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Methode der Balanced Scorecard - Konzept und praktisches Beispiel

Seminararbeit 2011 16 Seiten

BWL - Informationswissenschaften, Informationsmanagement

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Einführung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit

2. Konzept der Balanced Scorecard
2.1 Ursprung
2.2 Gründe für die Entstehung der Balanced Scorecard
2.3 Funktionen der Balanced Scorecard
2.4 Aufbau der Balanced Scorecard
2.4.1 Vision und Mission
2.4.2 Strategie
2.4.3 Perspektiven
2.5.1 Finanzperspektive
2.5.2 Kundenperspektive
2.5.3 Prozessperspektive
2.5.4 Lern- / Entwicklungsperspektive
2.4.4 Ziele
2.4.5 Kennzahlen, Vorgaben und Maßnahmen
2.5 Informations- und Wissensmanagement im Rahmen der BSC

3. Praktisches Beispiel der Balanced Scorecard
3.1 Schritt 1: Mission und Vision
3.2 Schritt 2: Strategie und Perspektiven
3.3 Schritt 3: Ziel, Kennzahlen, Maßnahmen, Vorgaben
3.4 Schritt 4: Projekte bilden
3.5 Schritt 5: Umsetzung der Balanced Scorecard
3.6 Schritt 6: Aus Erfahrungen lernen

4. Fazit

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Die vier Perspektiven der Balanced Scorecard

Abbildung 2: Beispiel einer Ursachen-/Wirkungskette bei der klassischen Balanced Scorecard

Abbildung 3: Senioren Beispiel für die Mitarbeiterperspektive

1. Einleitung

1.1 Einführung

Die Balanced Scorecard wurde von S. Kaplan und D. Norton entwickelt und ist ein Managementsystem zur strategieorientierten Führung eines Unternehmens mit einem Kennzahlensystem. Die BSC übersetzt Strategievorgaben in strategiegerechtes Handeln, unternehmensweit auf allen Ebenen. Somit lautet der Leitspruch der BSC: „Translating strategy into action“.1 Neben den finanziellen Aspekten betrachtet das Modell der Balanced Scorecard von S. Kaplan und D. Norton zusätzlich noch die Kundenperspektive, die interne Geschäftsprozessperspektive und die Lern- /Entwicklungsperspektive.

1.2 Ziel der Arbeit

Das Ziel der Arbeit ist es einen Überblick über die Balanced Scorecard zu verschaffen und anhand eines praktischen Beispiels die Anwendung der Balanced Scorecard kurz darzustellen.

1.3 Aufbau der Arbeit

Das erste Kapitel beginnt mit der Einleitung zum Thema. Das zweite Kapitel erläutert das Konzept der Balanced Scorecard nach S. Kaplan und D. Norton. Das Kapitel beginnt zuerst mit dem Ursprung der Balanced Scorecard, danach folgen die Gründe für die Entwicklung, die Funktionen und der Aufbau der Balanced Scorecard. Weiterhin wird das Informations- und Wissensmanagement im Rahmen der Balanced Scorecard durchleuchtet. Das dritte Kapitel gibt ein praktisches Beispiel wieder anhand des Gutlieb Vereins. Hier wird in 6 Schritten erläutert wie der Verein die Balanced Scorecard entwickelt hat und wie sie umgesetzt wurde. Das letzte Kapitel beinhaltet ein Fazit der Arbeit und endet dann an dieser Stelle.

2. Konzept der Balanced Scorecard

Um ein besseres Verständnis für die Balanced Scorecard zu erreichen, ist eine theoretische Abhandlung notwendig. In diesem Kapital werden die grundlegenden Informationen zur Balanced Scorecard wiedergegeben.

2.1 Ursprung

Die Balanced Scorecard wurde von den US-Amerikanern Robert S. Kaplan und David Norton an der Harvard Universität entwickelt. Beide beschäftigten sich mit dem Thema Steuerungskonzepte in Unternehmen und veröffentlichten im Jahr 1992 in der Zeitschrift Havard Business Review einen Artikel über die Balance Scorecard „The Balanced Scorecard-Meaures That Drive Perfomance“.2 Im Jahr 1996 erschien dann das erste Buch zur Balanced Scorecard mit dem Titel „ Balanced Scorecard - Translating Strategy into action“3

2.2 Gründe für die Entwicklung der Balanced Scorecard

Die konventionellen Leistungsmessungen und -bewertungen in den Unternehmen waren zu einseitig und zu unübersichtlich. Einseitig, weil vorwiegend monetäre Leistungen wie Umsatz und Gewinn im Vordergrund der Betrachtung standen und unübersichtlich, weil zu viele Kennzahlen ermittelt wurden, dass eine saubere Trennung von wichtigen und unwichtigen Daten erschwert hat.4 Aus diesem Grund entwickelten S. Kaplan und D. Norton einen ausgeglichenen (balanced) und übersichtlichen Berichtsbogen (scorecard) der alle wesentlichen Seiten eines Unternehmens in ausgewogener Weise darstellt. Der Zweck der Balanced Scorecard hierbei wird in einem Zitat von S. Kaplan und D. Norton verdeutlich: „ The balanced scorecard is like the dial in an airplane cockpit: it gives managers complex information at a glance.“5 Wie ein Pilot benötigt auch ein Management eines Unternehmens ein Instrument, dass ihnen Informationen rund um das Unternehmen bietet, um zum Unternehmenserfolg zu navigieren.

