Interface“

16 Vgl. Amt24 e. V., a. a. O., S. 24.

17 Vgl. Amt24 e. V., a. a. O., S. 25.

18 Vgl. Amt24 e. V., a. a. O., S. 25.

19 Vgl. Amt24 e. V., a. a. O., S. 25.

20 Vgl. Alby, a. a. O., S. 73.

21 Vgl. Alby, a. a. O., S. 73.

22 Vgl. Amt24 e. V., a. a. O., S. 23.

23 Vgl. Amt24 e. V., a. a. O., S. 23.

24 Vgl. Amt24 e. V., a. a. O., S. 21.

25 Vgl. Amt24 e. V., a. a. O., S. 21.

26 Vgl. Amt24 e. V., a. a. O., S. 21.

27 Vgl. Amt24 e. V., a. a. O., S. 21.

28 Vgl. Amt24 e. V., a. a. O., S. 21.

29 Vgl. Amt24 e. V., a. a. O., S. 25.

30 Vgl. Amt24 e. V., a. a. O., S. 19.

31 Vgl. Amt24 e. V., a. a. O., S. 19.

Details

Seiten
21
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783640897520
ISBN (Buch)
9783640897667
Dateigröße
1.9 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v170765
Institution / Hochschule
Universität Kassel
Note
1,7
Schlagworte
Techniken Beispiele Informatik eGovernment E-Government Einsatz öffentliche Verwaltung informationstechnische Innovationen MPA Master Public Administration Internet

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