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Animation im Urlaub

Seminararbeit 2003 26 Seiten

Touristik / Tourismus

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Vorbemerkungen - Die Entstehung des Bedürfnisses nach Urlaub
1.1. Allgemeine Tourismuspsychologie
1.2. Urlaubsmotive der Reisenden im Jahr 2001

2. Einführung in die Thematik „Animation im Urlaub“
2.1. Von der Anregung zur Animation
2.2. Definition „Animation“
2.3. Historische Entwicklung der Animation
2.4. Allgemeine Anwendungsbereiche in der Touristik

3. Das Marktsegment „Cluburlaub“
3.1. Definition „Cluburlaub“
3.2. Nachfrageseite
3.3. Angebotsseite
3.4. Entwicklungstendenzen

4. Berufskunde - Der Animateur
4.1. Das Berufsbild des Animateurs allgemein
4.2. Berufsanforderungen
4.3. Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten
4.3.1. Die BSA-Akademie
4.3.2. Event & Animation Academy (EAA)
4.3.3. Vergleich der beiden Bildungseinrichtungen
4.4. Beschäftigungsmöglichkeiten und Arbeitsmarktsituation

5. Ein praktisches Beispiel - Die „Calimera Aktivhotels“
5.1. Das Unternehmen
5.2. Die Entwicklung
5.3. Die Philosophie
5.4. Die Animation in den Anlagen
5.5. Die Gästestruktur
5.6. Zukunftsaussichten

6. Abschließende Bemerkungen zur Thematik „Animation im Urlaub“
6.1. Die Zukunft von „Animation im Urlaub“
6.2. Das persönliche Fazit

Anhang: Literaturverzeichnis

Quellenverzeichnis

1. Vorbemerkungen - Die Entstehung des Bedürfnisses nach Urlaub

Zu Beginn der Arbeit ist es notwendig, dass untersucht wird, warum der Wunsch nach Urlaub besteht. Anschließend werden die Urlaubsmotive der Reisenden betrachtet, von denen sich der Wunsch nach Animation ableiten lässt.

1.1. Allgemeine Tourismuspsychologie

Opaschowski sagt: „...Alltag ist die ungeliebte Mutter des Urlaubs. Beide gehören zusammen, bilden ein natürliches Ausgleichsystem. Der Urlaub nimmt die Freiheitsbedürfnisse, Mündigkeiten und Spannungen des täglichen Lebens auf und fungiert als Ventil und Ausgleichsmöglichkeit.“1

Daraus ergeben sich zwei Grundtendenzen der Urlaubsidee.2 Zum einen die Suche nach etwas Besonderen. Der Einzelne begreift hier die Chance, Wünsche, die er an das Leben stellt, zu realisieren.

Zum anderen symbolisiert Urlaub aber auch Flucht. Dieses Motiv beschreibt das Entfliehen aus den Zwängen, Ängsten und Problemen des Alltags. Es wird allgemein hin als stärkster Urlaubsimpuls angesehen.3

1.2. Urlaubsmotive der Reisenden im Jahr 2001

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Über 50% der Reisenden stufen Urlaubsmotive regenerativer Art als besonders wichtig ein. Dazu zählen u.a. „Entspannung, kein Stress“ (58%), „frei sein, Zeit haben“ (53%) und „frische Kraft sammeln“ (51%).

Weitere Urlaubsmotive sind „neue Leute kennen lernen“ (24%), „Wiedersehen“ (18%) und „Flirt und Erotik“ (10%).1 Hieraus lässt sich ableiten, dass der Wunsch nach sozialen Kontakten und Geselligkeit bei einer Vielzahl der Reisenden vorhanden ist.

Aus diesem Grund ist eine genauere Betrachtung der Thematik „Animation im Urlaub“ gerechtfertigt.

2. Einführung in die Thematik „Animation im Urlaub“

2.1. Von der Anregung zur Animation

Animation, die durch Animateure realisiert wird, bedient sich hauptsächlich optischer und akustischer Mittel. Die Anregung, angebotene Animationsprogramme auch tatsächlich zu nutzen, kann allerdings verschiedene Ursachen haben. Sie kann bewusst und unbewusst erfolgen, da sie durch alle Sinnesorgane wahrgenommen wird.

Es gibt drei Vorformen der Animation, die durch ihre animatorische Wirkung zur tatsächlichen Animation beitragen. Die erste Vorform ist die Situationsbezogenheit. Hier ist der Wirkungszeitraum während des Urlaubes (u.a. durch Sonne, Strand und Meer). Die zweite ist die Medienbezogenheit. Diese findet ihre Wirkung vor (Wer-bung, Berichte, etc.) und während der Urlaubsreise (Programminformationen vor Ort). Die dritte Vorform ist die Materialbezogenheit. Diese wirkt meist während der Reise, da sie sich auf die bestehenden Einrichtungen und Spielgeräte vor Ort bezieht.

Die genannten Vorformen sind Grundlage für die Hauptform der Animation, die immer personenbezogen ist. Sie wird immer durch Animateure durchgeführt und findet somit immer während der Urlaubsreise statt.

