Lade Inhalt...

Die deutsche Politik in der Julikrise 1914 „verstehend erklären“

Hausarbeit (Hauptseminar) 2010 25 Seiten

Politik - Internationale Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Zur Einführung: Die Julikrise 1914 – der äussere Geschehensablauf

III. „Dieses in allen Fugen krachende Staatengebilde“: Das 'Freundbild' Österreich-Ungarn

IV. Die Gefahr des „Slawentaumels“: Das Feindbild Russland

V. In den Fallstricken der eigenen Strategie: Der Schlieffenplan

VI. „Das Netz ist uns plötzlich über dem Kopf zugezogen“: Der Weg in den Weltkrieg

VII. Schlussbetrachtung: Verstehen und Erklären der deutschen Politik in der Julikrise

VII. Literaturverzeichnis

I. Einleitung

Die Ausgangsfrage dieser Arbeit ist, warum die deutsche Politik im Juli 1914 die Spannungen in den Beziehungen der europäischen Großmächte verschärfte und zur Eskalation einer schweren Krise beitrug, die mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs endete. Als methodischen Ausgangspunkt habe ich die in den Sozialwissenschaften grundlegende Unterscheidung zwischen dem „Verstehen“ und „Erklären“ sozialer Phänomene gewählt. Der Verstehensansatz fokussiert Einzelphänomene im Medium der Sprache und versucht, die Sinnhaftigkeit sozialen Handelns darzustellen. Der Ansatz des Erklärens bezieht sich auf messbare Daten, die er operationalisiert, in kausale Zusammenhänge bringt und als Theorien, Modelle et cetera abstrahiert. Eine verbindende Position, „verstehend zu erklären“ nimmt die „verstehende Soziologie“ Max Webers ein. Nach Weber ist es möglich, über den Weg des Verstehens zu abstrakten, theoriefähigen Erklärungen zu gelangen.[1]

Jürgen Kocka hat die aktuelle Weltkriegsforschung auf die Formel „Entfernung und Einsicht“ gebracht. Während sich die früheren Kriegsschulddebatten, die in der Bundesrepublik 1961 mit dem Beginn der Fischer-Kontroverse einen Schub erhielten, noch im Bannkreis der Politikgeschichte bewegten, entstanden in den letzten drei Jahrzehnten mit zunehmendem zeitlichen Abstand zur „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts (George Kennan) neue Untersuchungen, die „kultur-, wahrnehmungs- und erinnerungshistorische Themen“ in den Blickpunkt nahmen.[2] Dieser Strang wird im folgenden aufgegriffen. Ursachen, Akteure, Streitgegenstände, Prozesse, Mittel und Lösungen als Themen, die in der Konfliktforschung von Interesse sind,[3] werden in den nächsten Kapiteln aus der subjektiven Perspektive der deutschen Reichsleitung betrachtet.

Der Historiker Michael Salewski hat betont, in welchem Ausmaß rational nicht erklärbare Motive auf allen Seiten den Ablauf der Julikrise beeinflussten, so etwa Prestigedenken oder Politiken der Status- und Gesichtswahrung. Für Deutschland war die Vorstellung der „Einkreisung“, die es aufzusprengen galt, von zentraler Bedeutung für die entscheidenden Akteure. Man hätte sich vor der Alternative „Weltmacht oder Untergang“ gesehen und sich daher für eine riskante Großmachtpolitik entschieden. Als ausschlaggebend für dieses politische Konzept sieht Salewski die subjektive Dimension im Handeln der 1914 an maßgeblicher Stelle Beteiligten an.[4]

Im folgenden soll der Ansatz Salewskis aufgegriffen und die Selbstwahrnehmung der in der Julikrise 1914 auf deutscher Seite wichtigsten Entscheidungsträger beschrieben werden. Es soll also die Analyse anders als in „klassischen“ Studien zur Julikrise, die objektive Handlungen oder konkrete Handlungsoptionen beschreiben, auf eine andere Ebene verlegt werden, um die subjektiven Voraussetzungen objektiver Handlungen darzustellen.[5] Mit anderen Worten: Es soll das normative Koordinatensystem der in der Julikrise maßgeblich Handelnden rekonstruiert werden, um zu erkennen, welche Handlungsoptionen die Beteiligten für sich wahrnehmen konnten und wo die durch ihre Konfliktperzeption gesetzten Grenzen ihrer subjektiv wahrgenommenen Handlungsmöglichkeiten lagen.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Selbstwahrnehmung der eigenen Optionen, Chancen, Risiken und Zukunftsaussichten von subjektiven Wahrnehmungshorizonten abhingen. Ich versuche, die Grenzen dieser Horizonte zu skizzieren, um zu zeigen, welche Handlungsmöglichkeiten den damaligen Akteuren als sinnhaft erschienen. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, deren Entscheidungen aus der heutigen Perspektive nicht zuletzt in ihrer Begrenztheit und Unzulänglichkeit zu verstehen. Als empirische Basis dient das zuverlässig edierte und gut zugängliche Quellenmaterial zur Julikrise, während sich der Fokus dieser Arbeit auf die deutsche Politik richtet.

