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Die späte Eisenzeit im Hunsrück-Nahe und Mittelrheingebiet

Kelten und frühe Germanen zwischen Alpen und Nordsee

Hausarbeit (Hauptseminar) 2007 36 Seiten

Archäologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Arbeitsgebiet
2.1 Grenzen des Arbeitsgebietes
2.2 Topographische Grundzüge des Arbeitsgebietes

3. Forschungsgeschichte

4. Die Befunde
4.1 Die Gräber
4.1.1.1 Lage, Erhaltungs- und Publikationsstand
4.1.1.2 Bestattungssitte
4.1.1.3 Ausstattung der Gräber
4.2 Siedlungen

5. Chronologisch ansprechbare Fundgattungen

6. Chronologische Auswertung
6.1 HAFFNERS Gliederung der Spätlatène und Übergangszeit
6.2 MIRONS Gliederung der Spätlatène- und Übergangszeit
6.3 Bewertung der Relativchronologien
6.4 Absolute Chronologie

7. Fazit

I. Quellen- und Literaturverzeichnis

II. Abbildungen und Tabellen

1. Einleitung

Das Hauptseminar “Kelten und frühe Germanen zwischen Alpen und Nordsee” behandel- te die grundlegenden Veränderungen in Mitteleuropa in den Jahrhunderten um die Zei- tenwende. Insbesondere wurden Fragen der Chronologie im keltischen und germanischen Gebiet im Zusammenhang mit den römischen Eroberungen im Raum nördlich der Alpen bearbeitet. Im Rahmen dieser Hauptseminarsarbeit wird das Hunsrück-Nahe und Mittel- rheingebiet untersucht. Zeitlich steht die Entwicklung und Gliederung der Spätlatènepe- riode (SLT), ihre Abgrenzung zur vorangehenden Mittellatènezeit (MLT) und zur an- schließenden Älteren römischen Kaiserzeit (ÄRKZ) im Mittelpunkt des Interesses. Dabei stützt sich diese Seminararbeit vornehmlich auf die Vorarbeiten von Alfred HAFFNER und Andrei MIRON.1 Das Ziel der Untersuchung ist eine Gliederung des Fundmaterials und darauf aufbauend, die Überprüfung der bestehenden Chronologieschemata dieses Gebiets (vgl. 6). Dazu werden zunächst im Kapitel zum Arbeitsgebiet (2) die Grenzen (2.1) fest- gelegt und auf die topographischen Grundzüge (2.2) eingegangen. Das anschließende Kapitel zur Forschungsgeschichte (3) in der Region zielt weniger auf eine lückenlose Darstellung der Forschungsbemühungen, als vielmehr auf eine Hinführung zum aktuellen Forschungsstand. Im folgenden Teil der Arbeit werden die Befunde (4) getrennt nach Gräbern (4.1) und Siedlungen (4.2) vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf den Gräberfeldern, die im Kontext der Erstellung regionaler Chronologien die wichtigste Quellengattung darstellen, da die Chronologien überwiegend auf Kombinationsstatistiken aus geschlossenen Fundzusammenhängen beruhen, während Streufunde aus Siedlungen, auch wegen der oft unzureichend aufgenommenen stratigraphischen Zusammenhänge, weniger zu zeitlichen Gliederungschemata beitragen können. Es folgt eine kurze Über- sicht über die chronologisch ansprechbaren Fundgattungen (5), die Aussagekraft haben für eine chronologische Auswertung (6). Im Einzelnen soll in diesem Kapitel vor allem auf die chronologischen Gliederungsvorschläge von H AFFNER (6.1) und M IRON (6.2) und auf die absolutchronologischen Zusammenhänge eingegangen (6.4) werden.

2. Das Arbeitsgebiet

2.1 Grenzen des Arbeitsgebietes

Das engere Bearbeitungsgebiet umfasst die Regionen des Hunsrück-Nahe Gebietes und den südlichen Teil des Eifel-Mosel Gebietes westlich des Rheins (vgl. Abb. 1). Es liegt damit in den heutigen Bundesländern Rheinland-Pfalz und Saarland und beinhaltet die Kreise des Regierungsbezirks Trier: Bernkastell-Wittlich, Bitburg-Prüm, Daun und Trier- Saarburg, die linksrheinischen Kreise des Regierungsbezirkes Koblenz: Ahrweiler, Bad Kreuznach, Birkenfeld, Cochem-Zell, Mayen-Koblenz und den Rhein-Hunsrück-Kreis, sowie Mainz-Bingen und die Kreise Merzig-Wadern und St. Wendel im Saarland. Soweit nötig wurden darüber hinaus Fundplätze des westlich angrenzenden Großherzogtums Luxemburg hinzugezogen.

