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Verstädterung als Folge von Migration

Lösungsansätze für eine nachhaltige Stadtentwicklung und Verminderung städtischen Wachstums am Beispiel Nairobi

Bachelorarbeit 2010 35 Seiten

Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Modelle und Definitionen zu Migration und Verstädterung
2.1. Migrationstheorien
2.1.1. Klassische Migrationstheorien
2.1.2. Neuere Ansätze in der Migrationsforschung
2.2. Verstädterungsdynamik
2.2.1. Definition Verstädterung/Urbanisierung
2.2.2. Zusammenhang zwischen Migration und Verstädterung

3. Städtisches Wachstum und Auswirkungen am Beispiel Nairobi
3.1. Stadtentwicklung Nairobis
3.1.1. Historische Einwohner- und Stadtentwicklung
3.1.2. Beweggründe der Migration
3.1.3. Aktuelle Zahlen
3.2. Auswirkung der Verstädterung
3.2.1. Sozioökonomische Auswirkungen
3.2.2. Ökonomische Auswirkungen
3.2.3. Strukturelle Auswirkungen

4. Lösungsansätze für eine nachhaltige Stadtentwicklung und Verminderung städtischen Wachstums
4.1. Verminderung städtischen Wachstums/Eingrenzung
4.1.1. Reduzierung des Bevölkerungswachstums
4.1.2. Förderung des ländlichen Sektors
4.1.3. Mikrofinanzierung: Projekt Kaputei
4.2. Nachhaltige Stadtentwicklung
4.2.1. Sanierungskonzepte durch ortsansässige Hilfsorganisationen
4.2.2. Good Governance
4.2.3. Reduktion der Umweltverschmutzung durch verbesserte Abfallwirtschaft

5. Fazit

Literatur/Quellenverzeichnis

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS

Abbildung 1: urbane und ländliche Bevölkerung nach Entwicklungsgruppe, 1950 - 2050

Abbildung 2: Einwohnerzahlen Nairobis nach Rassen zwischen 1906 und 1999

Abbildung 3: Informelle Siedlungen in Nairobi

Abbildung 4: Städtische Probleme in den Entwicklungsländern

Abbildung 5: Rautenförmige Darstellung der Wohnverhältnisse nach einer Haushaltserhebung in Nairobis Slums im Jahre 2004

Abbildung 6: Gesamte Regierungsleistung in Kenia 2002 - 2006 nach Indikatoren der Weltbank

Abbildung 7: Entwicklungen des Abfallaufkommen in Tonnen

1. EINLEITUNG

Von allen Kontinenten der Erde ist keiner so ländlich geprägt wie Afrika. Mit einer Fläche von etwa 30 Millionen km²1 und 965 Millionen Einwohnern lebten 2007 mehr als 400 Millionen Einwohner in ländlichen Gebieten. Durch die zunehmende Land- flucht wächst die Anzahl der Stadtbevölkerung schneller als in anderen Erdteilen. Einer in Afrika durchschnittlichen Verstädterungsrate von 4,3 Prozent im Jahr 2000 stehen 1,2 Prozent in Europa gegenüber. Derzeitig leben 72 Prozent der afrikani- schen Stadtbevölkerung - das entspricht 300 Millionen Menschen - in stetig wach- senden informellen Siedlungen. Mangel an Wohnraum und Perspektiven der Neuan- kömmlinge lässt die Armutsrate in urbanen Zentren von 33 auf 37 Prozent in 1995 steigen. Die Folgeerscheinungen der Urbanisierung stellen die Konflikte der Zukunft dar.2 Die nationalen und lokalen Behörden sind den Problemen der schnell wachsen- den Städte in den afrikanischen Ländern nicht gewachsen und verfügen weder über die finanziellen Mittel noch über das Wissen um diesen Problemen entgegenzuwir- ken.3

Ziel dieser Arbeit ist, die Problematik der Städte in den Entwicklungsländern am Beispiel Nairobi zu erfassen und Lösungswege zur Besserung der Lage auszuarbei- ten. Dabei werden nicht das natürliche Bevölkerungswachstum sondern die Bevölke- rungsabwanderungen aus den ländlichen Gebieten als Ursache für die Verstädterung analysiert. Verstädterung als Folge von Migration. Ist es möglich das städtische Wachstum einzugrenzen und kann eine nachhaltige Stadtentwicklung zu einer besse- ren Zukunft der Städte beitragen?