Als erstes sollen die wichtigsten Aspekte des äusseren Geschehensablaufs Julikrise angerissen werden. Im folgenden soll gezeigt werden, wie der Wahrnehmungshorizont der deutschen Akteure durch das – getrübte – 'Freundbild' Österreich-Ungarn begrenzt wurde. Unter diesem Gesichtspunkt wird im nächsten Kapitel das Feindbild Russland betrachtet. Die Wahrnehmung der eigenen strategischen Optionen am Beispiel des Schlieffenplans steht im Zentrum des folgenden Kapitels. Schliesslich wird der zentrale Topos der deutschen Selbstwahrnehmung während der Julikrise, das Problem der Einkreisung behandelt.

II. Zur Einführung: Die Julikrise 1914 – der äussere Geschehensablauf

Bevor die subjektive Wahrnehmung der maßgeblichen deutschen Akteure während der Julikrise dargestellt wird, muss der äussere Geschehensablauf, der mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges endete, in seinen Grundzügen rekonstruiert werden.

Die Julikrise begann am 28 Juni 1914 mit der Ermordung des Erzherzogs und Generalinspekteurs der Streitkräfte, Franz Ferdinand, des österreichisch-ungarischer Thronfolgers, der die Nachfolge des hochbetagten Kaisers Franz Joseph antreten sollte, und seiner Frau Sophie. Schauplatz des Attentats war das bosnische Sarajewo, der Mörder und seine Mittäter gehörten einer serbischen Terrorgruppe an. Bosnien und das Herzogsland, die Herzegowina, standen seit 1878 unter der Verwaltung der Donaumonarchie und wurden 1908 von dieser annektiert. Die Regierung Österreich-Ungarns ging nach dem Anschlag sofort davon aus, dass die Staatsführung des angrenzenden Königreichs Serbien mit den Attentätern in Verbindung stand und beschloss daher, hart gegen den Balkanstaat vorzugehen.[6]

Mit einem militärischen Schlag gegen Serbien wollte die Donaumonarchie ihren Großmachtstatus unterstreichen. Trotzdem dauerte es noch bis Ende Juli, bis Österreich-Ungarn tatsächlich reagierte. In Wien forderte der ungarische Ministerpräsident, Graf Tisza, zunächst noch ein maßvolles Vorgehen gegen Serbien. Jedoch setzte sich im gemeinsamen Ministerrat der Donaumonarchie am 19. Juli die Partei derer durch, die einen bloß „diplomatischen Erfolg“ als Zeichen der Schwäche ablehnten und eine militärische Operation gegen Serbien forderten.[7] Als Maßnahme wurde ein Ultimatum an das Königreich beschlossen, das für den Balkanstaat unannehmbare Forderungen enthalten und überdies mit einer Dauer von 48 Stunden so kurzfristig terminiert sein sollte, dass es von der serbischen Regierung abgelehnt werden würde und diese somit selbst den Anlass für Österreich-Ungarn lieferte, gegen Serbien Krieg zu führen. Das Ultimatum wurde bis zum 23. Juli zurückgehalten, da sich der französische Präsident Raymund Poincaré zu einem Staatsbesuch in Sankt Petersburg aufhielt. Durch diese Verzögerung sollte eine direkte Abstimmung der französischen und russischen Seite verhindert werden. Mittlerweile waren zwischen der Übergabe der Forderungen an Serbien und dem Attentat fast vier Wochen verstrichen. Während die öffentliche Meinung der europäischen Mächte unmittelbar nach der Ermordung Franz Ferdinands noch auf Seiten der Donaumonarchie gestanden hatte und diese Stimmung damals möglicherweise für ein festes Vorgehen gegen Serbien hätte ausgenutzt werden können, war die Presse in den meisten europäischen Hauptstädten jetzt, vier Wochen nach dem Attentat, über die Härte der Forderungen empört.[8]

