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Informationen rund um die Kreuzzüge

Referat / Aufsatz (Schule) 2011 50 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe

Gliederung

- Allgemeines über Kreuzzüge

- Die Ritterorden

- Christlich motivierte Feldzüge vor Aufkommen des Kreuzzugsgedanken

- Deutscher Kreuzzug

- Volkskreuzzug

- Erster Kreuzzug

- Kreuzzug von 1101

- Kreuzzug Sigurds Jorsalafari

- Zweiter Kreuzzug

- Wendenkreuzzug

- Schwedische Kreuzzüge

- Dritter Kreuzzug

- Kreuzzug Heinrichs VI.

- Vierter Kreuzzug

- Albigenserkreuzzug

- Kreuzzug von Las Navas de Tolosa

- Kinderkreuzzug

- Kreuzzug von Damiette

--Fünfter Kreuzzug

- Kreuzzug der Barone

- Antistaufischer Kreuzzug

- Sechster Kreuzzug

- Erster Hirtenkreuzzug

- Siebter Kreuzzug

- Kreuzzug des Prinzen Eduard

- Aragonesischer Kreuzzug

- Litauerkriege

- Zweiter Hirtenkreuzzug

- Kreuzzug gegen Alexandria

- Kreuzzug gegen Mahdia

- Kreuzzug von Nikopolis

- Hussitenkriege

- Kreuzzug von Warna

- Lapplandkrieg

- Kreuzzugsähnliche Kriege

- Kreuzzüge, die nie stattfanden

Allgemeines über die Kreuzzüge

Die Kreuzzüge waren christlich motivierte Feldzüge (zumindest meistens). Sie fanden in den Jahren 1059-1444 statt. Um an einem Kreuzzug teilzunehmen, musste man ein Gelübde ablegen und die militärischen Unkosten tragen. Versprochen wurde einem Schutz für Familie und Eigentum und vor allem der Sündenerlass.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Kreuzfahrer nehmen Jerusalem ein

Die Ritterorden

Während der Kreuzzüge entstanden Ordensgemeinschaften, die sich ursprünglich um das Wohlergehen der Pilger kümmern sollten (Schutz, Krankenpflege und Geleit) und zur Verteidigung der heiligen Städte gegen den Islam. Voraussetzungen für den Beitritt dieser Ritterorden waren Keuschheit, Armut, Gehorsam und Waffendienst. Die Zahl der Ritterorden ging weit über die hundert hinaus. Die wichtigsten jedoch waren:

- Templeroden
- Orden St. Salvator
- Mercedarierorden
- Christusorden
- Orden von Montjoie
- Johanniterorden
- Deutscher Orden
- Constantinischer St. Georgsorden
- Lazarusorden
- Orden vom hl. Grab zu Jerusalem
- Millstätter St. Georgsorden

Christlich motivierte Feldzüge vor Aufkommen des Kreuzzugsgedanken

Die Päpste haben schon vor dem Aufruf zum Ersten Kreuzzug Feldzüge unterstützt. Jene können also bedingt auch als Kreuzzüge angesehen werden.

Bsp.:

- Die Normannische Eroberung Englands von den Angelsachsen 1066 und Siziliens von den Umayyaden 1059
- Die aragonesisch-französische Eroberung des umayyadischen Barbastro (Spanien) 1064

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Wilhelm der Eroberer

Deutscher Kreuzzug(Dezember 1095 bis Oktober 1096)

Der deutsche Kreuzzug war ein von den Priestern Volkmar und Gottschalk, sowie dem Grafen Emicho geführter Kreuzzug der nicht wie alle anderen Kreuzzüge gegen Muslime sondern gegen Juden im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation geführt wurde. Die Juden besaßen keinen eigenen Staat, sondern lebten als Minderheit in vielen Städten Europas und des Nahen Ostens. Weil die christliche Bevölkerung und der deutsche Kaiser die Tötung aller Juden im Reich missbilligten, die das Ziel des Kreuzzuges war, wurden bei diesem Kreuzzug ausschließlich christliche Städte belagert bzw. wenn kein Widerstand vorhanden war, wurde

