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Globalisierungsgegner: Eine kritische Analyse der Argumente zu Entwicklungs- und Schwellenländern

von Albert Schweigert (Autor) Tobias Strecker (Autor)

Seminararbeit 2009 39 Seiten

VWL - Internationale Wirtschaftsbeziehungen

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Schaubildverzeichnis

1 Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang und Aufbau

2 Globalisierung
2.1 Definition
2.2 Ursache und Wirkung

3 Globalisierungsgegner und Kritik
3.1 Nichtregierungsorganisationen
3.1.1 Netzwerke
3.1.2 Gewerkschaften
3.2 Globalisierungskritik einzelner deutscher Parteien

4 Globalisierung und Schwellen- sowie Entwicklungsländer
4.1 Definition Schwellen- und Entwicklungsländer
4.2 Ängste und Kritik in den Schwellen- und Entwicklungsländern
4.2.1 Die Welt wird von mächtigen internationalen Konzernen regiert
4.2.2 Freihandel beutet Entwicklungsländer aus
4.2.3 Multinationale Konzerne schaffen Armut und Kinderarbeit
4.2.4 Globalisierung führt zu unfairer Einkommensverteilung
4.2.5 Geschlechterungleichheit wird weiter zunehmen
4.2.6 Globalisierung führt zu vielen Kriegen
4.2.7 Öffnung des Finanzsystems führt zu Chaos
4.2.8 Brain Drain
4.3 Ängste und Kritik in den entwickelten Volkswirtschaften
4.3.1 Löhne in den Industriestaaten sind in Gefahr
4.3.2 Arbeitsrechtliche Standards sind in Gefahr
4.3.3 Arbeitsplätze werden bedroht durch erhöhten Wettbewerb
4.3.4 Steuerwettlauf nach unten schafft arme Staatshaushalte
4.3.5 Sozialausgaben des Staates nicht mehr finanzierbar
4.3.6 Wettlauf nach unten bei Umweltstandards
4.4 Ausblick

5 Fazit

Quellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 4.1: Rückgang der Armut in Entwicklungsländern von 1981 bis

Abb. 4.2: Zunahme des Wohlstands der Entwicklungsländer von 1980 bis

Abb. 4.3: Konzentration des Welteinkommens von 1980 bis

Abb. 4.4: Entwicklung der ausländischen Direktinvestitionen in Deutschland von 1991-

Abb. 4.5: Entwicklung der Arbeitslosenquoten in den USA und Europa

Abb. 4.6: Entwicklung der Sozialleistungen in Deutschland

1 Einführung

1.1 Problemstellung

Die Meinungen zur Globalisierung gehen weit auseinander. Auf der einen Seite gibt es Befürworter wie Kofi Annan der sagte: „I believe the poor are poor not because of too much globalization, but because of too little.“1 Auf der anderen Seite gibt es ebenso Kritik, wie zum Beispiel durch die Gewerkschaften, welche die Löhne ihrer Mitglieder oder Arbeitsstandards in Gefahr sehen.2 In Bezug auf die Entwicklungs- und Schwellenländer wird die Globalisierung unter anderem für die Verarmung der Bevölkerung verantwortlich gemacht.3 Die Ängste, die die Globalisierung hervorruft, sind vielfältig. Aber sind die Argumente der Globalisierungsgegner alle stichhaltig? Das Ziel dieser Seminararbeit ist es, die Argumente der Globalisierungsgegner bezüglich Entwicklungs- und Schwellenländern kritisch zu analysieren.

