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Das Motiv der Ökonomie in Goethes "Wilhelm Meisters Lehrjahre"

Hausarbeit (Hauptseminar) 2011 24 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen: Motiv und Leitmotiv in der Literaturwissenschaft

3. Das Motiv der Ökonomie in Goethes „Wilhelm Meisters Lehrjahre“
3.1 Geld oder Liebe? Wilhelm Meister und Mariane
3.2 Die Rolle der Ökonomie im Elternhaus des Wilhelm Meister
3.3 Das Theater und die Ökonomie
3.4 Die ökonomische Bildung des Kaufmanns Werner
3.5 Das Verhältnis der Turmgesellschaft zur Ökonomie

4. Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Gegen Wilhelm Meisters Lehrjahre.

Es ist im Grund ein fatales und albernes Buch (…).

Es ist eine Satyre auf die Poesie, Religion etc.

Aus Stroh und Hobelspänen ein wohlschmeckendes

Gericht, ein Götterbild zusammengesetzt. Hinten wird alles Farce.

Die oeconomische Natur ist die Wahre - übrig bleibende.

(…) Der Held retardirt das Eindringen des Evangeliums der Oeconomie.1

1. Einleitung

Nach über zweijähriger Beschäftigung mit Wilhelm Meisters Lahrjahre2 kam Novalis am 11. Februar 1800 zu diesem vernichtenden Urteil über Goethes großen Roman. Indes blieb ein Aspekt der Lehrjahre, der bereits Novalis aufgefallen war, von zahlreichen Goethe-Interpreten lange Zeit unbeachtet: Die Ökonomie. Sicher, oberflächlich betrachtet geht es in Goethes „inkalkulabelster Produktion“3 um ganz andere Dinge: So spielen die Bücher eins bis fünf auf dem Theater, die Bücher sieben und acht zeigen den Protagonisten, Wilhelm, in der Gesellschaft der Turms. Einzig das sechste Buch, die „Bekenntnisse einer schönen Seele“ fällt gänzlich aus diesem Reigen heraus. Es verarbeitet in autobiografischer Form die spirituelle Entwicklung der pietistischen Stiftsdame Susanne Katharina von Klettenberg (1723-1774). Greift man nun aber auf die Tiefenstruktur des Theater- und des Gesellschaftsromans zu, so zeigt sich, dass hier die Ökonomie eine tragende Rolle zu spielen scheint. Mehr noch:

An zahlreichen neuralgischen Punkten des Romans gewinnt das Motiv der Ökonomie herausragende Bedeutung für das Gesamtgeschehen. Somit zählt das ökonomische Motiv - wobei Ökonomie als alle Handlungen und Darstellungen des Romans, die mit Geld und Warenzirkulation in Verbindung stehen, verstanden wird - zu den Leitmotiven der Lehrjahre.

Im Folgenden soll versucht werden, diese These an zahlreichen Textstellen zu belegen. Hierzu dienen zunächst einige grundlegende, theoretische Vorbemerkungen zur Bedeutung von Motiv und Leitmotiv in der Literaturwissenschaft (2.). Anschließend gilt es, den Roman in seiner Tiefenstruktur zu erfassen und den Text nach dem Motiv der Ökonomie zu befragen. So wird es um Wilhelms Beziehung zu Mariane (3.1), um die Rolle der Ökonomie im Elternhaus des Wilhelm Meister (3.2) und um die Ökonomie des Theaters (3.3) gehen. Ebenfalls von Bedeutung sind die ökonomische Bildung des Kaufmanns Werner (3.4) und das Verhältnis der Turmgesellschaft zur Ökonomie (3.5). Abschließend sollen die Ergebnisse kurz zusammengefasst werden (4.).

