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Analyse der Erfolgs- und Finanzlage: Theoretische Grundstrukturen und praktische Umsetzung am Beispiel der Firmen Royal Greenland und Pickenpack (Icelandic)

Hausarbeit 2011 30 Seiten

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Unternehmensauswahl

3 Finanzwirtschaftliche Analyse
3.1 Aufbereitungsmaßnahmen
3.2 Vermögensanalyse
3.3 Kapitalanalyse
3.4 Analyse der Deckungsverhältnisse

4 Erfolgswirtschaftliche Analyse
4.1 Erfolgsspaltung
4.2 Aufwands- und Ertragsanalyse
4.3 Rentabilitätsanalyse

5 Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Struktur- und Veränderungsbilanz - Royal Greenland

Abbildung 2: Struktur- und Veränderungsbilanz - Pickenpack

Abbildung 3: Betriebswirtschaftliche Basisgrößen - Royal Greenland

Abbildung 4: Betriebswirtschaftliche Basisgrößen - Pickenpack

Abbildung 5: Ordentliches Betriebsergebnis - Royal Greenland

Abbildung 6: Ordentliches Betriebsergebnis - Pickenpack

Abbildung 7: Ordentliches Finanzergebnis - Royal Greenland

Abbildung 8: Ordentliches Finanzergebnis - Pickenpack

Abbildung 9: Unregelmäßiges Jahresergebnis - Royal Greenland

Abbildung 10: Unregelmäßiges Jahresergebnis - Pickenpack

Abbildung 11: Entwicklung der Ergebnisquellen - Royal Greenland

Abbildung 12: Entwicklung der Ergebnisquellen - Pickenpack

Abbildung 13: Struktur- und Veränderungs-GuV - Royal Greenland

Abbildung 14: Kostenstruktur - Royal Greenland

Abbildung 15: Struktur- und Veränderungs-GuV - Pickenpack

1 Einleitung

In Zeiten von Käufermärkten sind Unternehmen bemüht, den Engpass Absatz zu überwinden und die Gunst der Konsumenten zu erlangen. Dabei stehen sie in einem starken Wettbewerb zu anderen Unternehmen. Um mögliche Wettbewerbsvorteile zu erlangen, ist es notwendig, permanent über Tätigkeiten und Vorhaben potentieller Mitbewerber informiert zu sein. Informationen lassen sich beispielsweise über Pressemitteilungen, das Internet, Geschäftsberichte und Imagebroschüren sowie den Jahresabschluss beschaffen. Zuletzt genannte Quelle gilt in der heutigen Zeit als unentbehrlich, um ein realitätsnahes Bild der wirtschaftlichen Lage eines Unternehmens zeichnen zu können.

Im Rahmen dieser Ausarbeitung werden daher zwei Unternehmens- einzeljahresabschlüsse der fischverarbeitenden Industrie aus finanz- wirtschaftlicher Sicht verglichen. Der finanzwirtschaftliche Vergleich basiert auf den von den Unternehmen veröffentlichten Jahresabschlüssen nach HGB. Beide Unternehmen haben ihren Standort in der Bundesrepublik Deutschland. Untersuchungsgegenstand des Vergleichs sind die deutschen Tochterunternehmen Royal Greenland und Pickenpack der global agierenden Konzerne Royal Greenland A/S und Icelandic Group hf. Beide Konzerne sind in der fischverarbeitenden Industrie tätig und vertreiben ihre Produkte weltweit. Neben der Produktion werden die Unternehmen auch in vorgelagerten Prozessen tätig, insofern sowohl Royal Greenland als auch Icelandic über eigene Quoten verfügen und demnach vom Fang bis zur Verarbeitung des Tiefkühlfischs am gesamten Veredelungsprozess beteiligt sind. In dieser Sparte gilt die Icelandic Group als unangefochtener Weltmarktführer.

Der Vergleich soll aus Sicht von Royal Greenland Seafood GmbH, die ihren Sitz in Wilhelmshaven hat in Form eines Benchmarks erfolgen, um mögliche Optimierungspotenziale zu identifizieren. Ziel dieses Benchmarks ist es, aus den Informationen, die aus dem brancheninternen Jahresabschlussvergleich resul- tieren, potentielle Stärken von Pickenpack auf Royal Greenland zu übertragen.

Aus welchem Grund sich diese beiden Unternehmen besonders für einen Vergleich anbieten, wird im Rahmen einer kurzen Unternehmensvorstellung dargestellt.

