Lade Inhalt...

Pilgern auf dem Jakobsweg als Spiegel der religiösen Situation in Deutschland

Eine religionssoziologische Analyse

Masterarbeit 2011 68 Seiten

Theologie - Praktische Theologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einführung in die Problemstellung
1.1 Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit

2 Geschichte des Jakobswegs
2.1 Entstehung des Mythos
2.1.1 Jakobus der Ältere
2.1.2 Das Grab des Jakobus
2.1.3 Jakobus der Maurentöter
2.2 Pilgerbewegung nach Santiago de Compostela
2.2.1 Aufschwung und Blütezeit im Mittelalter
2.2.2 Motive Mittelalterlicher Jakobspilger
2.2.3 Rückgang der Pilgerbewegung
2.2.4 Renaissance in der Neuzeit
2.3 Wegenetz des Jakobswegs
2.4 Infrastruktur auf dem Camino Francés
2.5 Pilgerausweis und Pilgerurkunde
2.6 Symbole und Rituale

3 Pilgern in den Weltreligionen und im Christentum
3.1 Begrifflichkeit des Pilgerns
3.2 Pilgern und Wallfahrten als globales Phänomen
3.3 Pilgern im Judentum
3.4 Christliches Pilgerverständnis im neuen Testament
3.5 Pilgern im Christentum
3.6 Pilgermotive heute

4 Religiöse und spirituelle Weltanschauungen
4.1 Religionszugehörigkeit weltweit
4.2 Religionszugehörigkeit in Deutschland
4.3 Religiosität in Deutschland
4.3.1 Studie ‚Religionsmonitor’ der Bertelsmann Stiftung
4.3.2 Zentralität der Religion
4.3.3 Intellektuelle Dimension der Religiosität
4.3.4 Religiosität nach Altersgruppen
4.3.5 Bedeutung der Religion für Lebensbereiche und Alltagsrelevanz
4.3.6 Fazit des Religionsmonitors
4.4 Säkularisierungs- und Individualisierungsthesen
4.5 Religiöser Pluralismus
4.6 Post-Säkularismus
4.7 Sinnsuche und Schlüsselerlebnisse
4.8 Soziale Milieus
4.9 Profilgruppen religiöser Orientierung im Verhältnis zur jeweiligen Kirche

5 Analyse: Hans-Peter Kerkeling - „Ich bin dann mal weg“
5.1 Motivation
5.2 Gemeinschaft
5.3 Pilgertraditionen
5.4 Suche nach Gott
5.5 Innere Wandlung

6 Auswertung zweier empirischer Erhebungen
6.1 Datenherkunft
6.2 Religiosität
6.3 Sinnsuche und Identitätsfindung

7 Zusammenfassung und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Anzahl der jährlich anbekommenden Pilger in Santiago de Compostela

Abb. 2: Herkunftsländer der Pilger in Santiago de Compostela

Abb. 3: Verlauf der traditionellen Routen des Jakobswegs

Abb. 4: Pilgerurkunde aus Santiago de Compostela aus dem Jahr 2008

Abb. 5: Religionszugehörigkeit in Deutschland 2010

Abb. 6: Religiosität in Deutschland

Abb. 7: Intensität der intellektuellen Dimension der Religiosität

Abb. 8: Zentralität der Religiosität nach Altersgruppen

Abb. 9: Sinus-Milieus in Deutschland 2005

Abb. 10: Pilgermotive laut Pilgerbüro in Santiago 2011

Abb. 11: Motive von Jakobspilgern

Abb. 12: Pilgern als Suche nach Gott / dem Selbst

Abb. 13: Bedeutung bestimmter Begriffe im Zusammenhang mit dem Jakobsweg

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einführung in die Problemstellung

1.1 Zielsetzung der Arbeit

„Ich bin dann mal weg“ 1

Hans-Peter Kerkeling

Nicht erst seit Hans-Peter Kerkelings Bestseller ‚Ich bin dann mal weg’ aus dem Jahre 2006 ist der Camino de Santiago, beziehungsweise der Jakobsweg, in den Köpfen der Menschen präsent. Mit der Erscheinung des Titels ‚Auf dem Jakobsweg - Tagebuch einer Pilgerreise nach Santiago de Compostela’ des lateinamerikani- schen Schriftstellers Paolo Coelho im Jahre 1987 begann eine Welle von Erzählun- gen, Romanen und Sachbüchern, die sich mit der Aufarbeitung dieses Pilgerweges in Nordspanien beschäftigen. Auch in TV-Dokumentationen ist und war der Jakobs- weg immer öfter ein Thema. Die Bandbreite reicht dabei von Formaten, die sich mit geschichtlichen Hintergründen, Landschaftsaufnahmen oder Pilgermotiven beschäf- tigen bis hin zu Reality-shows wie ‚Das große Promipilgern’, die der Sender Pro7 im Oktober 2007 erstmals ausstrahlte. Dass es die Thematisierung des Jakobswegs bis ins fragwürdige Unterhaltungsprogramm des Privatfernsehens geschafft hat, zeigt die große Popularität, die dieser alte Pilgerweg aktuell hat.

