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Gela und Syrakus von ihrer Gründung bis zum Ausgang des 5. Jahrhunderts v. Chr.

Die Westgriechen

Hausarbeit (Hauptseminar) 2006 30 Seiten

Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Leseprobe

Gliederung:

1. Hinführung zum Thema

2. Gela und Syrakus
2.1 Die griechischen Expansionen
2.2 Die Griechen auf Sizilien
2.3 Die Gründung der Polis Syrakus
2.4 Die Gründung Gelas
2.5 Die weitere Entwicklung beider Städte in den Jahren zwischen 500 – 491 v. Chr
2.6 Gela und Syrakus unter der Herrschaft Gelons und Hierons
2.7 Ausblick: Die Zeit der Demokratie von 466 – 405 v. Chr

3. Fazit

4. Literaturangaben

1. Hinführung zum Thema

Die lange und wechselvolle Geschichte der Griechen begann etwa 2000 Jahre vor unserer Zeitrechnung, als indogermanische Stämme auf die später von den Griechen als „Hellas“ bezeichnete Halbinsel einwanderten und sich mit der dortigen mediterranen Vorbevölkerung der Karer, Leleger und Pelasger vermischten. Die Frühgriechen begründeten zuerst die mittelhelladische Kultur und seit etwa 1600 v. Chr. unter starkem minoischen Einfluss die mykenische Kultur[1].

Ab dem 12. Jahrhundert v. Chr. wanderten verstärkt die Dorier ein, die große Teile Mittel-griechenlands sowie der nördlichen und nordwestlichen Peloponnes besiedelten. Aber auch andere Stämme wie die Äolier oder Ionier wanderten ein und in den folgenden „dunklen Jahren“ bis etwa 800 v. Chr. entstand das historische griechische Volk. Es bildeten sich die verschiedenen Dialekte, aber auch eine gemeinsame Religion und ein gemeinsamer Mythos heraus; ab etwa diesem Zeitpunkt entwickelte sich in der archaischen Zeit der typisch griechische Stadtstaat: Die Polis[2].

Betrachtet man sich die verschiedenen politischen Landkarten Griechenlands über diese Zeit, so stellt man fest, dass das damalige Griechenland kein geschlossener Nationalstaat war, sondern sich die Menschen in einer Vielzahl dieser Stadtstaaten organisierten und gegebenenfalls Bündnisse untereinander schlossen. Als wichtige Poleis traten hier ins-besondere Athen und Sparta hervor, deren Gegensatz untereinander sich immer weiter verstärkte und sich schließlich im Peloponnesischen Krieg (431-404 v. Chr.) entlud.[3]

Doch nicht nur dort auf dem Festland siedelten sich die Griechen an und entwickelten eine für die damalige Zeit sehr fortschrittliche Kultur, sondern ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. suchten sie sich auch andere Besiedlungsräume – die griechischen Kolonisationen begannen. Die Kolonisten verschlug es dabei in verschiedene Richtungen: An die Schwarzmeerküste, an das südliche Kleinasien, an die heutige israelische Küste, nach Ägypten, aber ebenso nach Westen in das südliche Italien, auf die Insel Sizilien sowie an die französische und spanische Mittelmeerküste. Dort überall gründeten die griechischen Auswanderer Kolonien, das heißt Tochterstädte ihrer eigenen Heimatpolis, und hofften dort auf ein besseres Leben.

In der vorliegenden Arbeit soll nun vorrangig auf die Griechen eingegangen werden, die sich nach Westen wandten und auf Sizilien niederließen. Es werden die Gründe für die Auswanderungen ebenso beleuchtet wie die Gründe, warum gerade Sizilien für eine Besiedlung ausgewählt wurde. Hierbei werden exemplarisch besonders die Gründungen, Geschichte und Entwicklung der beiden Städte Gela und Syrakus, sowie deren spätere politische Zusammenhänge bis zum Ende des fünften vorchristlichen Jahrhunderts betrachtet.

2. Gela und Syrakus

2.1 Die griechischen Expansionen

Wie bereits erwähnt, begannen die Griechen ab dem achten Jahrhundert v. Chr. mit ihren Koloniegründungen an den verschiedensten Küstenabschnitten im und rund um das Mittelmeer.