1.2 Gang und Aufbau

Diese Seminararbeit soll zuerst einen allgemeinen Einblick in die Globali- sierung ermöglichen. Kapitel 2 dient dazu, die Globalisierung zu definieren und ihre Ursachen und Wirkungen zu erläutern. In Kapitel 3 wird die Kritik der Globalisierungsgegner aufgeführt. So werden die Haltungen von ver- schiedenen NGOs wie Attac und Gewerkschaften erläutert. Daraufhin folgt ein Unterpunkt über die globalisierungskritische Einstellung verschiedener deutscher Parteien. In Kapitel 4 werden die mit der Globalisierung ver- bundenen Ängste in Schwellen- und Entwicklungsländern erörtert. Darü- ber hinaus befasst es sich auch mit den Sorgen der entwickelten Volks- wirtschaften, wie beispielsweise Deutschland oder den USA. Am Ende dieses Kapitels wird ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Glo- balisierung gegeben. In Kapitel 5 wird abschließend ein Fazit gezogen.

2 Globalisierung

2.1 Definition

Globalisierung bedeutet, dass Märkte unterschiedlicher Länder immer mehr zusammenwachsen. Produktionsfaktoren wie Arbeit und Kapital werden zunehmend mobiler. Der Außenhandel und die Direktinvestitionen nehmen zu. Güter, die vormals nicht internationaler Konkurrenz ausgesetzt waren, werden dies durch die Globalisierung. Zusätzlich wurde die ökonomische Globalisierung durch die schnelle technologische Entwicklung vor allem im Kommunikationsbereich beschleunigt.4

Letztendlich wird die Globalisierung „als weltumfassender und in alle gesellschaftliche Bereiche wirkender Prozeß zunehmender internationaler Interdependenz verstanden“.5

2.2 Ursache und Wirkung

Die Ursachen für die fortschreitende Globalisierung sind vielfältig. Die stärkere überkontinentale Zusammenarbeit der Staaten wurde durch den Fortschritt im Transport- und Kommunikationswesen gefördert. So sanken die Kommunikationskosten immer mehr. Die Anzahl der Internet An- schlüsse stieg seit 1990 weltweit rasant an. Die drastisch gesunkenen Kommunikationskosten führten zu einer Verschärfung des Wettbewerbs, da dies unter anderem Preisvergleiche erheblich vereinfachte. Die Trans- portkosten sanken ebenso und wurden zusätzlich durch Subventionen des Staates reduziert.6 1930 mussten für ein Telefongespräch mit 3 Minuten Dauer zwischen London und New York noch 244,65 US-Dollar gezahlt werden, dies sank bis 2005 auf 0,3 US-Dollar.7

Der technologische Fortschritt wirkte sich in einem Wandel von einer Industrie und Wissensgesellschaft aus. Dieser brachte höhere Anforderungen an Arbeitnehmer hinsichtlich Flexibilität, Sprachkenntnisse, IT-Kenntnissen und Mobiliät mit sich.8

Die neuen Informationstechnologien führten dazu, dass Kapital nun im Fall einer Wirtschaftskrise viel schneller abgezogen werden kann, wie 1998 in Ostasien oder 1994 in Mexiko bereits geschehen.9

Die Entwicklungsländer haben nun einfacheren Zugang zu aktuellen Informationen bezüglich Produktionsmethoden, Managementtechniken oder Exportmärkten.10

Dies führt zu einem wachsenden Konkurrenzdruck. Die Wissensstände gleichen sich an, neue Technologien verbreiten sich schnell und weltweit. Daraus resultiert die Forderung nach einem fairen Handel seitens der Un- ternehmer.11

Wachsender Druck zwingt die Unternehmer zu effizienterer Produktion, bezüglich der Preisgestaltung bestehen geringere Spielräume. Folgen sind Aufspaltung von Produktionsprozessen und Verlegung von Produkti- onsorten.12

Vor dem zweiten Weltkrieg wurden auf der Konferenz von Bretton Woods die Weltbank und der Internationale Währungsfond gegründet. 1946 wur- de dann die GATT, das Zoll- und Handelsabkommen abgeschlossen. Da- mit wurden Zölle abgebaut. Bis 1984, dem Beginn der Uruguay Runde, wurden die durchschnittlichen Zölle von 40 % von 1950 auf 6% verringert. Die Industrieprodukte aus den Industrieländern wurden so deutlich weni- ger besteuert. Dieser Zollabbau, in Verbindung mit dem technischen Fort- schritt und zunehmende Handels-Deregulierung begünstigten den Handel. Dieser wuchs rascher als die Produktion.13