einfach eingedrungen. Im Dezember 1095 tötete Volkmars Gruppe die Juden im englischen Rouen, das das einzige Ziel des Kreuzzuges außerhalb des HRR darstellte. Sie zogen weiter nach Magdeburg und Prag und töteten auch hier die ansässigen Juden. Als sie sich Richtung Ungarn bewegen wollten, wurden sie von den Ungarn besiegt, da die Juden dort hohes Ansehen genossen. Gottschalks Gruppe tötete die Regensburger Juden, wollte dann ebenfalls nach Ungarn ziehen und erlebte dabei dasselbe Schicksal wie Volkmars Gruppe. Unter Graf Emicho fand sich im Mai 1096 die größte Gruppe zusammen, die 10.000 Mann zählte, während Volkmar und Gottschalk nur wenige hundert bis tausend Mann befehligten. In Emichos Gruppe sah der Kaiser Heinrich IV. eine ernstzunehmende Bedrohung für die Juden und beauftragte die Bischöfe von Worms, Speyer, Mainz, Trier und Köln eine Armee aufzustellen und Emicho zu stoppen. Keiner dieser fünf Bischöfe schaffte es jedoch und so konnte er, nachdem er sie besiegt hatte, ungestört die Juden von Speyer (3. Mai), Worms (20. Mai), Neuss (24. Mai), Wevelinghofen (25. Mai), Düsseldorf (26. Mai), Mainz (27. Mai), Köln, Trier und Metz (Datum unbekannt), und Xanthen (ebenfalls 27. Mai) töten. Auch Emicho fasste zuletzt den Entschluss nach Ungarn zu marschieren und auch er fand dort sein Ende. In den meisten Städten wurden nur einige Dutzend Juden getötet, in Worms jedoch 500, in Mainz 600.

Volkskreuzzug

(April bis Oktober 1096)

Der Volkskreuzzug war ein von Peter dem Einsiedler initiierter Kreuzzug, der jedoch auf den Aufruf zum späteren 1. Kreuzzug hin gestartet wurde. Die Teilnehmer bestanden aus den Kreuzfahrern, die in Naturkatastrophen ein göttliches Zeichen sahen, das besagt, dass der Kreuzzug unverzüglich begonnen werden müsse. Darunter befanden sich hauptsächlich arme Kleinbauern, die ein besseres Leben suchten, Verbrecher, die dem Rechtssystem entkommen wollten und verarmter Kleinadel, der auf Schätze und Ländereien hoffte. Peter hatte bereits 1095 in Flandern und der Normandie den Kreuzzug gepredigt und sammelte seine Armee am 12. April 1096 in Köln, wo er weiter predigen wollte. Eine kleine Gruppe Ungeduldiger unter Walter Sans-Avoir zog jedoch sofort los. Sie erreichten am 8. Mai Ungarn, das sie problemlos durchquerten. Als sie jedoch an die byzantinische Grenze kamen, verweigerte man ihnen in Belgrad den Zutritt, woraufhin die Kreuzfahrer Belgrad und später Semlin plünderten. Daraufhin gab Byzanz nach und ließ sie passieren. Peters Armee verließ Köln am 20.April, durchquerte Ungarn ebenfalls problemlos und traf bei Semlin auf Walter. Hier kam es zu einem Streit mit einer dort lagernden ungarischen Armee. Dieser endete in einem Kampf, den die Ungarn verloren. Danach wurde erneut Belgrad geplündert, und sie wollten als Nächstes Nis plündern. In Nis wurden sie jedoch von den Byzantinern geschlagen und unverzüglich über den Bosporus gebracht. Am 8.August stieß in Nikomedia eine dritte Gruppe unter Rainald und Gottfried Burel aus Italien zu ihnen. Sie eroberten Xerigordon, das am 8.Oktober von den muslimischen Rum-Seldschuken bereits wieder zurückerobert wurde. Die Verbliebenen wollten eine byzantinische Armee unterstützen, die die seldschukische Hauptstadt Nicäa belagerte. Unterwegs gerieten sie jedoch in einen Hinterhalt und wurden vollständig aufgerieben.

Erster Kreuzzug

(November 1096 bis August 1099)

Der Erste Kreuzzug wurde von Papst Urban II. initiiert. Ziele waren die Rückeroberung Jerusalems von den Muslimen, die Einigung der christlichen Herrscher, die Unterstützung der von den Muslimen bedrohten Byzantinern und die Schaffung eines Anlasses zur Vereinigung der katholischen und der orthodoxen Kirche. Noch 1096 formierten sich in gerade mal fünf katholischen Staaten (Frankreich, England, Lothringen, Normannenstaat und Flandern) Kreuzzugsarmeen, die sich zwischen dem November 1096 und dem April 1097 in Konstantinopel vereinigten. Das Gesamtheer umfasste 29.000 gut ausgebildete und ausgerüstete Krieger, die den 66.000 kampfunerfahrenen Bauern des Volkskreuzzuges weit überlegen gewesen wären. Anfang Mai belagerten sie Nicäa, das sich am 19.Juni ergab. Am 1.Juli besiegten sie die Rum-Seldschuken in der Schlacht von Doryläum erneut. Anfang 1098 spaltete sich das Kreuzfahrerheer: Die Lothringer nahmen Tarsus von den Rum-Seldschuken und Edessa von den Kleinarmeniern ein und errichteten mit der Grafschaft Edessa den ersten Kreuzfahrerstaat. Die restlichen Kreuzfahrer nahmen Ikonium und Caesarea von den Rum-Seldschuken und Malatya von den Kleinarmeniern ein. Noch bevor die Kreuzfahrer die kleinarmenische Hauptstadt Sis belagern konnten, ergab sich Kleinarmenien. Auf ihrem Gebiet wurde der Kreuzfahrerstaat Kilikisch-Armenien gegründet. Im Juni 1098 eroberten sie Antiochia von den Aleppiern, die wenige Tage später eine Rückeroberung versuchten, aber scheiterten. Die Normannen errichteten hier das Fürstentum Antiochia. Im Dezember wurde Maarat an-Numan von den Damaszenern eingenommen, wobei es zu kannibalischen Ausschreitungen kam. Die Franzosen spalteten sich nun ebenfalls vom Hauptheer ab, eroberten Arqa und Tripolis ebenfalls von den Damaszenern und gründeten 1109 die Grafschaft Tripolis. Der Rest schlug die Damaszener noch in Jaffa und Ramla und nahm Jerusalem (Juni 1099) und Askalon (August 1099) von den Fatimiden ein. Die Flamen errichteten hier das Königreich Jerusalem. 1100 übernahmen die Lothringer in Jerusalem die Macht.

Kreuzzug von 1101

(September 1100 bis Ostern 1102)

Nachdem die Lothringer 1100 in Jerusalem die Macht von den Flamen übernommen hatten, drängten sie Papst Paschalis II. , um ihre Macht zu vergrößern, zu einem erneuten Kreuzzug. Der Papst willigte ein und so setzte sich im September 1100 im damals deutschen Mailand eine Gruppe Kreuzfahrer in Bewegung. Die Durchquerung des byzantinischen Reichs bereitete Probleme, doch mithilfe einer byzantinischen Eskorte erreichten sie ziemlich bald Nikomedia, wo im Mai 1101 noch zwei Gruppen aus dem ebenfalls deutschen Burgund, eine aus Sachsen und eine französische zu ihnen stießen. Auch Byzanz beteiligte sich mit zwei Heeren. Man war sich jedoch nicht einig wohin und so teilte sich das Heer bevor sie überhaupt losgezogen waren: eine kleinere Gruppe belagerte Konya, wurde aber von den Rum-Seldschuken besiegt, marschierte nach Heraclea und wurde dort ebenfalls, diesmal aber vernichtend, besiegt. Die wesentlich größere Gruppe nahm am 23. Juni Ankara von den Rum-Seldschuken ein. Bei der Belagerung von Gangra wurde aber auch sie geschlagen, bei Kastamonu in einem Hinterhalt erneut und in der Schlacht von Mersivan standen sie einer vereinigten muslimischen Armee aus Rum-Seldschuken, Danischmeniden und Aleppiern gegenüber. Auch hier eine vernichtende Niederlage. Eine weitere französische Armee, die nachgerückt war, belagerte erfolglos Ikonium und wurde bei Heraclea vernichtet. Währenddessen hatte sich in Konstantinopel eine neue Armee aus wieder zwei französischen Gruppen und einer aus Bayern eingefunden. Sie teilten sich auf, die eine Armee wurde bei Heraclea in einem Hinterhalt vernichtet, die andere vereinigte sich mit einer Nachzüglergruppe aus Genua. Sie nahmen den Seeweg ins Heilige Land, eroberten Tortosa und fanden sich bis Ostern 1102 in den immer noch christlich beherrschten Städten Antiochia und Jerusalem ein und halfen bei der Verteidigung. In Jerusalem und Edessa übernahmen daraufhin französische Dynastien von den Lothringern die Macht. Im Mai griffen die Fatimiden erfolglos Ramla an.

