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Bewährte Geschäftsmodelle im Bereich der IT-Services für Finanzdienstleister

Strategien und Erfolgsfaktoren für die Umsetzung von E-Finance

Hausarbeit (Hauptseminar) 2011 18 Seiten

Informatik - Wirtschaftsinformatik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Begriffsdefinitionen
1.2.1 Geschäftsmodell
1.2.2 Finanzdienstleistung
1.2.3 E-Commerce und M-Commerce

2 Methodik - Literaturteil
2.1 Beschreibung der Vorgehensweise
2.2 Suche nach wissenschaftlichen Artikeln

3 IT-gestützte Geschäftsmodelle im Finanzdienstleistungssektor
3.1 Historische Entwicklung und aktuelle Trends
3.2 Aktuelle Geschäftsmodelle
3.2.1 Geschäftsmodelle aus dem Bankensektor
3.2.2 Geschäftsmodelle aus dem Transactionsektor
3.2.3 Geschäftsmodelle aus dem Brokeragesektor
3.2.4 Geschäftsmodelle aus demVersicherungssektor

4 Schlussfolgerungen: Gründe für den Erfolg der Geschäftsmodelle
4.1 Gemeinsame Erfolgsfaktoren
4.2 Einzelbetrachtung der Modelle
4.3 Zukünftige Entwicklung

5 Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Nutzerquote Online-Banking

Abbildung 2: Neugeschäft bei Internetabschlüssen

Abbildung 3: Geschäftsmodell der DKB

Abbildung 4: Grundaktivitäten einer Bank

Abbildung 5: Geschäftsmodell von Flatex

Abbildung 6: Versicherungsprodukte in Bezug auf Transaktionsvolumen und Komplexität ...10

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Zielsetzung

Diese Seminararbeit widmet sich dem Thema E-Commerce im Finanzdienstleistungssektor. Nach einer genaueren Definition der Begriffe Geschäftsmodell, Finanzdienstleistung und E- Commerce werden beispielhaft aktuelle Geschäftsmodelle vorgestellt und analysiert, wobei der Fokus bedingt durch Umfang und Tiefe der Seminararbeit auf dem Wertpapierhandelsbereich liegt. Anschließend werden Gründe für den besonderen Erfolg der Geschäftsmodelle vorgestellt.

1.2 Begriffsdefinitionen

1.2.1 Geschäftsmodell

Ein Geschäftsmodell ist die Abbildung des betrieblichen Produktions- und Leistungssystems in einem Unternehmen. Dabei visualisiert das Geschäftsmodell, wie Ressourcen im betrieblichen Leistungserstellungsprozess wertschöpfend in Informationen, Produkte oder Dienstleistungen transformiert werden. Des Weiteren enthält das Geschäftsmodell Informationen über die Allokation und Kombination von Produktionsfaktoren in Bezug auf die Umsetzung der Unternehmensstrategie. Darauf aufbauend charakterisiert ein internetbasiertes Geschäftsmodell die Berührungspunkte des Unternehmens mit dem Internet und anderen elektronischen Netzen. Derartige Geschäftsmodelle werden erst durch das Internet ermöglicht (Maaß 2008, 29).

1.2.2 Finanzdienstleistung

Der Begriff Finanzdienstleistung umfasst im Wesentlichen nach Bitz/Stark (2008, 15) alle Transaktionen, bei denen Finanzintermediäre zwischen Geldgebern und Geldnehmern agieren. In geldwirtschaftlich organisierten Marktsystemen kommt es täglich vor, das Individuen beispielsweise für die Beschaffung von Produktionsfaktoren oder zum persönlichen Konsum, die Absicht haben, mehr Geld auszugeben, als ihnen im Moment der Entscheidung zur Verfügung steht. Gleichzeitig existieren auf der Gegenseite Wirtschaftssubjekte, die beabsichtigen, einen Teil der ihnen zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel nicht zu verwenden, mit dem Bedürfnis, diese Zahlungsmittelüberschüsse möglichst sicher und rentabel anzulegen. In diesem Fall treten Finanzintermediäre als Makler zwischen Geldgebern und Geldnehmern auf, indem sie Dienstleistungen für die Abwicklung der Transaktionen bereitstellen. Parallel dazu übernehmen die Finanzintermediäre auch noch die Funktion der Fristen- und Mengentransformation, reduzieren die Informationsasymmetrie des Marktes und streuen das Risiko. Im weiteren Sinne sind nach Bitz/Stark (2008, 16) insbesondere

- Kreditinstitute
- Bausparkassen
- Kapitalanlagegesellschaften
- Leasing- und Factoringunternehmen
- Kapitalbeteiligungsgesellschaften etc.
- Anbieter von Kapital-Lebensversicherungen

in die Kategorie der Finanzdienstleister einzuordnen.

