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Quartiersmanagement: Eine adäquate Antwort auf Prozesse der Desintegration in marginalisierten Stadtteilen?

Hausarbeit 2003 35 Seiten

Soziologie - Wohnen, Stadtsoziologie

Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung

2 Das Konzept des Quartiersmanagement
2.1 Ausgangslage und Problembeschreibung
2.2 Definition
2.3 Aufgaben und Handlungsfelder
2.4 Quartiersmanagement als intermediäre Instanz
2.5 Voraussetzungen für ein erfolgreiches Quartiersmanagement

3 Quartiersmanagement am Beispiel Kottbusser Tor in
Berlin
3.1 Das Gebiet um das Kottbusser Tor
3.2 Zentrale Problemfelder
3.3 Management und Organisation
3.4 Entwicklungsziele und Handlungsschwerpunkte
3.5 Bewertung des Quartiersmanagement Kottbusser Tor

4 Das Konzept des Quartiersmanagement: Versuch einer grundsätzlichen Bewertung
4.1 Umsetzung in der Praxis
4.2 Die theoretische Perspektive

5 Fazit

6 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Seit den späten 80er Jahren werden in Deutschland Strategien diskutiert und umgesetzt, die darauf abzielen, die Abwärtsspirale zunehmender Desintegration in marginalisierten Stadtteilen zu unterbrechen und stabilisierend zu wirken (Alisch 1998: S. 9). Auf das Quartier bezogene Konzepte werden dabei als Quartiersmanagement oder Stadtteilmanagement bezeichnet. In meiner Arbeit beschränke ich mich auf Erfahrungen mit Quartiersmanagement in Deutschland und auf die bundesrepublikanische Diskussion. Ich beziehe mich dabei zum größten Teil auf das seit Ende 1999 etablierte Bund-Länder Programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die soziale Stadt“ (Becker u.a. 2002: S. 12). Eine wichtige Vorreiterrolle zu diesem Programm spielten dabei einzelne Bundesländer mit spezifischen Länderprogrammen, insbesondere das seit 1993 laufende NRW-Programm „Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf“ sowie seit 1994 das Hamburger „Pilotprojekt zur Armutsbekämpfung“ (Becker u.a. 2002: S. 14).

Im zweiten Kapitel meiner Arbeit stelle ich zunächst das Konzept des Quartiersmanagement in seinen wesentlichen Grundzügen dar. Im dritten Kapitel beschäftige ich mich dann mit der konkreten Umsetzung eines Quartiersmanagementprojekts im Rahmen des o.g. Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“ im Stadtteil Kottbusser Tor in Berlin. Schließlich gehe ich im vierten Kapitel der grundsätzlichen Frage nach, ob und inwiefern das Konzept des Quartiersmanagement adäquate Antworten auf Probleme zunehmender Desintegration in marginalisierten Stadtteilen geben kann. Im fünften und letzten Kapitel ziehe ich zusammenfassend ein abschließendes Fazit.

Ein großer Teil der von mir benutzten Literatur war (nur) im Internet verfügbar. Dies deutet nicht zuletzt auch auf die Aktualität der hier diskutierten Fragestellung hin.

2 Das Konzept des Quartiersmanagement

Da „in Deutschland keine Einigkeit darüber herrscht, was das Instrument Quartiersmanagement im Einzelnen bedeutet und wie es eingesetzt werden sollte“[1] (Becker u.a. 2002: S. 36), beschränke ich mich darauf, wesentliche gemeinsame Grundzüge von Quartiersmanagement-Ansätzen in Deutschland darzustellen, ohne auf die Unterschiede einzelner Ansätze einzugehen. Zunächst skizziere ich in Abschnitt 2.1 die Ausgangslage bzw. Problembeschreibung, vor deren Hintergrund sich das Konzept des Quartiersmanagements entwickelt hat. Im Anschluss daran stelle ich einen Definitionsversuch von Quartiersmanagement vor (2.2), um dann in 2.3. die Aufgaben und Handlungsfelder von Quartiersmanagement zu beschreiben. In den beiden letzten Abschnitten beschäftige ich mich mit Quartiersmanagement als intermediärer Instanz (2.4) und den Voraussetzungen eines erfolgreichen Quartiersmanagements (2.5).

2.1 Ausgangslage und Problembeschreibung

Seit etwa zwei Jahrzehnten werden in der westlichen Welt grundlegende sozialräumliche Veränderungen konstatiert, die mit Begriffen wie „Polarisierung“, „Spaltung der Stadt“ oder „soziale Ausgrenzung“ beschrieben werden (Strieder 2000). Spätestens seit Beginn der 90er Jahre lässt sich auch in der Bundesrepublik „eine neue Form sozialer und (stadt-) räumlicher Ungleichheit feststellen, die sich unter anderem in der Herausbildung benachteiligter Quartiere niederschlägt“(Becker u.a. 2002: S. 16). Dabei handelt es sich um stark segregierte innerstädtische Gebiete, in denen sich eine sozial benachteiligte Bevölkerung konzentriert. Sogenannte „Problemquartiere“ oder - in weniger stigmatisierender Formulierung - „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf“ (Becker u.a. 2002: S. 16) zeichnen sich durch eine Mischung komplexer miteinander zusammenhängender Probleme aus. Zu den am meisten genannten Problemen gehören:

- Hohe Jugend- und/oder Langzeitarbeitslosigkeit.
- Konzentration von Armut und/oder überdurchschnittlich starke Abhängigkeit von staatlichen Transferleistungen.
- Überproportional starke Zuwanderung von benachteiligten Haushalten und solchen mit Migrationshintergrund bei gleichzeitiger Abwanderung einkommensstärkerer Haushalte.
- Überalterung der deutschen Bevölkerung.
- Deindustrialisierung und Rückgang von Gewerbe, Handel und Dienstleistungen.
- Schlechte Versorgungsinfrastruktur.
- Unzureichende soziale und kulturelle Infrastruktur; mangelndes Freizeitangebot vor allem für Kinder und Jugendliche.
- Einen hohen Sanierungs- und Modernisierungsbedarf bis hin zu Verfallserscheinungen.
- Fehlende Grün- und Freiflächen; Lärm- und Abgasbelastungen.
- Distanzen und/oder Konflikte zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen; vor allem in den Schulen treten ethnische Konflikte hervor.
- Häufung von schulischen Problemen bei Kindern und Jugendlichen.
- Sichtbarer Abstieg des „öffentlichen Raums“.
- Vandalismus, hohe Kriminalitätsraten, Drogen- und Alkoholmissbrauch, Anonymität, Vereinsamung, Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit und fehlende soziale Netzwerke.
- Negativimage sowohl in der Innen- als auch der Außenwahrnehmung.

(Becker u.a. 2002: S. 16f).

Häußermann (2000) arbeitet drei Prozesse heraus, die eine Abwärtsspirale in Gang setzen, an deren Ende ein solches stark problembehaftetes Quartier steht:

(1) Primäre bzw. direkte Segregation: Durch die sich verschärfende Arbeitsmarktkrise und Kürzungen bei den Sozialtransfereinkommen wird ein kollektiver Abstieg der Bevölkerung des Quartiers in Gang gesetzt: Aus dem „Arbeiterviertel“ wird ein „Armutsviertel“, ohne dass jemand weg- oder zugezogen sein muss.
(2) Sekundäre bzw. indirekte Segregation: Die üblichen Umzugsbewegungen im Quartier sind sozial selektiv: So verlassen in erster Linie „etwas besser situierte Familien mit Kindern das Gebiet, weil sie die Zukunftschancen ihrer Kinder in den konfliktgeladenen Schulen mit hohem Anteil nicht deutsch sprechender Schüler gefährdet sehen“ (Häußermann 2000). Umgekehrt findet dann häufig ein Zuzug von benachteiligten Haushalten und solchen mit Migrationshintergrund statt (siehe auch Becker u.a. 2002: S. 16.).
(3) Die Abwärtsspirale wird nochmals beschleunigt, „wenn das Leben und Wohnen in einem bestimmten Quartier selbst zu einem Faktor der Benachteiligung wird, wenn also aus einem Quartier der Benachteiligten ein benachteiligendes Quartier wird“. (Häußermann 2000). Benachteiligende Faktoren könnten beispielsweise sein:

- Eine Einschränkung der Erfahrungswelt insbesondere von Kindern und Jugendlichen durch die fehlende Repräsentation von sozialen Rollen, die ein „normales“ Leben ausmachen (z.B. Erwerbstätigkeit, regelmäßiger Schulbesuch).
- Eine Verwahrlosung des öffentlichen Raumes und eine damit verbundene soziale Kränkung, die sich negativ auf das Selbstbild auswirkt.
- Stigmatisierungs- und Labelingprozesse durch die Umwelt, die sich nachteilig auf die sozialen Teilhabechancen insbesondere bei der Lehrstellen- und Jobsuche auswirken können.

Quartiersmanagementkonzepte wollen in ihrem Selbstverständnis diese Abwärtsspirale unterbrechen und die Lebensbedingungen der Menschen in benachteiligten Quartieren nachhaltig verbessern (Alisch 1998: S. 11). Nach Becker u.a. (2002: S. 17) sind Ansätze einer integrierten Stadtteilpolitik notwendig, um die Abwärtsspirale dieser Stadtteile zu unterbrechen. In ihrer Zwischenbilanz drei Jahre nach Einführung des Bundesprogramms „Soziale Stadt“ stellen sie fest, dass die große Mehrheit der an dem Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ teilnehmenden Kommunen Quartiersmanagement als das geeignete Instrument betrachtet, welches angesichts der komplexen Aufgaben und Ziele integrierter Stadtteilentwicklung zum Einsatz kommen soll (Becker u.a. 2002: S. 35).

2.2 Definition

Quartiersmanagement setzt vor Ort im Stadtteil auf der kommunalen Ebene an. Der Schwerpunkt bundesdeutscher quartiersbezogener Handlungsansätze liegt dabei „auf dem Versuch, mit geeigneten Instrumenten und Projekten die Lebensbedingungen der Menschen in benachteiligten Quartieren nachhaltig zu verbessern.“ (Alisch 1998: S. 11). Der Begriff des Quartiers- bzw. Stadtteilmanagements ist bisher nirgendwo verbindlich definiert (Alisch 1998: S. 13; siehe auch: Becker u.a. 2002: S. 36). Alisch (2000) weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass „fast jede auf das Quartier bezogene Arbeit als ‘Stadtteil- oder Quartiersmanagement’ bezeichnet wird“. Die Stadterneuerung sehe darin die logische Fortsetzung der behutsamen Stadterneuerung, wie sie in den achtziger Jahren umgesetzt worden sei und Experten der Gemeinwesenarbeit fragten sich, warum ihr Arbeitsfeld einen neuen Namen brauche. Auch von der Lobby der innerstädtischen Einzelhändler werde der Begriff des Quartiersmanagement benutzt und in das Betätigungsfeld des Stadtmarketings eingeordnet (Alisch 1998: S. 13). Definitionsversuche, die ohne sektorale Heimat auskommen, gibt es nach Alisch nur selten. Von ihr wird Quartiersmanagement folgendermaßen skizziert[2]:

„Es [das Quartiersmanagement] soll auf Quartiersebene Rahmenbedingungen für nachhaltige Entwicklungsprozesse schaffen. Es umfasst damit mehr als eine Sanierungsträgerschaft und mehr als die sozialarbeiterische Gemeinwesenarbeit. Die wesentlichen Handlungsprinzipien des Stadtteilmanagements lassen sich mit den Begriffen quartiersbezogen, prozesshaft und bewohnerorientiert beschreiben. Die Aufgaben sind in mehrfacher Hinsicht auf das Quartier gerichtet:

(1) Alle Projekte, Vorhaben und Strategien gehen von den personellen, räumlichen, finanziellen und institutionellen Ressourcen aus, die im Quartier vorhanden sind.
(2) Es gibt keine normative Vorstellung des ‘Idealstadtteils’, sondern es gilt, sich an dem, was im Stadtteil machbar und milieugerecht ist, zu orientieren. Das Stadtteilmanagement richtet sich nach den vorhandenen baulichen und sozialen Strukturen sowie der gegebenen Nutzungsstruktur.
(3) Es knüpft an die in der Bewohnerschaft vorhandenen Potentiale, Fähigkeiten und Aktivitäten an und stärkt sie. Sichergestellt werden muß dabei, dass Projekte und Verfahren sozial- und umweltverträglich sind und somit auch ungewollte Nebenwirkungen rechtzeitig abgeschätzt werden können“ (Alisch 1998: S. 13).

Alisch streicht den Quartiersbezug, die Bewohnerorientierung und die Prozesshaftigkeit heraus. Angeknüpft werden soll „an die in der Bewohnerschaft vorhandenen Potentiale, Fähigkeiten und Aktivitäten“. In der Definition von Alisch wird darüber hinaus deutlich, dass das Ziel von Stadtteilmanagement in erster Linie nicht darin liegt, eine Gleichwertigkeit der Lebensbedingungen herzustellen und innerstädtische Disparitäten abzubauen (Alisch 1998: 11), sondern sich an dem zu orientieren, „was im Stadtteil machbar und milieugerecht ist“ (Alisch 1998: 13.). Im Anschluss an diesen Definitionsversuch schreibt Alisch weiter:

„Das Vernetzen der lokalen Akteure untereinander und mit den verschiedenen Ebenen des öffentlichen Sektors gehört ebenfalls zu den Aufgaben des Stadtteilmanagements“ (Alisch 1998: S. 13).

Damit sind als weitere wesentliche Merkmale von Quartiersmanagement die horizontale und vertikale Vernetzung genannt.

2.3 Aufgaben und Handlungsfelder

Die konkreten Aufgaben und Ziele eines Quartiersmanagementsprojekts hängen stark von den spezifischen Ausgangsbedingungen, Problemen und Potenzialen im Stadtteil ab. Allgemein gesprochen „sollen durch die Einrichtung eines Quartiersmanagements Strategien und Akteure der Quartiersentwicklung integriert und vernetzt, ökonomische und soziale Entwicklungsmaßnahmen miteinander verknüpft sowie die Handlungsmöglichkeiten und -kompetenzen der Bewohnerschaft gestärkt werden“ (Franke/Löhr 2000). Verschiedene Kommunikations- und Koordinierungsgremien aller lokal wirksamen Akteure sind notwendig, um ein solches integratives Handlungskonzept umzusetzen. Das Quartiersmanagement ist dabei die „antreibende Kraft“ vor Ort. Gute räumliche und zeitliche Erreichbarkeit im Stadtteil (Anlaufstelle „Stadtteilbüro“) ist dabei von wesentlicher Bedeutung. In diesem Rahmen übernimmt das Quartiersmanagement u.a. folgende Aufgaben:

- Bewohneraktivierung
- Stadtteilkoordination
- Projektinitiierung
- Mittelakquisition
- Öffentlichkeitsarbeit
- Erfolgskontrolle
- Berichterstattung

Von zentraler Bedeutung ist dabei die Aktivierung der Bewohner und Bewohnerinnen, vor allen Dingen auch der Gruppen, die bisher nur schwer zu erreichen sind. Die Trägerschaft der entstehenden Projekte und Maßnahmen muss nicht beim Quartiersmanagement selbst liegen. Entscheidend ist, dass das Quartiersmanagement seine Kommunikations- und Koordinierungsfunktion wahrnehmen kann (Franke/Löhr 2000).