2.2 Topographische Grundzüge des Arbeitsgebietes

Das Untersuchungsgebiet liegt im Süden des Rheinischen Schiefergebirges, dem nord- westlichen Abschluß der mitteldeutschen Gebirgsschwelle.2 Das Gebiet wird naturräum- lich durch Flußläufe und Höhenzüge eingegrenzt, im Norden durch das Moseltal und das südliche Eifelgebirge, im Osten durch den Rhein mit der vorgelagerten Ebene des Mai- feldes. Westlich davon schließen sich Voreifel, Eifel, der Salm- und der Kyllwald mit Höhenlagen zwischen 400 und 750 Metern an. Südwestlich folgt das siedlungsfreundli- che Gebiet der Wittlicher Senke (180-200 m. ü. NN), die eine Fortsetzung der Talweite bei Trier darstellt und das Bitburger Gutland (ca. 400 m.üNN), eine stufige, zerfurchte Hochebene. Im Westen wird das engere Arbeitsgebiet schließlich durch die Sauer und Saar begrenzt und im Süden durch die Nahe mit ihren angrenzenden Landschaften. Süd- lich der Mosel folgt mit Hunsrück und den bewaldeten Höhenzügen Hochwald, Idar- und Soonwald eine Mittelgebirgslandschaft, die sich bis heute durch eine hohe Walddichte auszeichnet.3 Zwischen Hunsrück und dem sich südlich anschließendem Nahebergland erstreckt sich das besiedlungsfreundliche Hunsrückvorland.4 In der Eifel bilden Hei- delandschaften auf Kalk und Schiefer, Grauwacke und vulkanischem Gestein charakteristische Elemente der heutigen Landschaft.5 Das stark gegliederte Hunsrück- und Nahebergland ist aus alten Sandsteinen, Konglomeraten und Schiefern aufgebaut, sowie von vulkanischen Gesteinen durchsetzt. Der Wechsel von Wald-, Acker- und Weideflächen bestimmt den heutigen Landschaftscharakter.6

3. Forschungsgeschichte

Anfang des 20. Jh. stellten Heinrich BALDES und Gustav BEHRENS angesichts fehlender Quellen zur MLT-Zeit im Hunsrück die These auf, daß die Frühlatè nekultur hier [im Hunsrück] einen längeren Zeitraum als anderswo einnimmt, von einer nicht sehr ausge- dehnten, germanischen Mittlelatè nekultur abgelöst wird, die ihrerseits wieder der von Osten kommenden Trevererkultur weichen muß“ .7 Damit wären die Träger der SLT-Kul- tur in diesem Gebiet der von Caesar erwähnte keltische Stamm der Treverer, dessen Kerngebiet Caesar samt den von ihnen abhängigen Ebuoren in dieser Region verortete.8 Auch wenn sich die Quellenlage mit den Entdeckungen der Gräberfelder Rückweiler (Abb. 29, [9] ), Hoppstädten[7], Horath[2] und Bäsch[3] stark verbesserte, gelang es nicht einen MLT-Horizont befriedigend zu definieren. Man rechnete nun mit einem Ein- setzen der SLT-Kultur um 100 v. Chr., hielt aber auch ein zeitweiliges Überlappen mit der Hunsrück-Eifel-Kultur (HEK) für möglich.10 Auf Ablehnung stieß die Periodisierung des jüngerlatènezeitlichen Fundmaterials des Saar-Mosel-Raumes durch Gustav MAHR, das vor allem auf einer stilkundlichen Analyse der Keramik und der Darstellung der Bestat- tungssitten basierte.11 MAHR verkürzte in seinen Theorien zur absoluten Chronologie der Region die Gesamtdauer der Jüngeren Latènekultur auf 60 Jahre und ließ sie im letzten Drittel des 1. Jh. v. Chr. beginnen. MIRON bemerkte dazu, daß demnach die Treverer als historischer Akteur des gallischen Krieges unsinnigerweise „ nicht mit den Trägern der Jüngeren Latè nekultur, sondern mit denen der Jüngeren Hunsrück-Eifel Kultur zu identi- fizieren [wären] “.12 JOACHIM umriß den chronologischen Rahmen der von MAHR vorge- legten Materialien im REINECKSCHEN Chronologieschema folgendermaßen:13

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 1: Chronologische Relation MAHR - REINECKE . Eigene Darstellung.