In der neueren Forschung zu den Lehrjahren4 ist es besonders das Verdienst von Stefan Blessin, ökonomische Gesichtspunkte in die Interpretation eingebracht zu haben. So zeigt er, dass „dem Lebensweg Wilhelms (…) bürgerlich-liberale Prinzipien zugrunde“5 liegen, was mit einer radikalen Entfaltung des Marktgeschehens im Roman kongruiere. Ebenso misst Dae Kweon Kim in seiner Analyse verschiedener bürgerlicher Lebensformen in den Lehrjahren, der Ökonomie große Bedeutung zu.6 Neben dem für unser Thema sehr ergiebigen Aufsatz von Sean Wilson, der davon ausgeht, dass die Rolle des Geldes ein Schlüsselfaktor in der Bestimmung von Wilhelms Verhältnis zur Turmgesellschaft ist7, bildet die Habilitationsschrift von Joseph Vogl zur „Poetik des ökonomischen Menschen“8 den gegenwärtigen Forschungsstand am besten ab. Allerdings stützt sich Vogl bei seiner sehr kurzen Analyse der Lehrjahre ebenfalls vor allem auf die Ergebnisse von Blessin, wenn er resümiert: „Zu Recht wurde die Bedeutung der ökonomischen Motive und die Welt der Lehrjahre als eine des Marktes erkannt, der (…) mit Zirkulation und Kapitalverkehr die repräsentativen Formen der Öffentlichkeit unterläuft“9

2. Grundlagen: Motiv und Leitmotiv in der Literaturwissenschaft

Der Terminus „Motiv“ leitet sich vom lateinischen „movere“ ab, was dem deutschen „bewegen“ entspricht. In der Literaturwissenschaft ist das Motiv von herausragender Bedeutung. So gehört die genaue Beschreibung der Motive zu den unverzichtbaren Elementen jeder Roman-Analyse.10 Gemeinhin wird das Motiv als „kleinste selbständige Inhalts-Einheit oder tradierbares intertextuelles Element eines literarischen Werks“11 oder als „kleinste strukturbildende Einheit innerhalb eines Textganzen“12 bezeichnet. Dabei ist das Motiv auf der Bedeutungsebene des Textes angesiedelt und bildet ein „inhaltsbezogenes Schema, das nicht an einen konkreten historischen Kontext gebunden und damit für die Gestaltung von Ort, Zeit und Figuren frei verfügbar ist.“13

In der deutschen Terminologie wird zwischen Motiv, Stoff und Thema unterschieden, „wobei das Motiv die kleinste semantische Einheit bildet, der Stoff sich aus einer Kombination von M.en zusammensetzt und das Thema die abstrahierte Grundidee eines Textes darstellt.“14 So kann ein Motiv auch verschiedenen Stoffen angehören und „über das Einzelwerk hinaus seinen Wiedererkennungswert in der literarischen Tradition behaupten.“15

Darüber hinaus wirkt das Motiv, welches häufig in Verbindung mit anderen Motiven und mehrfach in einem Werk vorkommt, in vielen Fällen sowohl textbildendend als auch textstrukturierend.16 Im Unterschied zu den Stoffen prägen Motive nicht unbedingt den gesamten Handlungsverlauf eines Textes, und sie sind nicht fest mit einem bestimmten Namen wie „Faust“ oder „Don Juan“ verknüpft.

Klassische Beispiele für Motive sind beispielsweise das Motiv des edlen Wilden, das Inzest-Motiv oder das Motiv des Tyrannenmordes. Wie bereits angedeutet können solche Motive in einem Text mehrfach und auf unterschiedlichste Weise miteinander kombiniert sein. Auch gibt es eine Hierarchie von Haupt und Nebenmotiven. Beispiel für ein solches Hauptmotiv wäre etwa in Fontanes Effi Briest das Motiv der „verletzten Gattenehre“, während die „Sonderlingsexistenz Gieshüblers trotz aller Prägnanz in der Charakterisierung dieser Figur ein bloßes Nebenmotiv bleibt.“17

Ebenfalls bedeutsam ist der Begriff des „Leitmotivs“. Er hat seine Wurzeln in der Musik(wissenschaft), von wo er sukzessive auf die Literatur übertragen wurde.18 Gemeinhin wird unter dem Leitmotiv ein „regelmäßig wiederkehrendes Ausdrucks- oder Bedeutungselement“19 verstanden, das in literarischen oder musikalischen Kunstwerken auftritt. Dabei besteht das Leitmotiv nicht allein aus der exakten oder variierten Wiederholung eines thematologischen Motivs im engeren Sinne, sondern auch in der Wiederholung „bestimmter Wortformen, Metaphern, Dingsymbole, Reime, Zitate, ,stehender Redewendungen‘, markierter Erzählverfahren, physiologischer oder charakterlicher Besonderheiten handelnder Figuren“20.

