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Entwicklung im Erwachsenenalter - Kurzvortrag mit Thesenpapier

Referat (Ausarbeitung) 2001 17 Seiten

Pädagogik - Erwachsenenbildung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Kognition
1.1 Die visuelle Wahrnehmung
1.3. Die auditive Wahrnehmung
1.4.Schmerzempfinden und Tastsinn
1.5. Gustatorischer- und Olfaktorischer Sinn

2. Die Veränderungen der Gedächtnisleistung

3. Die Entwicklung der Intelligenz im Erwachsenenalter

4. Die Entwicklung der Identität im Erwachsenenalter nach Erikson

5. Fazit und Stellungnahme

6. Literatur

Die Entwicklung im Erwachsenenalter

Thesenpapier

0. Einleitung.

Die Entwicklungspsychologie des Erwachsenenalters ist eine relativ junge Forschungsrichtung der allgemeinen Entwicklungspsychologie. Zwar versteht man in der Bundesrepublik Deutschland die Persönlichkeitsentwicklung seit den 50er Jahren als lebenslangen Prozess der Veränderung, doch trotzdem begnügte man sich bis in die 60er mit der Analyse körperlicher, geistiger und sozialer Entwicklung im Kindes- und Jugendalter. Erst dann wandte man sich der Entwicklung in der mittleren Lebensspanne, also etwa dem Zeitraum von 30 bis zu 60 Jahren, und im Alter zu. Gründe für diese Vernachlässigung war unter anderem das Vorherrschen biologisch orientierter Entwicklungslehren, die zwischen der Pubertät und dem Klimakterium relativ wenige Veränderungen im körperlichen Bereich sahen und davon auch auf eine Konsolidierung im psychischen Bereich schlossen. Man ging gemeinhin davon aus, dass die mittlere Lebensspanne eine Zeit geringer intraindividueller Veränderung sei.

Ein weiterer Faktor war die Problematik der Stichprobengewinnung: Kindergärten, Schul- und Vorschulklassen, Universitäten und Altersheime erleichtern den Zugang zu den jeweiligen Altersgruppen. Erwachsene mittlerer Lebenspanne trifft man dagegen selten so gruppiert an.

Der letzte Punkt der hier erwähnt werden soll, ist das Fehlen einer pädagogischen Fragestellung, was ungefähr bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts der Fall war, da man erst spät erkannte, dass auch der Erwachsene einem lebenslangen Lernprozess ausgesetzt ist und es durch den ständigen technischen Wandel seiner steten Weiterbildung bedarf.

Zu den Faktoren, die zur Weiterentwicklung des Bereiches der Entwicklungspsychologie des Erwachsenenalters beitrugen, gehört unter anderem die Lebenslaufforschung von Bühler. Sie zeigte, dass die mittlere Lebensspanne keine Zeit der Konstanz sondern eine Zeit starker intraindividueller Veränderungen ist, die durch das Zusammenspiel vieler Faktoren der Umwelt und der persönlichen Reaktion des Individuums darauf, geprägt ist. Entwicklung im Erwachsenenalter wird hierbei als Verhaltensänderung in Folge einer Wechselwirkung zwischen individuellen Lebenserfahrungen und bestimmten Prozessen der Reaktion auf diese Erfahrungen verstanden.

Einen Erwachsenen an sich kann man über so viele verschiedene Kriterien, wie etwa Lebensalter, Reife oder der Bewältigung von Entwicklungsaufgaben, definieren, dass eine eindeutige Zuordnung schwer fällt. Gesetzlich gesehen gilt man zwar ab dem 18 Lebensjahr als erwachsen, bei allem Folgenden beziehe

ich mich allerdings mit dem Begriff „ Erwachsene“, wie auch der Autor der verwendeten Literatur, auf die Altersgruppe der 30 – 65-jährigen.

1. Kognition

Zunächst werde ich mich nun mit dem altersbedingten Veränderungen des kognitiven Systems beschäftigen.