Serbien ging nur auf einen Teil der ultimativen Forderungen Österreich-Ungarns ein, woraufhin ihm das Kaiserreich den Krieg erklärte. Die Frage ist, warum dieser Konflikt zwischen der Donaumonarchie und Serbien nicht begrenzt, „lokalisiert“ werden konnte, sondern völlig eskalierte und mit dem worst case, dem Ausbruch des Weltkrieges endete. Eine der Konstellation von 1914 äusserlich ähnliche Spannung in den internationalen Beziehungen ist bereits in der Annexionskrise im Jahre 1908 zu erkennen. Damals wie auch 1914 entschloss sich das Deutsche Reich, Österreich-Ungarn vorbehaltlos zu unterstützen, weil sich Deutschland seit der Konferenz von Algeciras (1906) international isoliert fühlte und daher um so mehr auf seinen einzigen wichtigeren Bündnispartner Österreich-Ungarn setzte. Wie in der Julikrise stiessen auch schon 1908 russische und österreichische Interessen auf dem Balkan aufeinander und führten beinahe zum Krieg, der dadurch verhindert wurde, dass Russland diesmal einen Rückzieher machte, da es durch die Niederlage im Krieg gegen Japan (1905) noch geschwächt war und zudem weder Frankreich noch Großbritannien die Bereitschaft zeigten, russische Balkaninteressen militärisch zu unterstützen. Wichtige Konsequenzen der Annexionskrise waren, dass sich nun Russland bündnispolitisch noch stärker an Großbritannien und Frankreich orientierte, während Österreich-Ungarn durch die uneingeschränkte Rückendeckung Deutschlands in der Julikrise von diesem, obwohl die Donaumonarchie der schwächere Partner war, die Initiative in der Balkanpolitik überlassen wurde.[9]

In dieser Gemengelage war die Rolle Russlands von besonderer Bedeutung. Die neoslawistische Ausrichtung seiner Aussenpolitik führte dazu, dass es als Quasi-Schutzmacht Serbiens auftrat. Somit besaß ein Konflikt zwischen Wien und Belgrad immer das Potential, sich zu einer Auseinandersetzung mit St. Petersburg auszuweiten, in die dann auch das Deutsche Reich aufgrund seiner Bündnisverpflichtungen hineingezogen wurde. Verkompliziert wurde die Situation noch dadurch, dass die Türkei hinsichtlich der Meerengenfrage im Aktionsradius der russischen Geopolitik lag und diese Konstellation einen latenten Konflikt mit Deutschland barg.[10]

Auch nach der Annexionskrise kam der Balkan nicht zur Ruhe. Jedoch war es im Dezember 1912 auf einer Konferenz in London noch gelungen, die Balkankonflikte zwischen Österreich-Ungarn und Russland zu entschärfen, weil Großbritannien und Deutschland auf die Konfliktparteien mäßigend einwirkten. Die deutsche Intervention ist als der „kalte Wasserstrahl“ bekannt geworden, der die erhitzten Gemüter der österreichischen Kriegsbefürworter abkühlte.[11] Aber im Juli 1914 stellte sich Deutschland hinter Österreich-Ungarn und unterstützte diesmal den Krieg gegen Serbien. Einen britischen Vermittlungsvorschlag liess Berlin dagegen ins Leere laufen.[12] Nach der österreichisch-ungarischen Kriegserklärung an Serbien am 28. Juli verfestigte sich allerdings bei der deutschen zivilen Führung die Erkenntnis, dass sich der Konflikt nicht auf den Balkan begrenzen liess. Der deutsche Reichskanzler Bethmann Hollweg versuchte nun, noch einmal das Ruder herumzureissen[13] und drängte Österreich-Ungarn zu Verhandlungen mit Russland. Doch die Donaumonarchie mochte in dieser Situation nicht mehr einlenken und wurde in ihrer unnachgiebigen Haltung vom deutschen Generalstabschef Helmuth von Moltke bestärkt. Am 30. Juli begann die Mobilmachung in Russland, woraufhin auch die deutsche Seite mobilisierte, was schliesslich zum Krieg gegen Frankreich führen musste und somit den Zweifrontenkrieg bedeutete (diese Zusammenhänge werden unten im Kapitel ... erläutert). Nach dem deutschen Einmarsch in Belgien erklärte auch Großbritannien dem Deutschen Reich am 4. August den Krieg.[14]

Den Hintergrund des äusseren Geschehensablaufs, den ich kurz zusammengefasst habe, bilden zahlreiche mehr oder weniger latente Konflikte und konflikthaltige Konstellationen, die sich in der Julikrise polarisierten und die schliesslich eskalierten. Zu denken ist etwa an die Positionsdifferenzen zwischen Russland und Österreich auf dem Balkan, zwischen Deutschland und Russland hinsichtlich der Türkei oder zwischen Deutschland und Frankreich wegen Elsass-Lothringens. Konfliktlastig war auch das Wettrüsten der Großmächte, insbesondere die rivalisierende Flottenpolitik zwischen Großbritannien und Deutschland, aber auch die deutsch-französische Konkurrenz bei der Aufrüstung der Artillerie. Und auf dem zivilen Sektor etwa wetteiferten das Deutsche Reich und Großbritannien um ökonomischen Einfluss in der Welt.[15]