Kreuzzug Sigurds Jorsalafari

(1110)

Nachdem König Sigurd Jorsalafari von Norwegen es nicht geschafft hat, am 1. Kreuzzug teilzunehmen, fuhr er 1107 in Norwegen mit einem Heer ab. 1110 erreichte er Palästina, eroberte Sidon und trat wieder die Heimreise an.

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König Sigurd Jorsalafari von Norwegen und König Balduin von Jerusalem

Zweiter Kreuzzug

(Mai 1147 bis September 1148)

Als im Jahr 1144 die Grafschaft Edessa an die Zengiden fiel und das Fürstentum Antiochia byzantinischer Vasall wurde, sandten die Kreuzfahrerstaaten einen Hilferuf an den Papst. Im Mai 1147 brachen in Regensburg deutsche und flämische sowie in Metz englische und französische Kreuzfahrer auf. Ein schottisches Heer wählte den Seeweg, überwinterte in Lissabon und setzte die Reise im nächsten Jahr fort. Am 4. Oktober trafen sich die Heere in Konstantinopel, wo sie noch auf ein deutsches Heer aus Norditalien warteten. Nach drei Niederlagen für die Kreuzfahrer gegen die Rum-Seldschuken bei Doryläum und zweimal bei Laodikeia, war das Heer schon ziemlich geschwächt, konnte aber trotzdem bei Attaleia einen Sieg erringen. Dort bestiegen sie dann Schiffe, vereinigten sich mit der schottischen Flotte und gingen in Antiochia wieder an Land. Im Juni 1148 berieten sich der deutsche und der französische König in Akkon mit dem König von Jerusalem und trafen die Entscheidung, die Buriden in Damaskus anzugreifen. Als die Belagerung am 23. Juli begann, baten die Buriden ihre Erzfeinde, die Zengiden, um Hilfe, die die Belagerung beendeten. Damit war der Kreuzzug vorbei.

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Bernhard von Clairvaux, päpstlicher Legat des Zweiten Kreuzzuges

Wendenkreuzzug

(Juni 1147 bis Sommer 1148)

Ein Kreuzzug gegen die Slawen im Gebiet zwischen Elbe, Trave und Oder wurde unter den deutschen Adligen, die sehr an slawischem Gebiet interessiert waren, bereits 1107 diskutiert, bis er aber endlich vom Papst gebilligt wurde, dauerte es bis zum 13. April 1147. Bis auf den Papst hatte niemand Interesse an den religiösen Motiven. Den Slawen waren die Aufrufe und Vorbereitungen für den Kreuzzug nicht entgangen. Sie griffen deshalb schon zuvor, Ende Juni 1147 einen deutschen Siedlerzug an. Am 26. Juni plünderten die Obodriten dann Lübeck, die Lübecker Burg und die Süseler Feste. Ein erstes Kreuzfahrerheer unter Herzog Albrecht dem Bären zog in liutizisches Gebiet, nahm Havelberg und Malchow ein und Demmin von den Hevellern. Zuletzt belagerten sie dann die pomoranische Festung Stettin. Im Herbst ergab sich Stettin und der Pomoranenherrscher Ratibor trat öffentlich zum Christentum über, weshalb von einer Plünderung oder Inbesitznahme Stettins abgesehen wurde. Albrechts Zug endete hier. Der zweite Zug unter Herzog Heinrich dem Löwen drang in obodritisches Gebiet ein und nahm die Burg Dobin ein. Hierbei wurden sie von einer dänischen Vorhut unterstützt, während die dänische Hauptstreitmacht von den Ranen auf Rügen vernichtet wurde. Ein polnisches Heer drang genauso wie Albrecht in pomoranisches Gebiet ein, hatte aber keinen Erfolg.

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Herzog Albrecht der Bär von Ballenstedt

Schwedische Kreuzzüge

(1150- 1293)

Die schwedischen Kreuzzüge hatten die Absicht Finnland zu christianisieren. Der Erste schwedische Kreuzzug (1150) konnte lediglich die Republik Nowgorod aus Finnland vertreiben. Beim Zweiten (1249-1250) wurde dann Finnland von den Schweden eingenommen. Beim Dritten schwedischen Kreuzzug (1293) wurde Nowgorod aus Karelien vertrieben. Finnland und Karelien waren dann bis 1721 schwedisch beherrscht.

