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Deutsche Außenpolitik: Der Marshall-Plan

Absichten, Vorteile und Folgen

Hausarbeit 2010 12 Seiten

Politik - Politische Systeme - Politisches System Deutschlands

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Geschichte

3.Entstehung

5.Truman-Doktrin und der Kalte Krieg

3.Erfolge und Leistungen des Marshallplan:

4. Bedeutung
- wirtschaftlich
- politisch

5.Folgen

6.Fazit

7.Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Diese Seminararbeit befasst sich inhaltlich und fragetechnisch mit dem Marshallplan, der offiziell European Recovery Program oder „ERP“ betitelt wird. Der Marshallplan war ein Hilfspaket der USA im Zeitraum von 1948 bis 1952, dass den Aufbau von Europa und ganz besonders Deutschland nach dem 2. Weltkrieg mit über insgesamt 12,4 Milliarden Dollar unterstützt hat.

Offiziell laut wurde der Plan am 5. Juni 1947, als U.S. Aussenminister George C. Marshall indirekt den Marshallplan bei einem Vortrag an der Harvard Universität ankündigte. In diesem Moment, war niemandem bewusst, wie stark die Auswirkungen sein würden und den Lauf der Geschichte verändern würden.[1]

Der Marshallplan und seine Geschichte, ist eindeutig eines der wichtigsten Symbole des westdeutschen und westeuropäischen Wiederaufbaus nach dem Ende des 2. Weltkriegs.

Die Maßnahmen des Marshallplans ermöglichten die Unterstützung und den Wiederaufbau der vom Krieg gezeichneten Länder durch finanzielle Mittel. Durch dieses Hilfsprogramm wurden viele Kredite, Rohstoffe, Lebensmittel und Waren an die betroffenen Länder gegeben.[2]

Das Wiederaufbauprogramm hatte ein großzügiges Budget von 12,4 Milliarden und wurde offiziell am 3.April 1948 vom US Kongress in Washington verabschiedet. Der amtierende Präsident Truman setzte den Marshallplan am gleichen Tag in Kraft, um den Wiederaufbau der europäischen Staaten zu beschleunigen und die Ziele der USA zu verwirklichen.

In dieser Ausarbeitung, möchte ich besonders detailliert auf die Absichten, Vorteile und Folgen der eingeleiteten Massnahmen eingehen. Es wird deutlich, dass die Ame- rikaner zu der damaligen Zeit neben der Unterstützung besonders eigene Ziele und Absichten verfolgten.

Ich möchte in dieser Hausarbeit verschiedene Fragen eingehen und diese entsprechend auf die Entwicklung von Deutschland beantworten.

Welche Absichten hatten die USA zu der damaligen Zeit. Wie stark ist der Zusammenhang zwischen Marshallplan und Truman-Doktrin? Welche wirtschaftlichen Folgen sind durch die amerikanische Hilfe entstanden?

Hat der Marshallplan die europäische Integration nach vorne gebracht? Wie haben sich die Länder durch die Unterstützung Entwickelt.

Dies sind einige der Fragen, die ich in dieser Ausarbeitung angehen möchte.

2. Ausgangssituation in Deutschland

Am Ende des zweiten Weltkrieges 1945 war die Gesamtsituation in Deutschland eine allgemeine Katastrophe.

Die zentrale Versorgung durch Energie und Wasser war gar nicht bzw. nur stellenweise gegeben.

Die nötige Infrastruktur wie z.B. die Eisenbahn war größtenteils nicht mehr vorhan- den sowie allgemeine Güter wie Kleidung und Essen wurden extrem rationiert. Mil- lionen von Flüchtlingen strömten nach Deutschland, was die Lage verschlimmerte.

In den kommenden starken Wintern 1946/47 brach die Versorgung komplett zusammen, was deutlich machte, wie stark Deutschland auf politische und besonders wirtschaftliche Hilfe angewiesen war.

Im Ruhrgebiet wurde zwar deutlich mehr Kohle gefördert, jedoch konnte durch mangelnde Transportkapazitäten keine effiziente Verteilung der Rohstoffe stattfin- den.

Ein Ausweichen vom Bahntransport auf die Schifffahrt war unmöglich, aufgrund der zugefrorenen Kanäle. Die deutsche Wirtschaft stand ohne fehlende Materialien und nötige Zuwendungen vor dem totalen Zusammenbruch.

Durch die Direktive JCS 1067, einer bürokratischen Beschränkung um den vermeintlichen Wideraufstieg Deutschlands zu blockieren, war es zuerst nicht möglich die Wirtschaft des Landes zu stärken.

Zudem wurden deutsche Produkte in den ersten drei Nachkriegsjahren zu unmöglichen Dumpingpreisen in die einzelnen Besatzungsländer exportiert, was die Wirtschaft nicht ausreichend gefördert hat.

Die besonderen Einschränkungen des JCS 1067 konnten erst im Juli 1947 aufgehoben werden.

Durch die Siege der Republikaner bei den US Kongresswahlen, wurde der allgemei- ne Ruf nach einer koordinierten Hilfsleistung für Deutschland und Europa immer lauter. Präsident Truman nahm sich diesem Problem an und setzte sich dafür ein.[3]

Ein starkes Hindernis für eine funktionierende Handelsbeziehung zwischen Amerika und Deutschland/Europa entstand zudem durch die extreme Knappheit des Dollars in Europa.

Eine Konvertierung der europäischen Währungen war für die internationalen Märkte nicht zulässig.

Um Devisen zu sparen, wurden also nur Importe aus den USA getätigt, wo sie wirk- lich zwingend notwendig waren. Der Marshallplan sollte dieses Problem lösen.

[...]


[1] Vgl.: www.bpb.de/themen/2Q7F55,4,0,Ursachen_und_Entstehung_des_Kalten_Krieges.html

[2] Vgl.: Marshallplan und Westdeutscher Wideraufstieg - Franz Steiner Verlag Stuttgart, S. 5

[3] Vgl. www.bpb.de/themen/CU78LB,0,0,Entstehungszusammenhaenge.html

Details

Seiten
12
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783656009771
ISBN (Buch)
9783656010470
Dateigröße
426 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v178810
Institution / Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster – Institut für Politikwissenschaft
Note
2,3
Schlagworte
Marshall-Plan Aussenpolitik Deutschland

Autor

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Titel: Deutsche Außenpolitik: Der Marshall-Plan