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Die gesamtwirtschaftliche Steuerquote in Deutschland

Seminararbeit 2011 25 Seiten

Politik - Politische Systeme - Politisches System Deutschlands

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung der Steuerquote

3. Berechnung der gesamtwirtschaftlichen Steuerquote
3.1 Berechnung mit der Finanzstatistik
3.2 Berechnung mit den VGR
3.3 Historische Entwicklung der Steuerquote in Deutschland

4. Die deutsche Steuerquote im internationalen Vergleich

5. Ökonomische Konsequenzen der Steuerquote für Deutschland

6. Fazit

7. Anhang

Literaturverzeichnis

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

Abbildung 1: Steuerquote (Steuereinnahmen) für 2008 im internationalen Vergleich

Abbildung 2: Abgabenquoten im internationalen Vergleich in 1970 und

Abbildung 3: Entwicklung der Staatsquote in % in Deutschland

Abbildung 4: Gruppierung der Steuer- und

Abgabenbelastungsindikatoren

Abbildung 5: Steuerquote in der Finanzstatistik und den VGR für Jahre 1996-

Abbildung 6: Die Steuerquote in % im Zeitablauf im internationalen Vergleich

Abbildung 7: Entwicklung der Steuer und Abgaben für Deutschland nach Abgrenzung der Finanzstatistik

Abbildung 8: Entwicklung der Steuer und Abgaben für Deutschland nach Abgrenzung der VGR

Abbildung 9: Steuerquote mit Sozialbeiträgen 2007 gemäß OECD- Abgrenzung

Abbildung 10: Steuerquote ohne Sozialbeiträgen 2007 gemäß OECD- Abgrenzung

1. Einleitung

Die Steuerquote oder Steuerlastquote (wird weiter in dieser Seminararbeit als Steuerquote genannt) ist ein wichtiger Indikator zur Beurteilung und Schätzung der staatswirtschaftlichen Einnahmen. Eigentlich kann man die Steuerquote zwischen der betriebswirtschaftlichen Steuerquote und der volkswirtschaftlichen Steuerquote unterscheiden. In dieser wissenschaftlichen Seminararbeit geht es um die volkswirtschaftliche Steuerquote.

In Kapitel 2 der Seminararbeit wird der Begriff „Steuerquote“ bestimmt und mit den Begriffen „Abgabenquote“ und „Staatsquote“ verglichen. Das 3. Kapitel behandelt verschiedene Berechnungen der Steuerquote in der nationalen Ebene. Entsprechend wird im Abschnitt 3.1 die Berechnung mit der Finanzstatistik diskutiert. Im Abschnitt 3.2 gibt man die konzeptionellen Grundlagen der Berechnung mit den VGR. Der Abschnitt 3.3 zeigt, wie die Steuerquote in Deutschland bisher entwickelt ist. Die gesamtwirtschaftliche Steuerquote wird in Kapitel 4 zwischen OECD- und EU-Ländern verglichen. In Kapitel 5 werden die ökonomischen Auswirkungen der niedrigen und hohen Steuerquoten für Deutschland diskutiert. Im Fazit dieser Seminararbeit werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst. Innerhalb des Textes dieser Seminararbeit sind ein paar Abbildungen gezeigt. Aber im Anhang dieser Seminararbeit kann man sich auch zum Vergleich weitere statistische Abbildungen anschauen.

2. Begriffsbestimmung der Steuerquote

Zur Erklärung des Begriffs „Steuerquote“ soll man mit zwei Begriffen vertraut sein. Diese Begriffe sind „Steuern“ und „Haushalts- und Finanzpolitik“. „Steuern sind Geldleistungen, die nicht eine Gegenleistung für eine besondere Leistung darstellen und von einem öffentlich-rechtlichen Gemeinwesen zur Erzielung von Einnahmen allen auferlegt werden, bei denen der Tatbestand zutrifft, an den das Gesetz die Leistungspflicht knüpft; die Erzielung von Einnahmen kann Nebenzweck sein.“1 Die Zölle und Abschöpfungen werden auch zu den Steuern gezählt. Aber nur die Einnahmen von erhobenen Steuern reichen für die gesamte und nachhaltige Entwicklung eines Landes nicht völlig aus. Jeder Staat kann nur durch die entsprechende und richtig ausgewählte Haushalts- und Finanzpolitik sein nachhaltiges Wachstum erreichen und seine wirtschaftliche Stabilität halten. Man kann auch der Auffassung sein, dass ein Staat durch effektive Haushalts- und Finanzpolitik seine wirtschaftspolitischen Staatsaufgaben erfüllen kann. Diese Aufgaben sind mit den Staatsausgaben stark verbunden. In diesem Bezug werden die Staatsausgaben von den Staatseinnahmen finanziert. Diese Finanzierung kann als fiskalische Zielsetzung bzw. Finanzausgleich bezeichnet werden. „Vielmehr ist das fiskalische Ziel nachgeordnet, lediglich Instrument zur Verwirklichung der angestrebten Einflussnahme auf Allokation, Verteilung und Stabilität.“2