2.3 Funktionen der Balanced Scorecard

Die Balanced Scorecard besitzt verschiedene Funktionen, die hier nun näher erläutert werden:6

Reduktionsfunktion: Durch die Balanced Scorecard lassen sich aus einer großen Menge von Informationen die Informationen herausfiltern, die strategisch von Bedeutung sind.7 Integrationsfunktion: Die Balanced Scorecard betrachtet nicht nur die finanziellen Aspekte sondern auch die operativen Leistungsdaten (siehe auch 2.4.3 Perspektiven). Kommunikationsfunktion: Die Balanced Scorecard erläutert und kommuniziert die Strategie und Vision eines Unternehmens.

Fokusfunktion: Das Management wird auf die wesentlichen Perspektiven gelenkt, um erfolgreich zu handeln.

Verbindungsfunktion: Die Balanced Scorecard verbindet die langfristige Strategie eines Unternehmens mit der kurzfristigen Operation.

2.4 Aufbau der Balanced Scorecard

in diesem Kapitel wird nun der Aufbau der Balanced Scorecard kurz erläutert.

2.4.1 Vision und Mission

Am Anfang der Balanced Scorecard Entwicklung sollte ein Unternehmen seine Vision (auch Leitziel genannt) und Mission (auch Leitbild genannt) aufstellen. Visionen sind Wunschvorstellungen eines Unternehmens, um die obersten Ziele zu erreichen. Dabei sollten sie der Realität entsprechen. Ein Beispiel für eine Vision eines Unternehmens könnte z.B. sein, die Marktführerschaft zu erreichen. Bei der Formulierung und Entwicklung sollten die Mitarbeiter des Unternehmens miteinbezogen werden. Aus der Vision sollten Strategien (siehe Kapitel 2.4.2) entwickelt werden,8 um somit die Gesamtstrategie abzuleiten.9 Im Gegensatz zur Vision, die nach innen gerichtet ist, ist die Mission für die Wirkung nach außen ausgerichtet z.B. wie das Unternehmen vom Kunden, Medien oder Geschäftspartner etc. wahrgenommen wird. Die Mission muss daher genau und treffend sein, um eine positive Wirkung nach außen zu erhalten.10

2.4.2 Strategie

Da die Visionen und Missionen zu pauschal sind, um als Basis der Balanced Scorecard verwendet zu werden, wird im nächsten Schritt die Strategie entwickelt. „ Eine Strategie ist ein Katalog von Hypothesen über Ursachen und Wirkungen.“11 Die Strategie ist der Ausgangspunkt der Balanced Scorecard Entwicklung. Dabei sollte eine Gesamtunternehmensstrategie aufgestellt werden, die aus der Vision abgeleitet wurde und im Unternehmen selbst kommuniziert werden kann. Die Gesamtstrategie leitet sich meist aus mehreren Einzelstrategien ab.12

2.4.3 Perspektiven

Neben der Finanzperspektive betrachten S. Kaplan und D. Norton noch drei weitere Perspektiven, um aus deren Blickwinkel das Unternehmen bewerten zu können: Die Kundenperspektive, die interne Geschäftsprozessperspektive und die Lern- und Entwicklungsperspektive.13 Im Grundmodell von S. Kaplan und D. Norton werden nur die vier Perspektiven genannt, doch je nach Unternehmen können noch mehr oder andere Perspektiven genutzt werden. In diesem Kapitel wird das Modell von S. Kaplan und D. Norton beschrieben (siehe Abbildung 1).

Abbildung 1: Die vier Perspektiven der Balanced Score Card

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Vgl. Kaplan, Robert S./Norton, David P.: Balanced Scorecard - Strategien erfolgreich umsetzen, 1. Aufl., Stuttgart 1997 S. 9

[...]


1 Vgl. Kaplan R., Norton D. (1996)

2 Vgl. Kaplan R., Norton D. (1992), S.1

2 Vgl. Kaplan R., Norton D. (1992), S.1

3 Vgl. Kaplan R., Norton D. (1996)

4 Vgl. Friedag, H., Schmidt, W. (2002), S.12

5 Vgl. Schmid-Kleemann, M. (2004), S.43

6 Vgl. Eschenbach, R., Haddad, T. (1999), S. 64

7 Vgl. Krcmar, H. (2005) S. 71

8 Vgl. Ehrmann, 2002, S.21 f.

9 Vgl. Ehrmann, 2002, S. 23

10 Vgl. Pietsch, Prof. Dr. T., Memmler, T. (2003), S. 37

11 Vgl. Kaplan, R., Norton, D. (1997), S.143

12 Vgl. Ehrmann, 2002, Seite 26 ff.

13 Vgl. Kaplan, R., Norton, D. (1997), S.9

Details

Seiten
16
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783640996254
ISBN (Buch)
9783640996629
Dateigröße
735 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v177783
Institution / Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Düsseldorf früher Fachhochschule
Note
1,3
Schlagworte
BSC Balanced Scorecard Balanced Scorecard Informationsmanagement Wissensmanagement FOM Knowledgemanagement Kaplan Norten Vision

Autor

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