Einleitend wird in Kapitel 2 eine theoretische Grundlage zur Thematik vermittelt. Es wird ein Überblick über die klassischen Modelle und neueren Ansätze in der Migrationsforschung gegeben und eine Verbindung zwischen Verstädterung und Migration sowie wirtschaftlicher Entwicklung und dem Arbeitsmarkt hergestellt.

Im Kapitel 3 werden anhand der städtischen Entwicklung Nairobis von der Kolonialzeit bis zur Gegenwart die Beweggründe der Migration dargestellt. Daraus wird auch ersichtlich, dass sich durch die Dynamik der Verstädterung verschiedenartige Schwierigkeiten und Auswirkungen auf ökonomischer, sozio-ökonomischer und struktureller Ebene ergeben haben.

Mögliche Lösungsansätze für eine Verminderung des Wachstums und eine nachhaltige Stadtentwicklung werden in Kapitel 4 aufgeführt. Dabei wird besonders auf bereits aktuelle Projekte in Nairobi, die eine Fehlentwicklung in verschiedenen Bereichen erkannt haben, eingegangen.

Anschließend werden die Arbeit und primär die ausgewählten Lösungsansätze resümiert und kurz auf die Zukunftsaussichten in der Entwicklung eingegangen.

2. THEORETISCHE MODELLE UND DEFINITIONEN ZU MIGRATION UND VERSTÄDTERUNG

Wie kommt Migration zustande und was sind die Folgen der Migration? Um einen theoretischen Bezug auf die Wanderungsbewegungen in den Entwicklungsländern herzustellen, werden in dieser Arbeit die wichtigsten Modelle aufgeführt und kurz erläutert. Die Verstädterung als Folge von Migration besitzt zwar keine eigene Theorie, lässt sich allerdings gut in Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Entwicklung durch bestehende Migrationsmodelle herleiten.

2.1. Migrationstheorien

Die modernen Migrationsbewegungen grenzen sich stark von den Völkerwanderun- gen in der Vergangenheit ab. Weltweit legten Völker und Menschen teils große Ent- fernungen zurück um sich an einem bestimmten Ort niederzulassen. Auf den besetz- ten Flächen entstanden neue Siedlungen, die durch die Wanderer aufgebaut, struktu- riert und fertig gestellt wurden. Durch Globalisierung und Planwirtschaft hat sich mit der Zeit eine moderne Form der Migration - die Arbeitsmigration - entwickelt. Gast- bzw. Wanderarbeiter müssen sich in eine bereits bestehende Gesellschaft integrieren und erwerben dort oft nur einen untergeordneten Status. Nach der Kolonialisierung Afrikas durch die Europäer entstand auf dem Kontinent eine riesige Abwanderung der Arbeitskräfte.4 Für diese Erscheinungen der Migration gibt es verschiedene theoretische Modelle, wobei sich klassische Modelle in der Regel nur auf mikro- und makroökonomische Entscheidungen beziehen und neuere Ansätze auch Entscheidungen auf der Meso-Ebene berücksichtigen.5

