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Ausdauer - Arten der Ausdauer, ihre Bedeutung und Ausdauertraining im Fussball

Hausarbeit 2009 13 Seiten

Gesundheit - Sport - Bewegungs- und Trainingslehre

Leseprobe

Inhaltverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition von Ausdauer

3. Differenzierung der Ausdauerfähigkeiten

4. Allgemeine Ausdauer
4.1 Definition
4.2 Bedeutung der allgemeinen Ausdauer für den Fussballspieler

5. Spezielle Ausdauer
5.1 Definition
5.2 Bedeutung der speziellen Ausdauer für den Fussballspieler

6. Methoden des Ausdauertrainings
6.1 Dauermethode (kontinuierliche / diskontinuierliche Intensität)
6.2 Intervallmethode (extensiv / intensiv)
6.3 Wiederholungsmethode
6.4 Wettspielmethode

7. Methodische Grundsätze zum Ausdauertraining

8. Periodisierung des Ausdauertrainings
8.1 Ausdauertraining in der Vorbereitungsperiode
8.2 Ausdauertraining in der Wettkampfperiode
8.3 Ausdauertraining in der Übergangsperiode

9. Ausdauertests

10. Fazit

1. Einleitung

Fussball ist eine der am weit verbreitetsten Sportarten, bei der technisches, taktisches und körperliches Geschick gefordert sind. Der enge Zusammenhang zwischen Ausdauerleistung, einsetzender Ermüdung und der damit einhergehenden nachlassenden Spielleistung weist die Ausdauerleistungsfähigkeit als eine der essentiellen Leistungsvoraussetzungen im Fussball aus[1].

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung und dem Training der Ausdauer im Fussball. Kenntnisse der trainingswissenschaftlichen, sportbiolo­gischen und sportmedizinischen Grundlagen werden vorausgesetzt, da aufgrund des Umfanges der Hausarbeit nicht näher darauf eingegangen werden kann.

2. Definition von Ausdauer

Ausdauer ist eine der Voraussetzungen für die Leistungsfähigkeit und „sichert eine zuverlässige Dauerbeanspruchung mit optimaler Intensität und stabiler Technik im Training und im Wettkampf und begrenzt oder verhindert gar ermüdungsbedingte Leistungseinschränkungen“ (Harre, Schnabel, Krug, 2009, S.179).

3. Differenzierung der Ausdauerfähigkeiten

In der Sportwissenschaft und Sportpraxis lassen sich verschiedene Arten der Aus­dauer unterteilen, welche der Vollständigkeit halber nur genannt werden.

Die wohl bekannteste Differenzierung der leistungsbestimmenden Ausdauerfähig­keiten ist die nach dem Aspekt der Wettkampfdauer. Je nach Länge der Belastung wird unterschieden in Sprint- und Schnelligkeitsausdauer, Kurzzeitausdauer, Mit­telzeitausdauer und Langzeitausdauer (Haare, Schnabel, Krug, 2009, S. 181).

Weitere Möglichkeiten der Differenzierung finden sich unter anderem bei Bauer (2001, S. 73). Er unterscheidet in lokale und allgemeine Ausdauer, wenn es um den Anteil der beanspruchten Muskelmasse geht. Die weitere Unterscheidung findet dann je nach Art der Energiebereitstellung (aerobe und anaerobe Ausdauer) und je nach Arbeitsweise der Muskulatur (dynamische und statische Ausdauer) statt.

Die für den Fussballer relevanten Ausdauerarten sind diejenigen, die von Weineck nach dem Aspekt der Sportartspezifität in allgemeine und spezielle Ausdauer unterschieden werden (Weineck, 2004, S. 23).

4. Allgemeine Ausdauer

4.1 Definition

Die allgemeine Ausdauer ist sportartunabhängig und wird auch als Grundlagen­ausdauer oder allgemeine aerobe dynamische Ausdauer bezeichnet (Weineck, 2004, S. 23). Definiert wird sie als „Ausdauerfähigkeit bei lang dauernden Belas­tungen in aerober Stoffwechsellage“ (Haare, Schnabel, Krug, 2009, S. 181). Sie trägt dazu bei, die Wettspiel- und Trainingsanforderungen ökonomisch umzuset­zen (Bisanz, Gerisch, 2008, S.107).