An dieses chronologische Schema anschließend legte HAFFNER, sich vor allem auf die Grabungen im Bereich des Gräberfeldes von Wederath[1] stützend, seine chronologischen Kategorien fest, die zusammen mit den kritischen Bemerkungen und eigenen chronologischen Vorschlägen von MIRON im folgenden bezüglich der SLT-Zeit ausgewertet werden sollen (vgl. 6.1 und 6.2).

4. Die Befunde

4.1 Die Gräber

4.1.1 Lage, Erhaltungs- und Publikationsstand

Die Gräberfelder reichen in ihrer Größe von wenigen Bestattungen bis zu über tausend Gräber wie im Falle von Wederath. Vollständig oder nahezu vollständig ausgegraben sind im Arbeitsgebiet von den größeren Gräberfeldern allerdings nur Wederath14 und Ho- rath15. Beide liegen im westlichen Hunsrückgebiet im Landkreis Bernkastell-Wittlich (Rheinlandpfalz). Die mittel- und spätlatènezeitlichen Grabfunde des Landkreises Bern- kastell-Wittlich, Birkenfeld und Merzig-Wadern sind von MIRON systematisch erfaßt und publiziert worden.16 Zusammen mit der Veröffentlichung der Gräberfelder von Trier- Biewer[5] und Trier-Eugen[6] im Landkreis Trier-Saarburg stellen sie eine vom Autor beabsichtigte, umfassende Materialvorlage für die latènezeitlichen Gräber des Saar-Mo- sel Raums dar.17 Das mit außergewöhnlich reichen Beigaben ausgestattete, kleine Grä- berfeld von Goeblingen-Nospelt[11], das außerhalb des engeren Arbeitsgebietes 14 km westlich der Stadt Luxemburg liegt, umfasst vier Reitergräber (A-D), deren Beigaben- spektrum einen Einblick vermittelt vom Übergang der jüngeren, vorrömischen Eisenzeit (JVREZ) zur ÄRKZ, also dem Vorgang der Romanisierung im weiteren Treverergebiet. Trotz des fragmentarischen Charakters auch größerer Gräberfelder, wie Rückweiler, Frohnhausen (7) und Hoppstädten18, bedingt durch Grabungsbedingungen19 oder metho- dische Mängel und Zerstörungen durch mittelalterlichen und neuzeitlichen Ackerbau20, ist aufgrund der großen Anzahl an fundführenden Gräbern sowie der zahlreichen Aufar- beitungen und Publikation des Materialbestandes in jüngerer Zeit eine gute Quellenbasis als Voraussetzung einer regionalen Feinchronologie mit Aussagekraft für die überregio- nale Diskussion gegeben.21

4.1.2 Bestattungssitte

Bei den Bestattungen im Arbeitsgebiet handelt es sich, bis auf wenige Ausnahmen22 in der MLT und SLT-Zeit, um Flachbrandgräber, die sich in vier Bestattungsarten gliedern: Gräber Typ Koosbüsch,23 Leichenbrandschüttungen, Urnengräber und Urnengräber mit Leichenbrandschüttung (vgl. Tab. 2 zur Verteilung in Horath). Die Gräber des Typ Koos- büsch knüpfen an die Bestattungstradition der späten HEK an, wie sich auch in ihrem Inventar bestätigt (z. B. Trier-Euren 6),24 und gehören somit zur frühen MLT-Periode. Die übrigen Bestattungsarten lassen sich nicht chronologisch differenzieren.25 Für die frühe ÄRKZ sind als Grabformen Brandgruben- und ungeschützte Urnengräber sowie Grabgruben mit Holzverkleidungen charakteristisch häufig umfriedet durch sog. Grab- gärten, seltener mit Grabhügeln.26 Die Bestattungen sind als Leichenbrandschüttung oder als Urnengrab angelegt.27