Die Gründe für den Beginn der Kolonisationen sind vielfältig. Überbevölkerung im Mutterland und die damit verbundenen Versorgungsschwierigkeiten oder gar Hungersnöte spielen dabei ebenso eine Rolle wie die wachsenden sozialen Gegensätze oder das Streben, neue Handelsbeziehungen zu knüpfen. Aber genauso war damals und ist bis heute der südliche Vorsprung der Balkanhalbinsel, also das von den Griechen bewohnte Kerngebiet, eine arme Gegend. Staatliche Macht von Gewicht konnte sich in diesem von der Natur so stiefmütterlich ausgestattetem Land kaum herausbilden. So zeigt denn auch in der Mitte des achten Jahrhunderts v. Chr. die politische Landkarte eine kleinräumige, zersplitterte Welt, zerfallen in eine Vielzahl einzelner Gemeinden und Poleis. Da sich an den Küsten des Mittelmeers jedoch Spielräume scheinbar ohne Grenzen eröffneten, entluden sich die Energien, die Not, Habgier und Ehrgeiz immer wieder freisetzten, zunächst weniger in inneren Ausscheidungskämpfen, an deren Ende ein Herrscher nach der Macht über die eigene und die umliegenden Städte gegriffen hätte, sondern sie richteten sich oft nach außen: Kolonisten fuhren über das Meer und gründeten neue Städte und begannen dort ein neues Leben[4].

Man nimmt an, dass dabei vorwiegend Menschen aus ihrer griechischen Heimat auswanderten, deren Leben auf der Landwirtschaft basierte und seltener etwa Fischer oder spezialisierte Fachkräfte eines Handwerks. Die Gründe dafür erschließen sich schnell bei einem Blick in den Atlas: Das griechische Mutterland ist zum Großteil sehr bergig, flaches Ackerland gab es wenig, zumindest zu wenig für die Anzahl der Menschen, die der Landwirtschaft nachgingen. So mussten sich die Leute, die „übrig“ blieben und kein Ackerland bekamen, wie z. B. die jüngeren Nachkommen eines Landwirtes, nach anderen Möglichkeiten und Alternativen umsehen – oder auswandern.

Oft fanden sich die Menschen zu Gruppen zusammen, und gemeinsam zog man dann los, um sein Glück woanders zu suchen. An den Küsten angekommen gründeten sie dort Siedlungen und ließen sich nieder. Über die ersten Herrschaftsformen in den Kolonien ist allerdings wenig überliefert, doch wahrscheinlich hatten kleinere Adelsgruppen[5] das Sagen, ab und zu kann es vielleicht auch ein Königtum gegeben haben, wobei sich die Funktionen des Königs auf einige wenige Aspekte beschränkten, wie z. B. die Priesterfunktion oder das Heer an der Spitze zu führen. Die Stellung eines solchen Königs ist aber nicht mit dem zu vergleichen, was wir aus dem späteren Absolutismus kennen.

Oftmals brachten die Siedler auch das mit, was sie aus ihrem Mutterland kannten und sich dort bis dahin bewährt hatte. In jedem Fall herrschten daher in den sizilianischen Kolonien nur zu bald wieder die alten griechischen Verhältnisse: Die Macht gelangte in die Hände einer Gruppe aristokratischer Sippen, bzw. Familien, die den größten Teil des Bodens und somit den meisten Besitz besaßen und dann nicht nur das Rechtswesen, sondern auch die priesterlichen Funktionen ausübten. Doch auch hier konnte es durchaus zu Parteienhader, Konflikten innerhalb der Oligarchie „bishin zum regelrechten Bürgerkrieg“ kommen[6].

2.2 Die Griechen auf Sizilien

Die Apenninenhalbinsel und damit auch die ihr unmittelbar an der südlichen Westspitze des „Stiefels“ vorgelagerte Insel Sizilien haben geografisch eine sehr zentrale Lage im Mittelmeer, wodurch die Region schon früh zum Schnittpunkt verschiedener Kultur-strömungen wurde und seit etwa 2500 v. Chr. lassen sich erste Beziehungen zu den Kulturen der Ägäis nachweisen. Sizilien schien bereits seit der Bronzezeit dicht besiedelt gewesen zu sein und schon vor der Ankunft der Griechen betrieben die ansässigen Stämme Handel mit den östlichen Mittelmeerkulturen.

Um 1000 v. Chr. dürften drei Volksstämme auf der Insel gesiedelt haben: Die Elymer, die in den Sagen als Nachkommen flüchtiger Trojaner überliefert sind; die Sikaner, bei denen die Berichte über ihre Herkunft recht widersprüchlich sind und die zunächst den Ostteil der Insel bewohnten, später jedoch nach Westen abzogen; und die Sikuler, oder auch Sikeler genannt, die wahrscheinlich vom italischen Festland nach Sizilien wanderten und dort ihre Siedlungen gründeten. Unter diesen Gesichtspunkten mussten die ankommenden Griechen beinah wie Eindringlinge wirken und in der Tat kam es seit Beginn der griechischen Kolonisation auf Sizilien ab etwa 750 v. Chr. immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen den sich ausbreitenden Siedlern und der einheimischen Bevölkerung, dennoch ließen sich die einmal niedergelassenen Griechen nicht vertreiben.

Die Frage, warum sie gerade nach Sizilien zogen, ist nicht schwer zu beantworten. Wie gezeigt, war den Griechen die Region nicht völlig unbekannt, denn schon früh bestanden Beziehungen, sodass nicht alle Siedler völlig fremdes Neuland betraten. Die Kolonisten waren weitgehend unabhängig vom Mutterland und Verbindungen bestanden vor allem im religiös-kultischen Bereich. Da die meisten Auswanderer wie bereits dargelegt aber vor allem auf Grund der schlechten Versorgungslage im griechischen Kernland die Strapazen einer Reise und des Neuanfangs auf sich nahmen, spielten besonders wirtschaftliche Kriterien bei der Wahl Siziliens als Siedlungsort, ebenso wie bei den anderen Kolonien auch, eine wichtige Rolle. Auf der Insel gab es reichlich anbaufähiges Land und fruchtbare Böden – man musste „nur“ die Einheimischen vertreiben.

Ein anderer Punkt, warum man sich Sizilien aussuchte, war strategischer Natur. Die bereits angesprochene zentrale Lage Siziliens im Mittelmeer war durchaus nützlich, denn einerseits war z. B. die Verbindung zum italischen Festland an der Meerenge zwischen Insel und Halbinsel in unmittelbarer Nähe, und gleichzeitig war aber auch die Distanz zu Afrika von hier aus mit knapp 160 km sehr kurz, weshalb die landschaftlich abwechslungsreiche und von allen Seiten erreichbare Insel auch als „Tor zu Afrika“ galt. Doch umgedreht galt natürlich genau das Selbe: Sizilien war somit auch gut von Afrika zu erreichen, was sich später die Karthager bei ihren Eroberungszügen zu Nutze machten und so auch auf die Insel kamen.

Im Jahre 734 v. Chr. Wurde von Chalkidiern die erste griechische Koloniegründung auf der Insel vollzogen: Naxos. Die Siedlung an der Ostküste Siziliens wurde später Ausgangspunkt für die Gründungen der Städte Leontinoi und Katane. Während Katane direkt am Meer lag und einen Hafen besaß, war Leontinoi landeinwärts gelegen und war eine Ackerbaugemeinde. Daneben war eine weitere wichtige Polisgründung jene von Zankle, dem späteren Messina, da es einen guten Hafen hatte und vor allem strategisch günstig an der Meerenge zur italienischen Halbinsel, an der Straße von Messina, lag.

Ein Jahr nach Naxos wurde von Dorern die Stadt Syrakus gegründet[7], welche bald, unter anderem bedingt durch ihre gute Lage, zur reichsten und mächtigsten Stadt Siziliens aufstieg; mit der Gründung von Gela um das Jahr 690 v. Chr. endete die erste große Kolonisationswelle auf der Insel.

Häufig kam es vor, dass die Griechen die Einheimischen aus ihren Siedlungsgebieten verdrängten, wenn sie eine neue Polis gründeten, etwa wie im Falle Gelas oder Leontinois. Aber auf der anderen Seite trieben sie auch Handel mit den sizilianischen Volksstämmen, wobei eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Hellenisierung vonstatten ging, der die Sikaner und Elymer, auch bedingt durch ihre westlichen Siedlungsgebiete auf der Insel, besser standhalten konnten also die Sikuler. Doch besonders im sechsten Jahrhundert wurden viele sikanische Siedlungen befestigt und umgewandelt, womit sie nachhaltig griechisch geprägt waren.

Insgesamt kann gesagt werden, dass zum Einen ein kultureller Austausch zwischen dem Mutterland und der jeweiligen Kolonie stattfand, aber zum Anderen ebenso zwischen den Kolonisten und den Einheimischen, wie beispielsweise im Bereich der Religion und des Brauchtums oder bei der Übernahme des chalkidischen Alphabets durch die sizilianische Vorbevölkerung[8]. Die Beziehungen zwischen Einheimischen und Neuankömmlingen gestalteten sich aber sehr unterschiedlich. Die Palette reichte vom friedlichen Zusammenleben, auch wenn man zunächst die Einheimischen verdrängt hatte, um an den Siedlungsplatz zu kommen, wie in Naxos und Leontinoi, bis hin zu Knechtschaft, Sklaverei oder Vertreibung der Eingeborenen, wie es bei Syrakus geschehen war.

Es muss in diesem Zusammenhang aber auch beachtet werden, dass nicht nur die Griechen die sizilianische Bevölkerung beeinflusste, sondern dass umgekehrt durchaus auch eine Beeinflussung der Griechen durch die Stämme feststellbar war. Dies ist beispielsweise bei der Religion der Sikuler zu beobachten, auch wenn deren äußere Formen bereits hellenisiert waren[9]. Doch die griechischen Mythen wurden auf Sizilien übertragen und quasi die griechische Götterwelt nach Sizilien geholt und den dortigen Verhältnissen angepasst. Dieser Einfluss der Sizilianer auf die griechischen Siedler ist wahrscheinlich auf Mischehen zurückzuführen, denn nicht selten hatten griechische Männer sizilianische Ehefrauen genommen. So ist es wohl zu erklären, dass es sogar zu Gewichtsverschiebungen in der griechischen Tradition kam, etwa indem Demeter, die Göttin der fruchtbaren Erde, und ihre Tochter Persephone besonders wichtig wurden – denn viele Griechen und auch die Sizilianer betrieben Ackerbau, und da war fruchtbare Erde und guter Boden sehr wichtig, weshalb es verständlich ist, wenn diese Gottheiten an Bedeutung gewannen.

Ein weiterer Aspekt bei den wechselseitigen Beziehungen ist im Handel ersichtlich, der wohl offensichtlich zwischen Sizilianern und Griechen bestand. Anders wäre es nur schwer zu erklären, dass die Griechen sikulische Namen für ihre Münzen benutzten und sogar deren Gewichts- und Maßsystem übernahmen.

Doch genauso wurde selbstverständlich auch Handel mit den Mutterstädten betrieben, was an dem Fund von Töpferwaren ersichtlich wird. Im Verlauf des ersten Jahrhunderts der Kolonisationsperiode auf Sizilien war fast die gesamte importierte Töpferware korinthisch, für spätere Zeiträume ab etwa 650 v. Chr. lassen sich auch rhodische, ostgriechische, etruskische oder auch euböische Töpferwaren nachweisen[10].

2.3 Die Gründung der Polis Syrakus

Die Stadt Syrakus an der südlichen Ostküste Siziliens zählt nach Naxos zu einer der ältesten Siedlungen der Griechen auf Sizilien, wurde es doch bereits ein Jahr nach der chalkidischen Stadt gegründet. Über die frühe Stadtgeschichte ist nur wenig überliefert, jedoch scheint sicher zu sein, dass Syrakus von korinthischen Kolonisten etwa um das Jahr 735 v. Chr. gegründet wurde[11]. Die Gründe, warum die Korinther damals überhaupt ihre Stadt verließen und auswanderten, sind in den inneren Verhältnissen der Stadt zu suchen, über die aber leider nur wenig überliefert ist. Der Historiker Holm stellte hierzu einige Überlegungen an[12]. So wie er es darlegt, richteten sich die Stadtbewohner schon seit langem gen Westen, z. B. in Schifffahrt und Handel, da dort weniger Konkurrenten und somit mehr Gewinn zu erwarten waren. Auch die älteren korinthischen Kolonien lagen in westlicher Himmelsrichtung und so „war das bereitwillige Eingehen der Korinther auf die Kolonisation Siciliens sehr natürlich“[13].

