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Sozialisationsinstanz Familie

Seminararbeit 2010 10 Seiten

Soziologie - Familie, Frauen, Männer, Sexualität, Geschlechter

Leseprobe

Zusammenfassung

Im Hinblick auf den Begriff der Sozialisation soll in dieser Arbeit ein Überblick über die Thematik der Familie gegeben werden. Anfangs sollen die Begriffe „Sozialisationsinstanz“ und „Familie“ definiert werden. Daraufhin werden die in der Gegenwart existierenden Familienformen, die Beziehungsgefüge innerhalb der Familie, die Übergangsphasen des Familienlebens, sowie das Gesamtfamiliensystem und dessen Subsysteme vorgestellt. Desweiteren werden zwei Elternverhaltensweisen näher beschrieben und es wird die Problematik der Familien mit Migrationshintergrund erläutert. Eltern-Kind-Beziehungen, Erziehungsziele und Elternkompetenzen sind weitere wichtige Punkte auf die eingegangen werden soll. Auch verschiedene Erziehungsstile, auf die näher eingegangen werden soll, sind Teil dieser Arbeit. Daneben soll auch der „autoritativ-partizipative Erziehungsstil“ (nach Hurrelmann) erklärt werden.

Schlagworte: Familie –– Sozialisation – Erziehung – Erziehungsstile - Familienformen

1 Einleitung

Als Sozialisationsinstanzen werden bestimmte Gruppen, Menschen und Institutionen bezeichnet, die im Rahmen des Sozialisationsprozesses auf die Art und Weise der Persönlichkeitsbildung einwirken. Auch die Familie ist eine Sozialisationsinstanz und kann außerdem als „primäre Sozialisation“ bezeichnet werden, da sie als erste Instanz am nachhaltigsten auf die Entwicklung des Kindes einwirkt.

Die ursprüngliche Definition einer Familie erweist sich heute als nicht mehr aktuell, da das System Familie einem ständigen Wandel unterliegt und verschiedenste Familienformen nebeneinander existieren. Im Gegensatz zu damals entscheiden sich auch immer weniger Menschen für eine Eheschließung, um unabhängig zu bleiben. Aus diesen Gründen sollte die Familie aus heutiger Sicht „als eine soziale Lebensform definiert werden, die durch das dauerhafte Zusammenleben von mindestens einem Elternteil und einem Kind charakterisiert ist“[1]. In der Gegenwart lassen sich zwei Formen von Familien unterscheiden: Die Klein- und die Kernfamilie (Vater – Mutter – Kind). Dabei ist die traditionelle Form der Familie, in der der Vater die Rolle des Oberhauptes und des Geldverdieners und die Mutter die Rolle der Erzieherin übernimmt, heute kaum noch vorzufinden. Das liegt in erster Linie daran, dass die Familie nicht mehr wie früher auf der Ebene von Zweckbündnissen basiert. Gegenwärtig stehen die emotionalen Faktoren im Vordergrund. Wichtig sind auch die Beziehungsgefüge innerhalb der Familie. Somit können sich Partnerschaften auf der Geschlechter- und Generationenebene (z. B. Mutter und Tochter; Vater und Mutter) entwickeln. Eine weitere Partnerschaft besteht zwischen den beiden Elternteilen, die insbesondere nach der Geburt des ersten Kindes eine Störung der Balance und somit eine enorme Veränderung in der Beziehung durchmacht. Die Partnerbeziehung muss neu ausgerichtet und die bisherigen Rollenmuster verschoben werden. Desweiteren hat die Familie verschiedene Übergangsphasen zu bewältigen (z. B. Übergang zur Elternschaft, Psychische Ablösung der Kinder von den Eltern in der Pubertät, …).

Das Gesamtfamiliensystem verlangt eine gegenseitige Rücksichtnahme der Mitglieder. Somit beeinflussen sich das Gesamtsystem Familie und dessen Subsysteme gegenseitig. Bedeutend sind außerdem zwei Verhaltensmuster seitens der Eltern: Responsivität und Wärme. Unter Responsivität ist ein angemessenes Reagieren auf kindliche Signale zu verstehen. Unter Wärme hingegen ein positiver emotionaler Umgang mit dem Kind. Beide Verhaltensweisen finden in spezifischen Situationen Anwendung und zeichnen sich durch unterschiedliche Entwicklungseffekte aus.

[...]


[1]Hurrelmann, Klaus (2006). Einführung in die Sozialisationstheorie. Weinheim und Basel: Beltz Verlag. S. 130.

Details

Seiten
10
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640958900
ISBN (Buch)
9783640972388
Dateigröße
447 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v175026
Institution / Hochschule
Universität Regensburg
Note
2,3
Schlagworte
sozialisationsinstanz familie

Autor

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Titel: Sozialisationsinstanz Familie