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Aktuelle und zukünftige Geschäftsmodelle von regionalen Radiosendern und Verlagen

Hausarbeit 2011 17 Seiten

Medien / Kommunikation - Medienökonomie, -management

Leseprobe

Gliederung

Einleitung

Hauptteil

Die Geschäftsmodelle beim Verlag
Der Werbemarkt
Das Anzeigengeschäft
Der Vertrieb
Geschäftsmodelle im Internet
Weitere Geschäftsmodelle von Zeitungsverlagen

Geschäftsmodelle beim Hörfunk
Der Werbemarkt beim Hörfunk
Zusatzerlöse beim Hörfunk

Zukünftige Geschäftsmodelle
Verlage
Onlineaktivitäten der Verlage mit regionalen Tageszeitungen im Detail
Hörfunk

Zusammenfassung und kritische Auseinandersetzung

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Anhang

Einleitung

Diese Hausarbeit behandelt das Thema der Vermarktung von regionalen Tagesinformationen durch Verlagshäuser und Radiosender. Es werden die aktuellen Geschäftsfelder von dieser Medien unter- sucht und analysiert. Im Hinblick auf regionale aber auch überregionale Tagesinformationen vollziehen sich unter anderem durch die Entwicklung des Web 2.0, die sozialen Netzwerke und das veränderte Mediennutzungsverhalten der Jugendlichen, wesentliche Veränderungen im Konsum von Informationen. Die klassischen Printmedien haben über die Jahre solide Finanzierungsmodelle entwickelt die sich mehr oder weniger auch in Krisenzeiten bewähren. Die Verlage und Radiosender kooperieren miteinander und schaffen so attraktive Werbeflächen für ihre Kunden. Doch in wie weit nutzen diese Medien die neuen Möglichkeiten der digitalen und mobilen Welt? Sind die Unter- nehmen in der Lage auch im Internet und durch digitale Medien ihre Geschäftsmodelle zu rentablen Modellen zu entwickeln? Oder sollten sie gerade deswegen mehr auf ihr Kerngeschäft, die gedruckte Ausgabe Wert legen? Welche Möglichkeiten sehen die Radiosender im Internet?

Zunächst werden die klassischen Geschäftsmodelle der Verlage untersucht. Es wird deutlich, wie die Verlage sich finanzieren und in welchem Umfang. Anschließend werden ihre Erlös-Modelle von Verlagen im Internet untersucht. Auch dort haben sich seit der Jahrtausendwende einige Bezahlmodelle etabliert.

Daneben öffnet sich seit der Einführung des iPhone ein Markt für sogenannte Apps. Auch hier versuchen die Lage ihre Potentiale zu nutzen.

Hierauf werden die Geschäftsmodelle des Hörfunks untersucht. Inwiefern gelingt es den Sendern für die Werbekunden ein attraktives Angebot zu generieren. Außerdem wird deutlich, wie flexibel das Angebot der Radiosender für ihre Kunden ist.

Ein Blick auf die zukünftigen Planungen bzw. die sich gerade entwickelnden Geschäftsmodelle dieser Medien und eine kritische Auseinandersetzung schließen die Arbeit ab.

Hauptteil

Ein Geschäftsfeld lässt sich folgendermaßen definieren. Es umschreibt die Geschäftsgrundlage des Unternehmens. Hierbei handelt es sich z.B. um die Vermarktung bestimmter Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren. Die Geschäftsmodelle bestimmen die Einsatzgebiete der unternehmerischen Aktivitäten (manalex.de/d/.../geschäftsfeld.php).

Die regionalen Tagesinformationen werden durch die regionalen Tageszeitungen und Radiosender gesammelt und veredelt. Man kann sagen, das Hauptgeschäftsfeld dieser Medien ist die Veredlung und Filterung relevanter Informationen für die Masse. Die Rezipienten haben ein Bedürfnis an regionalen Informationen. Daher liegt das vornehmliche Interesse der regionalen Medien in der Aufbereitung der Ereignisse in der Region und deren Publizierung mit journalistischer Qualität. Die Bedürfnisbefriedigung der Kunden wird durch den Kauf der Zeitung oder dem Anschalten der Nachrichten im Radio befriedigt.

Für diese Leistung bezahlt der Kunde einen Betrag, zumindest bei der Zeitung. Beim öffentlichen rechtlichen Hörfunk zahlt der Rezipient eine monatliche Gebühr unabhängig davon, ob er das Medium nutzt oder nicht. Beim privaten Hörfunk erhält der Radiosender nur indirekt eine Gegenleistung für seinen Dienst. Der Hörer dient dem Sender durch die Steigerung der Einschaltquote. Eine hohe Einschaltquote generiert eine Attraktivität für den Werbemarkt.