Im Rahmen dieser Ausarbeitung, werden ausschließlich die Bilanz und Gewinnund Verlustrechnung zum Vergleich herangezogen.

Zunächst werden die vorliegenden Bestandteile der Jahresabschlüsse aufbereitet. So gilt es im Zuge der erfolgswirtschaftlichen Analyse eine Erfolgsspaltung vorzunehmen, in der das Ergebnis nach den Kriterien Betriebsbedingtheit und Regelmäßigkeit gefiltert wird. Diese Erfolgsspaltung führt zu einer größeren Aussagekraft über die betriebliche Leistungsfähigkeit. Im weiteren Verlauf werden die Bilanzen der Unternehmen aufbereitet. Die Aufbereitung der Bilanzen erfolgt durch Maßnahmen der Umgliederung. In einem Folgeschritt wird eine Strukturbilanz erstellt und Aggregatgrößen abgeleitet, die die Anwendung finanzwirtschaftlicher Kennzahlen erleichtern sollen. Der Vergleich beider Unternehmen erstreckt sich über die Geschäftsjahre 2008 und 2009.

2 Unternehmensauswahl

Die Royal Greenland Seafood GmbH ist ein 100%iges Tochterunternehmen des grönländischen Royal Greenland Konzerns. Das Unternehmen ist in der fischverarbeitenden Industrie tätig und beschäftigt an seinem Standort in Wilhelmshaven ca. 380 Mitarbeiter. Im Sinne des §267 HGB handelt es sich bei der Royal Greenland GmbH um eine große Kapitalgesellschaft. Die Verarbeitung und Veredelung von Fisch und Fischerzeugnissen im Tiefkühlbereich stellen die Hauptaktivitäten des Unternehmens dar. Die Produkte werden sowohl unter eigener Marke, als auch über Handelsmarken vertrieben.

Die Pickenpack ± Hussmann & Hahn Seafood GmbH hingegen ist ein Tochterunternehmen der isländischen Icelandic Group hf. Auch Pickenpack ist in der fischverarbeitenden Industrie tätig und agiert weltweit. Das Unternehmen verfügt über annähernd 660 Mitarbeiter an seinem Lüneburger Firmensitz.

Die Unternehmen eigenen sich für einen Vergleich. Es handelt sich nicht nur um Unternehmen derselben Branche, sondern vielmehr um sich größentechnisch und strukturell ähnliche Unternehmen. Beide Unternehmen sind an der Verarbeitung bzw. Veredelung des Fisches beteiligt. Darüber hinaus ähneln sich die Portfolios, als auch die Markenstrategien der Konzerne. Ferner gelten beide Unternehmen im Sinne des §267 HGB als große Kapitalgesellschaften.

3 Finanzwirtschaftliche Analyse

Ziel der finanzwirtschaftlichen Analyse ist es, die Fähigkeit des Unternehmens zur finanzwirtschaftlichen Aufgabenerfüllung zu beurteilen. Dabei bedient sich der Analyst der Bilanz als primärer Informationsquelle. Im Rahmen der Analyse werden die Bilanzbestände hinsichtlich Vermögens- und Kapitalstruktur sowie der Deckungsverhältnisse von Vermögen und Kapital durchleuchtet.1

3.1 Aufbereitungsmaßnahmen

Um die Vergleichbarkeit von Bilanzen herzustellen und diese für die Anwendung von betriebswirtschaftlichen Kennzahlen zu präparieren sind sogenannte Aufbereitungsmaßnahmen notwendig. Diese unterscheiden sich grundsätzlich in Maßnahmen der Umgliederung und Umbewertung. Zu den Maßnahmen der Umgliederung zählen im Einzelnen die Umgruppierung, Neubildung und Aufspaltung, die Maßnahmen der Umbewertung hingegen umfassen im Einzelnen die Saldierung und Erweiterung. Während sich die Bilanzsumme bei Maßnahmen der Umbewertung verändert, bleibt sie bei Maßnahmen der Umgliederung gleich.2 Die Umgruppierung meint im Wesentlichen, dass ein bestehender Bilanzposten einer anderen Position auf derselben Seite zugeordnet wird, während im Sinne der Neubildung verschiedene Bilanzpositionen zu einer neuen zusammengefasst werden. Die Aufspaltung stellt das Gegenteil der Neubildung dar, so dass eine vorhandene Bilanzposition in mehrere neue aufgespalten wird. Bei der Saldierung handelt es sich um eine Aufrechnung, die sowohl die Aktiv- als auch Passivseite der Bilanz tangiert. Unter Erweiterung wird verstanden, dass vorhandene Bilanzpositionen aufgeschlüsselt und auf die jeweils andere Bilanzseite transferiert werden.3

