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Von Ohnmacht und Macht -Selbstmordanschläge als "letztes Mittel" terroristischer Gewalt im Kontext des Dschihâd

Seminararbeit 2002 21 Seiten

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Leseprobe

Inhalt

1. Einführung

2. Grundlegende Begriffe
2.1) Was heißt Terrorismus?
2.2) Religiöser Terrorismus
2.3) „Letzte Instanz“ Selbstmordattentat
2.4) Von Fundamentalismus zu extremistischer Gewalt

3. Das Phänomen „Dschihâd“: Der „Heilige Krieg“
3.1) Zum Begriff des „Dschihâd“
3.2) Das islamische Recht
3.3) Motive und Hintergründe

4. Moderne Selbstjustiz und die Folgen
4.1) Historie und Kennzeichen des Märtyrertums im Islam
4.2) Islamische Religion und das Töten von Menschen
4.3) Problematik und Konsequenzen politisierter Religion

5. Literatur

Einführung

Spätestens seit den Geschehnissen des 11.Septembers 2001 ist sich die breite Öffentlichkeit wieder dessen bewusst, was aus Gründen der fehlenden Unmittelbarkeit zuvor meist im Hintergrund abzulaufen schien: Eines Terrorismus, welcher nicht nur Aufsehen erregt, sondern auch seine bisherigen Grenzen und Dimensionen sprengt. Hinzu kommen eskalierende Ausmaße wie im Israel-Palästina-Konflikt, dessen blutige Realität ständig über unsere Bildschirme flimmert. Bewusstsein. Wieder und vielleicht mehr als je zuvor. Der vielschichtige Begriff des „Terrorismus“ wird nicht nur im täglichen Leben, sondern auch in sämtlichen Medien und unzähligen Publikationen hoch wie nie gehandelt. Ebenso ist anzumerken, dass zahlreiche und womöglich sogar die schlimmsten Anschläge von Selbstmordattentätern verübt werden. Dabei kommt der „lebenden Bombe“ eine besondere Funktion als nicht mehr steigerbare Form des gewalttätigen Anschlags zu.

Terrorismus und Selbstmordanschläge. Zwei Begriffe, deren Bezug im Folgenden verdeutlicht werden soll. Als Kontext hierfür dient das Phänomen des „Dschihâd“, des sogenannten „Heiligen Krieges“, in dem die ideologischen Grundlagen des islamistischen Terrorismus zu suchen sind. Denn die Ohnmacht, welche bei einem märtyrerischen Attentat entsteht, verwandelt sich stets sehr schnell in Macht – das Entsetzen bekommt eine politische Funktion. Warum das so ist, soll hier im Zusammenhang mit den jeweiligen Wechselwirkun­gen aufgezeigt werden.

2. Grundlegende Begriffe

2.1 Was heißt Terrorismus?

Sich näher mit terroristischen Eigenarten zu beschäftigen, setzt zuallererst eine Klärung des Begriffs „Terrorismus“ voraus. Historisch betrachtet findet er seine Wurzeln zur Zeit der Re­volutionstribunale der Französischen Revolution, allerdings mit positivem Beiklang, da es sich hierbei quasi um ein vom Volk befürwortetes „régime de la terreur“ handelte. Im Laufe der Zeit wandelte sich die explizite Bedeutung des Begriffs des öfteren, so dass an dieser Stelle ausschließlich die aktuelle hervorgehoben werden soll. Davor steht, anders als im angelsächsischen Gebrauch des Wortes „terror“, die sinngemässe Abgrenzung vom deutschen „Terror“. Dieser drückt nämlich eine Art von Schreckensherrschaft von Seiten des Staates aus, während der „Terrorismus“ als solcher stets ein konkretes gewaltsames Handeln gegen den Staat und dessen Ordnung beschreibt. Terrorismus hat demnach eine politische Dimension. Durch das meist mit einem tätlichen Angriff verbundene Agieren gegen eine vorherrschende politische Struktur wird automatisch die Öffentlichkeit miteinbezogen. Dies geschieht insofern bewusst, da die Erregung öffentlicher Aufmerksamkeit eine der Hauptzielsetzungen im Vorgehen eines Terroristen darstellt.

So sind Terrorismus folglich „planmäßig vorbereitete, schockierende Gewaltanschläge gegen eine politische Ordnung aus dem Untergrund,“[1] welche „allgemeine Unsicherheit und Schrecken, daneben aber auch Sympathie und Unterstützungsbereitschaft erzeugen“[2] sollen.

