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George Berkeleys Theorie zu Abstrakten Ideen

Essay 2010 7 Seiten

Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)

Leseprobe

George Berkeley - Über die Abstrakten Ideen

Der irische Philosoph George Berkeley (1685 - 1753) ist einer der umstrittensten Philosophen seiner Zeit. Seine Theorie über die menschliche Erkenntnis, löste viele Kontroversen aus und wird noch heute diskutiert. In seinem 1710 erschienenen Buch „Eine Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis“ legt er seine Theorie da. In dieser kommt er zu der Erkenntnis, dass das Wesen allen Seins, das Wahrgenommen werden ist. Nichts existiert, was nicht gerade von einem Geist, sei dieser menschlicher oder göttlicher Natur, wahrgenommen wird. Bevor Berkeley zu seiner eigentlichen Abhandlung kommt, widmet er sich in einer Einführung den Grundvorrausetzungen seiner Thesen. Diese sind die Unmöglichkeit von abstrakten Ideen. Dieser Gedankengang Berkeleys sei im Folgenden Gegenstand des Essays.

Der Essay wird die Überlegungen Berkeley, über die abstrakten Ideen, nachbilden und dessen wichtigsten Thesen herausarbeiten. Anschließend werden die verschiedenen Argumente Berkeleys ausgeschrieben, die er zur Untermauerung seiner Thesen vorbringt. Dies geschieht in einem Hauptteil. Ein Fazit bildet den Abschluss des Essays und fasst das gesagt prägnant zusammen. Um den Gedankengang Berkeleys verständlicher zumachen, wird das Buch „Die Wirklichkeit der Dinge. Eine Untersuchung des Begriffs der Idee in der Philosophie George Berkeleys“ von Katja Saporiti verwendet.

Berkeley Buch „Eine Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis“ gliedert sich in zwei große Abschnitte. Der eine ist die Einführung, der andere der Hauptteil. Gegenstand des Essays ist die Einführung. Diese Einführung gliedert sich in mehrere Paragraphen, welche sich thematisch aufteilen lassen. Die Paragraphen 1-5 sind die eigentlichen Einführungen, in der Berkeley sein Anliegen deutlich macht. Ab dem Paragraphen 6 bildet er seine Theorie über die abstrakten Ideen. Diese Idee erstreckt sich über die Paragraphen 7 - 18. Weitere thematische Einteilungen werden im Folgenden vorgenommen. Auf diese Paragraphen sei das Hauptaugenmerk des Essays gerichtet. Auf die letzten Paragraphen wird in diesem Essay nur in einer Rückschau eingegangen, da sie den Argumentationsgang über die abstrakten Ideen nur fortführen und nicht existenziell für diesen sind.

Der Begriff abstrakte Idee wurde im vorherigen Teil schon verwendet, dennoch wird dieser im Folgenden näher beleuchtet. Abstraktion bezeichnet die Fähigkeit, reale Dinge gedanklich von einander zu trennen und zu kombinieren um so Ideen von neuen Dingen zu schaffen. Die Ideen werden als abstrakte Ideen bezeichnet. Jene abstrakten Ideen haben keine reale Existenz, sondern nur eine gedankliche. Beispielweise hat ein grünes Quadrat, die abstrakten Ideen der Farbe Grün und der Ausdehnung Quadrat. Betrachten wir also dieses grüne Quadrat, so hätten wir eine Vorstellung davon, was Grün und was ein Quadrat sei. Ebenso bezeichnet Abstraktion die Fähigkeit Eigenschaft miteinander zu verbinden, um neue Ideen zuformen. Wie verbinden die Eigenschaften von Mensch und Flügel um die Idee des Engels zu formen. Dies ist eine von mehreren Auffassungen von abstrakten Ideen. Nach Berkeley, seien abstrakte Ideen aber von anderem Charakter.

Berkeley bezeichnet die Abstraktion als einen unmöglichen Prozess. Diese Annahme erscheint zunächst als sehr stark, wird aber noch differenziert. Denn zunächst muss die Auffassung von Berkeley erläutert werden, was er unter abstrakten Ideen versteht. Berkeley versteht unter Abstraktion, die Herauslösung von Ideen aus Gegenständen, die getrennt von einander nicht existieren können. Diese Abstraktion ist, nach Berkeley, unmöglich. Zudem unterscheide Berkeley drei verschiede Arten von abstrakten Ideen. Diese werden nun kurz erläutert.

Die erste Art von abstrakten Ideen ist die, der einfachen Idee. Diese ist die Idee einer ganz bestimmten, spezifischen Eigenschaft eines einzelnen Gegenstands, wie Bewegung, Ausdehnung oder Farbe. Im Falle des grünen Quadrats, bedeutet dies, dass wir aus dem Quadrat dessen Farbe herauslösen könnten. Wir lösen die Idee der Farbe, in dem Falle die Idee der Farbe Grün., aus dem Gegenstand heraus. Anders gesagt werden alle anderen Eigenschaften des Quadrats abgezogen um nur die Idee der Farbe Grün zu erhalten. Somit hat man die spezifische Idee der Farbe des Quadrats. Berkeley zufolge, sei dies nicht möglich. Wir könnten keine einzelne Idee von Grün aus dem Quadrat gewinnen, ohne die Idee der Ausdehnung oder der Bewegung des Quadrats zu berücksichtigen. Eine einzelne Idee des Gegenstands könne nicht von den anderen Ideen des Gegenstands gesondert gedacht werden. Diese Art von abstrakten Ideen wird im Folgenden auch als der erste Abstraktionsprozess bezeichnet.

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Details

Seiten
7
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783656002581
Dateigröße
440 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v178306
Institution / Hochschule
Universität zu Köln
Note
3,0
Schlagworte
Georg Berkeley Berkeley Abstrakte Ideen

Autor

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Titel: George Berkeleys Theorie zu Abstrakten Ideen