So gilt es im Zuge der externen Bilanzanalyse zunächst einmal als notwendig, die für den Vergleich zugrunde liegenden Bilanzen nach demselben Gliederungsschema aufzubereiten.4 Dabei ergänzen Angaben aus dem Anhang die Aufbereitung, z.B. durch detailliertere Informationen zu den einzelnen Bilanzpositionen. Neben der gliedernden Erfassung der Bilanzpositionen, sind weitere strukturierende Aufbereitungsmaßnahmen notwendig. Bei diesen handelt es sich um die Bildung sogenannter betriebswirtschaftlicher Analysebasisgrößen. Zu diesen gehören das Eigenkapital, lang-, mittel- und kurzfristiges Fremdkapital, Gesamtvermögen, betriebsnotwendiges Vermögen sowie das monetäre Umlaufvermögen. Die Bildung dieser Größen sei unabdingbar, da die Erstellung der Bilanzen nicht nach betriebswirtschaftlichen, sondern nach juristischen Aspekten erfolge.5

Im Zuge der Aufbereitung wurden die Bilanzpositionen durch Angaben aus dem Anhang ergänzt und detaillierter dargestellt. Für die Bildung betriebswirtschaftlicher Analysebasisgrößen wurden die publizierten Bilanzen aufbereitet und folgende Strukturbilanzen erstellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Struktur- und Veränderungsbilanz - Royal Greenland

Bei den Aktiva wurden die Rechnungsabgrenzungsposten komplett in das Umlaufvermögen umgegliedert. Das hat zur Folge, dass sich das Gesamt- vermögen ausschließlich aus Anlage- und Umlaufvermögen zusammensetzt.6

Bei den Passiva hingegen wurden mehrere Einzelpositionen aufbereitet. So wurde ein in der Bilanz als Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen ausgewiesener Sonderposten aufgespalten und teils dem Eigenkapital, teils dem Fremdkapital zugeordnet. Ein Anteil von 60% des Sonderpostens entfällt dabei auf das Eigenkapital, die restlichen 40% werden dem mittelfristigen Fremdkapital zugeordnet.7 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Geschäftsjahr 2008 wurden als kurzfristiges Fremdkapital eingestuft. Dies geht mit einer Minderung der Gesamtposition im Folgejahr einher. Ergänzend geht aus dem Anhang hervor, dass es sich bei diesem Posten um eine ungenutzte Kreditlinie handle.

Die Rückstellungen wurden entsprechend ihrer Fristigkeit bei beiden Unternehmen als lang-, mittel- und kurzfristig kategorisiert. Infolgedessen werden Pensionsrückstellungen und weitere Rückstellungen dem langfristigen Fremdkapital zugeordnet, während sonstige und besonders Steuerrückstellungen zum kurzfristigen Fremdkapital gezählt werden. Weder bei Royal Greenland, noch bei Pickenpack wurden Angaben über Rückstellungen für latente Steuern gemacht, so dass keine Rückstellungen als mittelfristiges Fremdkapital einzuordnen sind. Eine Aufspaltung der Fristigkeiten gilt ebenso für die Verbindlichkeiten. Generell werden alle Verbindlichkeiten, die auf verbundene Unternehmen oder ein Beteiligungsverhältnis hinweisen als langfristiges Fremdkapital charakterisiert.8 Sonstige Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen hingegen als kurzfristiges Fremdkapital.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Struktur- und Veränderungsbilanz - Pickenpack

[...]


1 Vgl. Lachnit (2004), S.267

2 Vgl. Küting/Weber (2009), S.83

3 Vgl. Küting/Weber (2009), S.82 f.

4 Vgl. Baetge (1998), S.77 f.

5 Vgl. Lachnit (2004), S.15

6 Vgl. Lachnit (2004), S.18

7 Vgl. Lachnit (2004), S.24

8 Vgl. Heesen/Gruber (2009), S.103

Details

Seiten
30
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783640944590
ISBN (Buch)
9783640944743
Dateigröße
1.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v174068
Institution / Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
1,3
Schlagworte
Bilanzanalyse Erfolgslage Finanzlage Royal Greenland Pickenpack

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Titel: Analyse der Erfolgs- und Finanzlage: Theoretische Grundstrukturen und praktische Umsetzung am Beispiel der Firmen Royal Greenland und Pickenpack (Icelandic)