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Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten

Gesunde Kinder

Hausarbeit 2011 13 Seiten

Gesundheit - Ernährungswissenschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Leitbegriffe
2.1 Gesundheit
2.2 Gesundheitsförderung
2.3 Prävention

3 Notwendigkeit von Gesundheitsförderung in Kitas

4 Praxisbeispiel
4.1 Servicebüro Kindergarten und Schule
4.2 Modellbeispiel Rück(g)rat-Ergonomie und Bewegung im Kindergarten- und Schulalltag

5 Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Laut der WHO hat sich die Zahl der Übergewichtigen in den letzten 20 Jahren verdreifacht. Bis zum Jahr 2010 sind bereits 10 % der Kinder und Jugendlichen in ganz Europa übergewichtig und leiden unter Adipositas. Für die Kinder und Jugendlichen stellt diese Erkrankung bereits in ihrem frühen Lebensalter eine enorme physischen und psychische Belastung dar. Nicht selten sind Diabetes und Depressionen die Folge (Robert Koch Institut (RKI) 2006, S.27).

In der Hausarbeit mit dem Thema Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten - Gesunde Kinder geht es um die Fragestellung, warum Gesundheitsförderung in Kitas notwendig ist und wie diese durchgeführt werden könnte.

Die Kindertagesstätte (Kita) stellt eine Lebensumwelt dar, in der verschiedenste Akteure, wie die Eltern, ErzieherInnen, Freiwillige und die Träger, z. B. die Kommunen agieren. Aus diesem Grund bietet die Gesundheitsförderung in dem Bereich der Kitas, vor allem aus präventiven Gründen, eine gute Angriffsfläche, an der die verschiedenen Akteure in die Gesundheitsförderung mit eingebunden werden können.

In dieser Hausarbeit wird vorrangig die Gesundheitsförderung von Kindern thematisiert. Möglich wäre auch die alleinige Betrachtung der Gesundheitsförderung der ErzieherInnen oder die Kombination aus Gesundheitsförderung für Kinder und ErzieherInnen, doch es soll hier darum gehen aufzuzeigen, wie Kinder präventiv vor Schäden im späteren Leben bewahrt werden können.

Zunächst werden die Leitbegriffe Gesundheit, Gesundheitsförderung und Prävention einen Einblick in die Thematik geben. Anschließend wird auf Grundlage von Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) des Robert Koch-Instituts erläutert, warum Gesundheitsförderung in Kitas wichtig ist. Als Beispiel wird abschließend die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Schleswig-Holstein e.V. vorgestellt und das „Servicebüro Kindergarten und Schule“, sowie deren Projekt „Rück(g)rat-Ergonomie und Bewegung im Kindergarten- und Schulalltag“. In dem Projekt geht es darum, Kindern rückenschonende Bewegungen und Sitzen beizubringen und so dem Volksleiden Rückenschmerz schon früh vorzubeugen.

2 Leitbegriffe

Die Leitbegriffe dienen dazu, in die Thematik der Hausarbeit einzuführen. Hierfür werden die Begriffe Gesundheit und Gesundheitsförderung und Prävention definiert.

2.1 Gesundheit

Im Jahr 1948 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Begriff Gesundheit wie folgt definiert: „Gesundheit ist der Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens (engl.: well-being) und nicht nur des Freiseins von Krankheit und Gebrechen. Sich des bestmöglichen Gesundheitszustandes zu erfreuen, ist eines der Grundrechte jedes Menschen, ohne Unterschied der Rasse, der Religion, der politischen Überzeugung, der wirtschaftlichen oder sozialen Stellung.“ (Hurrelmann und Franzkowiak o.J.). Diese Definition lässt einen subjektiven Rückschluss auf den Gesundheitszustand zu und orientiert sich nicht nur an biomedizinischen Parametern zur Erfassung des Gesundheitszustandes (Hurrelmann, Franzkowiak o.J.).

