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Über die amerikanische Revolution und ihre Philosophien

Essay 2008 9 Seiten

Geschichte - Amerika

Leseprobe

Ein Essay über die amerikanische Revolution und ihre Philosophien im Rahmen des Geschichtsseminars „Revolte – Putsch – Revolutionen: Theorien über den Umsturz“

Mein Essay gliedert sich in zwei Teile. Der erste beschreibt den Verlauf der amerikanischen Revolution und dient als Grundlage für den größeren zweiten Teil, der sich mit verschiedenen Theorien der Philosophie am amerikanischen Beispiel auseinandersetzt.

Verlauf der amerikanischen Revolution

In der Mitte des 18. Jahrhunderts bestand die Östküste Nordamerikas aus 13 britischen Kolonien. Obwohl diese der politischen Führung Englands unterworfen waren, hatten sie, aufgrund ihrer Distanz zum Mutterland und dessen eigener Probleme, über die Jahre eine immer selbständigere Form angenommen. Die Auswanderer hatten sich deshalb schon vor der Revolution in der Selbstverwaltung geübt und hatten dadurch mehr Erfahrungen auf dem Gebiet der Freiheit gesammelt als beispielsweise die Revolutionäre der französischen Revolution. Die Amerikaner hatten „zwar auch Armut, aber keine Not und kein Elend wie in Europa.“[1] Bei ihnen herrschte eher ein gewisser grundständiger Wohlstand. Die Entwicklung der Revolution und das, was man eigentlich mit einer Revolution assoziiert, wie beispielsweise das Blutvergießen oder ein Sturm der unteren Schicht auf die bestehende politische Führung, blieb in Amerika aus. Die Revolution entwickelte sich in den Jahren zuvor und wurde ganz klar begünstigt durch die „Fernbeziehung“ zum Mutterland England, das zusätzlich durch politische Schwierigkeiten im eigenen Land geschwächt war. Diese Situation ermöglichte es den Kolonisten ihre eigenen Interessen zu verfolgen. Der so typische politische Machtwechsel in einer Revolution fand zwar statt, entwickelte sich aber über die Jahre und war wesentlich unspektakulärer als wenig später in Frankreich. Kein Wunder also, dass John Adams behauptete, dass „die Revolution vollzogen war, bevor der Unabhängigkeitskrieg begonnen hatte.“[2]

Mit der steigenden wirtschaftlichen Abhängigkeit Englands von Amerika entwickelten sich die ersten Probleme. Auf der einen Seite wollte England als Mutterland über die Produkte verfügen und die Verteilung kontrollieren. Auf der anderen Seite fühlten sich die Amerikaner einerseits benachteiligt, zumal sie Abgaben für ihre eigenen Waren zahlen mussten, und andererseits ihrer Freiheit beraubt, da sie im Gegenzug kein Recht auf Mitbestimmung hatten, was schließlich die bekannte Forderung "no taxation without representation" zur Folge hatte. Man erkannte also, dass Freiheit unter der Vorherrschaft Englands nicht möglich war und „As long as Americans deluded themselves with the hope that they could be free and yet remain British subjects […] the cause of liberty was doomed”[3]. Diese Reaktion ging vor allem von den inzwischen zu beträchtlichem Wohlstand gelangten Einwohnern aus, zumal ihnen mehr Geld durch die Abgaben abgenommen wurde als den ärmeren Menschen, die ohnehin wenig oder nichts hatten. Ein einheitliches, revolutionäres Gewalt Szenario konnte sich aber zunächst nicht entwickeln, da die Menschen in den mittleren Kolonien nicht unmittelbar betroffen waren und noch auf Verhandlungen bzw. Kompromisse als Lösung bestanden. Sie glaubten nicht wirklich an eine Revolution, sondern waren „leidenschaftlich an öffentlicher Freiheit interessiert.“[4]

[...]


[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Über_die_Revolution

[2] Ebda

[3] Miller, John C. Origins of the American Revolution. Stanford University Press: Stanford, 1959, S. 463

[4] http://de.wikipedia.org/wiki/Über_die_Revolution

Details

Seiten
9
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640978069
ISBN (Buch)
9783656366317
Dateigröße
436 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v176102
Institution / Hochschule
Universität Konstanz
Note
2,0
Schlagworte
Ethik Philosophie die amerikanische Revolution Revolution EPG

Autor

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Titel: Über die amerikanische Revolution und ihre Philosophien