Parallel zur Popularität nimmt auch die Anzahl der Pilger, die in Santiago de Com- postela ankommen, stetig zu. Obwohl es auf den ersten Blick sehr widersprüchlich erscheint , dass sich in der heutigen modernen und schnelllebigen Welt, die von rückgängiger Teilnahme an traditionellen religiösen Angeboten geprägt ist, so viele Leute auf eine langwierige und traditionsreiche Pilgerfahrt machen, stehen hinter diesen Pilgerreisen eine Vielzahl an persönlichen Hintergründen, Weltanschauun- gen und Motiven. Das Phänomen der Renaissance des Pilgerns und die individuel- le Bedeutung, die Menschen einer solchen Pilgerreise auf dem Jakobsweg geben, zu erkennen, analysieren und zu verstehen, ist Ziel dieser Arbeit. Von besonderem Interesse ist hierbei, ob die Renaissance des Pilgerwesens die gegenwärtige reli- giöse Situation und Entwicklung in Deutschland widerspiegelt.

1.2 Aufbau der Arbeit

Im zweiten Kapitel werden die wichtigsten Mythen und Legenden um den Jakobskult geschildert, eine zeitliche und geschichtliche Einordnung vorgenommen und einige Fakten zum Pilgerweg und dem Pilgerziel ‚Santiago de Compostela’ gegeben. Dies dient dazu, den Einstieg in die Thematik zu erleichtern und ein Basiswissen über den Jakobsweg herauszuarbeiten. Um dem Leser die aktuellen Gegebenheiten des Jakobsweges näher zu bringen, wird zudem das Wegenetz der Jakobswege vorgestellt, die gesamte Infrastruktur auf die ein Pilger im 21. Jahrhundert zurückgreifen kann aufgezeigt und auf weitere Rahmenbedingungen des Jakobswegs, die als Grundwissen dienen sollen, eingegangen.

Im dritten Kapitel wird die Herkunft des Pilgerwesens im Christentum, aber auch in anderen Religionen dargestellt und das Pilgerwesen als religiöse Praxis mit langer Tradition kurz umrissen.

Das vierte Kapitel befasst sich ausführlich mit verschieden Aspekten der religiösen Situation und Entwicklung in Deutschland. Dabei wird auf eine groß angelegte empirische Studie zurückgegriffen, aber auch die aktuellen Thesen der führenden Religionssoziologen und -philosophen vorgestellt und diskutiert. Dies stellt die Grundlage für einen Vergleich der Motive von Jakobspilgern dar.

Im fünften Kapitel wird der Bestseller ‚Ich bin dann mal weg’ von Hans Peter Kerke- ling ausführlich auf verschiede Aspekte der spirituellen Orientierung von Jakobspil- gern, sowie deren Motive untersucht und mit den Ergebnissen des vorherigen Kapi- tels verglichen.

Im sechsten Kapitel werden die Ergebnisse zweier empirischer Untersuchungen zu Motiven und Einstellungen von Jakobspilgern den religionssoziologischen Ergebnis- sen aus Kapitel fünf gegenübergestellt. Dabei werden Gemeinsamkeiten, welche die religiöse Situation in Deutschland widerspiegeln, aber auch Unterschiede und Eigenheiten des Phänomens Pilgern auf dem Jakobsweg herausgearbeitet.

Im siebten Kapitel werden die Ergebnisse kurz zusammengefasst und ein Ausblick auf die weitere mögliche wissenschaftliche Arbeit auf diesem Gebiet gegeben.

2 Geschichte des Jakobswegs

Um die Bedeutung des Jakobswegs, der heute auch als ‚Kulturstraße Europas’ propagiert wird, zu verstehen, werden hier die wichtigsten Fakten, Mythen und historischen Begebenheiten des Jakobswegs zusammengefasst.

2.1 Entstehung des Mythos

Über den hl. Jakobus, dessen Gebeine in Santiago begraben sein sollen, bildeten sich im Laufe der Zeit eine Vielzahl von Geschichten und Mythen. Im Folgenden werden die wichtigsten Legenden vorgestellt und dem Leser näher gebracht wie sich im geschichtlichen und politischen Kontext aus einem Jünger Jesu das Bild des kriegerischen Maurentöters entwickeln konnte.

2.1.1 Jakobus der Ältere

Alle Mythen und Erzählungen bezüglich des Jakobswegs gehen auf Jakobus den Älteren, Sohn des Zebedäus und Salomone zurück, der wie sein Bruder Johannes, einer der Apostel Jesus von Nazareths war.2 Ebenso wie Petrus wird er als Beglei- ter Jesu, wie beispielsweise bei der Verklärung auf dem Berg Tabor oder kurz vor der Kreuzigung, oft hervorgehoben.3 Als Leiter der ersten christlichen Gemeinde in Jerusalem wurde er unter Herodes Aggripa I. im Jahr 44 nach Christus mit dem Schwert hingerichtet und starb damit den Märtyrertod im damaligen Palästina und nicht im heutigen Spanien.4 Die Tatsache, dass Jakobus der Ältere als Erster der Jünger Jesu einen Märtyrertod starb, kann als Zeichen gewertet werden, dass er bis zu seinem Tod unermüdlich die für die Obrigkeit unbequeme Botschaft Jesu Chris- tus verbreitete. Von einer, wie die Legenden berichten, zwischenzeitlichen Missions- tätigkeit auf der Hispanischen Halbinsel, finden sich jedoch weder stichhaltige bibli- sche noch außerbiblische Anhaltspunkte.5 Mit einer geplanten Missionstätigkeit in Spanien wird in der Bibel nur Paulus im ersten Römerbrief in Verbindung gebracht.6

