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Die Geschichte der Bibel. Hospitation im Religionsunterricht an einem Gymnasium

Praktikumsbericht (Schule) 2011 10 Seiten

Theologie - Religion als Schulfach

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Beschreibung der Hospitationen
2.1. Hospitation zum Thema „Die Bibel und ihre Bücher“
2.2. Hospitation zum Thema „Die Bibel erzählt Heilsgeschichten“
2.3. Hospitation zum Thema „Die Geschichte der Bibel“

3. Einschätzung der Stunde zum Thema „Die Bibel erzählt Heilsgeschichten“

4. Schlussreflexion

1. Einleitung

Das Seminar der „Einführung in die Religionspädagogik“ möchte den Studenten nicht nur theoretische Grundlagen der Religionspädagogik vermitteln, sondern auch praktische Arbeitsstunden sollen den Studenten die Inhalte näher bringen. Hierzu war es unsere Aufgabe im Zeitraum vom 02.11. bis 16.11.2010 eine Hospitation, im Rahmen von 4 Unterrichtsstunden im Religionsunterricht einer Schule in A zu absolvieren. Drei weitere Kommilitonen/innen und ich nahmen im Rahmen dieser Hospitation am katholischen Religionsunterricht einer 5. Klasse am X-Gymnasium bei Frau Z. teil. Drei Tage, am 02.11., 09.11. und 16.11.2010, beobachteten wir die Unterrichtsabläufe von 11.20Uhr bis 12.05Uhr im Raum 207. Hierbei waren 9 SchülerInnen, davon 6 Jungen und 3 Mädchen aus mehreren Klassen, durchschnittlich bei den Unterrichtsstunden anwesend. Die Zahl der Teilnehmer variierte teilweise, da zum einen Schüler fehlten, und zum Anderen, weil 2 Klassen zusammen an einem Ausflug teilgenommen haben.

Anliegen meines Hospitationsberichts soll sein, diese vier Hospitationen zu beschreiben, auszuwerten und die didaktische Passung der Unterrichtsstunden zu reflektieren. An einer ausgewählten Stunde soll außerdem anhand der Würzburger Synode und Bausteinen aus unserem Seminar, wie Korrelation und Elementarisierung, festgestellt werden, inwieweit es sich hierbei um guten Religionsunterricht handelte. Zum Schluss werde ich zusammenfassen,was ich bei diesen Hospitationsstunden gelernt habe und was ich dadurch für meine Zukunft mitgenommen habe.

2. Beschreibung der Hospitationen

2.1. Hospitation zum Thema „Die Bibel und ihre Bücher“

Die erste hospitierte Unterrichtsstunde fand am 02.11.2010 statt. Die Stunde begann um 11.20 Uhr mit der Ankunft der Religionslehrerin. Die Tische wurden schon vorher von SchülerInnen in eine U-Form gestellt. Noch vor der Begrüßung stellten SchülerInnen Fragen zum angekündigten Test und auch nach dem Läuten der Schulglocke herrschte Unruhe. Frau Z. sorgte durch lautes Reden für Ruhe und begrüßte ihre Klasse. Es wurde anschließend geklärt, warum einige SchülerInnen fehlten. Während dieser ersten Minuten saß Frau Z. an einem Tisch vor der U-förmigen Runde.

Sie ging anschließend zum Unterricht über und begann damit, dass sie noch einmal das Thema der letzten Stunde „Die Bedeutung der Bibel im Leben von Juden und Christen“ wiederholte. Hierzu gab es eine Hausaufgabe, die nun verglichen werden sollte. Hierbei stand sie inmitten der U-Form der Tische und ging herum, während sie die Hausaufgaben kontrollierte. Bei SchülerInnen, die die Hausaufgabe vergessen hatten, blieb sie kurz stehen und fragte nach dem Grund hierfür. Es gab keine weiteren Folgen für diese SchülerInnen.

Frau Z. forderte nun alle auf, das Textbuch auszupacken und die zu lesende Seite aufzuschlagen. Eine Schülerin trug die herausgeschriebenen Sätze vor, welche anschließend mit den Ergebnissen anderer SchülerInnen verglichen wurden. Der Satz „Die Bibel ist das Buch des mitlaufenden Anfangs“ wurde von Frau Z. an die Tafel geschrieben und sie fragte in die Klasse, was dieser Satz bedeute und wer die Geschichte seines Anfangs kenne. Einige SchülerInnen erzählen Geschichte ihrer Geburt. Frau Z. beendete schließlich die Gesprächsrunde und verschob die genauere Erläuterung dieser Aussage auf die nächste Stunde.