Die Geschäftsmodelle beim Verlag

Der Werbemarkt

Der Werbemarkt ist ein bedeutendes Geschäftsfeld im Printbereich der Zeitungen sowie ein zentrales beim Hörfunk. Der Verlag arbeitet ökonomisch betrachtet in einem sogenannten Kuppelproduktionsprozess. (vgl. Beck 2002, S.122) Das bedeutet, dass der Verlag zwei Produkte gleichzeitig erzeugt. Zum einen sind das die veredelten Informationen, die publiziert werden, zum anderen die Werbebotschaften des inserierenden Gewerbes oder der Industrie. Die Erlöse der Anzeigen und Vertrieb machen in der Regel mehr als die Hälfte der Einnahmen aus.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Kosten-Erlös-Struktur-von ausgewählten Gro ß verlagen, Angaben in Prozent, 2000. Keuper / Hans2003, Seite 13.

Das Anzeigengeschäft

Eine Haupteinnahmequelle von Tageszeitungen sind die Rubrikenmärkte bzw. deren Erlöse aus den Anzeigen sowie eingelegte Prospekte von Unternehmen. Verlage verfolgen ein duales Finanzierungsmodell. Ihr Produkt wird zu zwei Dritteln aus Anzeigen und zu einem Drittel aus Vertriebserlösen finanziert. (vgl. Sjurts, 2005, S.33) Das war zumindest bis zur Jahrtausendwende der Fall. Nach einer Studie von Ernst & Young aus dem Jahr 2003 ergaben die Erlöse aus dem Werbemarkt nur noch 56%, aus dem Vertrieb 44%. (vgl. Sjurts) Die sich daraus ergebenden Konsequenzen für neue Geschäftsfelder werden später herausgestellt.

Der Vertrieb

Ein weiteres Geschäftsfeld beim Verlag stellt der Vertrieb dar. Zusammen mit dem Anzeigengeschäft bleibt der Vertrieb die Haupteinnahmequellemit 80% Umsatzanteilen der Verlage [siehe vdz.de]. Die Zeitung gelangt auf zwei Wegen zum Leser. Entweder bekommt der Leser seine Zeitung direkt nach Hause geschickt, durch ein Abonnement oder er erwirbt sie im Freiverkauf. Nach BECK (2002, S.114) gilt der Vertrieb über den Grossisten als die wichtigste Vertriebsform. Mit etwa 54% dominiert dieser Kanal den Markt. Z.B. haben die Kieler Nachrichten eine Auflage von 105.000 Exemplaren (Stand 17.06. 2010), die Segeberger Zeitung druckt 15.000 Ausgaben (17.06.2010) und der Kieler Express hat eine Auflage von 95.550 (09.06.2010).

Geschäftsmodelle im Internet

Verlagshäuser sind Medienunternehmen. Diese sammeln, publizieren und vertreiben Informationen, regionale sowie überregionale. Das Internet steht wie kein zweites Medium für einen internationalen Transfer von digitalen Gütern. Daher besteht ein großes Interesse von Medienunternehmen am Internet, da sich alle Informationen digitalisieren lassen. (vgl. BECK, 2002, S.282)

Ein Unternehmen, welches das Internet zur Verbreitung von Informationen nutzt, kann die Kosten für die Distribution erheblich senken. Weiterhin können die Leser interaktiv auf das Angebot der Unternehmen reagieren, indem sie z.B. Kommentare auf der Webseite hinterlassen oder sich in speziellen Foren oder Blogs austauschen. Die jahrelange einseitige Kommunikation, abgesehen von Leserbriefen, vom Sender zum Empfänger wurde durch das Netz um einen breiten Kanal erweitert. Auf der Seite der Nachfrager von Tagesinformationen ergeben sich neue Möglichkeiten der Meinungsäußerung im Vergleich zu den traditionellen Medien. (vgl. BECK, 2002, S.282) Für die Werbewirtschaft ergeben sich so neue Werbeflächen auf den Webseiten der Blogs oder Chats. Für den Verlag gibt es noch weitere Möglichkeiten. Sie bieten Gesprächsforen und Chatfunktionen an. Diese sind Teil einer Community, bei der man sich registrieren muss. Diese Informationen können "für den Versand von Werbung bzw. für individuelle Werbeformen verwendet werden" [BREUNIG 2003, S.386].

Die Erlösmodelle im Netz gliedern sich wie in Tabelle 2 zu sehen auf.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Erlösmodelle im Internet

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Details

Seiten
17
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783640924417
ISBN (Buch)
9783640924578
Dateigröße
937 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v172537
Institution / Hochschule
Fachhochschule Kiel
Note
1,9
Schlagworte
Medienwirtschaft Geschäftsfelder Verlage Radiosender Radio rundfunk Geschäftmodelle zukünftige Geschäftsmodelle Werbemarkt

Autor

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