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Enterprise 2.0 - Instrumente für die interne Unternehmenskommunikation

Hausarbeit 2011 21 Seiten

BWL - Unternehmenskommunikation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehen und Ziel der Hausarbeit

2 Der Weg zur Enterprise 2.0
2.1 Begriffsklärung und zeitliche Einordnung
2.2 Eigenschaften Enterprise 2.0
2.3 Voraussetzungen für die Einführung von Enterprise 2.0

3 Relevante Einsatzmöglichkeiten für Social Media im Unternehmen
3.1 Corporate Blogs
3.2 Corporate Social Networks
3.3 Kollaboratives Arbeiten in der Cloud
3.4 Corporate Wikis
3.5 Best Practice Beispiel BASF

4 Fazit

5 Ausblick

Literatur- und Quellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Social Media Vielfalt

1 Einleitung

Unternehmen ändern sich, ständig und immer wieder aufs Neue. Diese Beobachtung zieht sich im Grunde genommen durch alle Phasen industrieller Entwicklung. Spätestens seit der „Dot-Com-Periode“, Mitte der 1990er Jahre geistert der Begriff „New Enterprise“ oder des „Business 2.0“ durch die Fachbücher. Doch wie wir wissen ist die „Dot-Com-Blase“ mit Beginn des 21. Jahrhunderts spektakulär geplatzt.

Erst seit wenigen Jahren gibt es die nächste Stufe, die sich über die nächs- ten Jahrzehnte hinweg ziehen wird. Wir sehen heute einen neuen, grundle- genden Wandel von Unternehmen. Das Aufkommen des „New Web“, oder auch des „Web 2.0“ ermöglicht neue Geschäftsmodelle die es Unternehmen erlauben neue Wertschöpfungsmodelle durchzusetzen und günstigere Kos- tenstrukturen durchzusetzen, so können große Wettbewerbsvorteil erreicht werden.1

1.1 Problemstellung

Hört man von Social Media, so denkt man meist an die sozialen Netzwerke, von denen wir in den letzten Jahren förmlich überrannt wurden. Wir denken an Netzwerke wie Facebook, die uns eine denkbar einfache Kommunikation mit unseren Freunden und Bekannten ermöglichen. Wir denken vermutlich auch an das neue PR-Instrument, das diese Social Networks zu uns ge- bracht haben, die neue Art des Dialogs zwischen Firmen und Verbrauchern. Doch Social Media geht noch weiter. Social Media kann auch unternehmens- intern als mächtiges Instrument dienen, und die Unternehmenskommunikati- on revolutionieren. Diese Hausarbeit soll untersuchen, wie Unternehmen von Social Media profitieren können und welche Fallstricke es für eine erfolgrei- che Einführung der Enterprise 2.0 geben kann.

1.2 Vorgehen und Ziel der Hausarbeit

Zunächst soll der Begriff Enterprise 2.0 eingeführt werden. Dann beschäftigt sich die vorliegende Studienarbeit mit den Gründen und Zielen der Einfüh- rung von Enterprise 2.0. Es soll geklärt werden, wie Enterprise 2.0 im Unter- nehmen sinnvoll eingeführt werden kann und anschließend wirft die Studien- arbeit einen Blick auf relevante Einsatzmöglichkeiten von Social Media in Un- ternehmen.

2 Der Weg zur Enterprise 2.0

Die Entwicklung des Internets und die damit zusammenhängenden „Evolutionsstufen“ haben sich alle in den letzten 30 Jahren abgespielt. Verglichen mit der Dauer anderer technologischer Entwicklungen, ein sehr kurzer Zeitraum. Im Folgenden soll eine zeitliche Einordnung der Entwicklungen skizziert werden und die Enterprise 2.0 untersucht werden.

2.1 Begriffsklärung und zeitliche Einordnung

Der Begriff Enterprise 2.0 meint den unternehmerischen Einsatz von Social Media. McAffee definiert es wie folgt: „Enterprise 2.0 is the use of emergent social software platforms within companies, or between companies and their partners or customers“2. Laut McAffee liegt der größte Vorteil darin, dass Wissen nicht nur gesammelt werden kann, sondern auch Praktiken und Er- gebnisse der einzelnen Mitarbeiter dokumentiert werden können.3

Das Internet, wie wir es heute kennen, gibt es erst seit 1990, dort wurde der erste richtige Browser entwickelt, der es ermöglichte Internetseiten darzustel- len. Das Internet war damals allerdings noch nicht interaktiv, höchstens pseudointeraktiv und außer der Email fand eine eher einseitige Kommunika- tion statt. Den Begriff des Web 2.0 gibt es erst seit dem Jahr 2003, dort wur- de er erstmals in einem amerikanischen Fachmagazin erwähnt. Auch Face- book gibt es erst seit 2003, andere Social Media Angebote wie Blogs gibt es bereits seit Ende der 90er-Jahre. Es lässt sich schwer definieren, ab wann man nun also von Web 2.0 Angeboten sprechen kann. Wie oben bereits er- wähnt kann man auch von einer „Evolutionsstufe“ sprechen und diese lässt sich in den Zeitraum zwischen 1997 und 2003 einordnen.