Der äussere Geschehensablauf und die letztgenannten Konstellationen stellen Prozesse und Muster von Handlungen dar, welche die objektive Seite der Julikrise repräsentieren. Die nächsten Kapitel stellen den Versuch eines radikalen Perspektivenwechsels dar. Im folgenden soll die subjektive Seite im Vordergrund stehen. Die Handlungen der deutschen Akteure werden nicht nur beschrieben, vielmehr werden die „kognitiven Regeln der Bedeutungszuschreibung“ herausgearbeitet und ihre Rolle bei der Konstitution möglicher Handlungen dargestellt.[16]

III. „Dieses in allen Fugen krachende Staatengebilde“: Das 'Freundbild' Österreich-Ungarn

Der Deutschland einzig verbliebene wichtige Bundesgenosse im Spiel der Mächte war Österreich-Ungarn.[17] Dieses beeinflusste die Handlungsspielräume der deutschen Politik, da Deutschland Rücksicht auf seinen Partner nehmen musste und daran interessiert war, dessen Kooperationsbereitschaft und Kooperationsfähigkeit zu erhalten. Wie wurde diese Situation von der deutschen Seite wahrgenommen? Der Dresdner Gesandte in Berlin berichtete dem sächsischen Minister für Auswärtige Angelegenheiten im Juli 1914, dass die Wilhelmstraße die Allianz mit Österreich-Ungarn nicht nur als kritisch ansah, sondern sogar als das größte Problem der deutschen Politik auf der Ebene der Internationalen Beziehungen betrachtete.[18] Als problematisch erwies sich, dass das Deutsche Reich über seinen Bundesgenossen in Balkankonflikte hineingezogen wurde, obwohl es mit den Friktionen der südosteuropäischen Krisenregion unmittelbar gar nichts zu tun hatte.

Zugleich wurde Österreich-Ungarn als ein dem Verfall preisgegebenes Staatswesen angesehen. Der deutsche Botschafter in Wien, Heinrich von Tschirschky und Boegendorff schrieb in diesem Sinne an Gottlieb von Jagow, den Staatssekretär des Auswärtigen Amtes: „Wie oft lege ich mir in Gedanken die Frage vor, ob es sich wirklich noch lohnt, uns so fest an dieses in allen Fugen krachende Staatengebilde anzuschliessen und die mühsame Arbeit weiter zu leisten, es mit fortzuschleppen.“[19] Von Jagow selbst stammt die Einschätzung, Österreich-Ungarn wäre kaum noch als „vollwertige Großmacht“ anzusehen. In der internationalen Krise hätte es noch einmal die Chance, mit einer Aktion gegen Serbien seinen Großmachtstatus zu bekräftigen. Doch selbst dann könnte das längerfristige Scheitern des Vielvölkerstaates, sein „Dahinsiechen und innerer Zerfall“ verlangsamt, aber nicht verhindert werden, so in einem Brief an den deutschen Botschafter in London, Fürst von Lichnowsky.[20] An Fürst Gebhard von Blücher schrieb der deutsche Chefdiplomat, „dieses Habsburg-Lothringerhaus ist wirklich ein Atridengeschlecht, es schreitet von Katastrophe zu Katastrophe“.[21] Und auch Hans von Schoen, der bayerische Gesandte in Berlin berichtete seinem Ministerpräsidenten, Graf Hertling, dass man in der Wilhelmstraße Österreich-Ungarn als den wahren „kranken Mann in Europa“ ansehe.[22]

Da sich die deutsche Politik an das Schicksal eines degenerierten Staates gebunden fühlte, der ums Überleben kämpfte, stellte sich das Verhältnis zu Österreich-Ungarn als ein Dilemma dar. Der Einsatz, mit dem sich Deutschland am internationalen Spiel der Mächte beteiligte, wurde von seinem Bündnispartner in die Höhe getrieben, ohne dass dieser im Gegenzug gegenüber Deutschland einen adäquaten Beitrag leisten konnte, sondern die Position Berlins im internationalen Staatensystem sogar noch schwächte.

“Jetzt oder nie“ vermerkte Kaiser Wilhelm am Rande eines Berichts des deutschen Botschafters in Wien und „Mit den Serben muss aufgeräumt werden, und zwar bald “. Zahlreiche weitere Dokumente aus der Wilhelmstraße und vom Ballhausplatz belegen, dass die politische Führung Deutschlands Österreich-Ungarn zu einer schnellen militärischen Aktion gegen Serbien antrieb. Überdies sagte die Reichsleitung dem Verbündeten ihre uneingeschränkte Unterstützung zu, eine Zusage, die als „Blankoscheck“ berühmt-berüchtigt wurde.[23]