Die Uruguay Runde bezog zusätzlich noch die Dienstleistungen und die geistigen Eigentumsrechte mit ein. Zudem wurde die Welthandelsorganisation gegründet. Des Weiteren ist seit den 80er Jahren ein starker Zuwachs hinsichtlich ausländischer Direktinvestitionen zu verzeichnen, welcher die Globalisierung begünstigt.14

Die weltweiten ausländischen Direktinvestitionen stiegen so von 13,4 Mil- liarden US-Dollar im Jahr 1970 auf 684,1 Milliarden im Jahr 2004.15 Seit den 70er Jahren ist dank zunehmender Deregulierungen und Liberali- sierungen ein Wachstum der globalen Finanzmärkte zu verzeichnen. Die globalen Finanztransaktionen wuchsen rapide, so wurden Ende der 90er Jahre täglich 1200 Milliarden US- Dollar gehandelt. Der größte Teil erfolg- te im Interbankenhandel. Für die Globalisierung gab es zusätzlich einen Schub, als die Sowjetunion 1989/1990 zusammenbrach.16

3 Globalisierungsgegner und Kritik

3.1 Nichtregierungsorganisationen

Nichtregierungsorganisationen oder auch kurz NGOs sind laut der Definition der Vereinten Nationen jede Bürgergruppe, die gemeinnützig und freiwillig auf einem lokalen, nationalen oder internationalen Niveau organisiert ist. Sie bringen den Regierungen die Sorgen der Bürger nahe und kontrollieren die Politik. Außerdem stehen sie als Frühwarnmechanismus zur Verfügung und helfen, internationale Abmachungen durchzuführen und zu kontrollieren.17 Themen für NGOs sind unter anderem, die Beschneidung der Mädchen zu beenden oder Frauen das Erben zu ermöglichen. Nur wenige beschäftigen sich allein mit Problemen der Weltwirtschaft und Globalisierungsfragen.18 Der Einfluss der globalisierungskritischen NGOs nimmt immer mehr zu. Für Organisationen, wie Weltbank oder WTO, üben sie eine Beraterfunktion aus. In Fällen wie 1999 in Seattle stören sie internationale Verhandlungen entscheidend.19 Die NGOs betrachten sich als Gegenkraft zu den einflussstarken mächtigen Unternehmen.20

3.1.1 Netzwerke

Es gibt einige globalisierungskritische Netzwerke und es werden immer mehr.21 Die bei uns wohl bekannteste Gruppierung ist Attac. Diese Gruppe wurde 1998 gegründet.22 Aufmerksamkeit erregten sie vor allem durch ihre Forderung nach einer sogenannten Tobin-Steuer, die kurzfristige Börsen- spekulationen eindämmen sollte. Außerdem äußert sich das Netzwerk besorgt über die immer größer werdenden Unterschiede zwischen Arm und Reich und beklagt, dass Unternehmen trotz ständig wachsender Ge- winne ihre Arbeiter entlassen.23

Andere bekannte globalisierungskritische Bewegungen sind das International Forum on Globalization, Oxfam oder der Club of Rome. Aber auch Greenpeace, Friends of the Earth International, World Wildlife Fund und Amnesty International sehen die Globalisierung mit Sorge. Sie beklagen die umweltschädigenden und soziologischen Folgen der Globalisierung.24