Da sich die konkreten Handlungsfelder von Quartiersmanagement weitgehend prozesshaft in der tatsächlichen Arbeit vor Ort mit allen Beteiligten herauskristallisieren sollen, seien hier lediglich beispielhaft verschiedene Handlungsfelder genannt, die in der Literatur benannt werden und in der Quartiersmanagementarbeit relevant sein könnten:

- Soziale und ethnische Integration
- Beschäftigung und Qualifizierung der Quartiersbevölkerung
- Ökonomische Revitalisierung und Förderung der lokalen Ökonomie
- Sanierung und Modernisierung von Wohnungen
- Wohnumfeldverbesserungen
- Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur und Erreichbarkeit
- Maßnahmen zur Verbesserung der sozialen Infrastruktur
- Erhöhung der Sicherheit im Quartier
- Öffentlichkeitsarbeit und Imageentwicklung

2.4 Quartiersmanagement als intermediäre Instanz

Neben den einzelnen Bewohnern und Bewohnerinnen des jeweiligen Quartiers will Quartiersmanagement die lokal wirksamen Akteure des Stadtteils vernetzen, etwa in Form von „Stadtteilkonferenzen“, „Runden Tischen“ oder „Quartiersforen“. Neben bereits organisierten Bewohnergruppen wie Nachbarschaftsnetzwerken, Stadtteilgruppen und Interessensgemeinschaften können dazu auch kulturelle, religiöse und sonstige Vereine, im Stadtteil tätige Träger, Kirchen, Schulen, Sanierungsbeiräte, Mieterbeiräte, Präventionsräte, Jugendräte, lokale Gewerbetreibende, lokale Einzelhandelsverbände, Wohnungswirtschaft und Bezirksratsfraktionen gehören. Indem die lokal wirksamen Akteure in das Gesamtkonzept integriert werden, soll ein ganzheitlicher, gebietsbezogener Ansatz geschaffen werden. Quartiersmanagement versteht sich dabei als vermittelnde, moderierende Instanz, die Aushandlungsprozesse von Interessensgegensätzen unterstützt und die Entwicklung von Projekten anstößt und unterstützt.

Neben dieser horizontalen Vernetzung ist es notwendig, dass darüber hinaus eine Vernetzung der lokalen Ebene mit der Kommunalverwaltung und gesamtstädtisch wirksamen Akteuren (z.B. Parteien, Ratsfraktionen, Handwerkskammer, Arbeitsverwaltung, Presse etc.) stattfindet, um „Bedarfe“ der Quartiersebene „nach oben“ und „nach außen“ oder umgekehrt „Sachzwänge“ sowie unterschiedliche Interessen der Verwaltung und anderer nicht-lokaler Akteure in das Quartier hinein vermitteln zu können. Eine Möglichkeit, diese Vernetzung zu institutionalisieren, besteht darin, ein Steuerungsgremium zu konstituieren, das mit Repräsentanten der Verwaltung und anderen wichtigen gesamtstädtisch wirksamen Akteuren und dem jeweiligen Leiter des Quartiersmanagementprojekts besetzt sein kann. (Frank/Löhr 2000).

Quartiersmanagement soll auf diese Weise zu einer Ebenen übergreifenden intermediären Instanz zwischen Bewohner-, Verwaltungs-, Wirtschafts- und sonstigen Interessen werden.

[...]


[1] Dies spiegelt sich sowohl in unterschiedlichen Begrifflichkeiten - neben Quartiersmanagement und Stadtteilmanagement werden u.a. auch Bezeichnungen wie Gebietsmanagement, Quartiersmoderation oder Stadtteilkoordination verwendet - als auch unterschiedlichen Organisationsformen wider (Becker u.a. 2002: S. 36). Aus pragmatischen Gründen verwende ich die Bezeichnungen Quartiersmanagement und Stadtteilmanagement Im Folgenden synonym.

[2] Hierbei handelt es sich laut Alisch um keine abschließende Definition im engeren Sinne (Alisch 1998: S. 13).

Details

Seiten
35
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638228695
ISBN (Buch)
9783638728805
Dateigröße
648 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v18541
Institution / Hochschule
Universität Bielefeld – Fakultät für Soziologie
Note
ohne Benotung
Schlagworte
Quartiersmanagement Eine Antwort Prozesse Desintegration Stadtteilen Lokale Politik Probleme

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