Es kam zu Unruhen, als Frau Z. 2 Kinder aufforderte, an jedes Kind eine Bibel auszuteilen. Einige SchülerInnen baten Frau Z. darum den Test ausfallen zu lassen. Inzwischen sollten alle Hefter vom Tisch geräumt und sich auf den Test vorbereitet werden. Anschließend teilte sie die Tests aus, welche in A und B Gruppen unterteilt waren. Nachdem jeder Schüler einen Zettel hatte, wurde jede Aufgabe und in welcher Art und Weise sie zu beantworten wäre, besprochen. Nach Beginn der Arbeitszeit blieb es trotzdem aufgrund vieler Nachfragen und Missverständnissen zu den gestellten Aufgaben unruhig. Teilweise arbeiteten die Mädchen unbeobachtet zusammen und halfen einander. Frau Z. gab immer wieder Hinweise auf die Antworten und gab an, wie viel Zeit noch war. Nachdem der Erste fertig war, las Frau Z. seine Antworten durch und wies ihn auf unvollständige Antworten hin. Dies wiederholte sie bei einigen anderen und sammelte schließlich alle Tests um 12 Uhr ein. Anschließend gab sie noch einen Ausblick auf die nächsten Religionsstunden und entließ die Kinder in die Pause.

Oberstes Lernziel dieser Unterrichtsstunde war, dass die SchülerInnen einen Einblick in die Bibel gewinnen, einzelne Bücher kennen und den Umgang damit in groben Zügen beherrschen. Außerdem wurden alle SchülerInnen, da sie in der 5. Klasse neu zusammengekommen waren, auf einen Wissensstand gebracht. Mit Hilfe von Schüler-Lehrer-Gesprächsrunden konnten die SchülerInnen ihre Vorstellungen und Ideen zum Thema beitragen oder Aussagen der Lehrerin und anderer SchülerInnen kommentieren und bewerten. Gedankengänge wurden so fortgeführt und schwer verständliche Begriffe, wie „das Buch des mitlaufenden Anfangs“ auf den eigenen Alltag bezogen und leichter verständlich gemacht.

In der Stillarbeit während der Leistungskontrolle waren die SchülerInnen aufgefordert, konzentriert die gestellten Aufgaben für sich zu bearbeiten und das eigene Wissen unter Beweis zu stellen.

Als Hilfsmittel zur Unterrichtsgestaltung dienten das Textbuch beim Hausaufgabenvergleich, die Bibel und die Tafel während der Gesprächsrunden. Aus dem Textbuch wurde der zu bearbeitende Text aufgeschlagen, damit SchülerInnen und Lehrerin bei Unstimmigkeiten der Hausaufgabe darauf zurückgreifen konnten. Außerdem konnten so diejenigen, die die Hausaufgabe vergessen hatten, den anderen folgen, Gedankengänge nachvollziehen und sich gegebenenfalls in die Diskussion einbringen.

An die Tafel schrieb die Lehrerin eine unklare Aussage aus dem Text, um die SchülerInnen darauf aufmerksam zu machen. Hiermit begann sie schließlich die Gesprächsrunde, wobei an der Tafel die ganze Zeit über das Grundproblem stand, an dem sich orientiert werden konnte und sollte.

Die Bibel lag für jeden SchülerIn bereit zum Nachschlagen von Textpassagen und als Hilfsmittel für den Test.

Es stellt sich heraus, dass mithilfe der angewendeten Methoden des Lehrer-Schüler-Gesprächs und der Stillarbeit das Ziel des Kennenlernens der Bibel durchaus erreicht wurde. Die Schüler zeigten nur kleine Unsicherheiten beim Aufschlagen und Suchen von Textstellen.

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Details

Seiten
10
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783668252608
ISBN (Buch)
9783668252615
Dateigröße
374 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v172079
Institution / Hochschule
Technische Universität Dresden – Institut für Katholische Theologie
Note
1,3
Schlagworte
Hospitationsbericht katholischer Religionsunterricht Korrelation Elementarisierung

Autor

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Titel: Die Geschichte der Bibel. Hospitation im Religionsunterricht an einem Gymnasium