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Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe in der Therapie und Prophylaxe

Essay 2011 17 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Übersicht
- Ist/Soll-Vergleich des Ernährungsverhaltens in Deutschland – Auswirkungen der Fehlernährung auf die Gesundheit
- Chemische Struktur und Funktion verschiedener Naturstoffe aus ernährungsmedizinischer Sicht
- Vitamin- und Mineralstoffmangel aus ernährungsmedizinischer Sicht
- Prävention mit Naturstoffen und ihr therapeutisches Potenzial

Naturstoffe
- Mikronährstoffe – bioaktive Substanzen
- Sekundäre Pflanzenstoffe in Prophylaxe und Therapie
- Einfach- und mehrfach ungesättigte Fettsäuren – Auswirkungen einer Modifikation des Fettsäuremusters
- Einfluss des Ballaststoffs ß-Glucan auf Digestion und Resorption von Kohlenhydraten verschiedener Kettenlänge
- Essenzialität von Folaten in der Gynäkologie
- Risikowirkstoff Kalzium
- Gastrointestinale und immunologische Effekte von Prebiotika

Diskussion
- Risikogruppen für eine Unterversorgung mit bioaktiven Substanzen aus gynäkologischer Sicht
- Ernährungsmitbedingte Krankheiten
- Vitamin- und Mineralstoffversorgung in Deutschland
- Gesunde, präventive Ernährungsweise
- Fazit

Hippokrates, geb. 460 v. Chr. auf Kos, gest. 370 v. Chr. in Larissa Auszug aus dem Hippokratischen Eid:

„... Die diätetischen Maßnahmen werde ich nach Kräften und gemäß

Imeinem Urteil zum Nutzen der Kranken einsetzen, Schädigung und Unrecht aber ausschließen. ...“

Auswirkungen auf die Gesundheit

Der Kenntnisstand der Ernährungswissenschaft und der Ernährungsmedizin bestimmt die aktuellen Ernährungsempfehlungen für die Bevölkerung. Ein gesundes Essverhalten beinhaltet demnach viel Gemüse und Obst, Vollkornprodukte und eine moderate Fettzufuhr vorwiegend in Form ernährungsphysiologisch hochwertiger pflanzlicher Fette. Gemüse und Obst liefern dem Körper essenzielle Vitamine und Mineralstoffe sowie gesundheitsförderliche sekundäre Pflanzenstoffe. Vollkornprodukte dienen der Gesundheit durch einen hohen Ballaststoffgehalt, der nicht nur eine Sättigung bewirkt sondern auch die Aufnahme von Kohlenhydraten in den Körper verlangsamt und für eine intakte Funktion des Gastrointestinaltraktes wichtig ist. Jahrelang wurde empfohlen, Fett zu sparen, wo irgend möglich. Die Einstellung zur Fettzufuhr ist heute liberaler geworden. Statt zu reduzieren ist die Fettzufuhr den neuesten ernährungswissenschaftlichen Ergebnissen nach zu modifiziert. Gesättigte Fettsäuren, deren Hauptlieferant tierische Produkte sind, benötigt der menschliche Körper nachweislich nicht und führen zu negativen Auswirkungen auf die Serumlipide. Dagegen übernehmen einfach- und mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie sie pflanzliche Lebensmittel enthalten im menschlichen Organismus physiologische Funktionen und sollten bevorzugt verzehrt werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zur Realität klafft bei diesen Ernährungsempfehlungen jedoch eine große Lücke. Im Durchschnitt ist das Essverhalten in Deutschland bestimmt durch einen zu hohen Verzehr von tierischen Fetten, Weißmehlprodukten und zu wenig Gemüse und Obst. Daraus resultiert eine übermäßige Kalorienzufuhr, während Mirkonährstoffe wie Vitamine und Mineralien in vielen Fällen zu kurz kommen. Ernährungsmitbedingte Krankheiten wie Osteoporose, Adipositas oder Diabetes mellitus-Typ-2 erlangen daher in Deutschland beinahe das Epidemie-Stadium. Von den gesundheitlichen Beeinträchtigungen eines jeden einzelnen abgesehen, entstehen der Volkswirtschaft durch diesen Raubbau am eigenen Körper Kosten in immenser Höhe.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung: Prävalenz von Diabetes mellitus

Chemische Struktur und Funktion verschiedener Nahrungsbestandteile aus ernährungsmedizinischer Sicht

Vitamine

Der Begriff Vitamin stammt aus dem lateinischen und setzt sich aus den Wörtern „Vita“ – das Leben und „Amin“ – Stickstoffverbindung zusammen. Diese Bezeichnung könnte den Eindruck hervorrufen, dass es sich bei allen Vitaminen um Stickstoffverbindungen handeln würde; eine solche Charakterisierung der Vitamine ist jedoch generell nicht gegeben (4). Die Bezeichnung beruht auf der Struktur des Thiamins, bei dessen Identifizierung der Begriff geprägt wurde.

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Details

Seiten
17
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656045694
ISBN (Buch)
9783656045045
DOI
10.3239/9783656045694
Dateigröße
520 KB
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2011 (November)
Schlagworte
Vitamin Vitamine Vitaminmangel Vitamin-Mangel Mineralstoff Mineralstoffe Mineralstoffmangel Sven-David Müller Diätassistent Diätetik

Autor

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Titel: Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe in der Therapie und Prophylaxe