4.1.3 Ausstattung der Gräber

An erster Stelle unter den Beigaben steht die Gefäßkeramik (vgl. Tab. 3 und 4 zur Vertei- lung in Horath). In der SLT-Zeit dominiert bei der Keramik Drehscheibenware,28 häufig mit Glättverzierung, gegenüber handgeformten Gefäßen, die oft mit Pichungen verziert ist.29 Auffällig ist eine Häufung gleichartiger Typenkombination bei Bestattungen mit mehr als fünf Gefäßen, zusammengesetzt aus Flaschen, Terrinen, hohen Bechern oder Tonnen, niedrigeren Becherformen sowie Schalen und Schüsseln.30 In der SLT-Zeit wird die Waffenbeigabensitte (Schwert, Lanzen, Speere) wieder aufgegriffen, wobei die beigegebenen Waffen rituell31 zerstört werden, und es treten vermehrt Werkzeuge (Äxte, Beile) und Geräte (Hieb-, Rasiermesser) auf. Bei Männergräbern finden sich häufig eine Fibel, seltener zwei und nur vereinzelt drei Fibeln, meist aus Eisen, sonst aus Bronze, überwiegend nach MLT-Schema konstruiert. Bei Frauenbestattungen treten weit häufiger Fibeln vom SLT-Schema meist aus Bronze auf. Zu den mindestens zwei Fibeln vom SLT- Schema tritt meist noch eine Fibel vom MLT-Schema. Weitere Beigaben können Perlen, Körbchen-, Bommel-, Kamm- und Radanhänger, Spiral- und Hohlblecharmringe, Fingerringe, selten Münzen und Schlüssel sein. In der ÄRKZ werden nahezu alle Ausstattungsgruppen weiterhin berücksichtigt, zu denen nun allerdings Terra Sigillata, Lampen, römische Münzen in großer Zahl, Glasgefäße mit Kosmetika (Wederath 2300, 1026), kosmetisches und medizinisches Gerät (Wederath 1539, 1600) und Terrakotten als spezifisch römische Beigaben hinzutreten.32

4.2 Siedlungen

Die Siedlungsforschung trat im Arbeitsgebiet am Anfang der archäologischen Forschungen zugunsten der Gräberarchäologie stark zurück, was sich auch heute noch in der Quellensituation niederschlägt. Eine Ausnahme stellen die schon frühzeitig untersuchten Höhenbefestigungen wie der Ringskopf bei Allenbach [B] oder der Ringwall von Otzenhausen [A] dar. Die jüngeren Untersuchungen einer Reihe von SLT-Siedlungen im Treverergebiet, auf dem Martberg [C], auf dem Bergplateau des Kasselt von Wallendorf [D] oder auf dem Titelberg [E]33 lieferten ergänzende Erkenntnisse zum Kulturwandel dieser Region. Dies gilt insbesondere für die Befunde in Kultstätten, die in römischer Zeit in veränderter Form als Heiligtümer weiterbestehen konnten.34