Das terroristische Vorgehen erfolgt also sowohl gezielt, als auch im Schatten der Illegalität, im Untergrund. Dies verdeutlicht, dass es sich im Regelfall um den Kampf einer schwächeren gegen eine stärkere Komponente handelt, der mit einer gewissen Systematik erfolgt. Man setzt sich gezielt über vorherrschende moralische Konventionen und geltendes Recht hinweg und offenbart zumeist eine besondere Brutalität. Hier ist jedoch anzumerken, dass sich der terroristische Akt nicht zwangsläufig gegen die von ihm betroffenen Menschen richtet. Vielmehr werden die Zielpersonen als „Mittel zum Zweck“ missbraucht, die grundlegende Bedeutung der Gewalttat liegt in ihrer Symbolik, im Schockeffekt.

Folglich kann man von einer Form von Kommunikation sprechen. Dem zugrunde liegt stets eine bestimmte Absicht, das kann sowohl die eines aufrüttelnden Zeichens als auch die eines Sympathisierungs­versuchs sein. Als Aktionsbühne dienen immer möglichst gewaltfreie politische und damit meist auch gesellschaftliche Räume, wie beispielsweise Großstädte oder gerade auch die westlichen Industriestaaten, denen eine wesentliche staatliche Alltagsordnung nicht abzusprechen ist. Allerdings wird die Methode des terroristischen Angriffs nicht inflationär verwendet. Sprich, dies geschieht mit begrenzter Tragweite und einer langsamen Frequenz, um die Wirkung zu maximieren. Primär ist Terrorismus darauf aufbauend nicht nur ein politischer Begriff, sondern vielmehr eine systematisch aufgebaute und umgesetzte Kommunikationsstrategie.[3]

Es gibt demzufolge nicht den „Terrorismus“ als solchen, sondern man muss ihn als ein vielschichtiges Phänomen mit unterschiedlichen Strukturformen, mit voneinander abweichenden Zielen, Identifikationsmodellen und Anhängerschaften betrachten, stets gepaart mit einer spezifischen terroristischen Logik.

2.2 Religiöser Terrorismus

Eine grundlegende Differenzierung lässt sich allerdings bereits machen. Man spricht im allge-meinen von weltlich orientierten und von religiös motivierten Terroristen. Der wichtigste Un-terschied liegt hierbei in der Wahrnehmung der Terroristen im Bezug auf sich selbst und auf ihre Gewalttaten. Auf der einen Seite sehen sich die als „weltlich“ bezeichneten Terroristen selbst als Komponente des Systems, welches sie zwar in seiner jetzigen Form angreifen und mit ihrem Vorgehen einen neuen Weg bahnen, eine Korrektur vollziehen oder einfach ansta­cheln wollen, nicht aber seine Legitimität leugnen. Dagegen stehen „religiöse“ Terroris­ten deutlich grundlegender gefassten Zielen gegenüber, sie zweifeln das von ihnen attackierte System als solches an, agieren also aus einer entfremdeten Außenseiterrolle heraus, was die Gefahr in sich trägt, dass sich ihre Kategorie von „Feinden“ nicht nur offener präsentiert, son-dern diese dazu auf weit zerstörerischere und tödlichere Art und Weise bekämpft wird.[4]

Hierbei spielen politische Zielsetzungen durchaus eine Rolle, nichtsdestotrotz erfolgt die stete Berufung auf die Religion. Man kann bei dieser grundlegenden religiösen Komponente, die direkt von der Konfession der Mitglieder der jeweiligen Gruppierung abhängt, von heiliger Pflicht oder einem sakramentalen Akt sprechen, was wiederum als jeweilige Reaktion auf ein Gebot oder einen Gottesbefehl zu verstehen ist. Politik ist hier folglich Religion und Gewalt wird durch die hergeleitete „transzendentale Dimension“[5] moralisch legitimiert. Das dies zu sehr hohen Opferzahlen führen kann, zeigt beispielsweise die „RAND-St.-Andrews-Chronik“, nach welcher zwar nur 25 Prozent der erfassten terroristischen Gewaltakte im Jahre 1995 dem religiös-motivierten Sektor zugeordnet werden, gleichzeitig jedoch 58 Prozent aller Opfer von Terrorakten darauf entfallen.[6]