Parallel zur Entwicklung des Internet entwickelten große Software-Hersteller wie IBM so genannte Groupware-Lösungen. Durch Computer- und Soft- wareeinsatz sollten so die täglichen Arbeitsprozesse von Teams unterstützt werden. Groupware kann auch als Vorläufer von Social Media in Unternehmen gesehen werden.4

2.2 Eigenschaften Enterprise 2.0

McAffee beschreibt mit dem Begriff „SLATES“ die sechs wichtigsten Komponenten von Social Media im Unternehmen. „SLATES“ ist ein Kunstwort, dass sich aus den Anfangsbuchstaben der Komponenten zusammensetzt: Search, Links, Authoring, Tags, Extensions und Signals. Die Komponente „Search“ besagt, dass den Mitarbeitern auf bereitgestellten Plattformen eine Schlagwortsuche zur Verfügung stehen sollte. Das bringt den Vorteil, dass Mitarbeiter relevante Informationen leichter finden können.

Die Komponente „Links“ besagt, dass Mitarbeiter selbst sogenannte Hyperlinks, also Verweise auf relevante Inhalte erstellen können. So kann das Auffinden wichtiger Inhalte ermöglicht werden.

Mit „Authoring“ ist das Editieren und Verfassen von Beiträgen, wie es bei- spielsweise bei Wikipedia möglich ist, gemeint. So kann ein hoher Grad an Aktualität geschaffen werden und der Aufbau kollaborativen Wissens wird ermöglicht. Jeder Mitarbeiter kann etwas zu bestimmten Themen beitragen. „Tags“ lassen sich mit Schlagworten übersetzen. Durch die Verschlagwor- tung von Artikeln und Beiträgen sind sie leichter auffindbar und lassen sich beispielsweise in einer sogenannten „Tag-Cloud“, einer Schlagwort-Wolke darstellen.

„Extensions“ liefern automatisiert weitere Informationen. Anhand von Tags und bestimmten Begriffen im Text werden so automatisch passende Artikel vorgeschlagen, die hilfreich sein könnten. Auch so wird die Arbeit erleichtert. Die letzte Komponente sind die sogenannten „Signals“. Mit zunehmender In- formationsvielfalt und -geschwindigkeit verlieren die Nutzer schnell den Überblick. „Signals“ können Email-Benachrichtigungen oder RSS-Feeds sein, die den Nutzer über neue Beiträge informieren.

Social Media kann das Wissensmanagement und Arbeitsprozesse im Unternehmen vereinfachen und bleibt dabei sehr flexibel. Die Struktur von Social Media im Unternehmen verändert und erweitert sich ständig. Enterprise 2.0 Technologien können also Unternehmen „suchbarer“ und besser analysierbar machen. Mitarbeiter finden schneller was sie suchen. Natürlich können so Nachteile eines großen Unternehmens mit langen Informationswegen nicht komplett überwunden werden aber die Probleme können mit diesen Technologien besser angegangen werden.5

2.3 Voraussetzungen für die Einführung von Enterprise 2.0

Um Enterprise 2.0 und damit zusammenhängende Technologien im Unter- nehmen einzuführen ist einiges zu beachten, denn die Mitarbeiter sollen ja die neue Art der Unternehmenskommunikation akzeptieren. Eine wichtige Grundvoraussetzung für die Akzeptanz ist die Benutzerfreundlichkeit der neuen Technologien. Eigene Artikel müssen leicht anzulegen sein und die Technologien müssen sich unternehmensweit durchsetzen. Außerdem müs- sen die Mitarbeiter problemlos in ihrer gewohnten Arbeitsumgebung darauf zugreifen können.6 Beispielsweise bei Corporate Social Networks hat sich gezeigt, dass diese nur dann ernst genommen werden, wenn viele Kollegen mit höherem Karrierelevel daran teilnehmen. „Akzeptanz und Vertrauen wer- den vor allem durch Vorbildverhalten von Vorgesetzten erzeugt.“7 Es kann auch von Vorteil sein, wenn man innerhalb des Unternehmens, Personen identifiziert, die eine Affinität zu diesen neuen Technologien besitzen.

[...]


1 Vgl. Cook 2008, S. 13.

2 McAffee 2006.

3 Vgl. Ebd..

4 Far 2010, S. 9f..

5 Vgl. McAffee 2006.

6 Vgl. Koch, Richter 2009, S. 82-91.

7 Ebd., S. 91.

Details

Seiten
21
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656094906
ISBN (Buch)
9783656094654
Dateigröße
1.1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v184612
Institution / Hochschule
Macromedia Fachhochschule der Medien Stuttgart – Medienwirtschaft
Note
2
Schlagworte
Unternehmenskommunikation PR Social Software Blogs Cloud

Autor

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