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Erfolgsfaktoren einer Internetpräsenz als Marketinginstrument

Am Beispiel PORTOLAN Commerce Solutions GmbH

Projektarbeit 2010 41 Seiten

BWL - Offline-Marketing und Online-Marketing

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise

2. Anforderungen und Gestaltung einer Internetpräsenz
2.1 Grundlagen der Webseitengestaltung
2.1.1 Begrifflichkeiten
2.1.2 Historie
2.2 Typologien von Internetnutzern
2.2.1 Bedeutung von Typologien
2.2.2 Kriterien einer Segmentierung
2.2.2.1 Soziodemografische Merkmale
2.2.2.2 Psychografische Merkmale
2.2.2.3 Verhaltensorientierte Merkmale
2.2.3 Die @Facts-Studie
2.3 Erfolgsfaktoren der Webseitengestaltung
2.3.1 Struktur der Webseite als Erfolgsfaktor
2.3.1.1 Lost in Hyperspace
2.3.1.2 Benutzerfreundlicher Aufbau einer Webseite
2.3.2 Design der Webseite als Erfolgsfaktor
2.3.2.1 Text- und Bildanteil
2.3.2.2 Farbgestaltungen
2.3.2.3 Multimedialität
2.3.3 Informationswert der Webseite als Erfolgsfaktor
2.3.3.1 Quantität des Inhalts
2.3.3.2 Qualität des Inhalts
2.3.3.3 Aktualität des Inhalts
2.3.4 Funktionalität der Webseite als Erfolgsfaktor
2.3.4.1 Kontaktmöglichkeiten
2.3.4.2 Suchfunktion
2.3.5 Unterhaltungswert der Webseite als Erfolgsfaktor

3. Die Internetpräsenz der PORTOLAN Commerce Solutions GmbH
3.1 PORTOLAN Commerce Solutions GmbH
3.1.1 Kurzportrait
3.1.2 Die momentane Internetpräsenz der PORTOLAN Commerce Solutions GmbH
3.2 Die Überarbeitung der Internetpräsenz der PORTOLAN Commerce Solutions GmbH
3.2.1 Planung
3.2.2 Durchführung
3.2.2.1 Struktur und Design der Webseite
3.2.2.2 Informationswert der Webseite
3.2.2.2.1 Quantität des Inhalts
3.2.2.2.2 Qualität des Inhalts
3.2.2.2.3 Aktualität des Inhalts
3.2.2.3 Funktionalität der Webseite
3.2.2.3.1 Kontaktmöglichkeiten
3.2.2.3.2 Suchfunktion
3.2.2.3.3 Sprachwechselfunktion
3.2.2.3.4 Suchmaschinenoptimierung
3.2.2.4 Unterhaltungswert der Webseite
3.2.3 Kontrolle

4. Schlussbetrachtung

Anhang

Literaturverzeichnis

Verzeichnis der Internetquellen

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Online-Nutzertypen 2007

Abb. 2: Problem des »Lost in Hyperspace«

Abb. 3: Blickverlauf einer unbekannten Webseite

Abb. 4: Überarbeitete Startseite der Internetpräsenz

Abb. 5: Klassisch strukturierte Weboberfläche

Abb. 6: Kontaktformular PCS

Abb. 7: Einsatz eines multimedialen Instruments

1. Einleitung

„Eine Website1 ist heute kein „Projekt“ mehr, sondern ein Prozess. Eine erfolgreiche Site lebt und wird ständig ergänzt und verbessert.“2

1.1 Problemstellung

Die Bedeutung des Internets hat in den letzten zwei Jahrzehnten stark zugenommen. Dies verdeutlicht eine ARD/ZDF-Onlinestudie aus dem Jahr 2010.3 Seit Einführung des World Wide Webs (WWW) Anfang der neunziger Jahre ist die Anzahl an Webseiten stetig gestiegen. Diese Entwicklung hat zu grundlegenden Veränderungen von Wirtschaft und Gesellschaft geführt. Waren im Jahr 1993 weltweit gerade einmal 500 Internetauftritte online, lag diese Zahl 2010 hingegen schon zwischen sechs und acht Milliarden.4 Dies ist unter anderem auf die Weiterentwicklung der zugrundeliegenden Technologien zurückzuführen, wodurch maßgebliche Anwendungs- und Einsatzpotentiale geschaffen wurden.5

Heutzutage ist kaum ein anderes Kommunikationsmittel so effektiv und bietet eine dermaßen große Reichweite mit vergleichsweise geringen Kosten. Somit ist eine innovative und effiziente Internetpräsenz gegenwärtig ein unverzichtbares Marketinginstrument. Dieses wird täglich durch die Schnelllebigkeit des WWW, bedingt durch technische Innovationen und Algorithmusänderungen6 der Suchmaschinen beeinflusst. Zudem führen häufige Gesetzesänderungen dazu, dass sich Betreiber einer Webpräsenz regelmäßig auf dem Laufenden halten müssen, um aktuellen Bedingungen gerecht zu werden.7 Abgesehen von diesen dynamischen Kriterien müssen auch grundlegende statische Regelungen eingehalten werden, um den Internetnutzer auf die Webseite aufmerksam zu machen und ihn mit Hilfe eines attraktiven Angebots auf dieser zu halten. So ist es relevant den Internetauftritt sowohl der Bandbreite, Hard- und Softwareausstattung, als auch den Fachkenntnissen der multikulturellen Besucher anzupassen.8 Abgesehen von diesen zu beachtenden Faktoren stellen auch Messkonzepte in der Erfolgskontrolle weitere Problemfelder dar. So ist es für Anbieter schwierig, sich objektive Meinungen über die Anwendbarkeit ihrer Internetpräsenz aus diversen Ansprechgruppen einzuholen, um somit bestehenden Verbesserungsbedarf ausfindig zu machen.9

Der aktuelle Internetauftritt der PORTOLAN Commerce Solutions GmbH (PCS) wurde im Jahr 2005 programmiert, gestaltet und veröffentlicht. Zwar wurde versucht, den entscheidenden Erfolgsfaktoren nachzukommen, jedoch wirkt die Webseite im Vergleich zur Konkurrenz nicht mehr zeitgerecht. Um also weiterhin im virtuellen Marktgeschehen mitmischen zu können, ist eine umfassende Überarbeitung der alten Internetpräsenz unumgänglich.

1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise

Das Ziel der vorliegenden Projektarbeit besteht darin, die Internetpräsenz der PCS als Marketinginstrument zu optimieren und die zugehörigen Prozesse bezüglich der Erstellung aufzuzeigen. Zuerst soll anhand der Literatur herausgearbeitet werden, welche Erfolgsfaktoren zu einer effizienten Internetpräsenz führen. Daraufhin soll die Webseite der PCS überarbeitet und neu gestaltet werden. Dieses Marketinginstrument soll so ausgearbeitet werden, dass es die optimalen Erfolgsfaktoren besitzt und in den folgenden Jahren als Basis für das Internetmarketing des Unternehmens dienen kann.

Im ersten Theorieteil dieser Arbeit werden grundlegende und rechtliche Begrifflichkeiten für gewerbliche Webseiten erläutert und deren Notwendigkeit für ein Unternehmen herausgearbeitet. Danach werden die Internetnutzer typologisiert und deren soziodemografische, psychografische und verhaltensorientierte Merkmale anhand einer Studie aufgeführt.

Der zweite große Theorieteil besteht aus den eigentlichen Erfolgsfaktoren der Webseitengestaltung. In diesem werden die Elemente Struktur, Design, Informationswert, Funktionalität und Unterhaltungswert einer Internetpräsenz abgearbeitet und auf beachtenswerte Gestaltungsinstrumente hingewiesen.

Im Praxisteil der Arbeit wird zuerst auf den momentanen Internetauftritt der PCS und daraufhin auf die grundlegenden Schritte der Planung, Durchführung und Kontrolle einer neuen Internetpräsenz eingegangen. Die Durchführung wird anhand der im Theorieteil genannten Erfolgsfaktoren in einem Abgleichverfahren erörtert.

2. Anforderungen und Gestaltung einer Internetpräsenz

2.1 Grundlagen der Webseitengestaltung

2.1.1 Begrifflichkeiten

Eine Internetpräsenz ist ein virtuelles Projekt, welches die Gesamtheit der Funktionalitäten eines Anbieters im Internet darstellt. In der Regel besteht ein ökonomischer Internetauftritt aus mehreren, miteinander verlinkten Webseiten, einer leicht verständlichen Navigationsmöglichkeit, einem einheitlichen Seitenlayout und einem charakteristischen Design.10

2.1.2 Historie

Das Internet als globales Netzwerk existiert schon bedeutend länger als das WWW. Auf technologischer Ebene gesehen ist das Internet ein Überbegriff, der über verschiedenen Diensten steht, zu denen sich neben dem Web auch E-Mails, FTP11 und viele weitere zählen.12 Sein Ursprung hat es 1969 in den USA, wo das amerikanische Verteidigungsministerium das ARPAnet13 ins Leben rief, um Universitäten zu verbinden. Die Idee dahinter war ein revolutionäres Informationsnetz mit dezentraler Architektur. Nachdem in den 80er Jahren die National Science Foundation (NSF) das NSF-Net zur Vernetzung weiterer wissenschaftlicher Einrichtungen einführte, wurde ab 1983 dieses als Internet bezeichnet. Der Ursprung des Webs ist jedoch wesentlich jünger. Anfang der 90er Jahre wurde beim CERN14, mit der Entwicklung des ersten Webbrowsers, der Grundstein für das WWW gelegt.15 Dieses war der Auslöser für das explosionsartige Wachstum des Internets. Es bildete nun Vorteile für eine kommerzielle Entwicklung innerhalb dieses Netzes, welches mit der Einführung des ersten grafikfähigen Webbrowsers16 namens Mosaic von einem textbasierten Medium zur multimedialen Anwendung wurde.17

2.1.3 Rechtliche Grundlagen

Als Betreiber einer gewerblichen Webseite ist es relevant, die Reihe an gesetzlichen Rahmenbedingungen zu beachten. So muss nicht nur der Impressumspflicht nachgekommen werden, sondern auch berücksichtigt werden, dass Inhalte wie Texte und Bilder dem Urheberrecht des jeweiligen Erstellers unterliegen.18 Aufgrund der Vielfalt diverser Rechtsverstöße19 und des Faktes, dass die Internetpräsenz von PCS zu Werbeund Informationszwecken dient, wird im Folgenden nur auf die dafür betreffenden rechtlichen Grundlagen eingegangen.20 Somit werden Richtlinien, die sich z. B. speziell auf Online-Shops beziehen, außen vor gelassen.

Damit es nicht zu Abmahnungen durch Vereine, Verbände und Konkurrenten kommt, ist es von höchster Signifikanz vollständige Angaben zum Unternehmen, in Form eines Impressums, zu machen. Diese Angaben sollten von jeder Seite aus über den Link21 »Impressum« abrufbar sein. Andernfalls kann es zu einer erhöhten Bußgeldstrafe kommen (§16 TMG). Somit ist es unzulässig, wenn die Daten erst nach mehr als zwei Klicks oder nur durch Scrollen über diverse Seiten einsehbar sind. Inhaltich sollte der Vorund Zunamen des Inhabers, die Straße, Hausnummer, Postleitzahl, der Ort und falls vorhanden die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer enthalten sein.22

Bei einer Marken- und Urheberrechtsverletzung hingegen kann es von Seiten des Rechtsinhabers zu einem Beseitigungs- und Unterlassungsanspruch kommen. Bei Verschuldung führt dies sogar bis zu einem Schadenersatzanspruch (§97 UrhG, §14 MarkenG). Häufige Rechtsverstöße treten hierbei durch Verwendung von Herstellerfotos, ungenehmigter Artikelbeschreibungen oder Implementierung von markenrechtlich geschützten Begriffen auf.23

Ein weiterer nennenswerter Rechtsfehler ist die Verletzung des Wettbewerbsrechts. So kommt es häufig vor, dass Unternehmen durch irreführende Werbung oder fehlerhafte Preisangaben eine Behinderung des Konkurrenten erzielen. Deshalb bestehen in diesem

Fall nicht nur Schadensersatzansprüche, sondern Gewinnabschöpfungsansprüche (§§8 bis 11 UWG).24

Bevor es jedoch zu einem Anspruch kommen kann, muss der Rechtsverletzende abgemahnt werden. Der Gesetzgeber hat dazu im Jahr 2004 mit dem §12 Abs. 1 UWG geregelt, dass die eines Unterlassungsanspruchs Berechtigten den Schuldner vor Einleitung eines gerichtlichen Verfahrens abmahnen und Gelegenheit geben müssen, den Streit durch Abgabe einer Unterlassungsverpflichtung beizulegen.25

2.2 Typologien von Internetnutzern

2.2.1 Bedeutung von Typologien

In der modernen und ständig wachsenden Welt des Internets ist es für Unternehmen von äußerster Wichtigkeit das Publikum gezielt anzusprechen,26 denn das WWW ist heutzutage zu einem bedeutsamen Teil des Privat- und Berufslebens geworden.27 Als multimediale Anwendung dient es nicht mehr nur als Informationsquelle, sondern ebenso als Kommunikations-, Unterhaltungs- und Vertriebskanal. Diese Vielfalt an Nutzungsmöglichkeiten macht es notwendig, Internetnutzer in Gruppen zu klassifizieren, welche in sich möglichst „homogen, untereinander aber sehr unterschiedlich“28 sind. Daraufhin kann der Internetauftritt an diese Segmente angepasst werden, was eine verbesserte Kundennähe und somit auch einen erhöhten Marketingerfolg mit sich bringt.29

2.2.2 Kriterien einer Segmentierung

Um die Internetnutzer erfolgreich kategorisieren zu können, müssen soziodemografische, psychografische und verhaltensbezogene Kriterien in Betracht gezogen werden.30

2.2.2.1 Soziodemografische Merkmale

Zu soziodemografischen Variablen zählen unter anderem soziale Milieus, Bildungsgrad, Alter und Geschlecht. Jedoch bietet diese Merkmalsbasis eine sehr geringe Erklärungskraft darüber, aus welchen Gründen die Konsumenten das Internet nutzen. Es gibt sowohl moderne, zukunftsorientierte Senioren, als auch eher rückständige Jugendliche, welche noch sehr wenig Erfahrung mit der Internetnutzung aufweisen. Somit stellen folgende Kriterien eine qualitativere Möglichkeit dar, die Verbraucher zu segmentieren.31

2.2.2.2 Psychografische Merkmale

Diese geben Aufschluss über die Bedürfnisse und Beweggründe der Nutzer. Somit kann durch die Absicht, wie z. B. Informationssuche, Kommunikation und Unterhaltung, auf die Häufigkeit und das Ausmaß der Internetnutzung geschlossen werden. Ebenfalls spiegeln sich im Onlineverhalten Persönlichkeitsmerkmale wider, wodurch Aussagen über die Extrovertiertheit, die Einstellung und somit auch über das persönliche Interesse getroffen werden können.32

2.2.2.3 Verhaltensorientierte Merkmale

Desweiteren kann nach verhaltensorientierten Eigenschaften segmentiert werden. Diese beinhalten die Art und Zielsetzung der genutzten Anwendungen. So kann der Nutzer das WWW sowohl für private, als auch gewerbliche Zwecke nutzen z. B. das Einkaufen in Onlineshops oder das Erledigen von Bankgeschäften via Onlinebanking.33

2.2.3 Die @Facts-Studie

Eine differenzierte Nutzertypologie wurde im Auftrag der SevenOne Media GmbH34 im Jahr 2007 mit der @Facts-Studie durchgeführt. Bei dieser wurden 1500 Telefoninterviews mit deutschen Internetnutzern ab 14 Jahren durchgeführt.35 Als Segmentierungskriterien zählte die Stärke des Interesses an 28 Webinhalten (z. B. Veranstaltungen, Produkte) und 24 Webanwendungen (z. B. Onlinebanking, Emails). Anschließend wurden aus den Umfragedaten sieben Nutzertypen erstellt, welche im Anhang in Anlage 236 tabellarisch dargestellt sind.37

Den größten Anteil hierbei haben die »Low-Interest« Nutzer (22%), welche auch den ältesten Typ darstellen. Sie interessieren sich hauptsächlich für Onlinezeitschriften und verfolgen sogenannte Newsfeeds (RSS-Feeds)38. Das Gegenteil dazu stellt das »Fun & Games« Segment (18%) dar, bei welchem es sich um junge, spaßorientierte männliche Nutzer handelt.39 Einen fast gleichen Anteil weist der »Service, Shopping & Lifestyle« Typ (17%) auf, welcher insbesondere Interneteinkäufe tätigt und den Service des Onlinebankings beansprucht. Jeder siebte deutsche Internetnutzer kann sich zum »Multi Interest & User Generated Content« (16%) zählen. Hier finden sich Personen mit einem breiten Interessengebiet und welche die selbst aktiv zur Entwicklung des WWW beitragen (z. B. in Form einer eigenen Webseite).40 Die fünfte Sektion lautet »Entertainment & Communication« (12%). Hier liegt der Interessenfokus stark auf Kino, Kommunikation und Lifestyle, wozu hauptsächlich Frauen zählen. »Low-Interest« Nutzer finden sich häufig auch in der »Free Time Planning« Rubrik (10%) wieder. Diese Konsumenten beziehen meistens nur dann das Angebot vom Internet, wenn eine Reise oder Freizeitaktivität zu planen sind. Der kleinste Sektor der @Facts-Studie ist das »Music & Video« Segment (4%). Die Vertreter nutzen hauptsächlich Musik- und Videoangebote, kaufen CDs und DVDs und sind größtenteils erwerbstätig.41 Folgende Abbildung stellt die genannten Segmente nochmals grafisch dar:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Online-Nutzertypen 200742

Zieht man das Fazit aus der Studie und betrachtet die Typologien im Gesamten, kristallisieren sich wichtige Informationen heraus, die bei der Webseitengestaltung beachtet werden sollten. Der Großteil der Nutzer besucht Webseiten immer noch primär um sich gezielt zu informieren. Somit ist es als Unternehmen relevant, dem Nutzer schnell und prägnant die Informationen zu bieten, welche er sucht. Desweiteren sollte der Internetauftritt übersichtlich gestaltet sein, damit der Besucher, ohne sich erst orientieren zu müssen, an die gesuchten Auskünfte gelangt.43 Da es laut der Studie viele noch unerfahrene Konsumenten gibt, muss bei der Webseitenerstellung versucht werden, durch eine vertrauenswürdige Internetpräsenz, einen möglichst hohen Informationswert zu erzielen.44

2.3 Erfolgsfaktoren der Webseitengestaltung

Das Ziel der Webseitengestaltung ist es, eine Internetpräsenz möglichst nutzerorientiert zu erstellen. Hierbei sind besondere Gestaltungmerkmale zu beachten, die aus dem Auftritt ein gelungenes Marketinginstrument machen. Diese Erfolgsfaktoren werden im Folgenden dargestellt und erläutert.45 Dabei sollte immer das Primärziel vor Augen gehalten werden: „Der Benutzer einer Website steht im Vordergrund, nicht der Betreiber.“46

2.3.1 Struktur der Webseite als Erfolgsfaktor

Da eine Webseite nicht nur aus einer einzelnen Seite besteht, sondern aus einem Geflecht von Dokumenten, ist es wichtig dieses in eine nachvollziehbare Ordnung zu bringen. Eine durchdachte Struktur und Nutzerführung sorgt dafür, dass der Besucher problemlos navigieren kann und gesuchte Informationen schnell findet. Die Struktur dient nicht nur der Orientierung, sondern führt wiederum zu längerer Verweildauer.47 Die ersten Sekunden eines Webseitenbesuchs entscheiden über den Erfolg: „Klickt der Besucher weiter, oder bleibt er auf der Seite?“48

2.3.1.1 Lost in Hyperspace

Internetauftritte sind im Gegensatz zu gedruckten Texten nicht linear. Sie weisen eine assoziative und hierarchische Struktur49 auf. In diesem Geflecht muss dem Benutzer vermittelt werden, wo er sich befindet, wie er dorthin gekommen ist und wohin er von der aktuellen Seite aus navigieren kann. Falls dies nicht gelingt, kommt es zu einer Orientierungslosigkeit und man spricht von »Lost in Hyperspace«.50

[...]


1 Auch: Internetpräsenz, Internetauftritt, Webseite

2 Jacobsen, J. (2007), S. V

3 Vgl. o.V. (2010), ARD/ZDF-Onlinestudien, http://www.ad-zdf-onlinestudie.de/ (Stand: 16.08.2010)

4 Vgl. Van Eimeren, B.; Frees, B. (2010), S. 334 ff.

5 Vgl. Harde, N. (2008), S. 1

6 Ein Algorithmus ist eine Vorgehensbeschreibung zur Lösung eines Problems. Algorithmen von Suchmaschinen ordnen Internetseiten in Abhängigkeit des Suchbegriffs nach ihrer jeweiligen Relevanz an.

Vgl. Pomberger, G.; Dobler, H. (2008), S. 29 ff.

7 Vgl. Gollas, S.(2008), S. 6

8 Vgl. Martin, T.; Richter, A. (2008), S. 5

9 Vgl. Wünschmann, S.; Schwarz, U.; Müller, S. (2008), S. 206

10 Vgl. Münz, S. (2008), S. 16 f.

11 File Transfer Protocol ist ein Netzwerkprotokoll zur Datenübertragung über Netzwerke von oder zu einem Computer. Vgl. Henning, P. A. (2007) S. 322 f.

12 Vgl. Hauser, T.; Wenz, C.; Maurice, F. (2006), S. 32 ff.

13 Advanced Research Projects Agency Network

14 European Organization for Nuclear Research

15 Vgl. Harde, N. (2008), S. 20

16 Ein Webbrowser ist ein Programm, das hauptsächlich zum Anzeigen von Webseiten benutzt wird. Vgl. Jendryschik, M. (2009), S. 65

17 Vgl. MacDonald, M. (2009), S. 9 ff.

18 Vgl. Jacobsen, J. (2007), S. 31

19 Siehe Anhang, Anlage 1, S. 26

20 Vgl. Martin, T.; Richter, A. (2008), S. 91

21 Verknüpfung von zwei Dokumenten. Vgl. Jacobsen, J. (2007), S. 393

22 Vgl. Jacobsen, J. (2007), S. 265 ff.

23 Vgl. Wien, A. (2009), S. 20 f.

24 Vgl. Eichhorn, B. (2007), S. 56

25 Vgl. Martin, T.; Richter, A. (2008), S. 98

26 Vgl. Münz, S. (2008), S. 47

27 Vgl. Kaiser, S. (2007), S. 25 ff.

28 Wünschmann, S.; Schwarz, U.; Müller, S. (2008), S. 36

29 Vgl. Pooker, N. (2009), S. 25 f.

30 Vgl. Sandhöfer, J.; Silberkuhl, B.; Kühner, A. (2007), S. 13 ff.

31 Vgl. Gollas, S. (2008), S. 68

32 Vgl. Sandhöfer, J.; Silberkuhl, B.; Kühner, A. (2007), S. 13 ff.

33 Vgl. Wünschmann, S.; Schwarz, U.; Müller, S. (2008), S. 36 f.

34 SevenOne Media ist das führende deutsche Vermarktungsunternehmen für audiovisuelle Medien. Vgl. o.V. (2010), Unternehmen SevenOne Media GmbH, http://www.sevenoneinteractive.de/101.html (Stand: 16.08.2010)

35 Vgl. o.V. (2007), E-Commerce-Center Handel, http://www.ecc-handel.de/studie_facts_extra_- _online-nutzertypen_2007.php (Stand: 16.08.2010)

36 Siehe Anhang, Anlage 2, S. 27

37 Vgl. Sandhöfer, J.; Silberkuhl, B.; Kühner, A. (2007), S. 8

38 RSS (Real Simple Syndication) Format dient zum Austausch von Text, meist als Abonnement, um Benutzer über Neuigkeiten auf der Seite zu informieren, ohne dass sie diese dazu besuchen müssen. Vgl. Jacobsen, J. (2007), S. 395

39 Vgl. o.V. (2007), Pressemappe SevenOne Media GmbH, http://www.presseportal.de/pm/42713/1020335/sevenone_media_gmbh (Stand: 16.08.2010)

40 Vgl. o.V. (2007), E-Commerce-Center Handel, http://www.ecc-handel.de/studie_facts_extra_- _online-nutzertypen_2007.php (Stand: 16.08.2010)

41 Vgl. o.V. (2007), Pressemappe SevenOne Media GmbH, http://www.presseportal.de/pm/42713/1020335/sevenone_media_gmbh (Stand: 16.08.2010)

42 Enthalten in: Sandhöfer, J.; Silberkuhl, B.; Kühner, A. (2007), S. 29

43 Vgl. Kaiser, S. (2007), S. 68

44 Sandhöfer, J.; Silberkuhl, B.; Kühner, A. (2007), S. 29

45 Vgl. Martin, T.; Richter, A. (2008), S. 7 ff.

46 Jacobsen, J. (2007), S. 37

47 Vgl. Martin, T.; Richter, A. (2008), S. 11

48 Wünschmann, S.; Schwarz, U.; Müller, S. (2008), S. 78

49 Siehe Anhang, Anlage 3, S. 28

50 Vgl. Hollenstein, M. (2007), S. 37 f.

Details

Seiten
41
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783656045397
ISBN (Buch)
9783656044826
Dateigröße
2.5 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v181317
Institution / Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Stuttgart, früher: Berufsakademie Stuttgart – Wirtschaft
Note
1,1
Schlagworte
Internetpräsenz Webseite Marketinginstrument Onlinemarketing Internetseite Homepage Webauftritt Internetauftritt Website Internetmarketing Internet Internetrecht Webdesign Multimedia Werbung Erfolgsfaktoren Onlineauftritt Webpräsenz

Autor

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