1.2.3 E-Commerce und M-Commerce

Als E-Commerce wird der elektronische Handel mit Gütern und Dienstleistungen verstanden, bei dem moderne Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) zum Einsatz kommt (Maaß 2008, 2). Als Teilmenge von E-Commerce ist M-Commerce ist eine weiterentwickelte Technologie, mit deren Hilfe von drahtlosen Geräten auf Informationen und (kommerzielle) Dienste zugegriffen werden kann. Die räumliche Abhängigkeit fällt somit völlig weg. Dieser Technologie wird zukünftig eine große Bedeutung zukommen, da gerade im Bereich der Finanzdienstleistungen enormes Potenzial für die Umsetzung besteht, insbesondere beim Zahlungsverkehr (Kolbe et al. 2001, 76-77).

2 Methodik - Literaturteil

2.1 Beschreibung der Vorgehensweise

Bei der Erstellung dieser Seminararbeit wurde auf klassische Literatur, wissenschaftliche Artikel und Angaben der untersuchten Finanzdienstleister zurückgegriffen. Für die Beurteilung des Erfolges der Geschäftsmodelle wurden unter anderem der Marktanteil des Unternehmens und seine Profitabilität herangezogen.

2.2 Suche nach wissenschaftlichen Artikeln

Ziel der Suche nach wissenschaftlichen Artikeln zum Seminarthema war sowohl die Identifikation von Thesen über die historische und zukünftige Entwicklung der Branche als auch die Identifikation der kritischen Erfolgsfaktoren für die internetbasierten Geschäftsmodelle der Finanzdienstleister. Grundsätzlich wurden die elektronischen Datenbanken der Anbieter

- Google Scholar
- GRIN
- SpringerLink
- EconStor

durchsucht. Bei der Suche wurde eine Reihe von Schlagwörtern benutzt, die für eine möglichst hohe Zahl an relevanten Suchergebnissen vielversprechend erschien. Die erhaltenen Titel wurden im nächsten Schritt auf inhaltliche Relevant geprüft. Erschien neben dem Titel auch die Kurzbeschreibung (Abstract) vielversprechend, so wurde der Artikel in die Literaturliste aufgenommen (siehe Anhang 2). Im letzten Schritt wurden die Artikel unter der anfangs beschriebenen Zielstellung durchgearbeitet und verwendet.

3 IT-gestützte Geschäftsmodelle im Finanzdienstleistungssektor

E-Finance ist die Bereitstellung von Finanzdienstleistungen und Märkten unter der Nutzung von (IKT) (Allen/McAndrews/Strahan 2002, 6). Märkte sind beispielsweise elektronische Handelsplätze wie Wertpapierbörsen und Auktionshäuser, die tendenziell nicht mehr durch laterale Grenzen beschränkt werden. Damit wird quasi jedes traditionelle Geschäftsmodell eines Finanzdienstleisters, welches sich ganz- oder teilweise die IKT zu Nutze macht, zu einem IT-gestützten Geschäftsmodell.

3.1 Historische Entwicklung und aktuelle Trends

Bereits Ende der 1960er Jahre setzte die Massenautomatisierung im Finanzdienstleistungssektor ein, was jedoch in erster Linie die Struktur des Backoffice sowie interne Strukturen beeinflusste (Allen/McAndrews/Strahan 2002, 15). Der Siegeszug des Internets in den 1990er Jahren hat das Finanzdienstleistungsgeschäft auch nach außen signifikant verändert. Die zuvor geschäftsnotwendige physische Präsenz des Finanzintermediärs, beispielsweise durch ein Filialnetz einer Bank, ist heutzutage für die meisten Dienstleistungen nicht mehr erforderlich. Die traditionelle Infrastruktur, insbesondere bei beratungsarmen Dienstleistungen, wird mehr und mehr durch eine elektronische Infrastruktur ersetzt. Gleichzeitig entstehen durch den Einsatz von IKT in- und außerhalb der Finanzdienstleister völlig neue Geschäftsmodelle, wie etwa die maschinelle Kreditentscheidung in Banken und Data-Mining-Ansätze, bei denen mit Hilfe von IKT statistische Daten über Kundenverhalten gesammelt, und anschließend vermarktet werden können.

