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Tizian: "Venus und Adonis" - Der "Poesia-Zyklus" in seinen unterschiedlichen Ausprägungen am Beispiel der mythologischen Bedeutung von "Venus und Adonis"

Hausarbeit 2010 32 Seiten

Kunst - Kunstgeschichte

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1 EINLEITUNG

2 DER POESIA- ZYKLUS
2.1 ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUM POESIA- ZYKLUS
2.2 DIE EINZELNEN BILDPAARUNGEN DES POESIA- ZYKLUS

3 VENUS UND ADONIS, MUSEO DEL PRADO MADRID
3.1 BILDBESCHREIBUNG VENUS UND ADONIS
3.2 MYTHOLOGISCHER HINTERGRUND DES BILDES
3.3 INTERPRETATIONSVERSUCH
3.3.1 DAS NEUE MOTIVIM WERK TIZIANS
3.4 VERGLEICH MIT DEM BILD VENUS UND ADONIS AUS DER NATIONAL GALLERY LONDON

4 DER FARNESE - TYPUS DES BILDES VENUS UND ADONIS
4.1 BILDER DES FARNESE - TYPUS
4.1.1 VENUS UND ADONIS, NEW YORK
4.1.2 VENUS UND ADONIS, WASHINGTON
4.2 DER VERGLEICH VON FARNESE- UND PRADO - TYPUS

5 TIZIANS EINFLUSS AUF ANDERE KÜNSTLER

6 TIZIANS INSPIRATIONEN FÜR VENUS UND ADONIS

7 TIZIAN UND DER PARAGONE

8 SCHLUSSBEMERKUNG

9 ABBILDUNGSVERZEICHNIS

10 LITERATURVERZEICHNIS

1 Einleitung

„Ich schw ö re Euch, mein Herr, dass sich kein Mann findet, der ü ber ein so scharfes Auge und ein so scharfes Urteil verf ü gt, dass er sie nicht f ü r lebendig hielte, wenn er sie sieht. Niemand ist aufgrund seines hohen Alters so erkaltet oder so hart von Gem ü t, dass er das Blut in seinen Adern nicht erw ä rmt, erweicht und in Bewegung versetzt f ü hlt.“ 1

Mit diesen Worten beschreibt Ludovico Dolce, ein italienischer Schriftsteller (1508-1568) und Zeitgenosse Tizians das Bild Venus und Adonis (Abb.1) aus dem Jahre 1554 von Tizian, als er es ein erstes Mal gesehen hatte. Durch diesen Ausspruch von Dolce können Tizians Versuche gedeutet werde, den seit der Renaissance andauernden Wettstreit, den Paragone, endgültig für die Malerei zu entscheiden. Ich werde in der vorliegenden Hausarbeit versuchen, Tizians Werk Venus und Adonis näher zu beschreiben. Dabei sollen die verschiedenen Versionen genauso zur Sprache kommen, wie der eigentliche Schaffensgrund dieses Bildes, nämlich die Poesien. Desweiteren werde ich versuchen antike Vorbilder und Inspirationen zu finden und gleichzeitig immer den Paragone Wettstreit mit einzubeziehen.

2 Der Poesia - Zyklus

Bevor ich mich dem Bild Venus und Adonis von Tizian genauer widmen werde, möchte ich das Bild zuerst in die historischen Zusammenhänge einordnen und aufzeigen, wie es eigentlich zur Entstehung des Bildes gekommen ist.

2.1 Allgemeine Informationen zum Poesia - Zyklus

Bei den Poesien, die Tizian für den spanischen König Phillip II malte, handelt es sich bei allen Bildern um mythologische Sujets, welchen meist ein ovidianischer, schriftlich tradierter Ursprung zugrunde liegt2, was allerdings nicht bedeutet, dass Tizian sich ausschließlich auf die Metamorphosen von Ovid3 beruft, sondern auch andere literarische Quellen als Vorlage hätte nehmen können. Jedoch ist die inventio4 der Poesien von Tizian mit der Inspiration durch die Literatur und dem Gedanken ut pictura poesis5 (Dichtung ist wie Malerei) sehr eng verbunden und drückt sich auch deutlich in diesen Werken aus. Ich möchte im Folgenden die einzelnen Werke bzw. Bildpaare kurz vorstellen und auf ihren Zusammenhang untereinander eingehen. Es soll jedoch nur zu einem einzelnen Bild eine genaue Analyse geben, nämlich Venus und Adonis aus dem Jahre 1554. Die anderen Bilder dienen in dieser Hausarbeit nur dem Rahmen und zum Gesamtverständnis.