Die Kognition bezieht sich auf die Art und Weise, wie Menschen ihre Umwelt wahrnehmen und begreifen, wie sie persönliche Erfahrungen aufnehmen und sich an sie erinnern. Sie bezeichnet gleichzeitig auch die Prozesse des Denkens und Lernens.

Wenden wir uns nun zunächst der Wahrnehmung unter der Fragestellung zu, welche Veränderungen der Wahrnehmungsprozesse im Erwachsenenalter auftreten und wie die betroffenen Personen damit umgehen.

Der Wahrnehmungsprozess umfasst zwei Funktionen: Zum Ersten die Stimulation von Sinneszellen in den Sinnesorganen und zum Zweiten die Übersetzung dieser Signale in Informationen innerhalb der Informationsverarbeitungszentren des Nervensystems. Der Alterseinfluss auf die Fähigkeit eine derartige Übersetzung oder Encodierung zu leisten, hat eine ebenso große Bedeutung für das Funktionieren der Wahrnehmung wie sie Veränderung der Sinnesorgane selbst.

Wenden wir uns nun aber zunächst den Alterseinflüssen auf die sensorischen Strukturen zu.

1.1 Die visuelle Wahrnehmung.

Zwei verschiedene Strukturveränderungen des Auges sind für Altersunterschiede in der visuellen Wahrnehmung verantwortlich.

Zum Einen kommt es Mitte 30 bis Mitte 40 zu einer Veränderung der Linse. Die Linse ist ein klares Gewebe, dass das für die visuelle Aufnahme erforderliche Licht zur Retina(Netzhaut)durchlässt. Sie wird im Erwachsenenalter trüb, so dass weniger Licht die Retina erreicht. Erwachsene brauchen daher größere Lichtmengen um eine angemessene Diskriminationsfähigkeit zu behalten. Gleichzeitig nimmt die Blendeempfindlichkeit zu. Ab dem 40 Lebensjahr verdickt sich die Linse, es fällt dem Erwachsenen immer schwerer, nahe Gegenstände scharf zu sehen. Dies nennt man Prespyopie oder Altersweitsichtigkeit.

Zum Anderen setzen zwischen dem 55 und dem 60 Lebensjahr, die Veränderungen der Retina ein. Für ihre Strukturveränderung, die eine Einschränkung des Sehfeldes bewirken, sind Änderungen im Stoffwechsel verantwortlich.

Auch die Sehschärfe, die ihren Höhepunkt im frühen Erwachsenenalter erreicht, nimmt zwischen dem 4 und 5 Lebensjahrzehnt ab.

1.3. Die auditive Wahrnehmung

Die Verschlechterung des Hörvermögens setzt bei Männern in der Regel früher ein als bei Frauen. Sie bemerken Veränderungen schon ab dem Anfang des 3 Lebensjahrzehntes, wogegen Frauen erst ab Ende 30 Beeinträchtigungen bemerken.

Im zunehmenden Alter kommt es zu einer stetigen Einbuße der Hörfähigkeit von Hochfrequenztönen. Die Presbyakusie, also die Unfähigkeit Hochfrequenztöne zu hören ist die am meisten vorkommende Hörbeeinträchtigung. Sie führt auch zu einer verminderten Fähigkeit des Sprechverstehens. Hochtönende und zugleich weichklingende Konsonanten werden gern und oft miteinander verwechselt. Ein Beispiel dafür sind die Konsonanten f,g (z.b. Regie).

Tests belegen, dass bei einer störungsfreien Testrede, die Sprechwahrnehmung bis in das 70 Lebensjahr hin äußerst gut erhalten bleibt. Bei einer Rede mit Hintergrundgeräuschen zeigen sich erste Beeinträchtigungen jedoch schon ab dem 40 Lebensjahr.

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Details

Seiten
17
Jahr
2001
ISBN (eBook)
9783638229432
Dateigröße
487 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v18643
Institution / Hochschule
Universität Duisburg-Essen – Fachbereich Erziehungswissenschaft
Note
2
Schlagworte
Entwicklung Erwachsenenalter Kurzvortrag Thesenpapier Theorien Ergebnisse Proseminar

Autor

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