Auch Kirchen und kirchennahe Organisationen sind es, die globalisierungskritisch denken. So gibt es die ökumenische Gruppierung Kairos, die Kritik an der Globalisierung äußert.25 Diese Bewegung hat ihren Ursprung 1985 in der Anti-Apartheits-Bewegung in Südafrika. In den letzten Jahren kritisierten sie unter anderem die Zerstörung der Umwelt durch die Globalisierung und setzten sich für die Einführung der Tobin- Steuer ein. Daneben äußerten sie sich kritisch zur europäischen Währungsunion und zu den Bretton Woods Institutionen IWF und Weltbank. Kairos klagt die wirtschaftliche Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung in Verbindung mit der Globalisierung an.26

3.1.2 Gewerkschaften

Gewerkschaften befürchten durch die Globalisierung vor allem den Verlust von Arbeitsplätzen durch die zunehmende internationale Konkurrenz. Außerdem haben sie Angst vor negativen Einflüssen globaler Ereignisse, wie Finanz- und Währungskrisen oder einer Rezession der Weltwirtschaft.27

Sie befürchten durch den Handel mit armen Ländern sinkende Reallöhne. Darüber hinaus sehen sie die arbeitsrechtlichen Standards durch den vermehrten Handel mit den armen Ländern bedroht. Da arme Länder niedrigere Standards haben, würden multinationale Konzerne ihre Produktion dorthin verlagern und Arbeitsplätze in den Industriestaaten gehen verloren. Dadurch entstehe natürlich ein Druck auf die Gewerkschaften in den Industriestaaten ihre Standards auch zu senken und es gäbe ein Wettlauf nach unten, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.28

Es gibt auch Institutionen, wie das in Washington ansässige Economic Policy Institut, das sich um die Ängste von amerikanischen und europäischen Gewerkschaften kümmert.29

3.2 Globalisierungskritik einzelner deutscher Parteien

Die Globalisierung wird auch in der Politik thematisiert.30 Der Koalitionsver- trag der SPD und von Bündnis90/ Die Grünen von 2002 bis 2006 setzt sich als Ziel eine gerechte Globalisierung zu erreichen.31 Die Regierungs- parteien setzten sich als Ziel eine einheitlichere und einfachere europäi- sche Beschäftigungs-, Wachstums- und Strukturpolitik zu schaffen. Au- ßerdem wird eine Angleichung der europäischen Steuern geplant. Der eu- ropäische Binnenmarkt soll zudem ausgebaut werden.32 Aber dieser Ver- trag beschäftigt sich auch mit den armen Ländern und hat das Ziel ihnen vermehrt Technologie und Wissen zur Verfügung stellen. Ein fairer Handel soll darüber hinaus erreicht werden.33 Anhand der Hermes Bürgschaften, die Ausfuhrgewährleistungen garantieren,34 lässt sich die globalisierungs- kritische Einstellung verschiedener politischer Strömungen erkennen. Die Bürgschaften wurden in dem Koalitionsvertrag von 2002,35 wie auch in dem aktuellen von 2006, beibehalten.36

Die Enquete Kommission des Deutschen Bundestags plädierte für eine Einführung der Tobin Steuer, einer Devisentransaktionssteuer. Diese ver- teuert kurzfristig angelegte Kapitaltransfers.37 Die Kommission merkt auch an, dass Werte und Prinzipien durch die Globalisierung geschwächt wer- den, darunter das demokratische Prinzip, die Menschenrechte und die Geschlechtergleichheit.38

Die Linke nimmt eher eine globalisierungskritische Seite ein und sieht Wettbewerbsverzerrungen und die Sozialstandards gefährdet. Die CDU und die FDP nehmen wiederum eine eher globalisierungsfreundlichere Position ein und lehnen auch die Tobin Steuer ab. Die CDU äußert die Hoffnung, dass die Globalisierung und mit ihr der größere Wettbewerb die Wirtschaftsstrukturen effizienter machen wird.39

