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Franchise. Ein Weg in die berufliche und wirtschaftliche Unabhängigkeit?

Fachbuch 2010 54 Seiten

BWL - Sonstiges

Leseprobe

Inhalt:

Vorwort

Abbildungen

1. Grundlage
1.1 Das Unternehmenskonzept
1.2 Inhalte eines Unternehmenskonzeptes
1.3 Beispiel eines Konzeptes
1.4 Kapitalbedarfsermittlung
1.5 Förderprogramme für Existenzgründer

2. Berufliche Existenz durch Franchise
2.1 Was ist Franchise?
2.1.1 Beispiel eines Franchise-NW
2.2 Vor- Nachteile für die Partner
2.3 Die aktuelle Situation des Franchising

3. Der Franchise-Vertrag
3.1 Inhalte eines Franchise-Vertrags

4. Die Kapitaldeckungsrechnung

5. Die Liquiditätsplanung
5.1 Liquiditätsplan
5.2 Liquiditätsrechnung
5.3 Was ist Liquidität?
5.3 Die Liquiditätsgrade

6. Checklisten

7. Wichtige und nützliche Kennzahlen

8. Literatur

9. Quellenverzeichnis

Abbildungen:

Abb. 1: Grundschema des Planungsprozesses

Abb. 2: Artendes Kapitalbedarfes

Abb. 3: Investitions- und Kapitalbedarfsplan

Abb. 4: Nebenrechnung zum Kostenplan

Abb. 5: Kostenplan-Beispiel der Firma XY

Abb. 6: Die wichtigsten Franchise-Branchen D

Abb. 7: Kapitalbedarfs-u. Kapitaldeckungsrechg

Abb. 8: Graphische Darstellung mögl. Illiquidität

Vorwort

Manch Einer sucht in seiner beruflichen Laufbahn Möglichkeiten zur Selbständigkeit. Keinesfalls ist dieser Weg einfach und mühelos. Jeder der diesen Schritt in Betracht zieht sollte sich einige wichtige Fragen stellen, die er oder sie für sich ehrlich und offen beantworten muss.

Dieser Vorabcheck ist wichtig, damit man für sich erkennen kann, ob die Voraussetzungen für den Schritt in die Selbständigkeit gegeben sind.

Eine Möglichkeit mit relativ geringem Risiko, ist die Franchise. Über diese Art der Selbständigkeit und Unternehmertums, soll dieses Buch Anregungen und Begleitmaterial sein.

Nehmen Sie sich bei Ihrer Entscheidung einen neuen beruflichen Weg einzuschlagen ausreichend Zeit, überstürzen Sie nichts. Haben Sie sich dann entschieden und wollen diesen neuen Lebensabschnitt tatsächlich folgen, gehen Sie dann überlegt und behutsam Schritt für Schritt Ihren Weg.

Beachten Sie, dass bei Ihnen gerade in der Gründungsphase viele Gedanken unstrukturiert und noch nicht substanziiert sind. Dabei hilft Ihnen die Niederschrift eines Unternehmenskonzeptes und Gründungsplan.

Bevor wir uns dem eigentlichen Thema – Franchise – widmen, vorab einige grundlegende Informationen zur Existenzgründung.

1. Grundlagen

Zu Beginn wird der Planungsprozess in einem Grundschema dargestellt, damit die Wichtigkeit und die Umfänglichkeit der Planung eindrucksvoll aufgezeigt werden.

Abb. 1: Grundschema des Planungsprozesses

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.1 Das Unternehmenskonzept

Entsprechend der freigegebenen Statistiken über-leben die Hälfte der Neugründungen die ersten fünf Jahre ihres Bestehens nicht. Häufigster Grund hier-für ist das Fehlen eines klar ausgearbeiteten und schlüssigen Unternehmenskonzeptes, Gründungs-konzept oder auch Businessplan genannt.

Dieses Konzept dient dem Gründer für internen aber auch externen Zecken, wie beispielsweise als Vorlagen bei Banken, Kapitalgebern und externen Beratern. Diese Ausarbeitung zeigt die Strukturie-rung Ihrer Gedanken und Ideen, auch bei Präsentationen Ihres Vorhabens.

1.2 Inhalte eines Unternehmenskonzepts

Das Konzept oder der Plan, soll einen möglichst tiefen und realen Einblick in die Unternehmung geben.

Paradigma für den Inhalt:

1. Geschäftsidee
2. Unternehmerdarstellung
3. Markt und Wettbewerb
4. Marketing und Vertrieb
5. Geschäftssystem und Organisation
6. Finanzplanung
7. Chancen und Risiken

Form des Konzepts:

- Umfang 10 bis 15 Seiten

- Format DIN A4, geheftet, mit Deckblatt versehen

- Kernkonzept (3-fach ausgefertigt): Ausarbeitung zu den Punkten:
Unternehmer/ -team
Geschäftsidee
Markt und Wettbewerb
Geschäftssystem und Organisation
Finanzplanung
Chancen und Risiken
Inhaltsverzeichnis des Anhangs
Laufzettel (vom jeweiligen Berater unterschrieben)

- Anhang:

Gesprächsprotokolle, Grafiken, Fotos, Skizzen, Lagepläne, Umfragen, fiktive Verträge, Anfragen, Anschreiben, Briefe, Flyer, Visitenkarten, sonstige Dokumente, usw.