2.2 Die einzelnen Bildpaarungen

Das erste Bildpaar, welches an Phillip II von Spanien geschickt wurde, waren die Danae (Abb.2) und Venus und Adonis (Abb.3). Die Danae wird dabei als eine liegende Frau von vorn dargestellt. Hingegen die Venus aus Venus und Adonis wird von ihrer Rückseite gezeigt. Wohl gerade deswegen gehören diese beiden Bilder zusammen. Ein Frauenkörper von vorn und ein Frauenkörper von hinten dargestellt ergänzen sich und bilden zusammen etwas, was man wohl als eine Einheit beschreiben könnte. Diese Einheit deutet schon auf ein späteres Kapitel dieser Hausarbeit hin, nämlich den seit der Renaissance andauernden Wettstreit, den Paragone, zwischen Malerei und Bildhauerkunst. Doch diesem Thema möchte ich mich erst später widmen. Ein weiterer Unterschied ist, dass die göttlichen Partner auf diesen Bildern variieren, denn bei der Danae ist es der Goldregen und bei Venus und Adonis ist es Venus, welche den göttlichen Part übernimmt. Zudem sind auch die vielen Briefe, welche zwischen Phillip II von Spanien und Tizian hin- und hergeschickt wurden, ein Beweis dafür, dass die beiden Bilder zusammengehören (das trifft natürlich auch jeweils auf die anderen Bildpaarungen zu, soll jedoch dann nicht noch einmal extra erwähnt werden). Nachdem die Danae schon am spanischen Hof angekommen war, sandte Tizian Venus und Adonis kurze Zeit später mit folgenden Worten hinterher: „Und weil man die Danae, die ich Eurer Hoheit bereits geschickt habe, ganz von vorne sieht, wollte ich in dieser anderen Poesie variieren und sie von einer anderen Seite zeigen, damit die Kunstkammer wohlger ä t, in der sie dem Blick besonders grazi ö s dargeboten werden.“ 6 Die Bilder erreichten Phillip II im Jahre 1553 bzw. 1554.

Bei dem nächsten und somit zweiten Bildpaar handelt es sich um Jason und Medea und um Perseus und Andromeda (Abb.4). Tizian schreibt in einem Brief aus dem Jahre 1554 dazu: Bald will ich die Poesia von Perseus und Andromeda schicken, die noch eine andere Ansicht haben wird [als Danae und Venus und Adonis] , und ebenso Jason und Medea …“ 7 Jedoch gibt es keinen Nachweis darüber, dass das Bild Jason und Medea jemals den spanischen Königshof erreicht bzw. das es überhaupt jemals gemalt wurde. Hingegen bestätigt Phillip den Erhalt des zweiten Bildes Perseus und Andromeda in einem Brief vom 7. September 1556. Wie schon bei der Danae und Venus und Adonis basiert auch Perseus und Andromeda auf den Metamorphosen des Ovid (4, 663-752).

Diana und Callisto und Diana und Actaeon bilden zusammen das dritte Bildpaar. Die beiden Bilder sind zwischen 1556 und 1559 entstanden, was sich aus dem Briefwechsel mit dem spanischen König erschließen lässt.8 Die Gemeinsamkeiten auf den Bildern lassen sich sogleich auf den ersten Blick erkennen. Zum einen anders als bei den ersten beiden Bildpaaren gibt es nun viel mehr Akteure auf den beiden Bildern zu sehen, welche sich jeweils aus zwei kleinen Gruppen zusammensetzen. Es handelt sich jeweils um die Göttin Diana, die zusammen mit ihrem Gefolge dargestellt ist. Bei den beiden anderen beiden Hauptfiguren handelt es sich zum einen um Aktäon, einen Jäger und zum anderen um Kallisto, eine Nymphe der Diana, die gerade von den anderen Nymphen der Schwangerschaft überführt wird. Desweiteren sind diese beiden Bilder inhaltlich dadurch verbunden, dass jeweils die beiden Akteure (Aktäon und Kallisto) sich eines schändlichen Verbrechens schuldig gemacht haben.

Das letzte Bildpaar wird zum einen gebildet von der Raub der Europa und zum anderen von der Tod des Akt ä on. Auch hier lassen sich aus den Briefen von Tizian an Phillip II wieder Rückschlüsse auf die Datierung der Bilder schließen, denn in einem Brief vom 19. Juni 1559 versprach Tizian bald schon zwei begonnene Poesien an Phillip zu senden: „eine mit Europa auf dem Stier, die andere mit dem von seine Hunden zerfetzten Akt ä on“ .9 Tizian hielt nur zum Teil Wort, denn während der Raub der Europa Phillip II 1562 in Spanien erreichte, ist über den Verbleib oder die Schaffung des Bildes der Tod des Akt ä on nichts zu erfahren. Vielleicht ist es niemals gemalt worden10. Allerdings gibt es ein Bild, welches man wohl für das verschollene bzw. unvollendete Bild hält, wobei allerdings nicht ganz geklärt ist, ob es tatsächlich von Tizian selbst stammt oder nur von seiner Werkstatt (Abb.8).11