4 Globalisierung und Schwellen- sowie Entwicklungs- länder

4.1 Definition Schwellen- und Entwicklungsländer

Um eine Analyse der Ängste und Kritik vorzunehmen, ist eine Abgrenzung der Länder notwendig. Verschiedene Institutionen wie z.B. die UNO oder die Weltbank haben ihre eigenen Definitionen und Kriterienkataloge, eine absolute Definition gibt es nicht. Die UNO hat dabei folgende Kriterien um ein Land als LDC zu kategorisieren: Geringes durchschnittliches drei- Jahres Einkommen, basierend auf dem BIP pro Kopf, von unter $900. Schwacher Human Assets Index (HAI) der aus Indikatoren für Nahrung, Gesundheit, Einschulungsrate und Alphabetisierungsrate der Erwachse- nen besteht. Hoher Economic Vulnerability Index (EVI) der z.B. aus Indi- katoren für die Instabilität der landwirtschaftlichen Produktion und Instabili- tät der Exporte besteht. Ein Land ist dann ein Entwicklungsland nach der UN Definition, wenn diese drei Kriterien zutreffen und die Einwohnerzahl unter 75 Mio. ist.40 Die Weltbank definiert Entwicklungsländer als Länder mit niedrigem Einkommen von $425 pro Jahr oder weniger.41

Eine absolute Definition für Entwicklungsländer gibt es also nicht. Wagner, Kaiser und Beimdiek ziehen hierfür mehrere Merkmale heran. Sie bezie- hen sich dabei auf den Kriterienkatalog von Leibenstein: Geringes Ein- kommen pro Kopf das nahe am Existenzminimum liegt, geringe Arbeits- produktivität, mindestens 50% der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft beschäftigt, der Großteil der Haushaltsausgaben dient der Nahrungsbe- schaffung, der Ernährungszustand der Bevölkerung ist nicht ausreichend, die Wachstumsrate der Bevölkerung beträgt zwischen 2% und 3%, wobei eine insg. geringe Lebenserwartung besteht und das Bildungswesen un- terentwickelt ist.42 Dies soll nur die Vielfalt an Definitionsmöglichkeiten verdeutlichen. Schwellenländer sind Länder, die nicht mehr die Kriterien der unterschiedlichen Organisationen erfüllen, auch hier ist es also eine Definitionssache. Üblicherweise sind es aber Länder, die ein starkes Wirt schaftswachstum haben und bald mehrheitlich als Industrienation definiert werden können.

4.2 Ängste und Kritik in den Schwellen- und Entwicklungsländern

4.2.1 Die Welt wird von mächtigen internationalen Konzer nen regiert

Da Entwicklungs- und Schwellenländer ohnehin eine kleine Rolle in der Weltwirtschaft spielen, besteht die Sorge, dass internationale Konzerne noch mächtiger werden und die Entwicklungsländer zunehmend an Ein- fluss verlieren. Politische Entscheidungen würden von Konzernen diktiert werden und diese wiederum zu einer konzernfreundlichen Politik führen. In dieser würden soziale Komponenten vernachlässigt werden. Bspw. könnte durch die Zunahme an Lobbyismus der Arbeitsplatzschutz gelo- ckert, oder die Steuerlast zugunsten der Konzerne gedreht werden. Nach Balser und Bauchmüller wird die Bedeutung des Einflusses großer Kon- zerne überschätzt. „Ihr Anteil am Weltbruttoinlandsprodukt fiel von fast 3 Prozent 1990 auf 2,8 Prozent im Jahr 2000“.43 Auch ist es so, dass Staa- ten heute mehr Steuern und Abgaben verlangen als je zuvor, also ihre Souveränität nicht verloren haben. Internationaler Wettbewerb verhindert Monopolbildung, dies zeigen verschiedene Beispiele wie z.B. die deutsche Automobilindustrie, die nach dem Eintritt von Japan an Marktmacht ver- lor.44 Durch Globalisierung nimmt die Anzahl der Konkurrenten zu, Unter- nehmen haben es zunehmend schwerer große Gewinnzuwächse zu reali- sieren. Da Entwicklungs- und Schwellenländer auch einen attraktiven Un- ternehmensstandort darstellen können, erhöht sich ihre internationale Be- deutung. Unternehmen ziehen es vielleicht vor, in ein Land mit niedrigem Kostenniveau zu investieren, das führt neben der Schaffung von Arbeits- plätzen und Wohlstand auch zur Wettbewerbsfähigkeit. Es ist also so, dass Globalisierung die Monopolisierung von Unternehmen erschwert. Der Wettbewerb und damit also auch Innovation und Preisfairness wird geför- dert.