Inwiefern beeinflusste das Verhältnis zu Österreich-Ungarn die Wahrnehmungshorizonte der deutschen Politik? Zunächst ist im Verhältnis zwischen Berlin und Wien eine ausgeprägte Reziprozität festzustellen. Beide Mächte fühlten sich vom jeweils anderen abhängig und wollten ihn nicht als Bündnispartner verlieren. Deutschland fürchtete, seinen letzten Verbündeten zu verprellen, wenn es diesem nicht nachdrücklich seine unverbrüchliche Bündnistreue – die angebliche „Nibelungentreue“ - bewies. Umgekehrt fühlte sich auch Österreich verpflichtet, durch die Demonstration von Härte und Entschlossenheit den Eindruck der Bündnisunfähigkeit zu zerstreuen. Eine solche Konstellation der reziproken Erwartungen konnte leicht zu einer Politik führen, die gegenüber Dritten aggressive Züge annahm. Die Neigung zur Konflikteskalation gegenüber Dritten wurde durch den Faktor Zeit noch verstärkt. So unterwarf sich das Deutsche Reich mit der Auffassung, dass die Zeit gegen Österreich-Ungarn und somit indirekt auch gegen Deutschland selbst arbeite einer Handlungslogik, die zu einer baldigen Erfolgsaktion drängte.

Ein weiteres Problem stellte die Asymmetrie zwischen dem aufstrebenden deutschen Kaiserreich und der Donaumonarchie, die sogar schon als in Auflösung begriffen angesehen wurde, dar. Diesem Gefälle zum Trotz hatte Deutschland die eigene Politik mit derjenigen Österreich-Ungarns verkoppelt, womit ein hohes Risiko eingegangen wurde, zumal sich die deutsche Seite, wenn sie auch nicht auf den Weltkrieg hinarbeitete, der Gefahr seines Ausbruchs völlig bewusst war: „Eine Aktion gegen Serbien kann zum Weltkrieg führen“ vertraute der Reichskanzler seinem Intimus Kurt Riezler bereits am 6. Juli 1914 an.[24]

Bethmann Hollweg selbst bezeichnete das Verhältnis zu Österrreich-Ungarn als ein Dilemma. Einerseits herrschten in Berlin Zweifel an der Zuverlässigkeit des Verbündeten, wurde das Bündnis als Bürde angesehen, andererseits als letzte Stütze der deutschen Position betrachtet. Bethmann Hollweg äusserte gegenüber Riezler am 7. Juli: „Unser altes Dilemma bei jeder österreichischen Balkanaktion. Reden wir ihnen zu, so sagen sie, wir hätten sie heineingestossen; reden wir ab, so heisst es, wir hätten sie im Stich gelassen. Dann nähern sie sich den Westmächten deren Arme offen stehen, und wir verlieren den letzten mässigen Bundesgenossen.“[25]

Man meint die Unzufriedenheit mit und die Verärgerung über den Verbündeten sowie die mitschwingende Resignation über die eigene Lage aus den Worten des Kanzlers herauszuhören. Das Frappierende ist, dass sich die deutsche Führung nicht etwa über die Probleme ihrer Allianz mit Wien hinwegtäuschte, sondern ihr die Defizite sehr wohl bewusst waren und sie diese vielleicht sogar noch perhorreszierte. Dies wirft aber die Frage auf, warum sich die deutsche Politik überhaupt darauf einliess, ihr Schicksal an dasjenige der Donaumonarchie zu ketten. Wurde von Deutschland in der Julikrise eine Gelegenheit „beim Schopfe ergriffen“, wie dies Fritz Fischer nahelegt?[26] Meines Erachtens spricht mehr dafür, dass die deutsche Politik nicht einem machiavellistischen Konzept – machiavellistisch im Sinne eines ebenso konsequenten wie rücksichstlosen und klugen Verfolgens egoistischer Interessen – folgte. Im Gegenteil könnte man ihre Handlungsweise als irrational bezeichnen, weil sie etwa die Chance auf eine ökonomisch begründete Hegemonie auf dem Kontinent, die etwa Hugo Stinnes gegen die alldeutsche Kriegshetze ins Spiel brachte[27], durch die Politik des Brinkmanship verspielte. Ich glaube aber, dass man mit der Gegenüberstellung von Rationalität und Irrationalität nicht weiter kommt. Aussichtsreicher erscheint es mir, an Hand der subjektiv gesetzten Wahrnehmungen von Handlungsmöglichkeiten die daraus abgeleiteten Handlungsoptionen der deutschen Politik zu analysieren.

IV. Die Gefahr des „Slawentaumels“: Das Feindbild Russland

In der bosnischen Annexionskrise 1908 / 09 hatte Russland, das von Großbritannien und Frankreich unterstützt wurde, aufgrund der vorbehaltlosen Unterstützung des Deutschen Reiches für Österreich-Ungarn noch einen Rückzieher gemacht und die Besetzung Bosniens und der Herzegowina durch die Donaumonarchie anerkannt.[28] Seither war jedoch erkennbar, dass Russland in Zukunft nicht mehr bereit war, eine derartige Niederlage hinzunehmen. Vielmehr erhöhte sich die russische Bereitschaft, künftige Konflikte kriegerisch zu entscheiden.[29]

So war die 1909 vom deutschen Generalstabschef Helmuth von Moltke seinem österreichsich-ungarischen Kollegen Conrad vorgelegte Rundumschau über die Sicht der deutschen Militärführung auf die internationalen Beziehungen und ihre militärstategischen Folgerungen durchaus hellsichtig. In dieser Betrachtung kam Russland als möglicher Kriegsgegner in Betracht. Zwar hielt der deutsche Generalstabschef drei Jahre nach der Niederlage im Krieg gegen Japan die russische Kriegsbereitschaft für gering, rechnete aber dennoch mit einem Kriegseintritt Russlands, wenn Österreich-Ungarn gegen Serbien kämpfen würde, was er wiederum als unausweichlich ansah. Dann träte für Deutschland der Bündnisfall ein und es würde der Habsburgermonarchie beispringen müssen, was dann den Krieg zwischen Deutschland und Russland zur Folge hätte.[30]

Die sich in den folgenden Jahren zuspitzende aussenpolitische Situation des Deutschen Reiches schien die sicht Moltkes in den Augen der deutschen Reichsleitung zu bestätigen. Während der Marokko-Krise 1911 bluffte Deutschland mit einem Krieg gegen Frankreich, was lediglich dazu führte, dass Paris und London sich weiter annäherten und sich die Isolierung Berlins noch intensivierte.[31] In den Balkankriegen 1912 und 1913 gelang es zwar Deutschland und Großbritannien, wie im vorhergehenden Kapitel schon erwähnt, durch Druck auf ihre jeweiligen Verbündeten Österreich-Ungarn und Russland, einen militärischen Konflikt der Großmächte zu verhindern. Beim deutschen Kaiser entstand jedoch nach dem gescheiterten Versuch, Großbritannien auf einen Neutralitätskurs gegenüber Deutschland zu bringen („Haldane-Mission“) der Eindruck, dass London nun endgültig auf der Seite der Kontrahenten Deutschlands stand.[32] Daraufhin fand in Berlin am 8. Dezember 1912 eine militärische Besprechung, der sogenannte „Kriegsrat“ statt, in der Moltke nun keine Alternative mehr zum Krieg sah: „Ich halte einen Krieg für unvermeidlich und: je eher, desto besser.“[33]

Der deutschen Seite aufgrund dieser Besprechung eine uneingeschränkte Kriegsbereitschaft zu unterstellen, ist fragwürdig. So wirkte Bethmann Hollweg am 10. Februar 1913 auf den k.u.k. Aussenminister, Graf Berchtold ein, eine kriegerische Auseinandersetzung mit Russland zu vermeiden.[34] Jedoch verdüsterte sich in der Folgezeit das Russlandbild immer mehr. Hierzu trugen mehrere Faktoren bei. Im Dezember 1913 entsandte Kaiser Wilhelm den preussischen Generalleutnant Liman von Sanders nach Konstantinopel, um die Reorganisation der osmanischen Streitkräfte zu leiten. Darüber hinaus sollte Liman von Sanders das Kommando über das erste Armeekorps erhalten, das für die Verteidigung der Meerengen zuständig war. Die russische Reaktion war heftig und führte an den Rand eines Krieges mit Deutschland, das schliesslich einlenkte und dessen Nachgiebigkeit in der deutschen Öffentlichkeit als Niederlage wahrgenommen wurde. Die Aussicht auf einen möglichen Krieg mit Russland in einigen Jahren und die Erwartung, dass 1916/17 die russischen Heeresrüstungen abgeschlossen wären, nährten die Befürchtung der deutschen Militärführung, dass es zu diesem Zeitpunkt schon zu spät sein könnte, um in einem Krieg gegen Russland standzuhalten. Daher drängten sie auf einen baldigen militärischen Showdown mit dem Zarenreich. Verschärft wurde die Situation noch durch das Bekanntwerden britisch-russischer Verhandlungen über eine Marinekonvention, die gegen Deutschland gerichtet war.[35] Dass nicht nur die militärische, sondern auch die zivile Führung des Reiches in einem solchen Bedrohungsszenario dachte, zeigt die folgende Bemerkung des Reichskanzlers gegenüber Riezler zum deutsch-russischen Verhältnis am 20. Juli 1914: „Russlands wachsende Ansprüche und ungeheure Sprengkraft. In wenigen Jahren nicht mehr abzuwehren, zumal wenn die jetzige europäische Constellation bleibt. Gelingt [es] sie zu ändern oder zu lockern, so muss überlegt werden, ob und wie das ganze Bündnissystem umgestossen und verändert werden muss. Aber ob das möglich ist? Nur wenn Russland bei der serbischen Sache von den Westmächten nicht bis zum letzten unterstützt, einsieht, dass es sich mit uns verständigen muss. Es ist zu mächtig geworden und muss schon aus innerpolitischen Gründen und als Gegengewicht gegen die revolutionären Strömungen Panslawismus machen.“[36]

[...]