[...]


[1] Nach Lexikonredaktion des Verlags F. A. Brockhaus (Hrsg.): Der Brockhaus Geschichte, Artikel Griechenland, Leipzig/Mannheim 2006, S. 311.

[2] Nach ebd.

[3] Siehe ebd., S. 312.

[4] Nach ebd. S. 313.

[5] Der Adel wurde im damaligen Griechenland nicht nur über den Besitz eines Menschen oder einer Familie definiert - nur zu oft waren auch die Neuankömmlinge in den Koloniegebieten arm - sondern auch über die Handlungen sowie deren Repräsentation und deren Achtung ihnen gegenüber. Ein sehr entscheidendes Element damals war jedoch auch die Mythosbildung, die weit verbreitet und überall üblich war. Dies bedeutete, dass man sich und seine Herkunft auf einen Gott, bzw. Halbgott zurückführen konnte, wie es z. B. die Makedonier und Spartaner (auf Herakles) und die Athener (auf Theseus) taten. Diese göttliche Abstammung war entscheidendes Kriterium dabei, ob man als Adliger galt oder nicht. Auf Sizilien findet man dazu das Phänomen, dass zunächst alle Kolonien eine auf allgemeiner Gleichheit beruhende Verfassung hatten. Alles Land wurde unter den Ankömmlingen verteilt, sodass alle die gleichen Chancen hatten, das gleiche besaßen und auch die gleichen politischen Rechte hatten. Doch mit der Zeit kamen nach und nach weitere Siedler aus den griechischen Mutterstaaten, die ebenfalls ihr Glück in der Fremde suchten. Es wurde ihnen gestattet, in voller Freiheit in der Stadt zu wohnen und Handel und Gewerbe zu betreiben, aber Landbesitz konnten sie nicht mehr erhalten, da schon alles verteilt worden war. Ebenso dachte man auch nicht daran, den Neuankömmlingen politische Rechte zu gewähren, was wiederum bedeutete, dass es mit der „allgemeinen Gleichheit“ bald vorüber war und so recht schnell eine aristokratische Oberschicht in den Kolonien entstand. Nach Holm, A. D.: Geschichte Siciliens im Alterthum, Band 1, Leipzig 1874, S. 145.

[6] Vgl. Finley, Moses I.: Das antike Sizilien: von der Vorgeschichte bis zur arabischen Eroberung, aus dem Englischen übertragen von Karl-Eberhardt und Grete Felten, München 1979, S. 61.

[7] Nach Holm: Geschichte Siciliens, Bd. 1, S. 120.

[8] Es fand vor allem eine Hellenisierung der Ursprungsbevölkerung in den Bereichen der Dialekte, der Sprache, der Technologie bei den Lieblingsgottheiten und –mythen, sowie bei Bestattungsbräuchen und dem Kalender statt. Selbst im zentralen Sizilien, wo die Einheimischen lange Zeit ihre Unabhängigkeit bewahrten, gab es bald keinen Unterschied mehr zwischen Griechen und Sizilianern.

[9] Siehe Freeman, Edward A.: Geschichte Siciliens, deutsche Ausgabe, Band 1, S. 350.

[10] Vgl. Finley: Das antike Sizilien, S. 54.

[11] Zur Gründungssage der Stadt vgl. Holm: Geschichte Siciliens, Bd. 1, S. 120.

[12] Siehe ebd., S. 120 f.

[13] Nach ebd., S. 121.

Details

Seiten
30
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783656114932
ISBN (Buch)
9783656114734
Dateigröße
569 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v188003
Institution / Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg – Klassische Altertumswissenschaften
Note
2,0
Schlagworte
Gela Syrakus Westgriechen Antike Sizilien Kolonisation Griechen Polis griechische Expansion Gelon Hieron

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