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Die SWOT Analyse. Ein Instrument des strategischen Managements

Essay 2012 12 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

II. Inhaltsverzeichnis

I. Vorbetrachtung

II. Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung - Begriffsdefinition Strategie:
2. SWOT-Analyse
3. SWOT-Analyse am Beispiel der Gesundheits- & Krankenpflegeschule am IMAW
4. Schlüsse und Erkenntnisse - Managementempfehlungen
5. Zusammenfassung
6.Literaturverzeichnis:

I. Vorbetrachtung

Die hier vorliegende Arbeit beschäftigt sich im Speziellen mit der Bedeutung der SWOT- Analyse im strategischen Management und leitet hieraus am Beispiel einer Institution Empfehlungen für das Management ab.

Zu Beginn wird die Relevanz der Strategieentwicklung beschrieben. Danach werden die Bestandteile der SWOT-Analyse erläutert und im Anschluss daran erfolgt die Darstellung der SWOT-Analyse an einem Beispiel. Die Managementempfehlungen werden abschließend aus dieser SWOT-Analyse abgeleitet.

Das Institut für Medizinische Aus- & Weiterbildung (IMAW) ist eine eigenständige gemeinnützige GmbH mit Hauptsitz in Berlin. Mit 20 Standorten von Flensburg bis Singen ist das IMAW eines der größten Bildungsanbieter im Gesundheits- und Sozialwesen in der Bundesrepublik Deutschland. Das IMAW vereint Schulen mit medizinischer Ausrichtung (z.B. Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Gesundheits- & Krankenpflege) unter einem Dach.

Exemplarisch wird eine SWOT-Analyse am Beispiel der Gesundheits- & Krankenpflegeschule am IMAW erarbeitet. Die staatlich anerkannte Gesundheits- & Krankenpflegeschule bildet Gesundheits- & Krankenpfleger aus. Ebenso gehören vielfältige Weiterbildungen zum Spektrum der Institution.

1. Einleitung - Begriffsdefinition Strategie:

„Im Unternehmen oder in einer Organisation ist die Strategie ein, für einen bestimmten Geschäftsbereich festgelegtes, langfristiges, grundsätzliches und komplexes Handlungskonzept über Ziele, Wege und Mittel. - Dieses Handlungskonzept schließt Verhaltensweisen bei seiner Realisierung ein“ (Rudolph, 2008 a, S. 31).

Die Strategie ist ein Bündel der gesamten Maßnahmen zur Erreichung langfristiger Ziele, eine ausführliche strategische Analyse sollte der Strategie vorangehen (von Velsen-Zerweck, 2011a).

Die Strategie ist das Bindeglied zwischen dem Unternehmen und seiner Umwelt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle. Von Velsen-Zerweck, 2011b Studienskript strategisches Management. Grundlagen

Um den Handlungsraum einer Unternehmung zu definieren, erfolgt zu Beginn der strategischen Unternehmungsplanung eine interne und externe Situationsanalyse. Zur Bestimmung der Ist-Situation werden hierbei unternehmensinterne und unternehmensexterne Faktoren untersucht, um daraus Handlungsanweisungen für die nächste Zeit zu prognostizieren (Schönenberger, 2005).

2. SWOT-Analyse

Die SWOT-Analyse (S-Strengths - Stärken, W-Weaknesses - Schwächen, O- Opportunities - Chancen, T-Threats - Risiken) ist ein Instrument des strategischen Managements zur Untersuchung, Standortbestimmung und Entwicklung von Lösungsalternativen (Hugenberg, 2004). Eine interne Betrachtungsweise beleuchtet Stärken und Schwächen während durch eine externe Betrachtungsweise (Umwelt) Chancen und Risiken analysiert werden (Rosenthal & Wagner, 2004).

Die SWOT-Analyse ist eine einfache jedoch aufschlussreiche Untersuchungsmethode, die eine Stärken/Schwächen-Analyse der eigenen Organisation mit denen des Wettbewerbes vergleicht und ungenutzte Potentiale aufzeigt (von Velsen-Zerweck, 2008).

Einsatzmöglichkeiten einer SWOT-Analyse sind während der Analysephase und der Konzeptionsphase, wenn die strategischen Aspekte der Organisationsentwicklung im Mittelpunkt des Interesses stehen. Die SWOT-Analyse verdeutlicht die Zusammenhänge zwischen der Umweltentwicklung und der Unternehmenssituation (Klempien, 2009). Die SWOT-Analyse fasst als eines der gebräuchlichsten strategischen Modelle die wesentlichen Ergebnisse der Analyse der externen Einflussfaktoren (Chancen/Risiken) und internen Fähigkeiten (Stärken/Schwächen) des Unternehmens zusammen (Thill, 2002). Hinsichtlich des Humankapitals werden Qualifikation, Ausbildung, Praxiserfahrung, Motivation und Identifikation sichergestellt.

Der Unternehmenserfolg hängt im Wesentlichen davon ab, welche Vorteile das Unternehmen aus dem Wettbewerb ziehen kann. Er wird in Zukunft nicht mehr allein von gut bilanzierten Verhältnissen und komfortablen Liquiditätslagen abzuleiten sein (Rudolph, 2008 a). „Was ein Unternehmen in Zukunft unterscheiden wird, ist die Qualität „weicher Faktoren“ wie Zusammenarbeit, Einsatzbereitschaft, Kreativität, Angstfreiheit, Teamfähigkeit, soziale Kompetenz, Verantwortungsbewusstsein und Loyalität“ (Rudolph, 2008, S.59).