[1] Pfetsch, Frank R., Der verstehende und der erklärende Ansatz in der internationalen Konfliktforschung. Möglichkeiten und Grenzen quantitativer Konfliktforschung, in: Gabriel, Oscar W., Verstehen und Erklären von Konflikten. Beiträge zur nationalen und internationalen Politik, München 1993, 33-53. - 33-38.

[2] Kocka, Jürgen, Entfernung und Einsicht. Weltkriegsforschung im Wandel, in: Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. (Hg.), Newsletter 2004 (8), Nr. 1, 7-12. - 11.

[3] Pfetsch, Frank R., Einleitung: Konflikt und Konfliktbewältigung, in: Ders. (Hg.), Konflikt (= Heidelberger Jahrbücher 48), Berlin u.a. 2005, 1-18.

[4] Salewski, Michael, Der Erste Weltkrieg, Paderborn u.a., 2003, 76f.

[5] Zur subjektiven Konstruktion von Wirklichkeit grundlegend: Luckmann, Thomas / Berger, Peter L., Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit, Frankfurt am Main 2009 (22). Aschmann, Birgit / Salewski, Michael, Vorwort, in: Dies., Das Bild „des Anderen“. Politische Wahrnehmung im 19. und 20. Jahrhundert, Stuttgart 2000, 7f.

[6] Nipperdey, Thomas, Deutsche Geschichte 1866-1918. Zweiter Band: Machtstaat vor der Demokratie, München 1998, 683.

[7] „Diplomatischer Erfolg“ als „Zeichen der Schwäche“: Sitzung des gemeinsamen österreichisch-ungarischen Ministerrates am 7. Juli 1914, in: Geiss, Immanuel, Juli 1914. Die europäische Krise und der Ausbruch des Ersten Weltkriegs, München 1986 (3), 61f.

[8] Rauchensteiner, Manfried, Der Tod des Doppeladlers. Österreich-Ungarn und der Erste Weltkrieg, Graz 1993, 79, 82ff.

[9] Schöllgen, Gregor, Das Zeitalter des Imperialismus, München 1994 (3), 76f. Kröger, Martin, Annexionskrise, in: Hirschfeld, Gerhard / Krumeich, Gerd / Renz, Irina, Enzyklopädie Erster Weltkrieg, Paderborn u.a. 2004 (2), 334f.

[10] Hölzle, Erwin, Die Selbstentmachtung Europas. Das Experiment des Friedens vor und im Ersten Weltkrieg, Göttingen 1975, 49ff, 56ff. Vgl. zum deutsch-russischen Gegensatz im Kontext der Türkei die Bemerkungen zu der Liman von Sanders-Affäre unten in Abschnitt IV.

[11] Hildebrand, Klaus, Das vergangene Reich. Deutsche Aussenpolitik von Bismarck zu Hitler 1871-1945, Stuttgart 1996 (2), 286.

[12] Die Wilhelmstraße bediente sich einer doppelgleisigen Politik. Einerseits sicherte sie Wien im Geheimen ihre uneingeschränkte Unterstützung zu und verwarf den Vermittlungsvorschlag Großbritanniens, andererseits vermied sie es, London eine klare Absage zu erteilen. Vgl. Szögyény an Berchtold am 27. Juli 1914, in: Geiss, Julikrise, 230. Der deutsche Gesandte in London, Fürst Lichnowsky, warb bei der Reichsregierung dafür, den britischen Vorschlag anzunehmen. Bethmann Hollweg lehnte dies am 27. und 28. Juli ab. Vgl. Geiss, Julikrise, 231, 237.

[13] Wobei nicht ganz klar ist, ob Bethmann den großen Krieg zu diesem Zeitpunkt nicht schon für unvermeidlich hielt und lediglich manövrierte, um Deutschland, vor allem im Hinblick auf die innenpolitische Legitimierung der deutschen Kriegsbeteiligung, und dies insbesondere gegenüber der SPD, als Angegriffenen aussehen zu lassen. Vgl. unten

[14] Mommsen, Wolfgang J., Die Urkatastrophe Deutschlands. Der Erste Weltkrieg 1914-1918, Stuttgart 2002, 32-34.

[15] Burchardt, Lothar, Warum kam es zum Ersten Weltkrieg?, in: Pfetsch, Frank R. u.a., Wie Kriege entstehen, Stuttgart 1990, 41-55. - 42, 46f.