3. Das Motiv der Ökonomie in den Lehrjahren

3.1 Geld oder Liebe: Wilhelm Meister und Mariane

Bereits auf den ersten Seiten des Romans begegnet dem aufmerksamen Leser das Motiv der Ökonomie. So ist es der reiche Kaufmann Norberg, mithin Nebenbuhler Wilhelms um Marianes Gunst, der die von ihm Verehrte mit einem Geschenkpaket für sich zu gewinnen versucht. Die alte Barbara, Vertraute und Haushälterin Marianes, findet darin „ein feines Stück Nesseltuch und die neuesten Bänder für Marianen, für sich aber ein Stück Kattun, Halstücher und ein Röllchen Geld“21. Sogleich werden die Geschenke wie zu Weihnachten auf einem Tisch aufgebaut, wobei der auktoriale Erzähler hinzufügt: „die Stellung der Lichter erhöhte den Glanz der Gabe, alles war in Ordnung“22. Im Gegensatz zu Mariane, die noch an Wilhelm hängt, hat Norberg die Gunst der alten Barbara zu diesem Zeitpunkt längt erobert. Gegenüber Mariane kritisiert sie deren Neigung für Wilhelm mit den Worten: „Ihr nehmt Euch der Unmündigen, der Unvermögenden mit großem Eifer an.“23 Sicher, Marianne beteuert, dass sie Wilhelm liebe24, aber dennoch spielt sie ein doppeltes Spiel mit Norberg und erfreut sich besonders an dessen Geschenken.

Und obgleich Mariane zu diesem Zeitpunkt bereits von Wilhelm schwanger ist, lässt sie sich vom reichen Kaufmann Norberg mit einem weißen Negligé beschenken, mit dem sie - besonders perfide - ihren mittellosen Liebhaber anschließend empfängt. Bald darauf fasst sie gar die Trennung von Wilhelm ins Auge. Mariane bringt es selber auf den Punkt indem sie einräumt:

ich bin elend, auf mein ganzes Leben elend; ich liebe ihn (Wilhelm), der mich liebt, sehe, daß ich mich von ihm trennen muß (…). Norberg kommt, dem wir unsere ganze Existenz schuldig sind, den wir nicht entbehren können. Wilhelm ist sehr eingeschränkt, er kann nichts für mich tun.25

Hierauf dauert es nicht lange, bis Wilhelm schließlich die Liaison zwischen Norberg und Mariane durch den in einem Halstuch versteckten Zettel Norbergs entdeckt.26 Die ökonomisierte Beziehung zwischen Norberg und Mariane setzt sich schließlich durch, obschon Mariane von Wilhelm schwanger ist! Norbergs ökonomische Potenz ist es also, die für die Trennung von Wilhelm und Mariane sorgt.27 Dies hat Folgen für den gesamten Fortgang des Romans, denn nach dieser Enttäuschung beschließt der Protagonist, sich „mit großem Eifer den Handelsgeschäften“28 zu widmen und bereitet somit unbeabsichtigt seine Theaterlaufbahn vor. Noch immer verweilt er aber in seinem Elternhaus, wobei die Ökonomie auch hier eine entscheidende Rolle spielt.

3.2 Die Rolle der Ökonomie im Elternhaus des Wilhelm Meister

Dass das Motiv der Ökonomie eine tragende Rolle bei der Charakterisierung der Verhältnisse spielt, aus denen Wilhelm entstammt, hat schon Kim gezeigt.29 Im Folgenden soll nun an seine Analyse angeknüpft werden. So ist im zweiten Kapitel des ersten Buches erstmalig von Wilhelms Eltern die Rede. Was bereits hierbei auffällt, ist die Spannung, die zwischen den SCHEINBAR gegensätzlichen Polen „Kunst“ und „Ökonomie“ besteht.30 Denn Wilhelms Eltern sorgen sich über die unmäßige Theaterleidenschaft ihres Sohnes und wollen ihm gar den Besuch des geliebten Theaters gänzlich verbieten. Der Vater fragt sich „wozu es nur nütze sei, wie man seine Zeit nur so verderben könne“31. Anscheinend hat er für seinen Sohn andere Pläne. Für den Moment kritisiert Wilhelm: „ist denn alles unnütz, was nicht unmittelbar Geld in den Beutel bringt, was uns nicht den allernächsten Besitz verschafft?“32