Ein weiterer wichtiger Trend ist das sog. „Differential Pricing“. Hier wird der einzelne Kunde differenziert in Bezug auf seine Profitabilität betrachtet unter dem Aspekt der Nutzungsintensität, dem mit ihm verbundenen Risiko für das Unternehmen, und dem zu erwartenden Geschäftsvolumen (Clemons et al. 2002, 75). Sinn und Zweck ist es, die gewünschten Kunden anzuziehen und die Profitabilität zu erhöhen. So erhalten beispielsweise auch in anderen Branchen Intensivnutzer einer Dienstleistung oder eines Produktes Rabatte und Prämien, um an das Unternehmen gebunden zu werden.

Des Weiteren existiert ein Trend zur Disintermediation, wobei hiervon vor allem der Bereich des Wertpapierhandels betroffen ist. Gleichzeitig sorgt das Internet für immer mehr Transparenz, was beispielsweise Preise für Dienstleistungen angeht. Für die Zukunft wird davon ausgegangen, dass M-Commerce ein wesentlicher Wachstumsfaktor und Werttreiber der Industrie sein wird (Kolbe et al. 2001, 76).

Generell ist zu beobachten, dass Finanzdienstleistungen unterschiedlich stark für E-Commerce geeignet sind (Claessens/Glaessner/Klingebiel 2002, 40).

3.2 Aktuelle Geschäftsmodelle

Im folgenden Abschnitt werden aktuelle Geschäftsmodelle aus dem Banken-, Brokerage-, Versicherungs- und Transactionsektor vorgestellt. Es wird hierbei jeweils kurz das Leistungsspektrum umrissen und besondere Merkmale des jeweils untersuchten Geschäftsmodells herausgestellt.

3.2.1 Geschäftsmodelle aus dem Bankensektor

Online-Banking, die Erledigung von Bankgeschäften über einen Internetzugang, ist bereits ein weit verbreitetes Geschäftsmodell. Wie Abbildung 1 verdeutlicht, ist der Anteil des OnlineBankings in den letzten Jahren deutlich angestiegen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Nutzerquote Online-Banking (Quelle: In Anlehnung an Meyer (2010, 18))

Derartige Geschäftsmodelle haben nicht nur für Privatkunden Bedeutung. Auch das Geschäft mit Firmenkunden, etwa für das Zahlungsmittelmanagement und die elektronische Beantragung von Krediten sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken (Stehling/Moormann 2001, 4-8). Trotz dieser Entwicklung setzen weiterhin viele Marktteilnehmer auf eine Mehrkanalstrategie (Lindstädt/Habermann 2003, 460), bei der sowohl ein konventionelles Filialnetz als auch Online-Banking etc. als Kundenzugang dienen (Klein 2006, 63).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Neugeschäft bei Internetabschlüssen (Quelle: In Anlehnung an Meyer (2010, 18))

Abbildung 2 zeigt, dass bei den Bankprodukten besonders beratungs- und servicearme Produkte erfolgreich online vermarktet werden können. Das beliebteste Produkt ist hier das Tagesgeldkonto, ein Anlagekonto, bei dem in der Regel das überlassene Geld täglich wieder abgehoben werden kann, ohne dass Gebühren entstehen.

Im Folgenden wird als Beispielunternehmen die Deutsche Kreditbank AG (DKB) herangezogen. Genauso könnte für diese Betrachtung jedoch auch jede andere Bank, welche grundlegende Dienste für die Erledigung von Finanztransaktionen bereitstellt, gewählt werden.

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Details

Seiten
18
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656098515
ISBN (Buch)
9783656098331
Dateigröße
693 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v185051
Institution / Hochschule
Technische Universität München – Fakultät für Informatik
Note
1,7
Schlagworte
E-Finance E-Commerce Finanzdienstleister E-Banking Geschäftsmodell Brokerage Versicherung E-Brokerage Zahlungsverkehr

Autor

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