[...]


1 Marquardt (2005), S.128.

2 Vgl. Bhagwati (2007), S.2.

3 Vgl. Bhagwati (2008), S.26.

4 Vgl. Donges; Menzel; Paulus (2003), S.2-3.

5 Flörkemeier (2001), S.26.

6 Vgl. Enquete Kommission (2002), S.50-51.

7 Vgl. Bundeszentrale für politische Bildung (URL2)

8 Vgl. Flörkemeier (2001), S.31-32.

9 Vgl. Bhagwati (2008), S.37-38.

10 Vgl. Marquardt (2005), S.128.

11 Vgl. Bhagwati (2008), S.38-39.

12 Vgl. Flörkemeier (2001), S.32-33.

13 Vgl. Enquete Kommission (2002), S.50.

14 Vgl. Enquete Kommission (2002), S.50.

15 Vgl. Bundeszentrale für politische Bildung (URL)

16 Vgl. Enquete Kommission (2002), S.51.

17 Vgl. Donges; Menzel; Paulus (2003), S.10.

18 Vgl. Bhagwati (2008), S.76.

19 Vgl. Donges; Menzel; Paulus (2003), S.12.

20 Vgl. Bhagwati (2008), S.91.

21 Vgl. Donges; Menzel; Paulus (2003), S.11.

22 Vgl. Donges; Menzel; Paulus (2003), S.9.

23 Vgl. Attac (URL)

24 Vgl. Donges; Menzel; Paulus (2003), S.10-11.

25 Vgl. Donges; Menzel; Paulus (2003), S.7.

26 Vgl. Kairos Europa (URL)

27 Vgl. Donges; Menzel; Paulus (2003), S.8.

28 Vgl. Bhagwati (2008), S.201.

29 Vgl. Bhagwati (2008), S.77.

30 Vgl. Donges; Menzel; Paulus (2003), S.16.

31 Vgl. Koalitionsvertrag 2002 (2002), S.8.

32 Vgl. Koalitionsvertrag 2002 (2002), S.80.

33 Vgl. Koalitionsvertrag 2002 (2002), S.84-85.

34 Vgl. Müller; Kornmeier (2001), S.134.

35 Vgl. Donges; Menzel; Paulus (2003), S.16-17.

36 Vgl. Koalitionsvertrag 2006 (2006), S.26.

37 Vgl. Enquete Komission (2002), S. 97.

38 Vgl. Enquete Komission (2002), S.53.

39 Vgl. Donges; Menzel; Paulus (2003), S.18.

40 Vgl. United Nations (2005), S. 6.

41 Vgl. Wagner; Kaiser; Beimdiek (1989), S. 12.

42 Vgl. Wagner; Kaiser; Beimdiek (1989), S.4.

43 Vgl. Balser; Bauchmüller (2003), S. 26.

44 Vgl. Balser; Bauchmüller (2003), S. 33.

Details

Seiten
39
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640910854
ISBN (Buch)
9783640908905
Dateigröße
1.5 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v171497
Institution / Hochschule
Hochschule Pforzheim – Wirtschaft und Recht
Note
1,3
Schlagworte
ATTAC Globalisierungskritik Schwellenländer Entwicklungsländer Freihandel Globalisierungsgegner Brain Drain Kapitalismus Armut Kinderarbeit Steuerwettlauf Umweltstandards Lohndumping

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Titel: Globalisierungsgegner: Eine kritische Analyse der Argumente zu Entwicklungs- und Schwellenländern