Und wenig später erfährt der Leser, wie das prächtige Haus der Meisters, ausgestattet mit „seidenen Tapeten“33 und „englischen Mobilien“34, finanziert wird: durch den Handelsgewinn des Vaters. Wilhelms Vater ist also Kaufmann und der Handel ist in seinem Hause von herausragender Bedeutung. Und so verwundert es nicht, wenn auch Wilhelm von seinen Eltern und Lehrern ganz „dem Handelsstande gewidmet“35 wird, was der Protagonist allerdings „für ein niedriges Geschäft“36 hält und sich selbst eher auf der Bühne als im Comptoir zu Hause sieht.37 Vielmehr geht Wilhelm von einer Bestimmung für das Theater aus, was er zum willkommenen Anlass nimmt, um „sich aus dem stockenden, schleppenden bürgerlichen Leben herauszureißen“38

Nochmals holt der Erzähler im elften Kapitel des ersten Buches aus, um den alten Meister analog zu dessen Freund, den alten Werner zu portraitieren. Auch hierbei spielt das Motiv der Ökonomie eine tragende Rolle, denn beide, sowohl der alte Meister, als auch der alte Werner, sind Männer, die „den Handel für das edelste Geschäft“39 halten. So verkaufte etwa der alte Meister nach dem Tod seines Vaters dessen Kunst- und Antiquitätensammlung, um sein Haus repräsentativ herzurichten; einen weiteren Teil des erlösten Geldes ging freilich zu Spekulationszwecken an den alten Werner. Überhaupt besitzt der alte Meister eine „Neigung zum Prächtigen“40. Und so verwundert es nicht, dass er, bei dem der Geldzuwachs im Mittelpunkt41 steht, für seinen Sohn ähnliches Vorgesehen hat: Wilhelm solle sich „in der Welt umsehen“42 und dabei „zugleich unsere Geschäfte an fremden Orten betreiben“43. Mehr noch: Nach dem Willen seines Vaters soll der Handel für Wilhelm zur „Bestimmung seines Lebens“44 werden. So reift bei den Meisters der Plan, Wilhelm auf Reisen zu schicken, damit dieser Schulden einkassiert und Geschäftskontakte knüpft.45 Obschon er mit finanziellen Mitteln für dieses Unternehmen ausgestattet wird, reift in Wilhelm der Plan, seine Eltern zu hintergehen und in das Theaterleben einzutauchen:

Wilhelm wurde gerufen, und man machte ihm den Entschluß bekannt. Wer war froher als er, da er die Mittel zu seinem Vorhaben in seinen Händen sah, da ihm die Gelegenheit ohne sein Mitwirken zubereitet worden! So groß war seine Leidenschaft, so rein seine Überzeugung, er handle vollkommen recht, sich dem Drucke seines bisherigen Lebens zu entziehen und einer neuen, edlern Bahn zu folgen, daß sein Gewissen sich nicht im mindesten regte, keine Sorge in ihm entstand, ja daß er vielmehr diesen Betrug für heilig hielt.46

Auch wenn es nach diesen Ausführungen des Erzählers zur Trennung zwischen Wilhelm und Mariane kommt, woraufhin Wilhelm beschließt, sich ganz dem Handel zu widmen47, wird doch eines ersichtlich: Das Geld spielt im bürgerlichen Elternhaus des Wilhelm Meister eine herausragende Rolle; erst durch diese ökonomische Basis wird dem Protagonisten dessen Theaterleben ermöglicht, was Wilhelm allerdings übersieht.48 Weiterhin besteht bisher eine Spannung zwischen Kunst und Ökonomie, die in Wilhelms naivem Glauben wurzelt, durch die Kunst könne er sich von der bürgerlich- ökonomischen Sphäre seines Elternhauses emanzipieren. Dabei ist Wilhelms Start ins Theaterleben untrennbar mit dem Motiv der Ökonomie - im Sinne von Geld und Warenzirkulation - verknüpft.