2.2 Gesundheitsförderung

Laut der WHO Charter von 1986 bedeutet der Begriff Gesundheitsförderung, dass Menschen durch einen Prozess ein höheres Maß an Selbstbestimmung erlangen sollen. Dadurch soll es ihnen ermöglicht werden ihre Gesundheit zu stärken. Doch um das körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden herstellen zu können, müssen Einzelne und Gruppen ihre Bedürfnisse befriedigen, sowie Hoffnungen und Wünsche wahrnehmen und ihre Umwelt verändern können. Somit ist Gesundheit ein wichtiger Bestandteil des alltäglichen Lebens und kein reines Lebensziel. Soziale und individuelle Ressourcen spielen bei der Umsetzung eine wesentliche Rolle. Doch auch die körperlichen Fähigkeiten dürfen nicht außer Acht gelassen werden. Die Aufgabe von Gesundheitsförderung liegt somit in vielen Politikbereichen und nicht nur im Gesundheitssektor (WHO 1986).

2.3 Prävention

Nach Franzkowiak wird der Begriff Prävention wie folgt beschrieben: „Prävention ist der allgemeine Oberbegriff für alle Interventionen, die zur Vermeidung oder Verringerung des Auftretens, der Ausbreitung und der negativen Auswirkungen von Krankheiten oder Gesundheitsstörungen beitragen.“ (Franzkowiak o.J.).

Da diese Definition nicht sehr spezifisch ist, wird im medizinischen Sinne daher auch von Krankheitsprävention gesprochen. Unterbegriff wäre dazu die primäre Krankheitsprävention, diese hat das Ziel, wirksam zu sein, bevor eine Krankheit ausbricht. Sie soll Risiken minimieren, die zu einer Erkrankung führen können. Die sekundäre Krankheitsprävention befasst sich mit der Früherkennung von Krankheiten. Ein Beispiel wäre hierfür die jährliche Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt. Die tertiäre Krankheitsprävention befasst sich mit Personen, die bereits an einer Krankheit leiden oder gelitten haben. Mit dieser Form der Prävention soll ein Fortschreiten dieser Krankheit verhindert oder verzögert werden und Spätschäden somit vermieden werden (Franzkowiak o.J.).

Für den Bereich Gesundheitsförderung in Kitas trifft am ehesten die primäre Krankheitsprävention zu. Es werden gesundheitsfördernde und präventive Maßnahmen vorgenommen um das Risiko zu erkranken, für die Kinder so gering wie möglich zu halten.

3 Notwendigkeit von Gesundheitsförderung in Kitas

Da 80 % der Heranwachsenden keine gesundheitlichen Defizite zeigen, lässt sich insgesamt zwar eine positive Bilanz zur Kindergesundheit in Deutschland ziehen. Diese Zahl bedeutet jedoch auch, dass bei 20 % der Heranwachsenden gesundheitliche Defizite feststellbar sind, die beseitigt werden könnten. Betroffene Kinder sind dabei häufig in Familien, die eine Mehrfachbelastung wie Arbeitslosigkeit, hohe Kinderzahl, Migrationshintergrund oder ein niedriges Einkommen aufweisen zu finden (Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V. 2010, S.10).

Gerade wegen diesen Kindern und den Ergebnissen der KiGGS-Studie ist eine Gesundheitsförderung im Bereich Kindertagesstätte besonders wichtig und notwendig. Kitas sind für eine solche Gesundheitsförderung besonders gut geeignet, da fast 90 % aller Kinder in eine Kita gehen und sich dadurch eine große Angriffsfläche bietet. Außerdem gehört in dem Bereich Kita schon lange ein gesundheitsförderliches Verhalten zum Alltag, wie das Händewaschen oder das gemeinsame Zähne putzen. Auf diesen Grundlagen lassen sich Konzepte der Gesundheitsförderung gut eingliedern und umsetzen. Durch Gesundheitsförderungsprojekte kann die Erziehungs- sowie Bildungsqualität einer Kita maßgeblich gesteigert werden (Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V. 2010, S.11f).

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Details

Seiten
13
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656104469
ISBN (Buch)
9783656104858
Dateigröße
461 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v187059
Institution / Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen – Wirtschaftslehre des Haushalts und Verbrauchsforschung
Note
1,3
Schlagworte
gesundheitsförderung kindertagesstätten gesunde kinder kita prävention

Autor

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Titel: Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten