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Die E-Book-Revolution – das neue Zeitalter?

Hausarbeit 2011 15 Seiten

Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. E-Books
2.1 Definition
2.2 Unterschiede zwischen gedruckten und elektronischen Büchern
2.3 Entstehung und Entwicklung
2.4 Vor- und Nachteile
2.5 Aktuelle Trends

3. Zusammenfassung und Ausblick

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„In den USA hat Amazon mit seinem E-Book-Angebot und dem Lesegerät Kindle den Buchmarkt bereits umgekrempelt. Seit Ende 2010 verkauft der Onlinehändler mehr digi- tale als gedruckte Wälzer.“1 Im deutschen „Kindle-Shop“ des Unternehmens können mittlerweile über 750.000 E-Books erworben werden, darunter den Sortimentern und dem Zwischenbuchhandel, sofern dieser in das Endkundengeschäft einsteigt.“3

E-Books inkl. Lesegeräte ermöglichen aus ökologischer Sicht eine Eindämmung der stei- genden Papierherstellung und können langfristig zu einer positiven Umweltbilanz bezüglich Treibhausgasemissionen und Energieverbrauch beitragen.4 Die neuen Geräte mit ihrem technischen Funktionsumfang sind zudem immer ausgereifter und preiswerter. Dennoch ist das elektronische Buchformat laut einer Vergleichsstudie zwischen Deutsch- land, Österreich und der Schweiz gerade einmal einem Drittel der Bevölkerung bekannt.5 Aufgrund dieser neuen Entwicklungen beschäftigt sich die vorliegende Hausarbeit mit dem Thema: „Die E-Book-Revolution - das neue Zeitalter?“ und ganz konkret mit der For- schungsfrage: „Wird das E-Book das traditionelle Buch in naher Zukunft ersetzen?“. Dabei steht der Terminus der Revolution (aus dem lateinischen stammend) im Wahrig für eine „Umwälzung“ bzw. einen „Umsturz“.6

Zunächst erfolgt eine Definition des Begriffs E-Book, anschließend werden Unterschiede zwischen gedruckten und elektronischen Büchern nach Schröder analysiert. Die Entstehung und Entwicklung sowie die Vor- und Nachteile des E-Books führen schließlich weiter in das Thema ein. Die zur Beantwortung der Forschungsfrage relevanten aktuellen Trends runden den Hauptteil der vorliegenden Hausarbeit ab.

Am Ende werden die zentralen Ergebnisse kurz zusammengefasst; ein Ausblick versucht mögliche Tendenzen im E-Book-Absatzmarkt zu skizzieren.

2. E-Books

2.1 Definition

Die Literatur verwendet für die Bezeichnung E-Book, aus dem Englischen („electronic book“) stammend, unterschiedliche Definitionen. Einige werden im Folgenden vorgestellt. Dadurch wird allerdings bereits deutlich, dass keine einheitliche Begriffsbestimmung vor- handen ist und in naher Zukunft wahrscheinlich auch nicht existent sein wird. Ähnlich ver- hält es sich mit den gegenwärtigen Definitionen des Terminus Buch. Hier herrschen seit vielen Jahrzehnten unterschiedliche Präzisionsversuche, z. B. von der UNESCO:

„A book is a non-periodical printed publication of at least 49 pages, exclusive of the cover pages, published in the country and made available to the public; […] A title is a term used to designate a printed publication which forms a separate whole, whether issued in one or several volumes."7 (Hervorhebungen im Original)

Im Nachschlagewerk „Medien von A bis Z“ des Hans-Bredow-Instituts wird das E-Book unter dem Stichwort „Buch“ integriert:

„Ein Buch ist eine mit einer Bindung und meistens mit einem Einband versehene, meist größere Anzahl von leeren, beschriebenen oder bedruckten Papierblättern. In jüngster Zeit spricht man auch vom elektronischen Buch, meist als Datei auf Datenträger, auf dem Texte und Abbildungen gespeichert sind“.8

Der Duden, der den Begriff E-Book (als einzig korrekte Schreibweise) 2004 erstmals aufnahm, führt zwei Bedeutungen für das elektronische Buch an:

„1. tragbares digitales Lesegerät in Buchformat, in das Texte aus dem Internet übernommen werden können
2. in digitalisierter Form vorliegender Inhalt eines Buches, der mithilfe des Electronic Books

(1) gelesen werden kann“.9

Diese recht unterschiedlichen Begriffsbestimmungen sind für diese Hausarbeit zum Teil unbrauchbar, da sie technische Aspekte (Lesegeräte) mit inhaltlichen mischen. Eine geeignete Definition, aus dem Jahre 2005, stammt von Živković:

„An electronic book consists of one or more files of monographic character available to the public online or in physical form (on CD-ROM, diskette or the like physical carriers). In addition to text it may include images and sound, links to related online pages and programs to change and supplement it.“10

Živković´s Begriffsbestimmung ist Grundlage dieser Arbeit. Die genauen Unterschiede zwischen gedruckten und elektronischen Büchern thematisiert der folgende Abschnitt.

2.2 Unterschiede zwischen gedruckten und elektronischen Büchern

Andreas Schröder skizziert in seiner Diplomarbeit von 2003 „Veränderungen im Leseverhalten durch die Nutzung von eBooks“, 2006 als Buch unter dem Titel „ebooks und Bücher. Empirische Untersuchung zum Leseverhalten“ erschienen, in Kapitel 2.6. „Zusammenfassende Gegenüberstellung“ die Unterschiede zwischen gedruckten und elektronischen Büchern. Die nachfolgende Tabelle entstammt diesem Kapitel und liefert einen Überblick über die Differenzen:11

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Unterschiede zwischen gedruckten und elektronischen Büchern

Ein wesentlicher Unterschied, der durch diese Vergleichskriterien zwischen E-Books und Büchern offensichtlich wird, besteht in der Art und Weise der Vervielfältigung. Das traditionelle Buch muss mit Hilfe bestimmter chemischer Druckverfahren zunächst gepresst und anschließend gebunden werden. „Entscheidend dabei ist, dass das Druckwerk als physisches Produkt am Ende des Vervielfältigungsprozesses vorhanden ist.“12 Der Druckvorgang bei elektronischen Büchern entfällt. Es erfolgt eine digitale Speicherung und anschließende Weitergabe. Die Abbildung erfolgt nach dem Öffnen unmittelbar am Bildschirm. Nach Schröder sind E-Books somit „inhaltlich zeitlose Texte, festgehalten auf elektronischen Speichern und abbildbar auf Bildschirm-Endgeräten, deren Aussagen vom Rezipienten ausschließlich visuell wahrgenommen werden“.13

Der Autor versucht in seiner Arbeit außerdem aufzuzeigen, dass die Macher der Medien von unterschiedlichen Inhalte-Angeboten ausgehen.14 Da aber durch die einfache Speicher- technik und die heutige Möglichkeit der kostenlosen privaten Homepages letzten Endes generell jeder Inhalt auch als E-Book publiziert werden kann, ist dieses Vergleichskriterium unzureichend. Auch wenn eine Tendenz zu bestimmten elektronischen Inhalten vorhanden ist.15

[...]


1 Capital (2011): Unternehmen: Amazon. In: Capital. Ausgabe 06/2011. Hamburg: Gruner + Jahr, S. 156.

2 Vgl. ebd.

3 Janello, Christoph (2010): Wertschöpfung im digitalisierten Buchmarkt. Wiesbaden: Gabler, S. 84.

4 Vgl. Manhart, Andreas/Brommer, Eva/Gröger, Jens (2011): Konsumtrends. In: Öko-Institut: PROSA E-Book Reader. Studie im Rahmen des Projekts „Top 100 - Umweltzeichen für klimarelevante Produkte“. Freiburg: Öko-Institut, S. 29.

5 Vgl. Kochhan, Christoph/Patzig, Grit (2009): Buch und E-Book aus Nutzersicht. Ergebnisse einer Vergleichsstudie in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In: Media Perspektiven 6/2009, S. 316.

6 Vgl. Hermann, Ursula/Götze, Lutz [Hrsg.] (2003): Wahrig. Die deutsche Rechtschreibung. Stichwort: Revolution. Gütersloh/München: Wissen Media, S. 844.

7 UNESCO (1965): Recommendation concerning the International Standardization of Statistics Relating to Book Production and Periodicals vom 19.11.1964. In: Records of the General Conference. Thirteenth Session. Resolutions. Paris: United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, S. 144.

8 Hans-Bredow-Institut [Hrsg.] (2006): Medien von A bis Z. Wiesbaden: VS, S. 69.

9 Duden Online (2011): Stichwort: E-Book. Version 1.5 [online]. Mannheim (Deutschland): 1.8.2011. URL: http://www.duden.de/zitieren/10082959/1.5 [Abruf am: 11.8.2011].

10 Živković, Daniela (2005): The electronic book. The change of paradigm for a changing bookmarket. Berlin: BibSpider, S. 61.

11 Abbildung entnommen aus: Schröder, Andreas (2006): eBooks und Bücher. Empirische Untersuchung zum Leseverhalten. Kapitel 2.6. Überarbeitete Version von 2006. Saarbrücken: VDM. Online zugänglich (URL): http://www.diplom.andreasschroeder.net [Abruf am: 9.8.2011].

12 Ebd. Kapitel 2.1.1.

13 Ebd.

14 Vgl. ebd.

15 Vgl. Janello (2010), S. 92.

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