Wie nun ausführlich dargelegt werden soll, sind Kunst und Ökonomie auch auf dem Theater durchaus keine Gegensätze, sondern ebenfalls untrennbar miteinander verstrickt.

3.3 Das Theater und die Ökonomie

Das Theater soll für Wilhelm zum Fluchtpunkt werden, der es ihm ermöglicht, in die Sphäre der Kunst einzudringen und sich damit von seinen bürgerlichen Wurzeln zu emanzipieren. Aber weit gefehlt, denn das Theaterleben unseres Helden steht von vornherein unter ökonomischen Vorzeichen. Oder um mit Vogl zu sprechen: „Zirkulation und Kapitalverkehr (unterlaufen) die repräsentativen Formen der Öffentlichkeit“49.

So macht schon Wilhelms erste Begegnung mit Melina nicht nur deutlich, dass es beim Theater auch um Ökonomie geht, sondern sie zeigt gleichsam Wilhelms Verblendung50, denn als Melina berichtet, dass er seinen Schauspielerberuf aufgeben und eine „bürgerliche Bedienung“51 suchen möchte, kann es Wilhelm kaum glauben. Da er ja selbst Schauspieler werden möchte, missbilligt er diesem Entschluss auf das Schärfste, woraufhin Melina erwidert: „Man sieht, daß sie keiner gewesen sind“52.

[...]


1 Novalis: Werke, Tagebücher und Briefe Friedrich von Hardenbergs, hg. v. Mähl, H.-J./ Samuel, R., Bd. 2: Das philosophisch-theoretische Werk, München/ Wien 1978, S. 806f. (Hervorhebungen im Original; Veränderungen M.P.S.).

2 Goethe, J.W.: Johann Wolfgang von Goethe. Werke, Kommentare und Register. Hamburger Ausgabe in 14 Bänden, hg. v. Trunz, E., Bd. 7: Romane und Novellen II. Wilhelm Meisters Lehrjahre, kommentiert v. Trunz, E., 14., durchges. Aufl., München 1999 (Im Folgenden abgekürzt durch HA).

3 Goethe über Wilhelm Meisters Lehrjahre, zit. nach Braemer, E.: Zu einigen Problemen in Goethes Roman „Wilhelm Meisters Lehrjahre“, in Thalheim, H.-G./ Wertheim, U. (Hgg.): Studien zur Literaturgeschichte und Literaturtheorie, Berlin (Ost) 1970, S. 143.

4 Vgl. dazu den Forschungsbericht des Goethe Handbuches: Witte, B./ Schmidt, P. (Hgg.): Goethe Handbuch in vier Bänden, Bd. 3: Prosaschriften, Stuttgart/ Weimar 1997, S. 140ff.

5 Blessin, S.: Die radikal-liberale Konzeption von „Wilhelm Meisters Lehrjahren“, in: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte, 69 (1975), Sonderheft 18. Jh., S. 190- 225, S. 223 (Veränderungen M.P.S.).

6 Vgl. Kim, D. K.: Das Bild der bürgerlichen Welt in Goethes Wilhelm Meisters Lehrjahren, in: Togilmunhak, 43 (2002), H. 2, S. 291-310.

7 Wilson, S.: Mastery, secrecy and money in „Wilhelm Meisters Lehrjahre“, in: Focus on German studies, 10 (2003), S. 1-9, S. 1.

8 Vogl, J.: Kalkül und Leidenschaft. Poetik des ökonomischen Menschen, 2., durchges. u. korr. Aufl., Zürich/ Berlin 2004 (zugl. Habil. phil. LMU München).