Dritter Kreuzzug

(Juli 1187-September 1192)

Die Ayyubiden, die ihr Reich soweit ausgedehnt hatten, dass es die Kreuzfahrerstaaten völlig umschloss, besiegten die Kreuzfahrer in der Schlacht von Hattin am 4. Juli 1187 und nahmen dann Akkon, Jerusalem und fast ganz Palästina ein. Als er von der Eroberung Jerusalems erfuhr, bekam Papst Urban II. einen tödlichen Herzinfarkt. Sein Nachfolger Gregor VIII., der zwei Monate später ebenfalls starb, und dessen Nachfolger Clemens III. bereiteten einen neuen Kreuzzug vor. Noch 1187 erklärten die Könige von England, Frankreich und Sizilien ihre Teilnahme, 1188 der deutsche Kaiser. Das sizilianische Heer kam gerade noch rechtzeitig um Tripolis zu verteidigen. Am 11. Mai 1189 zogen die Deutschen in Regensburg los und wählten den Weg donauabwärts. Auf dem Weg schlossen sich ihnen noch viele Ungarn und Österreicher an. Da Friedrich I. Barbarossa unterwegs beim mit Byzanz verfeindeten serbischen Großzupan zu Gast gewesen ist, verbündete sich Byzanz mit den Ayyubiden gegen die Kreuzfahrer. Bei Triadica wurden die Kreuzfahrer von Byzantinern und deren Verbündeten, den Bulgaren, angegriffen. Daraufhin nahm Friedrich Philippopel und Adrianopel ein. Anschließend griff er zusammen mit den Serben, Wallachen und Kumanen Konstantinopel an. Gegen einen Geldbetrag gab er der Bitte des byzantinischen Kaisers Isaak II. Angelos nach einem Waffenstillstand nach. Sie zogen weiter und wurden bei Laodikeia von den Rum-Seldschuken, die inzwischen auch ein Bündnis mit Ayyubidenherrscher Saladin geschlossen hatten, angegriffen. Die Kreuzfahrer unterlagen, konnten aber die Rum-Seldschuken bei Philomelion und Ikonium besiegen und mit Letzterem deren Hauptstadt einnehmen. An dieser Stelle kapitulierten dann auch die Rum-Seldschuken. Auf der Weiterreise ertrank Barbarossa im Fluss Saleph. Sein Sohn führte nun das Heer nach Akkon und half damit bei der Belagerung Akkons. England und Frankreich mussten erst ihre kriegerischen Auseinandersetzungen beilegen und starteten am 4. Juli 1190 gemeinsam in Vezelay. Die Engländer bestiegen in Marseille Schiffe, die Franzosen nahmen noch ein genuesisches Kontingent auf und bestiegen in Genua Schiffe. Der sizilianische König war inzwischen verstorben und der neue König hielt vom Kreuzzug gar nichts. Er ließ die Witwe des vorherigen Königs verhaften. Da sie die Schwester des englischen Königs war, provozierte er so einen Angriff der Engländer. Die Engländer nahmen Messina ein, woraufhin Sizilien kapitulierte. Einige englische Schiffe wurden infolge eines Sturmes nach Zypern getrieben, wo der dortige König, der erst sieben Jahre zuvor die Unabhängigkeit von Byzanz erlangt hatte, die Besatzung gefangen nahm und die Schiffe ausraubte. Am 6. Mai 1191 landete die restliche englische Flotte in Zypern und eroberte es. Nach Ende des Kreuzzuges wurde dann hier der Kreuzfahrerstaat Königreich Zypern gegründet. Im April landeten die Franzosen im Heiligen Land, im Juni die Engländer. Zusammen mit den Deutschen und den Jerusalemern nahmen sie das immer noch belagerte Akkon ein. Die Deutschen zogen aufgrund von Streitigkeiten mit den Engländern wieder nach Hause. Nachdem der französische König allein abgereist war, befehligte Richard I. von England nun auch die französischen Kreuzfahrer. Saladin versuchte zweimal eine Eroberung Akkons, scheiterte aber beide Male. Am 7. September besiegten ihn die Kreuzfahrer bei Arsuf. Am 10. September besetzten sie Jaffa. Am 20. Januar 1192 dann Askalon. Ende Juli eroberte Saladin Jaffa zurück, konnte dies aber nicht lange halten und so fiel es wieder an die Kreuzfahrer. Da Richard sich nicht für stark genug hielt, Jerusalem anzugreifen, schloss er mit Saladin Frieden, wofür er jedoch Askalon abtreten musste. Der Kreuzzug war damit zu Ende.

[...]

Details

Seiten
50
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656015994
ISBN (Buch)
9783656016236
Dateigröße
1.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v178539
Schlagworte
informationen kreuzzüge

Autor

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