Allen religiösen Idealbildern von Nächstenliebe, Frieden und gesellschaftlicher Harmonie zum Trotz, war und ist Gewalt ein ständiger Begleiter vieler Religionen. Während das Gewaltpotential des Christentums mit der Zeit deutlich abgenommen und heutzutage vielmehr einer defensiven Haltung Platz gemacht hat, zeigen andere Religionen wie etwa der Islam einen anders verlaufenden Trend. Als das Hauptmotiv des religiösen Fundamentalis­mus, der als Nährboden für zeitgenössischen religiösen Terrorismus fungiert, gilt der Schutz oder die Rückkehr zu einer ausschließlich auf religiöse Grundlagen aufbauende Gemeinschaftsform. Dabei wird das religiös-gemeinschaftliche Idealbild entweder in die Vergangenheit (als Vorbildfunktion) oder in die Zukunft (als gesetztes Ziel) projiziert. Das unbedingte Streben nach diesem Ziel bringt eine nahezu dramatische Auseinandersetzung zwischen dem Guten und dem Bösen mit sich, wobei sich das gottgewollte Gute am Ende durchsetzen muss. Im Gegensatz zur Möglichkeit eines passiven Abwartens, entspringt aus einem aktiven Handeln oft unmittelbar ein Gewaltakt. Dies ist der Fall, da Intentionalität in der Praxis stets die An- wendung von Mitteln erforderlich macht und der Versuch die eigenen Ziele vollständig durchzusetzen, zum Konfliktverhältnis der Interessen und damit zu einer Obstruierung der friedlichen Kommunikation führt.

Gesellschaftliche Relevanz erfährt der religiöse Terrorismus zum einen durch die bereits angesprochene Affinität der religiösen zur politischen Sphäre. Beide Sektoren vermischen sich nicht nur des öfteren, sondern greifen tief in sämtliche Lebensbereiche ein und benötigen dennoch ständig Rechtfertigungen, wobei oftmals die Gewalt das einzige Mittel darstellt, um von der eigenen, möglicherweise brüchigen Struktur abzulenken. Zum anderen besteht eine Plastizität des religiösen Terrorismus durch seinen umfassenden, ganzheitlich geprägten Charakter. Grundlegende Werteordnungen, sowie die Sinnhaftigkeit der Existenz werden in Frage gestellt, die Menschen damit also direkt angesprochen.[7] Die Konsequenz dieses Ver-setzens jedes Einzelnen in eine Situation der direkten Betroffenheit, kann man sich durchaus als Emotionalisierung des ausgetragenen Konflikts vorstellen. Die duale Struktur dominiert, es ist keine dritte Instanz zur Konfliktlösung erforderlich. Folglich offenbart die Kommunikationsstrategie des religiös ausgerichteten Terrorismus auf eine erschreckende Art und Weise dessen eigentliche Gefahr: Nämlich die einer Eskalation, bedingt durch relative Unberechenbarkeit und Anwendung aller Mittel, oftmals unter dem Einfluss einer millenaristischen Vision.

2.3 „Letzte Instanz“ Selbstmordattentat

Es geht aber nichtsdestotrotz um Macht. Streben, Erwerb und Gebrauch von Macht zur Durchsetzung eines politischen Wandels erfolgt mit der Androhung oder gar der Ausübung von Gewalt, im Beispiel des terroristischen Aktes durchwegs auf personaler und fast immer auf physischer Ebene. Dabei spielen Faktoren wie Vorgehensweise, Wirkung und Erfolgsaussicht eine wichtige Rolle. Das Optimum terroristischer Energie kann genau in dem Moment erreicht werden, in dem der Weg zum Ziel möglichst einfach, die erzielte zerstörerische Wirkung am gewaltigsten und die Chance, sein Vorhaben zu verwirklichen, am größten ist. Der Kreis dieser „besten Bedingungen“ schließt sich auf einfache Weise bei der Anschlagsform des Selbstmordattentats, welches in seiner Effektivität zwar nicht zu überbieten ist, aber gleichzeitig ein Stück Opferbereitschaft erfordert: Nämlich, dass sich eine Person aus den eigenen Reihen für das gemeinsame Ziel mit dem eigenen Leben hingibt, also buchstäblich opfert.

Das Phänomen des „Selbstmord-Terroristen“ ist zwar keineswegs auf den religiösen Sektor beschränkt, dennoch sind religiös inspirierte Attentäter häufiger zur Preisgabe ihres eigenen

Lebens bereit. Dies ist oft der Fall, weil entweder eine enge Gebundenheit an die betreffende Religion oder ihre Spielform besteht oder sich der Selbstmordattentäter sogar etwas für sich verspricht, was im Kontext des radikalen Islamismus als neues Element hinzukommt.

„Unter einem doppelten Aspekt verdient der Selbstmord-Terrorismus besondere Beachtung. Zum einen ist er an Präzision und Durchschlagskraft das Optimum, was Terroristen erzielen können. Da der Täter keine Gedanken auf das eigene Überleben verschwendet, kann er sich ausschließlich auf das Gelingen des Anschlags konzentrieren. Ihn in seinem Vorgehen hem­men, den angestrebten Vernichtungserfolg verhindern wollen, ist fast aussichtslos. Außerdem erzielt der Mörder, der beim Mord das eigene Leben hingibt, einen unüberbietbaren Publizi-tätsef­fek­t.“[8] Der andere Aspekt ist mehr symbolischer Natur und bezieht sich auf den unmit­telba­ren Zugang zum Paradies, welcher den gläubigen Muslim erwartet, der beim Kampf für seinen Glauben umkommt. Dies bedeutet gleichzeitig eine Identifikationsvariante, in der die Gewalttat nicht im Sinne einer Drittgruppe (sozialrevolutionärer Terrorismus) oder wegen der in ihrem Fortbestand angeblich (vigilantistischer Terrorismus) oder tatsächlich (ethnischer Ter­ro­rismus) bedrohten Eigengruppe verübt wird. Ziel und Zweck ist das höchstpersönliche Heil des Terroristen selbst.[9] Folglich kann man hier von einer Art kombiniertem Identifika-tionsmodell sprechen.