Abschließend lässt sich zu diesem kleinen Exkurs über die verschiedenen Poesien nur noch sagen, dass es nicht eindeutig geklärt werden kann, wer eigentlich die Idee für die Poesien hatte. Ob es Tizian selbst gewesen ist, der aufgrund seiner umfangreichen Kenntnisse über die Ovidschen Metamorphosen diese inventio hatte, oder ob Phillip II von Spanien ihm einen Auftrag erteilte, lässt sich heute nicht mehr mir Sicherheit sagen. Eines lässt sich jedoch mit Sicherheit sagen: Für das Bild Venus und Adonis gab es schon lange vor der Version für Phillip II eine andere Version, welche wohl ursprünglich für den Kardinal Allessandro Farnese in den Jahren 1545-46 angefertigt wurde. Darauf möchte ich unter anderem in den nächsten Kapiteln zu sprechen kommen.

3 Venus und Adonis, Museo del Prado Madrid

In diesem Kapitel möchte ich eines der schon eben vorgestellten Bilder näher darstellen, nämlich das Bild Venus und Adonis (Abb.1), welches sich heute im Museo del Prado in Madrid befindet. Bei dem 186x207cm großen Bild handelt es sich um ein Ölgemälde aus dem Jahre 1554. Es gehört zum sogenannten Prado-Typus, welcher sich in Einzelheiten von dem sogenannten Farnese - Typus unterscheidet. Darauf möchte ich in einem der folgenden Kapitel genauer eingehen und von jedem Typus mindestens zwei Vertreter vorstellen. Doch zuerst soll erst einmal genauer erklärt werden, was auf dem Bild eigentlich dargestellt ist und deswegen folgt an dieser Stelle nun eine Bildbeschreibung.

3.1 Bildbeschreibung Venus und Adonis, Museo del Prado Madrid

Im Vordergrund dieses Bildes sehen wir eine junge, bis auf einen durchscheinenden Schleier unbekleidete Frau, welche auf einer Truhe sitzt, die wiederum mit einem dicken roten Tuch überzogen ist. Neben der Truhe ist ein umgestoßenes, goldenes Gefäß zu erkennen. Die Frau vollführt mit ihrem Körper eine leichte Drehung nach rechts, hin zu einem jungen Mann, welcher sie mit direktem Blick anschaut. Sie hält ihn mit beiden Armen fest an seinem Oberkörper umschlungen. In der rechten Hand hält der junge Mann einen Speer mit Federn am oberen Ende. In seiner linken Hand finden sich die Leinen von drei Jagdhunden, welche sich direkt neben ihm befinden. Sie nehmen fast die gesamte rechte untere Seite des Bildes ein. Das Gesicht des Mannes, welches wie schon genannt der jungen Frau zugewandt ist, scheint das eines Jünglings eher zu sein, als das eines Mannes. Sein rechtes Bein macht einen Schritt nach vorn und entwindet sich somit der Umklammerung der Frau. Auch strebt sein restlicher Körper nicht der Bewegung der Frau entgegen, sondern driftet eher von ihr weg. Er trägt einen auf der linken Schulter gegürteten Umhang, welcher knapp über dem Knie endet. Sein Fuß ist in einer Art antik geschnürten Sandale gekleidet. Im Bildmittelgrund ist eine Landschaft zu erkennen. Auf der linken Bildseite findet sich ein großer Baum, welcher direkt vom Bildvordergrund über den Mittelgrund in den Hintergrund übergeht. Desweiteren ist ein kleiner Hain zu erkennen, mit weiteren Bäumen und einer kleinen Wiese, welche als Schlafplatz für einen kleinen nackten Putto dient. In den Ästen des Baumes am linken Bildrand hängen Pfeil und Bogen. Auf der rechten Seite des Bildes ist ebenfalls eine Art kleiner Hain oder Lichtung zu sehen. Diese ist jedoch etwas weiter in den Hintergrund gerückt. Zwischen diesen beiden Anhöhen scheint sich ein Tal zu befinden, jedoch lässt sich dies nicht mit Bestimmtheit sagen, da sich die beiden Hauptprotagonisten direkt vor dieser Szenerie befinden. Es wird nur eine kleine Andeutung gemacht, die man erkennt, wenn man durch die Lücke schaut, welche sich ergibt, wenn der Jüngling seinen linken Arm etwas vom Körper abwinkelt. Der Bildhintergrund wird zum einen von dem eben schon genannten Baum auf der linken Bildseite und zum anderen vom wolkenverhangenen Himmel im restlichen Hintergrund dominiert. Es sind leichte Wolkenlücken zu sehen, die den Blick auf den blauen Himmel freigeben. Aber auch dunkle Wolken beherrschen den Himmel. Aus einer dieser dunklen Wolken bricht ein heller Lichtstrahl hervor.