2.1.1. Klassische Migrationstheorien

Klassische Theorien beschreiben die Migration als einen dauerhaften Wohnortwech- sel, der aus internationaler oder inländischer Wanderung resultiert.6 Erklärungsansät- ze und Theorien der Migrationsforschung lassen sich bis in das Jahr 1885 auf Ravensteins Gesetze der Wanderung zurückverfolgen und wurden im Laufe der Jah- re durch weitere Vertreter bestätigt und ergänzt. Die Gesetze besagen beispielsweise, dass Migration überwiegend aus ökonomischen Beweggründen stattfindet, sich Wanderer Industriezentren zuwenden, ein großer Zusammenhang zwischen Distanz und Migrationsvolumen besteht und sich die Wanderströme in Richtung eines Gravi- tationszentrums bewegen.7 Eines der elementarsten Modelle der klassischen Migrati- onsforschung von Lee stellt das Zusammenspiel zwischen den zwei Faktoren Push (Druck) und Pull (Sog) dar. Arbeitslosigkeit, mangelnde Beschäftigung, ethnische und religiöse Spannungen sowie Naturkatastrophen werden als Push-Faktoren ange- sehen und bewegen oder zwingen die Menschen ihren Heimatort zu verlassen. Pull- Faktoren wie z.B. Arbeitsmöglichkeiten, politische und religiöse Toleranz, medizini- sche und soziale Infrastruktur und Verfügbarkeit von natürlichen Ressourcen in den Zielregionen wirkt für abwanderungsbereite Menschen anziehend.8 Da klassische Modelle nur nach naturgesetzlichen bzw. mechanischen Modellen (Push-, Pull, Gra- vitationsmodelle etc.) mit strukturalistischen, makro-ökonomischen, mikro- ökonomischen und behavioristischen Merkmalen handeln, werden diese als sehr kritisch und realitätsfern betrachtet.9

2.1.2. Neuere Ansätze in der Migrationsforschung

Die Kritiker der klassischen Modelle entwickelten in den 90er Jahren alternative As- pekte in der Migrationsforschung wie transnationale Migration, Migrationssysteme sowie soziale Netzwerke, soziales Kapital und kumulative Verursachung.10 Migran- ten bewegen sich demnach zwischen zwei Wohnorten hin und her, bauen multilokale Beziehungen auf und erschließen soziale Felder um Bindungen zu ihrer Heimat auf- recht zu erhalten.11 Die engen historischen, kulturellen, politischen und wirtschaftli- chen Beziehungen tragen zu einem Migrationssystem bei, das beide territorial ge- trennten Gesellschaften miteinander verbindet. Die aus persönlichen Beziehungen gebildeten Migrationsnetzwerke, die Menschen mit gemeinsamer Herkunft, Freund- schaft oder Verwandtschaft miteinander verbinden, erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Migration. Neuen Migranten wird durch ihr soziales Kapital (Freunde, Ver- wandte etc.) die Migration erleichtert und reduziert die Kosten bei der Arbeitssuche, der Umsiedlung und der Eingewöhnung in der fremden Umgebung. Daraus entwi- ckelt sich der Prozess der kumulativen Verursachung, welcher die Kosten für nach- folgende Migranten senkt und weitere Migration aus dem Netzwerk nach sich zieht.12

2.2. Verstädterungsdynamik

„ Der demografische Druck, verbunden mit eingeschränkten internatio- nalen bzw. interkontinentalen Migrationsmöglichkeiten, führt dazu, dass in Entwicklungsländern immer mehr und immer größ ere Städte entste- hen. “ 13

Dabei darf die Verstädterung der Entwicklungsländer keinesfalls mit den Urbanisierungsprozessen in den Industrieländern verglichen werden, da sich dort in den nächsten Jahren kaum eine Veränderung der Bevölkerungsanzahl ergeben wird. Hingegen ist die Dynamik der Verstädterung aufgrund Bevölkerungswachstum und Migration in den Entwicklungsländern geradezu explosionsartig.14

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: urbane und ländliche Bevölkerung nach Entwicklungsgruppe, 1950 - 2050 (Quelle: United Nations, 2008, S. 3)

2.2.1. Definition Verstädterung/Urbanisierung

Zu den Begriffen Verstädterung und Urbanisierung gibt es verschiedene Auffassun- gen und Definitionen. In der deutschsprachigen Geographie wird Verstädterung und Urbanisierung verschiedenartig dargestellt. Beispielsweise wird nach J. Bähr (1997, S.75) die Verstädterung mit der räumlichen und bevölkerungsmäßigen Vergröße- rung, Vermehrung oder Ausdehnung von Städten verbunden, welche im Verhältnis zur ländlichen Bevölkerung oder Nicht-städtischen-Siedlungen stehen. Die Urbani- sierung hingegen bezieht sich entweder nur auf die Ausbreitung der städtischen Wirt- schafts-, Lebens- und Verhaltensweisen oder schließt diese noch mit ein. Da bei die- ser Arbeit vermehrt englischsprachige Literatur herangezogen wird, ist eine synony- me Verwendung der beiden Begriffe Verstädterung und Urbanisierung nach G. Mer- tins (1994, S. 4) vorzuziehen. Verstädterung/Urbanisierung kann sowohl einen de- mographischen Zustand als auch einen Prozess bedeuten. Unterschieden wird zwi- schen Verstädterungsgrad oder -quote, der den Anteil der Stadtbevölkerung eines Gebietes, Landes oder Staates darstellt, und der Verstädterungsrate, welche die Zu- wachsrate der städtischen Bevölkerung bzw. des Verstädterungsgrads angibt. Die heutige Entwicklung der Städte in den Entwicklungsländern wird auch als Metropolisierung und Megapolisierung (ab 5 Mio. Einwohner) beschrieben.15