Die staatswirtschaftlichen Einnahmen und Ausgaben sind die wichtigsten Bestandteile des Finanzausgleichs eines Staates.3 In diesem Bezug kann man auch festlegen, dass die staatswirtschaftlichen Einnahmen- und Ausgabenquoten als Indikatoren der staatlichen Aktivitäten sind. Die gesamtwirtschaftliche Steuerquote ist ein Bestandteil der staatswirtschaftlichen Einnahmenquoten. Außerdem muss man für die Interpretation der Steuerquote noch das gesamte Steueraufkommen, die gesamte Staatseinnahmen und Staatsausgaben berücksichtigen, weil jede genannte Staatsaktivitäten mit verschiedener Quote definiert sind. „Die Steuerquote ist der Quotient aus dem gesamten Steueraufkommen und dem Bruttoinlandsprodukt (BIP): Steuerquote = Gesamtes Steueraufkommen / BIP.“4

Mit der gesamtwirtschaftlichen Steuerquote wird die Höhe der gesamtwirtschaftlichen Steuerbelastung eines Landes in einem Jahr gemessen. Die Steuerquote wird mit Prozent (%) bezeichnet. Die Steuerquote zeigt nicht die gesamten Staatseinnahmen, da es außer den Steueraufnahmen noch andere Abgabeneinnahmen gibt.5 Deutschland hat eigentlich eine niedrige Steuerquote im Vergleich zu anderen Ländern. In der Abbildung 1 kann man die Position von Deutschland für 2008 im internationalen Vergleich beobachten.

Abbildung 1: Steuerquote (Steuereinnahmen) für 2008 im internationalen Vergleich

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Infoportal über Deutschland & Globalisierung, Stand: 31.05.2011, http://www.jjahnke.net/steuervergleich.html

Der Hauptgrund der niedrigsten Steuerquote in Deutschland ist, dass in Deutschland die Steuerquote ohne Sozialversicherungen gemessen wird. Das bedeutet, dass in anderen Staaten, insbesondere in skandinavischen Ländern, der größte Anteil der sozialen Sicherungssysteme über die Steuersysteme finanziert wird.6 Eine niedrige Steuerquote kann sowohl die niedrige Steuerbelastung des Staats als auch die hohe Steuerhinterziehung bzw. Schattenwirtschaft eines Landes bedeuten. Die Höhe der optimalen Steuerquote hängt von dem Effizienzverlust durch die Besteuerung (Schattenwirtschaft oder Steuerhinterziehung) ab.

[...]


1 § 3 Abs. 1 Abgabenordnung der Bundesrepublik Deutschland

2 Norbert Andel (1998), S. 19.

3 Vgl. Zimmerman/ Henke/ Broer (2009), S.4-5.

4 Becker, Johannes / Fuest, Clemens (2006): Wie viel Steuern braucht der Staat? S. 355.

5 Vgl. Stefan Homburg (2007), S.18-20.

6 Vgl. Internationaler Steuervergleich der OECD (23.01.2003): Deutschland ist kein Hochsteuerland, S.2-3.

Details

Seiten
25
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656063414
ISBN (Buch)
9783656063094
Dateigröße
711 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v182680
Institution / Hochschule
Universität Potsdam
Note
2,3
Schlagworte
Steuerquote Steuerquote in Deutschland Haushalts- und Finanzpolitik

Autor

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Titel: Die gesamtwirtschaftliche Steuerquote in Deutschland