1.3 Beispiel eines Konzeptes

Das Unternehmenskonzept soll klar, verständlich und überschaubar sein. Bei der Erstellung sind eine eindeutige Gliederung, eine einfache und verständ-liche Ausdrucksweise und eine überschaubare Optik gefordert.

Nachfolgend eine Checkliste zum Inhalt eines Unternehmenskonzeptes:

1. Beschreibung des Konzeptes

- Geschäftsidee
- Nutzen Ihres Angebots
- Wie bekannt ist Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung?
- Kosten Ihres Produkts/Ihrer Dienstleistung
- Risiken

2. Persönliche Angaben zum Unternehmens- bzw. Geschäftsgründer einschließlich fachlicher und kaufmännischer Qualifikationen und tabellarischem Lebenslauf

3. Markteinschätzung

- Kunden
- Konkrete Darstellung des Absatzmarktes
- Marketingstrategie

4. Konkurrenzanalyse

- Wer sind Ihre Konkurrenten?
- Kosten Ihres Produkts/Ihrer Dienstleistung bei der Konkurrenz?
- Welchen Service bietet die Konkurrenz?

5. Finanzplanung

- Investitionsplan
- Kapitalbedarfsplan
- Umsatzplan
- Umsatz- und Ergebnispläne für drei Jahre
- Liquiditätsplan
- Rentabilitätsvorschau (für drei Jahre)
- Betriebsmittel

6. Standort

- Wo haben Sie für Ihr Produkt/ Dienstleistung einen Erfolgversprechenden Markt?
- Standortbedingungen

7. Rechtsform und Daten zum Unternehmen

8. Geschäftsverbindungen und Personal

- mögliche Geschäftspartner
- Angestellte, Lieferanten, etc.
- Personalplanung

9. Zukunftsaussichten

- Entwicklung der Branche
- Gibt es vergleichbare Branchen als Orientierungs- hilfe?
- Entwicklung der Nachfrage nach Ihrem Angebot

Dieses Unternehmenskonzept dient Banken, Behörden und besonders Kunden als Verhand-lungsgrundlage. Unter Vorlage dieses Unterneh-menskonzeptes, können die IHK, die Bank und Behörden erkennen, ob die Geschäftsidee tragfähig ist, was soviel bedeutet, ob für den Gründer ein Gewinn und somit Einkommen erzielt werden kann.

Hinweise:

Die Umsatz- und Ertragsschätzung wird für die ersten drei Jahre angegeben.

Für das Gespräch bei Banken muss unbedingt ein aussagefähiger Businessplan mitgenommen wer-den.

Es wird davon abgeraten, den Franchisegeber mit zum Bankgespräch einzuladen, da der "neue" Franchisenehmer die Bank von der Franchise-Idee überzeugen muss.

1.4 Kapitalbedarfsermittlung

Ausgangspunkt einer jeden Finanzierungsplanung ist die Kapitalbedarfsermittlung. In dieser Ermittlung soll der Bedarf an Geld nicht nur für die Anlaufzeit der Gründung, sondern für die kommenden 3-5 Jahre ermittelt und festgeschrieben werden.

Bei der Kapitalbedarfsermittlung werden vier Arten zu Grunde gelegt. Diese sind Gründungskosten, Investitionen, Betriebsmittel und FuE-Kosten. In der nachfolgenden Abbildung 2, wird der Kapitalbedarf nochmals schematisch erklärt. Dabei dürfen die FuE-Kosten sowie die Gründungskosten keinesfalls vernachlässigt werden.

Abb. 2: Arten des Kapitalbedarfs

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In der Investitionsplanung wird das zur Durch-führung der Unternehmenstätigkeit erforderliche Anlagevermögen zusammengestellt.

Planen Sie Ihre betriebsnotwendigen Investitionen sehr gründlich. Gerade zu Beginn der Selbst-ständigkeit werden die Investitionen häufig unter-schätzt.

Um die Liquidität zu erhöhen, bietet sich als Alternative zum Kauf auch die Miete oder das Leasing der benötigten Gegenstände an.

Denken Sie daher längerfristig, wenn es um mög-liche Investitionen geht. Stellen Sie sich die Fragen:

Welche Betriebsausstattung benötige ich in den nächsten Jahren und was kostet diese voraussicht-lich?

Es ist von großer Wichtigkeit, dass Sie aus falscher Sparsamkeit oder Geldknappheit nicht zu eng planen, da Sie möglicherweise später feststellen, dass verschiedene Gegenstände doch gebraucht werden. Sie können diese dann nur über ein teures Darlehen finanzieren. Eine Nachfinanzierung ist oftmals problematisch und die Vertrauensbasis zur Hausbank wird nachhaltig gestört.

Die nachfolgende Abbildung 3, soll Ihnen einen Investitions- und Kapitalbedarfsplan aufzeigen. Diese Vorlage basiert auf einer gängigen Gliederung für einen Investitions- und Kapitalbe-darfsplan.

Verwenden Sie bei der Ermittlung der Kosten für den Plan Nebenrechungen zum Kostenplan. In der Abbildung 4 ist ein Beispiel für eine Nebenrechung zum Kostenplan aufgestellt. Es können durchaus viele Nebenrechnungen erstellt werden, wenn dies der genauen und übersichtlichen Kostenermittlung dienlich ist.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Investitions- und Kapitalbedarfsplan

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Details

Seiten
54
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783656059592
ISBN (Buch)
9783668110724
Dateigröße
537 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v182076
Schlagworte
franchise unabhängigkeit

Autor

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