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Globalisierung und ihre Auswirkung

Wissenschaftliche Abhandlung über Globalisierung und ihre Auswirkungen

Ausarbeitung 2011 15 Seiten

Politik - Internationale Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitungszitat

1. Definition Globalisierung

2. Ursachen und Motoren der Globalisierung

3. Auswirkungen der Globalisierung
3.1. Wirtschaftliche Aspekte
3.2. Politische Aspekte
3.3. Kulturelle und soziale Aspekte
3.3.1. Pro-Meinungen
3.3.2. Contra-Meinungen
3.4. Umweltaspekte

4. Fazit

Literaturverzeichnis

Einleitungszitat

Globale Streitgegenstände, Migrations- und

Demographieströme, natürliche Ressourcen, technologische Revolution, die Wirtschaft auf dem Prüfstand der Krise und die Verteilung des Reichtums, Proliferation [hier: Weitergabe von Massenvernichtungswaffen] und Terrorismus, Identitäts- und Religionsforderung… gestalten eine globale, komplexe Welt aus gegenseitiger Abhängigkeit.1

1. Definition Globalisierung

Die Menschheit ist zu weit vorwärts gegangen, um sich zurückzuwenden und bewegt sich zu rasch, um anzuhalten.

(Winston Churchill)2

Bislang gibt es keine eindeutige, allgemeingültige Definition des Begriffs Globalisierung. Es handelt sich um einen Prozess, der nicht an strikte Regeln oder Ziele geknüpft ist, sondern sich aus zahlreichen, unterschiedlich ausgeprägten Faktoren zusammensetzt, deren Zusammenspiel den Prozess der Globalisierung auslöst und gleichzeitig vorantreibt. Aufgrund dessen findet man zahlreiche Definitionen des Begriffs Globalisierung, die je nach Autor unterschiedliche Merkmale betonen.

BUßMANN (2008) bezeichnet Globalisierung als die durch Deregulierung und Öffnung nationaler Grenzen ermöglichte Vernetzung nationaler und regionaler Volkswirtschaften zu einem einzigen weltumspannenden Wirtschaftsraum.3

J.-MATTHIAS GRAF VON DER SCHULENBURG (2008) beschreibt

Globalisierung als ein wirtschaftliches System, das mehr ist als internationaler Waren- und Kulturaustausch, sondern eine Vernetzung aller Bereiche, die erst durch die Geschwindigkeit neuer technologischer Entwicklungen und einer rasanten Senkung der Kommunikations- und Transportkosten möglich geworden ist.4

GIDDENS (1996) spricht über eine Intensivierung weltweiter sozialer

Beziehungen, durch die entfernte Orte in solcher Weise miteinander verbunden werden, dass Ereignisse am einen Ort durch Vorgänge geprägt werden, die sich an einem viele Kilometer entfernten Ort abspielen, und umgekehrt.5

PETER FÄSSLER (2007,36) [hingegen] formuliert zwar keine eigentliche

Definition von Globalisierung, doch weist er auf natürliche (z.B. Distanzen, Flüße [sic!] oder Gebirge) und kulturell-institutionelle Interaktionsbarrieren (z.B. Sprache, Ängste, Mythen, Staatsgrenzen oder Handelshemmnisse) hin, welche durch unterschiedliche Prozesse der Globalisierung erodiert werden.6

Zusammenfassend kann man sagen, dass Globalisierung im Sinne der Wirtschaftswissenschaften ein Phänomen beschreibt, welches die Welt immer mehr zu einem einzigen, globalen Wirtschaftsraum werden lässt. Die Überwindung der von FÄSSLER angesprochenen Interaktionsbarrieren sorgt dafür, dass Wirtschaft und Kapitalverkehr immer weniger an lokale oder nationale Grenzen, Schutzzölle oder Transportprobleme gebunden sind. Somit ist ein Unternehmen nicht mehr an lokale Arbeitskräfte, Ressourcen, Investitionen oder Dienstleistungsangebote gebunden, sondern kann diese über internationale Grenzen hinweg zum preisgünstigsten Angebot hin auslagern oder in Anspruch nehmen.

2. Ursachen und Motoren der Globalisierung

Aufgrund der angesprochenen Komplexität und Unfassbarkeit der einzelnen Faktoren, die am Prozess der Globalisierung teilhaben, seien an dieser Stelle nur die wichtigsten und unumstrittenen Elemente erwähnt.

Die große Mehrheit der Wissenschaftler scheint sich einig, dass am Beginn der Globalisierung die industrielle Revolution stand. Bahnbrechende Entdeckungen wie die der Dampfmaschine, der Spinning Jenny7, der Eisenbahn und ähnliche technologische Entwicklungen sorgten überhaupt erst dafür, dass die geographischen Distanzen schnell und kostengünstig genug überwunden werden konnten, sodass es für die Wirtschaft lohnenswert wurde, sich überregional auszuweiten.8

[...]


1 Myard und Boniface, La France à l'ère de la mondialisation (2009) 23, übersetzt vom Autor dieser Abhandlung, Originaltext: Des enjeux mondiaux, flux migratoires et démographie, ressources naturelles, révolution technologique, économies à l`épreuve de la crise et distribution de la richesse, terrorisme et prolifération, revendications identitaires et religieuses… faconnent un monde global, complexe, aux intérêts interdépendants.

2 Zitiert durch Beitrag von quotez.net, Zitatsammlung, http://www.quotez.net/german/winston_churchill.htm, 04.03.2011

3 Bußmann, Globalisierung braucht globale Ordnung (2008) 20

4 J.Matthias Graf von der Schulenburg, Unterwegs zu neuen Weltordnungen? Folgen der Globalisierung (2008) 8

5 Giddens, Konsequenzen der Moderne (1996) zitiert nach: Backhaus, Globalisierung (2009) 17

6 Backhaus, Globalisierung (2009) 17

7 Name der ersten industriellen Spinnmaschine (1764)

8 Krempa, Globalisierung: Eine soziologische Analyse (2010) 7

Details

Seiten
15
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656077169
ISBN (Buch)
9783656077381
Dateigröße
421 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v183458
Institution / Hochschule
Turku University of Applied Sciences
Note
1,0
Schlagworte
globalisierung auswirkung wissenschaftliche abhandlung auswirkungen

Autor

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Titel: Globalisierung und ihre Auswirkung