2.2.2. Zusammenhang zwischen Migration und Verstädterung

Die Zunahme der urbanen Bevölkerung kann sowohl auf ein natürliches Bevölke- rungswachstum als auch auf die rural-urbane Migration (Bevölkerungswanderung aus den ländlichen Gebieten in die Städte) zurück geführt werden. Da aber Entwick- lungen und Prognosen zeigen, dass die Rate des natürlichen Bevölkerungswachstums in den Städten sogar geringer ist als in ländlichen Gebieten muss davon ausgegangen werden, dass die rural-urbane Migration eine der Hauptursachen für die Verstädte- rung ist. Ergänzend zu der steigenden Zahl an Binnenmigranten kommen noch inter- nationale Migrationsströme hinzu, die sich verstärkt in urbanen Gegenden ansiedeln. Da in den klassischen Migrationstheorien ökonomische Motive wie Arbeitsmöglich- keiten am Zielort eine große Rolle spielen, ist es sinnvoll den Zusammenhang zwi- schen Migration und Verstädterung um weitere Faktoren, nämlich der wirtschaftli- chen Entwicklung und den Arbeitsmarkt zu ergänzen.16 Das dualistische Arbeits- marktmodell nach Harris und Todaro kann als Beispiel gesehen werden, dass rural- urbane Migration beträchtlich zur Verstädterung beiträgt. Harris und Todaro gehen davon aus, dass ländliche Arbeiter trotz einer positiven landwirtschaftlichen Grenz- produktivität mit einem Erwartungswert in Städte migrieren um ihr Einkommen durch Arbeit im industriellen Sektor zu maximieren. Der Erwartungswert entspricht dem städtischen Minimallohn, der höher als die landwirtschaftliche Entlohnung ist in Zusammenhang mit der Wahrscheinlichkeit eine Beschäftigung zu erhalten. Es er- folgt also eine Abwanderung in städtische Gebiete ohne Garantie auf einen Arbeits- platz und durch die hohe Immigrationsrate kann dies zu wachsender Arbeitslosigkeit führen. Die Wahrscheinlichkeit eine Arbeit zu erhalten ist umgekehrt proportional zur Arbeitslosenrate. Das duale Modell gibt zwar keine Richtlinien wie Probleme des starken Städtewachstums und die erhöhte urbane Marginalisierung gelöst werden können, prüft aber die Rolle der rural-urbanen Migration im Prozess des wirtschaftli- chen Wachstums.17

3. STÄDTISCHES WACHSTUM UND AUSWIRKUNGEN AM BEISPIEL NAIROBI

Um die negativen Auswirkungen der Verstädterung beurteilen zu können ist eine Betrachtung der historischen Entwicklung von 1899 bis heute von primärer Bedeutung. Soziale und wirtschaftliche Hintergründe werden in der Stadtentwicklung Nairobis aufgeschlüsselt und lassen erste Vermutungen über die Folgen der Verstädterung aufkommen. Die gegenwärtigen Auswirkungen in Nairobi werden anschließend auf mehreren Ebenen diskutiert.

3.1. Stadtentwicklung Nairobis

Veränderungen und Entwicklungen gab es in Afrika bereits vor der europäischen Machtübernahme, doch die größten Auswirkungen städtischer Struktur und Funktion brachte erst die koloniale Erfahrung mit sich. So ist die Existenz Nairobis dem Kolo- nialismus zu verdanken, der die Stadt zu einem der bedeutendsten Zentren von ganz Ostafrika gemacht hat. Ein weiterer städtischer Effekt des Kolonialismus waren star- ke rural-urbane Migrationsströme, da das europäische Regime afrikanischen Arbei- tern durch wirtschaftliche Tätigkeiten einen Anreiz gab in die Städte abzuwandern.18 Wie sich die Stadt Nairobi im speziellen bis zur Gegenwart entwickelt hat und wel- che ergänzenden Motive für die Migration eine Rolle spielen wird in diesem Ab- schnitt behandelt.

3.1.1. Historische Einwohner- und Stadtentwicklung

Betrachtet man die Entwicklung Nairobis in der frühkolonialen Geschichte erkennt man deutliche Ansätze der heutigen Stadt- und Siedlungsstruktur. Mit dem Bau der Trasse der Uganda-Bahn 1899 wurde Nairobi zum administrativen Zentrum Kenias und zum Zielort für Migranten aus dem ganzen Land.19 Die Kolonialherrscher ver- folgten das Ziel der Rassentrennung. Daher grenzten sich Siedlungen der europäi- schen Beschäftigten und der indischen Bahnarbeiter deutlich von den afrikanischen Siedlungen am Rande der Stadt ab. Während Afrikaner in Wellblechhütten ohne jeg- liche städtischer Infrastruktur lebten, erwarben die reichen Europäer riesige Lände- reien. Da es keine Stadtplanung gab wurden Grundstücke unter der Hand verteilt und darauf möglichst viele Häuser, meist ohne Genehmigung, gebaut um diese vermieten zu können. Obwohl die Afrikaner nur als temporäre Bewohner geduldet waren und im Sinne der Kolonialisten nach dem Ende der Beschäftigung wieder in ihre ländli- che Heimat zurückkehren sollten, siedelten sich immer mehr Migranten aus den ländlichen Regionen auf nichtverplantem Land an. Dies geschah auf illegale Weise und ohne Wohnrecht, da die Stadtverwaltung weder Land an afrikanische Einheimi- sche vergab noch Wohnungen für sie baute. Statt die bereits bestehenden Siedlungen anzuerkennen wurden etliche illegale Siedlungen von der Stadtverwaltung zerstört und neue Siedlungen, wie beispielsweise Pangani für Afrikaner geplant. Nach dem ersten Weltkrieg und dem dadurch entstehenden wirtschaftlichen Aufschwung er- folgten weitere Migrationsschübe, welche die Kolonialherrschaft mit Vergabe von Wohnrechten nur für jene Afrikaner mit einem Beschäftigungsverhältnis einzudäm- men versuchte.

[...]


1 Vgl. Halfani; Stren, 2001, S. 466

2 Vgl. Servant, 2009, S. 138 f.

3 Vgl. Keiner; Schmid, 2003, S. 50

4 Vgl. Amin, 1995, S. 29 f.

5 Vgl. Haug, 2000, S. 1 ff.

6 Vgl. Kliot, 2004, S. 76 ff.

7 Vgl. Düvell, 2006, S. 79

8 Vgl. Kliot, 2004, S. 76

9 Vgl. Düvell, 2006, S. 88 ff.

10 Vgl. Haug, 2000, S. 16

11 Vgl. Han, 2005, S. 71

12 Vgl. Han, 2005, S. 16 ff.

13 Keiner; Schmid, 2003, S. 50

14 Vgl. Keiner; Schmid, 2003, S. 49

15 Vgl. Heineberg, 2006, S. 30 ff.

16 Vgl. Kermer, 2007, S. 134

17 Vgl. Todaro, 1980, S. 361 ff.

18 Vgl. Halfani; Stren, 2001, S. 466

19 Vgl. König, 1998, S. 90 ff.

Details

Seiten
35
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640958924
Dateigröße
1.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v175027
Institution / Hochschule
Fachhochschule Kufstein Tirol
Note
Schlagworte
Migration Afrika Nairobi Verstädterung Dritte Welt Bevölkerungswachstum Nachhaltige Stadtentwicklung Informelle Siedlungen Slums Landflucht Urbanisierung Kenia Entwicklungsländer rural-urbane Migration Metropolen Megacities Migrationstheorien Marginalisierung Wohnraumproblematik Ravensteins Gesetze

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