Im griechisch-lateinischen Zusammenhang bedeutet „Martyrer“ eigentlich Zeuge, bezeichnet wird mit dem Begriff aber „jemand, der um seines Glaubens oder seiner Überzeugung willen Verfolgung oder Tod erleidet.“[10] Hierzu muss gesagt werden, dass religiös motivierte Selbst-mordattentäter oft nicht nur im sogenannten Auftrag eines idealisierten religiösen Bildes han-deln, sondern eben­so unter dem konkreten Einfluss von Personen oder Gruppierungen stehen können, die diese angestrebten Ideale für ihre Zwecke ge- oder sogar missbrauchen. Insgesamt ist festzuhalten: Es gibt kein besser strukturiertes, terroristisches Vorgehen als das des Selbstmordattentäters, sein Vorgehen ist die „letzte Instanz“ eines terroristischen Anschlags und dementsprechend schwer ist ihm vorzubeugen.

2.4 Von Fundamentalismus zu extremistischer Gewalt

Um eine konsequente Differenzierung zu ermöglichen, soll an dieser Stelle der Begriff des Fundamentalismus nocheinmal von dem des Terrorismus abgegrenzt werden. Fundamentalis-mus wurde und wird stets in zahlreichen Kontexten und zunehmend inflationär gebraucht, ist aber im Zusammenhang mit dem radikalen Islamismus vom Sinn her nicht korrekt. Denn die Definition weist hin auf „religiöse Ausprägungen, die eine wörtliche Auslegung ihrer heiligen Schriften und Traditionen propagieren und jede Modernisierung ablehnen. Sie sind in der Re-gel nicht gewalttätig.“[11] Ebenso tritt solch eine Ideologie nicht nur beim Islam, sondern auch bei anderen großen Religionen, wie Christentum, Hinduismus oder der jüdischen Religion in Erscheinung. Ursprünglich stammt der fundamentalistische Begriff aus dem konservativen, traditionalistisch-christlichen Sektor der USA im angehenden 20.Jahrhunderts, der seinen Grund in der Berufung auf das Alte Testament sah. Gerade für Muslime ist aber der Schöp­fungsvorgang keine Konstante, sondern „vielmehr ein jederzeit greifbares, in jedem Augenblick erfahrbares Geschehen,“[12] was einen direkten Vorstellungszusammenhang aus-schließt. Demzufolge muss man auch im Islam extremistisches Vorgehen nicht als Funda-mentalismus bezeichnen, jedoch zwischen radikalen Vorstellungen als theoretische Basis und der Anwendung von Gewalt durch bestimmte Anhängerschaften unterscheiden. Im islam-wissenschaftlichen Zusammenhang des Extremismus ist an dieser Stelle folglich von Islamisten oder Radikalen zu sprechen.

[...]


[1] Waldmann, Peter, 1998: Terrorismus. Provokation der Macht, S.10.

[2] Ebd.

[3] Vgl. ebd., S.13.

[4] Vgl. Hoffman, Bruce, 2001: Terrorismus – der unerklärte Krieg, S.123.

[5] Ebd., S.122.

[6] Zitiert nach Hoffman, Bruce, 2001 Terrorismus – der unerklärte Krieg, S.121.

[7] Vgl. Waldmann, Peter, 1998: Terrorismus. Provokation der Macht, S.104 f.

[8] Waldmann, Peter, 1998: Terrorismus. Provokation der Macht, S.108.

[9] Vgl. ebd., S.108.

[10] Der Brockhaus Multimedial 2000. Stichwort: Märtyrer.

[11] Heine, Peter, 2001: Terror. Extremistische Kräfte in Allahs Namen im Islam, S.9.

[12] Nagel, Tilman, in: Heine, Peter, 2000: Religiös motivierter Terrorismus, S.70.

Details

Seiten
21
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783638227049
Dateigröße
522 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v18335
Institution / Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg – Lehrstuhl für Politische Wissenschaft
Note
1,5
Schlagworte
Ohnmacht Macht Mittel Gewalt Kontext Dschihâd Theorien Beispiel Terrorismus

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