9 Vogl: Kalkül, S. 36 (Veränderungen M.P.S.).

10 Vgl. Schneider, J.: Einführung in die Roman-Analyse, 2., unv. Aufl., Darmstadt 2006, S. 30.

11 Drux, R.: s.v. Motiv, in: RLW, Bd. 2, Berlin 2007, S. 638-641, S. 638.

12 Lubkoll, Chr.: s.v. Motiv, literarisches, in: Nünning, A. (Hg.): Metzler Lexikon Literatur- und Kulturtheorie, 3. aktual. u. erw. Aufl., Stuttgart 2004, S. 474f., S. 474.

13 Drux: s.v. Motiv, S. 638.

14 Lubkoll: s.v. Motiv, literarisches, S. 474.

15 Drux: s.v. Motiv, S. 638.

16 Drux: s.v. Motiv, S. 638.

17 Schneider: Einführung, S. 30.

18 Vgl. Jeßing, B./ Köhnen, R.: Einführung in die Neuere deutsche Literaturwissenschaft, 2., aktual. u. erw. Aufl., Stuttgart/ Weimar 2007, S. 247.

19 Lorenz, Chr. F.: s.v. Leitmotiv, in: RLW, Bd. 2, Berlin 2007, S. 399-401, S. 399.

20 Lorenz: s.v. Leitmotiv, S. 399.

21 HA, S. 9, Z. 18ff.

22 HA, S. 9, Z. 28f.

23 HA, S. 10, Z. 35ff.

24 HA, S. 10f, Z. 39.

25 HA, S. 45, Z. 20ff. (Veränderungen M.P.S.).

26 Vgl. HA, S. 74, Z. 34ff.

27 Vgl. ebenso Wilson: Mastery, S. 1.

28 HA, S. 79, Z. 22.

29 Vgl. Kim: Bild.

30 Vgl. Kim: Bild, S. 300, der von einem „Kontrast zwischen bürgerlichem Leben und Kunst“ spricht; vgl. ebenso. Kühl, H.-U.: Der Bürger und der Künstler: Goethes „Wilhelm Meisters Lehrjahre“, in: Hartmann, H. (Hg.): Werkinterpretationen zur deutschen Literatur, Berlin (Ost) 1986, S. 52-67, S. 54, wo die „Dualität von Kunst und Ökonomie“ als ein Thema der Lehrjahre ausgemacht wird. Im Grunde handelt es sich aber um keine „Dualität“, sondern vielmehr um eine INEINANDERGREIFEN, wie noch gezeigt wird.

31 HA, S. 11, Z. 30f.

32 HA, S. 11, Z. 34ff.

33 HA, S. 11, Z. 4.

34 HA, S. 11, Z. 4f.

35 HA, S. 32, Z. 1.

36 HA, S. 32, Z. 5.

37 Vgl. HA, S. 32, Z. 6ff.

38 HA, S. 35, Z. 4f.

39 HA, S. 40, Z. 19.

40 HA, S. 40, Z. 35.

41 Vgl. Kim: Bild, S. 294.

42 HA, S. 41, Z. 26.

43 HA, S. 41, Z. 27f.

44 HA, S. 41, Z. 29f.

45 Vgl. HA, S. 42, Z. 4ff.

46 HA, S. 42, Z. 21-30.

47 Vgl. 3.1.

48 Vgl. Kim: Bild, S. 300.

49 Vogl: Kalkül, S. 36 (Veränderungen M.P.S.).

50 Diese Verblendung Wilhelms begegnet uns an vielen Stellen und ist bereits pathologisch, wie Schings in seinem bekannten Aufsatz darlegt, vgl. Schings, H.-J.: Agathon - Anton Reiser - Wilhelm Meister. Zur Pathogenese des modernen Subjekts, in: Wittkowski, W. (Hg.): Goethe im Kontext. Kunst und Humanität, Naturwissenschaft und Politik von der Aufklärung bis zur Restauration, Tübingen 1984, S. 42-68.

51 HA, S. 53, Z. 17.

52 HA, S. 53, Z. 25.

Details

Seiten
24
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656067122
ISBN (Buch)
9783656067498
Dateigröße
476 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v182845
Institution / Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
1,3
Schlagworte
Goethe Wilhelm Meisters Lehrjahre Ökonomie Motiv Leitmotiv

Autor

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Titel: Das Motiv der Ökonomie in Goethes "Wilhelm Meisters Lehrjahre"