Eine spanische Jakobustradition auf biblischer Grundlage kann daher ausgeschlossen werden.

2.1.2 Das Grab des Jakobus

Bereits um die Frage, wie die Reliquien des Jakobus nach Galizien kamen, gibt es unterschiedliche Erzählungen. Diese reichen von der Theorie, dass die Gebeine über das Meer in Galizien an den Strand gespült wurden, bis hin zum am weitesten verbreiteten Mythos, der besagt, dass sein Leichnam mit einem Schiff nach Com- postela gebracht worden sein soll. Laut dieser Legende wurden die sterblichen Überreste des Jakobus von seinen Anhängern in einer siebentägigen Reise nach Iria Flavia, dem heutigen El Padrón, an der galizischen Westküste verschifft und anschließend, nach Überwinden anfänglicher Widerstände heidnischer Einwohner, bei Compostela begraben. Jedoch soll das Grab aufgrund der heidnischen Bevölke- rung in Nordspanien bald in Vergessenheit geraten sein und erst von einem Eremi- ten Namens Pelagius wiederentdeckt worden sein, indem er von Engeln und von einem Sternenlicht am Himmel auf dieses hingewiesen wurde. In Anlehnung an diese Legende erhielt die Stadt Santiago später auch ihren Beinahmen Compostela, was Sternenfeld bedeutet.7 Daraufhin erschien Karl dem Großen im 8. Jh. n. Chr. im Traum Jakobus und er erhielt von diesem den Auftrag, Nordspanien und das Grab des Apostels von den Mauren zu ‚befreien’.8

In der modernen Forschung hält jedoch kaum eine der Grabesthesen ernsthafter Überprüfung stand. Sowohl der Versuch durch umfassende archäologische Ausgra- bungen 1879 und 1946-1959 neue Erkenntnisse über das Jakobusgrab zu bekom- men, als auch die detaillierte Auswertung historischer Aufzeichnungen, lassen eher den Schluss zu, dass man gezielt nach einem Jakobusgrab suchte, um dies auf bereits bestehende volkstümliche Legenden einer Mission von Jakobus auf der iberischen Halbinsel zu beziehen. Dies geschah vor allem um die Legenden für machtpolitische Ziele zu nutzen.9

2.1.3 Jakobus der Maurentöter

Nach Einfall der Mauren, einem nordafrikanischen muslimischen Berberstamm, 711 n. Chr., konnten diese innerhalb weniger Jahre das gesamte christliche Westgoten- reich im heutigen Spanien, bis auf das nördliche Gebiet der asturischen Berge, un- ter Ihre Herrschaft bringen. So wurde von Asturien, und im Speziellen von dessen Hauptstadt Oviedo, die Aufgaben übernommen, die bisher das nun besetzte kultu- relle Zentrum der Iberischen Halbinsel Toledo wahrgenommen hatte. Ausgehend von Oviedo entstand auch die Bewegung, das Kulturerbe der Westgotenzeit wieder herzustellen und gleichzeitig dem geistigen Zentrum Toledos mit etwas Neuem ent- gegenzutreten. Um der Widerstandsbewegung und der darauf folgenden Reconquista (span. ‚Rückeroberung’) eine Identifikationsfigur zu geben lag es nahe, sich den bereits bestehenden Legenden um eine Missionstätigkeit Jakobus` in Spa- nien zu bedienen und diese mit der Auffindung eines Grabes in Bezug zu setzten. So wurden bald auch Schlachtensiege der Reconquista, wie die Schlacht von Clavi- jo 844, der Hilfe von Jakobus zugeschrieben und dieser als Fürsprecher und Schutzpatron eingesetzt.10 Durch diese ‚Hilfeleistungen’ erhielt der hl. Jakobus auch den Beinahmen ‚der Maurentöter’ (span. Matamoros). In der Kunst wird er seither oft hoch zu Ross und mit Schwert dargestellt.11 Obwohl Jakobus für die Bevölkerung vor allem die eben genannte Rolle einnahm und als Identifikationsfigur gegen die muslimischen Eroberer diente, soll hier nicht unerwähnt bleiben, dass dieser auch von den nördlichen Reichen als Rechtfertigung benutzt wurde, um in der neu zu schaffenden Ordnung während und nach der Reconquista politischen und kirchen- politischen Einfluss innerhalb der christlichen Reiche sicherzustellen.12