2.2. Definition „Animation“

Das Lexikon der Tourismuswirtschaft besagt, dass Animation im Tourismus mit dem Begriff der Gästebetreuung gleichgesetzt wird. Das Lexikon definiert Animation somit als „...Gästebetreuung, die darauf ausgerichtet ist, den Gast zu aktivieren und ihn für bestimmte Tätigkeiten (z.B. Sport, Exkursionen) zu motivieren, mit dem Ziel, ihm Erlebnisse zu vermitteln.“2 Animation ist somit die Antwort auf die sozialen und kom-munikativen Bedürfnisse der Urlauber. Sie ist allgemein ein Service, der insbe-sondere in Clubanlagen angeboten wird.

2.3. Historische Entwicklung der Animation

Die Geschichte der Animation ist geprägt durch die Entwicklung der sozialen Gruppenarbeit in Frankreich seit den 30er Jahren. Hieraus entwickelten sich in den 40er Jahren die „Maisons de Juenes et de la Culture“ (MJC).

Der Grundgedanke dieser sozio-kulturellen Animation wurde in den 50er Jahren auf den Freizeit- und Urlaubsbereich übertragen. Das bedeutet, dass in den französischen Familiendörfern zielgruppengerechte Animationsprogramm in die Angebote integriert wurden.

Als Pionier begann „Club Méditeranée“ seit Juni 1950 seine Kette von Clubanlagen erst europaweit und später weltweit auszubauen. Für die kommenden 20 Jahre war „Club Méditeranée“ Vorbild und gleichzeitig Prototyp für die Weiterentwicklung dieser Urlaubsform.1

Völlig eigenständig und parallel zu der Entwicklung in Frankreich entstand in Groß-britannien seit 1936 die Kette der Familiendörfer „The Butlins Resorts“. Diese sind nach ihrem Begründer Sir William Edmund Butlin benannt.

Erst Anfang der 70er Jahre traten die deutschen Alternativen „Club Aldiana“ und „Club Robinson“ auf den Reisemarkt. Das Konzept dieser Anlagen wurde konse-quent auf die Bedürfnisse und die Mentalität der deutschen Urlaubsgäste abge-stimmt. Seit Beginn der 80er Jahre traten erste „Clubableger“ in den Markt ein, die sogenannten „Club-Derivate“. Diese Clubanlagen kopierten die „klassischen“ Club-Anlagen in fast allen Bereichen. Das erste „Club-Derivat“ war „Club Calimera“2 von ITS-Reisen. In den 90er Jahren folgten u.a. die ebenfalls bekannten Marken „Magic Life“, „Club Papillon“ und „Club Alltoura“.

Die animationsorientierten Ferienprogramme außerhalb der Clubanlagen entwickelten sich seit Anfang der 80er Jahre. Zu diesem Zeitpunkt begann eine Vielzahl von Ferienanlagen (Bungalowdörfer, Hotels, Ferienzentren) auf dem Markt zu erscheinen. Dazu gehörten u.a. IBEROTEL und GRECOTEL.

Zur gleichen Zeit entwickelten sich Sonderformen wie z.B. „Urlaub auf dem „Bauernhof“. Das Folgende Schaubild zeigt die Angebotsformen der Urlaubs-animation.1

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.4. Allgemeine Anwendungsbereiche in der Touristik

Animation wird hauptsächlich in den Clubanlagen der einzelnen Reiseveranstalter, wie z.B. TUI, Thomas Cook und ITS angeboten. Das Angebot geht hier von Sport-animation über Kinderbetreuung bis hin zum allgemeinen Entertainment am Abend. Ferner werden in den Clubanlagen auch externe Erlebnisse durch Kooperationen mit Tennis-, Segel- und Tauchschulen vor Ort offeriert.

Es bieten allerdings auch immer mehr Fremdenverkehrsorte, Fremdenverkehrs-betriebe und spezielle Jugendreiseveranstalter ihren Gästen Animationsprogramme. Aufgrund der vielfältigen Variationen von Animation in der Touristik behandelt die Arbeit im Folgenden ausschließlich den Bereich der Animation in Clubanlagen.

[...]


1 Zum Vgl. Opaschowski, Horst W.: Tourismus, S.101.

2 Zum Vgl. Opaschowski, Horst W.: Tourismus, S.100ff..

3 Zum Vgl. Opaschowski, Horst W.: Tourismus, S.101.

1 Zum Vgl. Danielsson, Johanna/ Sonntag, Ulf: Urlaubsreisen der Singles, 2003, S.16ff..

2 Zum Vgl. Schroeder, Günter: Lexikon der Tourismuswirtschaft, S. 24

1 Zum Vgl. Finger/ Gayler: Animation im Urlaub, S.6 ff..

2 Heute „Calimera Aktivhotels“

1 Zum Vgl. Finger/ Gayler: Animation im Urlaub, S.6 ff..

Details

Seiten
26
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638219891
Dateigröße
538 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v17404
Institution / Hochschule
Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten – Studiengang Tourismusmanagement
Note
2
Schlagworte
Animation Urlaub

Autor

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