3.2 Mythologischer Hintergrund des Bildes

Aufgrund des schon erwähnten Schriftwechsels mit Phillip II von Spanien wissen wir, dass es sich bei den beiden Figuren im Bild um Venus und Adonis handelt.12 Venus, eine Göttin, hatte sich eines Tages, nachdem sie durch einen Unfall von einem Pfeil des kleinen Amors getroffen worden war, in den menschlichen Adonis verliebt. Jedoch hielt die Liebe der Beiden nicht sehr lange an, denn eines Tages, als Venus ihren Geliebten für kurze Zeit verlassen hat und mit ihrem von Schwänen gezogenen Wagen in den Himmel emporgestiegen ist, bricht Adonis zur Eberjagd auf. Venus hatte Adonis immer davor gewarnt, denn als Göttin ist sie fähig, dass noch Kommende zu erahnen. Adonis jedoch hört nicht auf sie und bricht mit seinen Hunden zur Jagd auf. Dort wird er von einem Eber tödlich verletzt. Venus kann nichts mehr für ihn tun, als sie ihn nach ihrer Rückkehr leblos vorfindet. Sie lässt aus seinen verstreuten Blutstropfen eine Pflanze entspringen, welche der Sage nach entweder das Adonisröschen oder die Anemone ist.

3.3 Interpretationsversuch

Nachdem der mythologische Hintergrund gerade eben genauer dargestellt worden ist, ergibt sich in einigen Punkten auch die Interpretation daraus. Die in der Bildbeschreibung noch undeutliche Lichtquelle ergibt jetzt bei genauerer Betrachtung plötzlich Sinn, nachdem man die Mythologie des Bildes kennt. Zum einen sehen wir also Venus, die versucht, ihren Geliebten von der Jagd abzuhalten, da sie deren Ausgang ja schon kennt. Und zum anderen erkennen wir Venus auf ihren von Tieren (bei Ovid waren es Schwäne) gezogenen Wagen, wie sie oben am Himmelfirmament erscheint. Tizian zeigt also nicht nur eine Szene der Geschichte von Venus und Adonis sondern zeigt er auch gleichzeitig einen Ausblick auf das Ende der Liebe der Beiden. Für welchen Moment die Figur am Himmel jedoch genau steht, lässt sich nicht genauer sagen. Es könnte sich zum einen um den Moment handelt, als Venus ihren Geliebten verlassen hatte, um in die Götterwelt aufzufahren, jedoch könnte es sich auch um den Moment handeln, als sie wiederkehrt, nachdem sie seine klagenden Schreie in seinem Todeskampf vollführenden, sterbenden Körper gehört hatte. Es gibt in diesem Bild also zwei verschiedene Deutungsebenen, wobei nicht genau zu sagen ist, ob Tizian den größten Wert auf die Deutung des Bildes legte, oder doch eher auf die künstlerische Ausführung in Zusammenhang mit dem Paragone Wettstreit.

[...]


1 Goffen, Rona: Titian’s Women, New Haven and London 1997, S.225.

2 Checa, Fernando: Tizian und die Mythologie, in: Ferino-Pagden, Sylvia (Hrsg.): Der späte Tizian und die Sinnlichkeit der Malerei, Kunsthistorisches Museum Wien 2008, S. 217.

3 Vgl. ebd., S. 220. Die Metamorphosen des Ovid waren dem Tizian wohlbekannt und zudem gab es auch im Venedig des 16.Jh viele Übersetzungen dieser Metamorphosen, unter anderem auch von Ludovico Dolce.

4 Vgl. ebd.

5 Rosen, Valeska von: Mimesis und Selbstbezüglichkeit in Werken Tizians. Studien zum venezianischen Malereidiskurs, Emsdetten/Berlin 1998, S. 105.

6 Filippo Pedrocco: Tizian, Hirmer Verlag München 2000, S. 228.

7 Vgl. ebd., S. 254.

8 Vgl. ebd., S. 248.

9 Vgl. ebd., S. 256.

10 Vgl. ebd., S. 258.

11 Vgl. ebd.

Details

Seiten
32
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640965021
ISBN (Buch)
9783640965236
Dateigröße
1.9 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v175381
Institution / Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena – Kunsthistorisches Seminar und Kustodie
Note
2,3
Schlagworte
tizian venus adonis poesia-zyklus ausprägungen beispiel bedeutung

Autor

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Titel: Tizian: "Venus und Adonis" - Der "Poesia-Zyklus" in seinen unterschiedlichen Ausprägungen am Beispiel der mythologischen Bedeutung von "Venus und Adonis"