Für die Christen der heutigen Zeit stellt sich natürlich die Frage, wie ein Apostel und damit Anhänger Jesu, der ja radikal für das Prinzip der Nächsten- aber auch Fein- desliebe eintritt, als Symbol der Gewalt und Macht instrumentalisiert werden konnte. Im Mittelalter galten Jesus und seine Anhänger als besondere Kraftmenschen, da diese dem Tod und Leiden erhaben waren und so „zur Legitimation menschlicher Führungsansprüche“13 instrumentalisiert werden konnten. Diese mittelalterliche In- terpretation kann nur mit dem Hintergrund der damaligen Weltordnung verstanden werden. Mit Karl dem Großen, der als ‚König von Gottes Gnaden’ bezeichnet wurde, vermischten sich im Reich die Aufgaben von Staat und Kirche. Während die geführ- ten Kriege zur Ausbreitung des Christentums führten und sich positiv auch auf die Interessen des Klerus auswirkten, war die Kirche andererseits vollzieht schon allein durch die Verstrickung von Klerikern in die fürstlichen Herrschaftsverhältnisse auch zur Teilnahme an Kriegshandlungen verpflichtet.14 Verknüpft mit der damaligen christlichen Kriegsethik, berufend auf Augustinus und seine Vorstellung vom ‚Ge- rechten Krieg’, konnte der Apostel Jakobus ohne Probleme als Maurentöter einge- setzt werden.15

Auch wenn heutige Pilger auf dem Jakobsweg wohl kaum noch nach Santiago de Compostela pilgern um den Apostel als Kriegstreiber zu verehren und Vielen sogar die Historie gar nicht bekannt oder deren Ausmaß nicht bewusst ist, gibt es dennoch Stimmen, die den Jakobsweg als modernen Pilgerweg ablehnen. Für den Philoso- phen und Soziologen Roland Girtler kann auch das heutige Jakobspilgertum nicht ohne die Aspekte der Reconquista gesehen und verstanden werden, sondern aus- schließlich als kämpferisches und grausames Machtsymbol. Diese Sichtweise schließt für Girtler kategorisch aus, aus welchen anderen Beweggründen auch im- mer, den Jakobsweg zu pilgern.16 Simon kommentiert diese Auffassung sehr tref- fend wie folgt: „Man muss nicht unbedingt derartig radikale Kritik üben, um zu er- kennen, dass das Bild des Maurentöters der absurde Höhepunkt der Verbindung weltlicher und kirchlicher Interessen sowie des damaligen kriegerischen Zeitgeistes darstellt.“17

Obwohl dieses Kapitel grausam, beschämend und traurig zugleich ist, wäre es eine einseitige Wahrnehmung, den Jakobsweg auf diese Historie zu reduzieren und alle Anschauungen und Traditionen, die seit dem Mittealter auf dem Jakobsweg entstanden sind, auszuklammern.

2.2 Pilgerbewegung nach Santiago de Compostela

2.2.1 Aufschwung und Blütezeit im Mittelalter

Zeitgleich mit der Reconquista entwickelte sich Santiago de Compostela zu einem neuen Zentrum der Pilgerbewegung und stellte damit ein Gegengewicht zu Rom und Jerusalem dar. Seit dem 9. Jh. n. Chr. entwickelte sich Santiago de Compostela langsam zu einem Pilgerort. So musste bereits 899 n. Chr. eine größere Pilgerkir- che die erst einige Jahre zuvor erbaute Pilgerkirche ersetzen. Dies zeigt, in wel- chem Maße Santiago seit Entdeckung des Grabes an Bedeutung gewonnen hat.18

Besonders für französische Pilger war der Weg nach Santiago kürzer und unbe- schwerlicher als zu den beiden anderen bedeutenden Pilgerzielen. Ab dem 11. Jh. n. Chr. wurde der Pilgerweg systematisch ausgebaut und die Infrastruktur für Ja- kobspilger deutlich verbessert. Neben vielen Pilgerhospizen, Kirchen und Spitälern, die entlang des Weges entstanden und deren Gebäude auch heute noch, teilweise prächtig renoviert, als Ruinen am Wegesrand zu besichtigen sind, wurden für die damalige Zeit mächtige Brücken und Straßen erbaut. Beispielsweise erreichen Ja- kobspilger auch in der heutigen Zeit noch den Ort Santo Domingo de la Calzada über die vom gleichnamigen und heiliggesprochenen Stifter erbaute Brücke. Finan- ziert wurden diese Bauten durch einen zunehmenden Ablasshandel an verschiede- nen Stellen des Pilgerweges, was von Rom ausdrücklich proklamiert wurde. (siehe Kap. 2.2.2) Im Jahr 1107 wurde dann mit dem Bau der noch heute existierenden riesigen Kathedrale begonnen um den Pilgermassen den nötigen Platz zu bieten, aber auch um den wachsenden Einfluss der Stadt Santiago de Compostela zu de- monstrieren. Gleichzeitig erlebten entlang des spanischen Jakobsweges auch Städ- te wie Léon, Puente la Reina, Burgos und Santo Domingo de la Calzada durch die Pilger einen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. Eine noch größere Popu- larität erreichte das Pilgern nach Santiago mit dem Fall der Stadt Akko 1291 n. Chr., wodurch der Pilgerweg ins hl. Land Jerusalem weitgehend unmöglich war.19

Die Blütezeit des Pilgerns nach Santiago hielt bis etwa zum 15. Jh. n. Chr. an. In dieser Zeit entwickelte sich ein ganzes Netzwerk von Pilgerwegen aus den ver- schiedenen Regionen Europas hin nach Santiago de Compostela. (siehe Kapitel 2.3) Einige dieser Wege werden heute gezielt von Tourismus- oder Regionalverbänden rekonstruiert und ausgeschildert, um von der aufkommenden Pilgerbewegung zu profitieren.20

2.2.2 Motive Mittelalterlicher Jakobspilger

Die Gründe, die Strapazen einer Pilgerschaft nach Santiago de Compostela auf sich zu nehmen waren damals wie heute vielschichtig. In einer im 12. Jh. verfassten Abhandlung über den Jakobsweg, dem Liber Santa Jakobi, werden viele Pilgermoti- ve genannt. Während in den ersten vier Büchern dieser Sammlung vor allem die Geschichte des Apostelgrabes und Wunderberichte des hl. Jakobus und damit Rechtfertigungen für die Verehrung niedergeschrieben sind, findet sich im fünften und letzten Buch der erste niedergeschriebene und überlieferte Pilgerführer mit Hinweisen zu Wegeführung und Infrastruktur, aber auch einigen Hinweisen auf die unterschiedlichen damaligen Pilgermotive.

Im Mittelalter dürfte die Bittpilgerschaft wohl den größten Anteil der Pilgerreisen ausgemacht haben. Die Vorstellung, am Apostelgrab durch die Nähe der Reliquien ein Wunder erfahren zu dürfen, trieb Viele, die in finanziellen Nöten oder in der Fa- milie von Krankheit oder anderen Problemen betroffen waren, nach Santiago de Compostela. Aber auch als Dank für beispielsweise eine Wunderheilung pilgerten Gläubige bis ans Apostelgrab. Einige dieser Dankespilger taten dies, weil sie in einer Notlage ein Gelübde beziehungsweise das Versprechen abgegeben hatten, im Falle einer Hilfe durch Jakobus nach Santiago de Compostela zu pilgern.

Eine weitere Gruppe von Pilgern kam ans Grab des Apostels um dort um Verge- bung für begangene Sünden und Ablass zu bitten. Dies wurde durch von der Kirche bewusst geschürte Angst vor dem Fegefeuer und der Möglichkeit, in Santiago einen Generalablass käuflich zu erwerben, verstärkt. Die Pilger versprachen sich davon eine Verkürzung der Zeit im Fegefeuer. Dies gipfelte darin, dass viele so genannte ‚Delegationspilger’ auf den Jakobsweg geschickt wurden. Sie pilgerten gegen Be- zahlung nach Santiago de Compostela um dort für den Auftraggeber um Sünden- vergebung zu bitten.

Kann noch davon ausgegangen werden, dass hinter den bisher genannten Pilger- schaften religiöse Beweggründe steckten, so gab es auch schon im Mittelalter viele weitaus weniger frommen Gründe eine Pilgerschaft zu unternehmen. So bot eine Pilgerschaft einen guten Vorwand und oft die einzige Möglichkeit, die eigene Aben- teuerlust zu befriedigen und eine Fernreise zu unternehmen. Das nach und nach besser ausgebaute Wegenetz mit entsprechender Infrastruktur bot beste Vorraus- setzungen für Reisen, die im heutigen Sprachgebrauch eher als touristisch bezeich- net werden würden. Aber auch Geschäftstüchtige mischten sich unter die Pilger, um mit verschiedensten Waren und Dienstleistungen Handel zu treiben. Schlussendlich trieben auch ganz profane Gründe, wie die Flucht vor Seuchen und kriegerischen Auseinandersetzungen Menschen auf den Jakobsweg.

Eine letzte immer größer werdende Gruppe von Pilgern führte jedoch zu starkem Ansehensverlust der Pilgerschaft. Als Strafe für eine weltliche Sünde konnte von der kirchlichen Obrigkeit eine Pilgerreise nach Santiago als Strafpilgerschaft angeordnet werden. Am dortigen Apostelgrab sollte der Büßer dann Ablass und Vergebung erhalten. Durch die Anwesenheit der vielen Straftätigen und Verbrecher auf dem Jakobsweg büßte dieser dadurch stetig an Sicherheit ein und geriet nach und nach immer mehr in Verruf.21

2.2.3 Rückgang der Pilgerbewegung

Eine Ursache für den deutlichen Rückgang der Pilgerbewegung im 15. Jh. n. Chr. ist sicherlich in der Reformation und deren Auswirkungen zu suchen. So äußerte sich Martin Luther explizit zur Pilgerreise nach Santiago de Compostela:

„Wie er [Anm. Jakobus ’ Leichnam] in Hispaniam kommen ist gen Compostel da die gro ß walfahrt hin ist, da haben wir nu nichts gewi ß von dem. … Darumb la ß man sy ligen und lauff nit dahin, dann man wai ß t nit ob sant Jakob oder ain todter hund oder ein todts ro ß da liegt, … la ß raisen wer da wil, bleib du dahaim.“ 22

Unter den Gläubigen kamen immer mehr Zweifel an der Echtheit der Reliquien auf. Ebenso wurden die Wunder und das Eingreifen des Jakobus immer häufiger in Fra- ge gestellt. Das Selbe galt für die Wundertaten vieler Ortsheiliger am Jakobsweg, über die sich im Laufe der Jahrhunderte zusätzliche Legenden gebildet hatten. Im Zuge reformatorischer Bewegungen bzw. Gedankengänge in ganz Europa verstärkte sich auch die Kritik an dem von der Kirche forcierten Ablasshandel in Santiago de Compostela und dem Devotionalienhandel entlang der Wegstrecke. Die Auffassung, dass allein durch die äußerliche Handlung des Pilgerns und durch Ablässe keinerlei Begegnung mit Gott stattfinden kann, setzte sich mehr und mehr durch und führte dadurch zu einem starken Rückgang der Pilgerzahlen.

Als ein weiterer Aspekt kann in diesem Zusammenhang die aufkommende Image- verschlechterung der Pilgerschaft durch die zunehmende Zahl von Strafpilgern sein. Hinzu kamen der französische Bürgerkrieg und eine damit einhergehende steigende Unsicherheit des Weges durch Wegelagerer. Auch die Einführung des Passwesens schränkte die Reisemöglichkeiten vieler Menschen stark ein. Santiago de Com- postela verlor nach und nach an Bedeutung und das Pilgerwesen kam nahezu zum Erliegen.23 Spätestens mit dem Einmarsch Napoleons in Spanien, mit dem lange Bürgerkriege und der Niedergang der spanischen Wirtschaft einherging, war das Zeitalter der Pilgerreisen endgültig besiegelt. Daran konnte auch die Auffindung der Reliquien von Jakobus und deren päpstliche Bestätigung der Echtheit nichts än- dern.24

2.2.4 Renaissance in der Neuzeit

Bereits 1937 belebte der General und Diktator Francisco Franco den Jakobuskult wieder, indem er diesen zum Schutzpatron Spaniens ausrief und den 25. Juli als Nationalfeiertag einführte. Das Spanische Volk hatte außerdem jährlich eine Tribut- zahlung an das Domkapitel in Santiago zu leisten um dem Schutzpatron Ehre zu erweisen. Dies war nur ein Teil der gegenseitigen Begünstigungen von Kirche und Staat im franquistischen Spanien. Hier schließt sich der Kreis, in dem die Figur des Jakobus wie bereits zu Zeiten der Reconquista zu einer machtpolitischen Identifika- tionsfigur benutzt wurde.

Mit Ende des Franco-Regiems und der Aufnahme Spaniens in die EU brach für den Jakobsweg eine neue Zeitwende an. Politisch versuchte man den Jakobsweg mit Erinnerung an die unterschiedlichsten Herkunftsländer der Pilger als gemeinsames, europäisches Erbe zu positionieren und die verbindenden Elemente herauszuarbei- ten. Als Höhepunkt dieser Anstrengungen kann sicher die Aufnahme des Jakobs- weges als Weltkulturerbe der UNESCO im Jahre 1993 oder das umfangreiche, kos- tenintensive und von der EU geförderte Programm der Region Galizien (Xunta de Galicia) gesehen werden.25 Auch von kirchlicher Seite wurde der Begegnungscha- rakter des Jakobswegs in der Ansprache Johannes Paul II. anlässlich seines Besu- ches in Santiago de Compostela am 09.11.198226 und indem 1989 der erste Weltju- gendtag in Europa außerhalb Roms in Santiago de Compostela veranstaltet wurde, verdeutlicht27

Die Zahl der Pilger in Santiago de Compostela stieg in den letzten 25 Jahren konti- nuierlich an. Gezählt werden alle in Santiago de Compostela ankommenden Pilger, die sich im Pilgerbüro melden und eine Pilgerurkunde ausgestellt bekamen. (siehe Kapitel 2.5) So kamen im letzten regelmäßigen Pilgerjahr 2009 knapp 150.000 Pil- ger in Santiago de Compostela an. Auffallend an der Zählung sind die Spitzen in den Jahren 1993, 1999, 2004 und 2010. Diese sind darauf zurückzuführen, dass in diesen Jahren ein so genanntes hl. Jahr begangen wurde, was immer dann der Fall ist, wenn der 25. Juli, der Jahrestag des Jakobus, auf einen Sonntag fällt. So wur- den im Rekordjahr 2010 knapp über 250.000 Pilger in Santiago gezählt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Anzahl der jährlich anbekommenden Pilger in Santiago de Compostela28

Dass die Pilger tatsächlich aus ganz Europa und sogar aus der ganzen Welt kom- men, zeigt ebenfalls diese Zählung. Dabei ist auffällig, dass im Jahr 2009 mit 55% knapp über die Hälfte der Pilger aus Spanien stammten und sich die andere Hälfte aus Ausländern zusammensetzte. Die größte Gruppe nahmen dabei mit 10% deut- sche Pilger ein, gefolgt vom Herkunftsland Italien mit 7%, Frankreich mit 5% und Portugal mit 3%. Diese Verteilung deckt sich prozentual in etwa mit den Vorjahren. Die Verteilung ist nicht sonderlich überraschend, da die genannten Länder sich in geographischer Nähe zum Jakobsweg befinden und von den europäischen Ländern die Einwohnerstärksten sind. Im hl. Jahr 2010 erhöhte sich der Anteil der Pilger aus Spanien signifikant um 15%, wobei die Verteilung innerhalb der ausländischen Pil- ger in etwa gleich blieb.29

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Herkunftsländer der Pilger in Santiago de Compostela30

2.3 Wegenetz des Jakobswegs

Oft wird gesagt, dass der Jakobsweg zu Hause anfängt. Im Mittelalter, als es noch keine Massentransportmittel oder für jedermann erschwingliche Individualtrans- portmittel gab, war dies bei nahezu allen Pilgern auch der Fall. Wenn heute vom Jakobsweg die Rede ist, so ist häufig der Weg vom französischen Grenzort Saint Jean Pied de Port über Puente la Reina, Pamplona, Burgos, Léon und Astorga nach Santiago gemeint. Dieser Weg wird auch als Camino Franc é s, also der Weg der Franzosen bezeichnet, da eben diese früher die Hauptgruppe der Pilger bildeten, die diesen Weg nutzten. Er ist heute der beliebteste Pilgerweg und wird deshalb zu Recht oft auch als Hauptweg bezeichnet. Hier befinden sich die monumentalen und eindrucksvollen Kirchen und Brückenbauten, sowie Ruinen der ehemaligen Pilger- hospize aus dem Mittelalter. Kurz vor Puente la Reina trifft der Camino Aragon é s vom französischen Le Puy kommend auf den Camino Francés. Besonders in den Sommermonaten Juli und August ist der Hauptweg stark frequentiert und die Infra- struktur kommt an die Belastungsgrenze.31

Nördlich, parallel zum Camino Francés, verläuft der Camino del Norte oder auch Camino de la Coste genannte Weg, der etwa 100 km vor Santiago de Compostela auf den Hauptweg trifft. Dieser Weg liegt zumindest in Teilstrecken direkt am Atlan- tik und weist durch das stetige Bergauf- und Bergabgehen im Küstengebirge eine entsprechende Höhendifferenz auf, welche zusätzliche Anstrengung mit sich bringt. Dieser Weg ist auch in den Sommermonaten nur mäßig frequentiert.32

Einen weiteren bedeutenden Weg stellt die Via de la Plata dar. Sie führt von Sevilla über die Extremadura quer durch die Iberische Halbinsel nach Santiago de Com- postela, beziehungsweise. nach Astorga, wo sie auf den Camino Francés trifft. Auch wenn sie aufgrund der länger andauernden muslimischen Herrschaft im Süden erst etwas später als Pilgerweg benutzt wurde, ist sie als alte Römische Handelsroute nicht weniger geschichtsträchtig. Via de la Plata bedeutet übersetzt zwar ‚Silber- straße’, hat aber vom Wortursprung her nichts mit dem Edelmetall gemein. Es leitet sich von ‚al-balath’ ab, was im damaligen hispanischen Sprachgebrauch so viel bedeutete wie ‚befestigte Straße’.33

Auf der Iberischen Halbinsel gibt es zu den genannten Hauptachsen des Jakobs- wegs noch folgende nennenswerte Routen: Den Camino Primitivo, eine der ältesten genutzten Pilgerrouten, den Camino portuges, vom portugiesischen Faro aus kom- mend und den Weg nach Finesterra und/oder Muxia, der im eigentlichen Sinne kein Jakobsweg ist. Er führt nicht nach Santiago de Compostela, sondern ist die Verlän- gerung des Jakobsweges an die Landzunge, die die Menschheit früher für den westlichsten Punkt Hispaniens und damit für das Ende der Welt hielt. Diese Verlän- gerung wird auch heute von Pilgern gerne genutzt, um ihre Pilgerreise abseits des Trubels in Santiago zu beenden.

Abb. 3: Verlauf der traditionellen Routen des Jakobswegs.34

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Weiterhin gibt es ein weit verzweigtes Netz an mittelalterlichen Handelsrouten und Wegen über ganz Europa verteilt, die ebenfalls als Pilgerwege nach Santiago de Compostela genutzt wurden. Es ist zu beobachten, dass viele dieser Wege in jünge- rer Vergangenheit neu recherchiert und als Jakobswege ausgeschildert, beziehungsweise gekennzeichnet werden. Ziel dieser Maßnahmen, die großteils von regionalen Fremdenverkehrseinrichtungen durchgeführt werden, ist es, vom aktuellen Aufschwung des Jakobsweges ökonomisch zu profitieren.35

2.4 Infrastruktur auf dem Camino Francés

Die Infrastruktur auf dem Jakobsweg, vor allem auf dem Camino Francés, auf den sich folgende Ausführungen beziehen, hat nichts mehr mit dem Angebot für mittelal- terliche Pilger gemein. Auch wenn die Bewältigung der langen Wegstrecke auch heute noch mit Strapazen und körperlicher Anstrengung verbunden sind, gibt es doch eine Reihe von Einrichtungen, die es dem Pilger so angenehm wie möglich machen. Neben den vielen kirchlichen, sehr einfach gehaltenen Herbergen, in de- nen im Mehrbettzimmer oder Schlafsaal genächtigt wird und die großteils auf Spen- denbasis genutzt werden können, haben sich eine Vielzahl von privaten Herbergen auf die Pilgerströme eingerichtet. Hier reicht das Angebot von der einfachen preis- werten Unterkunft im Mehrbettzimmer bis hin zu gut ausgestatteten Pensionen oder Hostals mit Einzel- und Doppelzimmern und umfangreichem Service.

Zur Verpflegung bieten sich entlang des Weges eine Vielzahl von Bars und Restau- rants an, die oft ein preiswertes Angebot (Menu del dia/Menu de peregrino) auf der Karte haben und die auf Pilger eingestellt sind. Auch bietet sich in nahezu jedem Ort die Möglichkeit, in einem kleinen Geschäft Lebensmittel zu kaufen. Viele, vor allem kleine Orte, scheinen ausschließlich vom Pilgeraufkommen zu leben und haben außer der Landwirtschaft keine weiteren Einnahmequellen. Am Jakobsweg finden sich viele baulich eingefasste Quellen, in denen Trinkwasservorräte nachgefüllt werden können.

Die Kosten einer Pilgerschaft auf dem Camino Francés sind im Verhältnis zu ande- ren Fernwanderwegen verhältnismäßig gering. Dies liegt zum einen am relativ nied- rigen Preisniveau in Spanien, aber auch daran, dass viele Pilgereinrichtungen von kirchlichen oder staatlichen Trägern unterhalten und von Freiwilligen betrieben wer- den. Diese arbeiten nicht gewinnorientiert und werden häufig sogar subventioniert.

[...]


1 Kerkeling 2006.

2 Vgl. Sachs/Badstüber/Neumann 1996, S. 192.

3 Vgl. Mt 4,21-22; 10,1-4; 17,1ff.; 26,36 und Mk 35-42.

4 Vgl. Apostelgeschichte 12,1-2.

5 Vgl. Herbers 2001, S. 12ff.

6 Vgl. 1 Röm 15, 22-24.

7 Vgl. Kastner 2007, S. 279.

8 Vgl. Herbers 2001, S. 13.

9 Vgl. Bottineau 1987, S. 35f.

10 Vgl. Herbers 2001, S. 16ff.

11 Vgl. Höllhuber/Schäfke 2000, S.12, S. 209.

12 Vgl. Herbers 2006, S. 19f.

13 Vgl. Ossa 2002, S. 86.

14 Vgl. Bronisch, 1998, S. 26.

15 Vgl. Simon 2007, S. 24f.

16 Vgl. Girtler 2005, S. 147f.

17 Simon, 2007, S. 25.

18 Vgl. ebd., S. 20f.

19 Vgl. Höllhuber/Schäfke 2000, S. 12f.

20 Vgl. Herbers 2006, S. 20ff.

21 Vgl. Herbers, 1984, S. 165ff.

22 Luther, M. 1905, S. 235.

23 Vgl. Herbers 2006, S. 79ff.

24 Vgl. Höllhuber/Schäfke, 2000, S. 25f.

25 Vgl. Herbers 2001, S. 7.

26 Vgl. Rabanus 2004, S. 140f.

27 Vgl. Ebd., S. 189.

28 Eigene Darstellung nach: Pilgerbüro Santiago de Compostela 2011.

29 Vgl. Pilgerbüro Santiago de Compostela 2011.

30 Eigene Darstellung nach: Pilgerbüro Santiago de Compostela 2011.

31 Vgl. Höllhuber/Schäfke 2000, S. 88ff.

32 Hützen 2010, S. 12ff.

33 Vgl. Rabe 2006, S. 9ff.

34 Zentgraf 2009.

35 Vgl. Dreyer/Menzel/Endress 2010, S. 291f.

Details

Seiten
68
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783640994274
ISBN (Buch)
9783640995233
Dateigröße
1.5 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v177655
Institution / Hochschule
Universität Hohenheim – Lehrstuhl für Wirtschaftsethik und kath. Theologie
Note
2,3
Schlagworte
Jakobsweg Camino Santiago Soziologie Religionssoziologie Theologie Säkularisierung Pluralisierung Individualisierung Pilger Pilgerwesen Pilgerschaft Religion spirituell Estherik

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Pilgern auf dem Jakobsweg als Spiegel der religiösen Situation in Deutschland