4.2 Bedeutung der allgemeinen Ausdauer für den Fussballspieler

Eine solide Grundlagenausdauer bildet das Fundament und die läuferische Grund­lage für eine gute sportliche Leistung.

Der Fakt, dass sich die Laufleistungen im Fussball seit den 60er Jahren um durch­schnittlich 10% pro Jahr gesteigert haben (Weineck, 2004, S. 25), verdeutlicht den steigenden Stellenwert der allgemeinen Ausdauer.

Bei Untersuchungen von Palfái (1976, S.32) in den Jahren 1961 / 1962 lag die zu­rückgelegte Strecke der Topspieler zwischen 2220m und 4868m. Aktuelle Unter­suchungen ergeben Laufleistungen von über 12km für Mittelfeldspieler und Außenverteidiger wie Michael Ballack oder Philip Lahm[2].

Die Fussballspieler von heute müssen also 90 Minuten in Bewegung sein, wobei sie zwei Drittel der Zeit mit Gehen und Traben verbringen[3], was eine ausreichend entwickelte aerobe Ausdauerleistungsfähigkeit erfordert.

Nach Weineck (2004, S. 27 ff.) hat die gut entwickelte allgemeine Ausdauer zahl­reiche positive Wirkungen auf die Leistungsfähigkeit.

a) Erhöhung der physischen Leistungsfähigkeit

Der Spieler kann länger und intensiver am Spielgeschehen teilnehmen, ohne einen Leistungsabfall zu erfahren.

b) Optimierung der Erholungsfähigkeit

Der Körper kann angefallene Ermüdungsstoffe schneller abbauen und sich so in­tensiver am Spiel beteiligen. Nach der Belastung kann er schneller regenerieren.

c) Steigerung der psychischen Belastbarkeit

Bei wichtigen Spielen oder nach Niederlagen profitiert der Spieler von seiner er­höhten Stressresistenz und einer höheren psychischen Stabilität, sodass er Druck besser standhalten kann und Niederlagen besser verarbeitet.

d) Vermeidung taktischer und technischer Fehler

Die länger anhaltende „Frische“ des Spielers führt zur längeren taktischen Diszi­plin („Position halten“, Vermeidung überflüssiger Fouls etc.) und Minimierung tech­nischer Fehler (Annahmefehler, Fehlpässe etc.).

e) konstant hohe Reaktions- und Handlungsschnelligkeit

Das Zentralnervensystem des Spielers wird in seiner Leistung weniger beeinträch­tigt, sodass eine optimale Handlungsschnelligkeit ohne Leistungseinbuße gewähr­leistet bleibt.

f) Stabilisierung der Gesundheit

Das Immunsystem des Spielers ist gefestigt. Er erkrankt somit seltener, Leis­tungseinbußen durch Trainingsausfall werden minimiert und er kann möglichst oft an den Spielen teilnehmen.

g) Minimierung von Verletzungen

Die länger andauernde körperliche und geistige Frische versetzt den Spieler in die Lage, auch gegen Spielende noch schnell und richtig zu reagieren. Dadurch vermeidet er riskante Einsätze im Spiel und verringert das Verletzungsrisiko.

5. Spezielle Ausdauer

5.1 Definition

Die spezielle Ausdauer ist sportartspezifisch und wird auch als fussballspezifische anaerobe Ausdauer oder Sprintausdauer bezeichnet. Sie wird von der allgemeinen Ausdauer beeinflusst (Weineck, 2004, S. 29 ff).

[...]


[1] Johanna Brings, „Laktattest als Feedback“, 2006, Stand: 05.09.2009 http://www.sportlabor.de/publik/BL-Mag-Apr06.pdf

[2] Jürgen Rees, „Mit High-Tech zum EM Sieg“, 07.06.2008, Stand: 03.09.2009 http://www.wiwo.de/technik/mit-high-tech-zum-em-sieg-295556/2/

[3] Wilfried Kindermann, „Gesundheit und Leistung im Profifussball“, Stand: 03.09.2009 http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=51671

Details

Seiten
13
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783656117599
ISBN (Buch)
9783656364252
Dateigröße
424 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v188149
Institution / Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin – Institut für Sportwissenschaft
Schlagworte
ausdauer arten bedeutung ausdauertraining fussball

Autor

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Titel: Ausdauer - Arten der Ausdauer, ihre Bedeutung und Ausdauertraining im Fussball