[16] Reckwitz, Andreas, Die Transformation der Kulturtheorie. Zur Entwicklung eines Theorieprogramms, Weilerswist 2000. Grundlegend das Kapitel „'Kulturtheorie' als Typus der Handlungserklärung, 91-169. Hier insbesondere 131.

[17] Schöllgen, Imperialismus, 76.

[18] „Die Hauptschwierigkeit der Politik des Deutschen Reichs würde durch das Bundesverhältnis mit Österreich-Ungarn herbeigerufen; von diesem können wir aber jetzt nicht mehr zurück, und es sei nur dahin zu streben, dass das verbündete Kaiserreich uns in keine zu schwierige Lage bringt.“ So der sächsische Gesandte in Berlin, Salza Lichtenau, gegenüber dem sächsischen Minister der auswärtigen Angelegenheiten, Graf Vitzthum von Eckstädt. In: Geiss, Juli 1914, 43.

[19] Tschirschky an Jagow, 22. Mai 1914, in: Baumgart, Winfried, Die Julikrise und der Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914, Darmstadt 1983, 32.

[20] Wenn eine Aktion gegen Serbien ausbleibe, dann „würde der Prozess seines [Österreich-Ungarns] Dahinsiechens und inneren Zerfalls noch beschleunigt. Seine Stellung im Balkan wäre für immer dahin.“

[21] Jagow an Fürst Gebhard von Blücher am 6. Juli 1914, in: Baumgart, Julikrise, 61.

[22] Geschäftsträger Schoen an Herling, 18. Juli 1914, in: Geiss, Julikrise, 109.

[23] Randbemerkungen Kaiser Wilhelms II. zum Bericht Tschirschkys an Bethmann Hollweg vom 30. Juni 1914, in: Geiss, Juli 1914, 39f. Einschätzung von Ladislaus Graf Szögyény-Marich, dem k. u. k. Botschafter in Berlin am 5. Juli 1914, in: Geiss, Juli 1914, 52. Beitrag des k. u. k. Aussenministers, Leopold Graf Berchtold, und des österreichischen Ministerpräsidenten Karl Graf Stürgkh während der Sitzung des gemeinsamen österreichisch-ungarischen Ministerrates am 7. Juli 1914, in: Geiss, Juli 1914, 56 und 61. Brief Berchtolds an den ungarischen Ministerpräsidenten, Stephan Graf Tisza vom 8. Juli 1914, in: Geiss, Juli 1914, 79. Bericht Tschirschkys an Jagow vom 10. Juli 1914, in: Geiss, Juli 1914, 84. Bericht Szögyénys an Berchtold am 12. Juli 1914, in: Geiss, Juli 1914, 88. Bericht Tschirschkys an Bethmann Hollweg am 14. Juli 1914, in: Geiss, Juli 1914, 93.

[24] Riezler, Kurt, Tagebücher, Aufsätze, Dokumente (Neuausgabe), Göttingen 2008, 183.

[25] Ebenda.

[26] Fischer, Fritz, Griff nach der Weltmacht. Die Kriegszielpolitik des kaiserlichen Deutschland 1914 / 18, Kronberg 1977, 83f.

[27] Förster, Ursachen, 214.

[28] Schöllgen, Imperialismus, 76.

[29] Hildebrand, Klaus, Julikrise 1914: Das europäische Sicherheitsdilemma. Betrachtungen über den Ausbruch des Ersten Weltkrieges, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 36, H. 7 (Juli 1985), 469-502. - 490f.

[30] Moltke an Conrad am 21. Januar 1909, in: Baumgart, Julikrise, 4.

[31] Nipperdey, Deutsche Geschichte II, 674f.

[32] Nipperdey, Deutsche Geschichte II, 677. Hildebrand, Das vergangene Reich, 40.

[33] Tagebuch von Admiral und Marinekabinettschef Georg Alexander von Müller, in: Baumgart, Julikrise, 13.

[34] Bethmann Hollweg an Berchtold am 10. Februar 1913, in: Baumgart, Julikrise, 17.

[35] Hildebrand, Das vergangene Reich, 298ff. Wernecke, Klaus, Der Wille zur Weltgeltung. Aussenpolitik und Öffentlichkeit im Kaiserreich am Vorabend des Ersten Weltkriegs, Düsseldorf 1970, 244.

[36] Riezler,Tagebücher, 187.

Details

Seiten
25
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640907854
ISBN (Buch)
9783640908035
Dateigröße
527 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v171399
Institution / Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg – Institut für Politische Wissenschaft
Note
1,3
Schlagworte
Konfliktforschung Erster Weltkrieg Julikrise Politische Wissenschaft Geschichte Kriegsschuld Konflikte Krieg Kriegsursachen Kultur Handlung Deutschland Österreich-Ungarn Moltke Wilhelm II. Diplomatie Bethmann-Hollweg Bateson Dilemma

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Die deutsche Politik in der Julikrise 1914 „verstehend erklären“