5. Chronologisch ansprechbare Fundgattungen

Die für die bestehenden Chronologiesysteme im Arbeitsgebiet bei weitem wichtigste Fundgattung stellt die Keramik dar. Bei der Feinkeramik bilden vor allem die Hochfor- men, wie Flaschen, Tonnen, Becher und Kelchgefäße, aber auch vereinzelte Breitformen wie Schüsseln und Schalen einen Schwerpunkt.35 Die Grobkeramik weist als Hochfor- men Töpfe und Tonnen Horath Typ 2, als Breitformen Näpfe und Schalen auf. Die frü- heste römische Beeinflußung in der Gefäßproduktion wird mit dem Aufkommen der “graubelgischen Ware”, graue oder rote Teller mit Schrägrand und Platten, rot überfärb- ten Näpfen und Schälchen sowie römischen Krüge und Doppelhenkelgefäßen greifbar. Die für angrenzende Regionen so wichtige typologische Auswertung von Fibelformen spielt für die zeitliche Gliederung des bearbeiteten Raumes wegen des oft schlechten und fragmentarischen Erhaltungszustands des Materials bislang eine eher nachgeordnete, oft nur ergänzende Rolle gegenüber der Keramik.36 In Horath konnten von etwa 150 Fibeln aus 86 Gräbern nur 17 einigermaßen sicher bestimmten Typen zugeordnet werden (Vgl. Tab. 5).37 Am eindeutigsten läßt sich die chronologisch wichtige Gruppe der Nauheimer Fibeln aus dem SLT-Fibelbestand abgrenzen.38 Sie ist definiert als “flache, nur schwach gewölbte Spätlatè nefibel mit vier Spiralwindungen, unterer Sehne, spitzdreieckigem, blattförmig ausgehämmerten Bügel und einfach durchbrochenem, spitz- bis rechtwinkelig anschließ endem Fuß”.39 Im Arbeitsgebiet fanden sich frühe Typen der Nauheimer Fibel, (STRIEWES Gruppe A1.1-A1.2; A7.1-7.2; A6.3-A6.7; A11.1) vergesellschaftet mit hochgwölbten MLT-Fibeln (Wederath 196), MLT-Fibel Typ Eichloch (Wederath 268).40 Sowohl mit frühen Nauheimer Fibeln, als auch mit späteren Typen (STRIEWES Gruppe A3.5-A3.6; A8; B4 und Typ Biewer) vergesellschaftete sind flache MLT-Fibeln mit lan- ger Spirale (Wederath 302), drahtförmigen SLT-Fibeln mit Spiral- und Fußform wie Nauheimer Fibeln (Wederath 1181), eiserne Fibeln Typ Lauterach (Wederath 324) und Fibeln mit getreppt durchbrochenem Fuß (Niederolm 1). Schließlich fanden sich mit jün- geren Nauheimer Fibeln kombiniert Fibeln des Typs Almgren 65 (Wederath 219), draht- förmige SLT-Fibeln mit Bügelknopf (Hoppstädten 14). Das SLT-Formenspektrum wird abgelöst bzw. zunächst ergänzt durch Spiralhülsenfibeln mit gerilltem Bandbügel, sehr häufig Kragenfibeln mit halbierter, rippenverzierter Kragenscheibe und geschlossenem Fuß, teilweise mit Maskenzier, Spiralhülsenfibeln mit runder Kragenscheibe sowie Au- cissa- (Almgren 242) und Distelfibeln.

[...]


1 HAFFNER (1974a), 59-72; HAFFNER (1979), 405-409; MIRON (1991a), 151-169.

2 Vgl. JOACHIM (1968), 7. Anm. 23, mit weiterführenden geographischen Übersichten.

3 EBEL (1989), 3.

4 WIEGERT (2002), 19. Anm. 18.

5 FRENZEL (1986), 310.

6 HAFFNER (1988), 19.

7 BALDES/ BEHRENS (1914), 58-59.

8 CAES. Gall. 1,37; 2,24; 3.11; 4,6.10; 5,2-4.24.47.53.55.58; 6,2-3.5-9.29.32.44; 7,63.

9 In Abb. 2 sind die behandelten Fundstellen eingetragen. Die Nummerierung im Text in Klammern hinter den Fundorten entspricht der Nummerierung der Abb. 2.

10 MIRON (1991a), 152. JOACHIM (1968), 152-153 nimmt Überschneidungen mit der ersten Stufe des Jüngeren Latène (JLT 1) an, meint HEK-Elemente bis in die zweite Phase des Jüngeren Latène ausmachen zu können und hält mit KERSTENS (1948), 58, der mit einem Fortbestehen der Jüngeren HEK (=HEK II) bis ins letzte Jahrhundert rechnet.

11 MAHR (1967). Zur Kritik an der relativchronogischen Periodisierung durch Mahr vgl. JOACHIM (1969), 548-552, besonders 548; HAFFNER (1969), 233- 243.

12 MIRON (1991a), 153. Vgl. auch HAFFNER (1969), 239.

13 JOACHIM (1969), 551.

14 Materialvorlage: HAFFNER (1971); (1974b); (1978); CORDIE-HACKENBERG/ HAFFNER (1991); (1997). Zur Analyse siehe: Kat. Wederath (1989). Die abschließende Auswertung durch HAFFNER steht noch aus.

15 Materialvorlage: MAHR/ MIRON (1980/81), 7-262. Zur Analyse: MIRON (1986), 7-198.

16 Bernkastell-Wittlich: MIRON (1992), 129-191; Birkenfeld: MIRON (1991b), 171-240; Merzig-Wadern: MIRON (1986/87), 103-143.

17 MIRON (1984), 15. Materialvorlage Biewer und Eugen: MIRON (1984), 15-95.

18 HAFFNER (1969), 71.

19 Für unsachgemäße Grabung im Arbeitsgebiet und in diesem Fall zudem unglückliche Umstände bei der Publikation sei exemplarisch auf das Gräberfeld Trier-Biewer verwiesen. MIRON (1984), 16.

20 Vgl. etwa für Wederath, HAFFNER (1989a), 43: Sie [die Anzahl durch Pflug und anschließender Erosion zerstörter Gräber] dürfte 25 bis 35 % des ursprünglichen Gräberbestandes ausmachen.

21 Miron (1991a), 152-153: “ (...) in unserem Raum [Hunsrück-Nahe-Raum] kann die Grundlage für die Chronologie des südlichen und westlichen Mitteleuropas geschaffen werden. ” So auch STRIEWE (1996), 93, allerdings für das größere Arbeitsgebiet des Rhein-Main-Mosel-Raums.

22 Zu den seltenen Körperbestattungsbefunden vgl. MIRON (1986), Anm. 330.

23 HAFFNER (1974c), 58-70; HAFFNER (1976), 133-134.

24 MIRON (1984), 18.

25 MIRON (1986), 127.

26 EBEL (198a), 91-96. HAFFNER (1989a), 93. Zu den, durch Gruben umgrenzten, sog. Grabgärten vgl. HAFFNER (1989a), 83.

27 HAFFNER (1989a), 95.

28 HAFFNER (1989a), 58. Wohingegen in Siedlungen die handgemachte Keramik ungefähr im Verhältnis 3:1 überwiegt WIEGERT (2002), 201.

29 HAFFNER (1989a), 58.

30 HAFFNER (1989a), 59.

31 MIRON (1986), 116-117. HAFFNER (1989a), 61.

32 HAFFNER (1989a), 98.

33 Zu C: HAFFNER (1984a); zu D: KRAUßE (1996); zu E: SCHINDLER / KOCH (1977); METZLER (1995).

34 Vgl. etwa das römische “Heiligtum” von Otzenhausen: WIEGERT (2002), 103-119.

35 Für die Gefäßtypen wird die von MIRON definierte Nomenklatur verwendet. Miron (1986), 36-60.

36 MIRON (1986), 158; WIEGERT (2002), 128.

37 5! Kostrzewski Var. A davon 1!mit langer (12 Windungen) Spiralwindung; 5! Kostrzewski Var. B; 2!Fibel mit sehr hoch gewölbten Bügel; 5!Nauheimer Fibeln. MIRON (1986), 62.

38 Das Aufkommen der Nauheimer Fibel wird Überregional mit dem Horizont D1 verbunden. In Umgebung des Arbeitsgebietes: Stufe LT D1 im Rhein-Main-Gebiet nach POLENZ (1971); Jüngerlatène I im Neuwieder Becken nach DECKER (1968), bzw. Zeitstufe I nach OESTERWIND (1989).

39 WERNER (1955), 179.

40 Die Fundangabe in Klammern ist als Beispiel nicht als Auflistung aller vergesellschafteten Fundorte zu verstehen. Siehe hierzu Abb. 12, die allerdings auch rechtsrheinische Fundplätze auflistet.

Details

Seiten
36
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783656070658
Dateigröße
2.4 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v179617
Institution / Hochschule
Freie Universität Berlin – Institut für Prähistorische Archäologie
Note
1,7
Schlagworte
Prähistorische Archäologie Ur- und Frühgeschichte Kelten Germanen Funde Befunde Chronologie Eisenzeit Frühzeit Europa Deutschland Hunsrück Mittelrhein Gräber Siedlungen Latenezeit römische Kaiserzeit

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Titel: Die späte Eisenzeit im Hunsrück-Nahe und Mittelrheingebiet