Die Herausforderungen für ein Unternehmen oder eine Organisation wettbewerbsfähig zu sein, liegen in besonderem Maß in den Anforderungen. Wachsende Erwartungen der Kunden an die Leistungen erfordern eine effiziente Nutzung der zur Verfügung stehenden Mittel und erhöhen den Druck zur Optimierung.

Den Kern der SWOT-Analyse bilden die aufgeworfenen Fragestellungen, die dazu beitragen, Entwicklungsmöglichkeiten des Unternehmens zu entwerfen (von Velsen-Zwerweck, 2008).

Um eine Wertsteigerung zu erreichen und neue Kundenpotentiale zu erschließen, müssen strategisch innovative Wege vorbereitet werden. Die Schlussfolgerungen aus der SWOT-Analyse unterstützen so die Festlegung künftiger Handlungen und Ziele. Der Unternehmenserfolg stellt sich ein, wenn es gelingt, die verborgenen Risiken und Schwächen sichtbar zu machen sowie Chancen und Stärken zu nutzen. Um realistische Handlungsempfehlungen für das strategische Handeln zu entwickeln, sind die SWOT-Analyse und die Berücksichtigung der unternehmerischen Umwelt erforderlich. Um ein Unternehmen erfolgreich zu führen, müssen Planung, strategische Planung und strategische Früherkennung aufeinander abgestimmt sein.

3. SWOT-Analyse am Beispiel der Gesundheits- & Krankenpflegeschule am IMAW

Ziel der SWOT-Analyse ist es, die Leistungsfähigkeit des Unternehmens zu stärken und auszubauen. Um eine Wertsteigerung zu erreichen und neue Kundenpotentiale zu erschließen, müssen neue, strategisch innovative Wege vorbereitet werden. Hierbei ist der Weg, der zu einer Zielfindung führt, von besonderer Bedeutung. Die Schlussfolgerungen aus der SWOT-Analyse unterstützen die Festlegung künftiger Handlungen und Ziele.

Der Unternehmenserfolg stellt sich ein, wenn es gelingt die verborgenen Risiken und Schwächen sichtbar zu machen und Chancen und Stärken zu nutzen. Um realistische Handlungsempfehlungen für das strategische Handeln zu entwickeln, sind die SWOT-Analyse und die Berücksichtigung der unternehmerischen Umwelt erforderlich.

Bei der Untersuchung der einzelnen Komponenten und der sich daran anschließenden Erstellung einer Matrix wird das Augenmerk auf die Beantwortung folgender Fragen gelenkt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

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Tab. 1 SWOT-Analyse am Beispiel der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Magdeburg am IMAW

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

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Quelle: Eigendarstellung

4. Schlüsse und Erkenntnisse - Managementempfehlungen

Horak, Matul & Scheuch (2007) beschreiben die Strategieebenen eines normativen, strategischen und operativen Managements, die richtungsgebend die nachfolgenden Managementempfehlungen für das hier vorgestellte Beispiel beeinflussten:

Die Entwicklung eines strategischen Leitbildes, - normatives Management - , mit Betrachtung von Werten, Selbstverständnis, strategischen Hauptstoßrichtungen und politischer kultureller Umfeldanalyse stehen im Vordergrund.

Die Beleuchtung der Gesamtunternehmensstrategie, - strategisches Management - , das Aufsetzen von Zielen und Aktionsprogrammen, die Bewertung der strategischen Ausrichtung, Maßnahmenplanung und strategische Budgetierung sind bedeutsam.

Die Entwicklung einer operativen Mittelfristplanung, - operatives Management mit Jahresbudgetierung ist zu beachten.

Die konstante Überprüfung der Strategieausrichtung durch Methoden der strategischen Zielfindung und Planung wie die SWOT-Analyse, die Portfolioanalyse und die Balanced Scorecard stellen sich als unabdingbar dar.

Die Ausrichtung der Standardperspektiven anhand der Ergebnisse der SWOT-Analyse, wie z.B. die Finanzperspektive, Kundenperspektive, Lern- und Entwicklungsperspektive und die Prozessperspektive sind wichtige rahmengebende Faktoren.

Die Sicherung der Akzeptanz aller Mitarbeiter des Unternehmens ist zu entwickeln, um die geplante Strategie erfolgreich umzusetzen (nur informierte Mitarbeiter werden sich aktiv an der Erreichung des Zieles beteiligen).

Die Durchführung einer Konkurrenten- und Marktanalyse auf der Grundlage einer strategischen SWOT-Analyse ist notwendig, um die richtige Strategieausrichtung zu finden und nachhaltig erfolgreich sein zu können.

Das hier vorgestellte Beispiel der Gesundheits- & Krankenpflegeschule am IMAW wird sich zukünftig von anderen Unternehmen unterscheiden, wenn es zusätzlich gelingt, Soft Skills als Wissen um den Umgang mit Menschen und Entscheidungen in ihrer Bedeutung zu erkennen und sich dieser Erkenntnisse zu bedienen.

Beispielsweise benötigen Verantwortungsbewusstsein, Loyalität und Kreativität in der Ausbildung eine stete Reflektion in Form monatlichen Dozentenaustausches.

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Titel: Die SWOT Analyse. Ein Instrument des strategischen Managements