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Projektmanagement - Wissensmanagement

Projektbeschreibung des unternehmensinternen Umsetzungsprojektes "Fachkräftenetzwerk - modulare Weiterbildung im Hotel- und Gaststättenwesen"

Studienarbeit 2009 52 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Projektbeschreibung
2.1 Projektthematik - beschäftigungspolitische Bedeutung
2.2 Projektart, Projektziele und Projektzielgruppe
2.3 Projektgröße – regionale Einordnung

3 Projektorganisation
3.1 Projektumfeld
3.2 Projektorganisationsform und Projektrollen

4 Risikoabschätzung
4.1 Risiken und Chancen im Projekt
4.2 Risiken und präventive bzw. korrigierende Maßnahmen

5 Projektplanungsgrundlagen
5.1 Informationsquellen
5.2 Strukturierung und Planung des Projektes
5.2.1 Projektstrukturierung mit Teilaufgaben und Arbeitspakete
5.2.2 Ablauf- Meilenstein- und Risikoplanung

6 Aufwands- und Kostenschätzung des Projektes

7 Projektcontrolling

8 Projektkultur

9 Resümee

Literaturverzeichnis

Fachwörterverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Anhang

Anlage 1 – Handout zur Präsentation

Anlage 2 – Rechercheergebnisse lt. Rechercheauftrag

1 Einleitung

2 Begriffsdefinition - Projekt

3 Projektmanagement – Aufgaben und Standards

4 Problemlösung

5 Wissensgebiete des Projektmanagement

6 Information und Kommunikation

7 Resümee

1 Einleitung

Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung der Gesellschaft in den letzten Jahren, sind die Unternehmen des Aus- und Weiterbildungssektors immer mehr unter ökonomischen Druck geraten. In diesem Kontextliegt das zentrale Problem des Bildungsmarktes, die rückläufigenBereitstellung von Mitteln öffentlicher Kostenträgerfür die Kernleistung,das Geschäftsfeld der Erstausbildung. Aufgrund dieser Tatsache sind die Träger für pädagogische Dienstleistungen gefordert ihr Leistungsprofil zu erweitern, um sich dadurch vom hart umkämpften Wettbewerb in der Bildungsbranche abzusetzen und strategisch günstiger zu positionieren. Zu den Differenzierungsmöglichkeiten der Bildungsanbieter gehört neben der Berufsorientierung und -vorbereitung auch die Durchführung von fördermittelgestützten Projekten im Bereich von Weiterbildungsmaßnahmen. Die vorliegende Transferarbeitbeschreibt das Projekt „Fachkräftenetzwerk – Modulare Weiterbildung für das Hotel- und Gaststättenwesen“. Im Fokus steht dabei die Darstellung der Projektthematik, -organisation, -planung und –controlling mit Risikoanalyse und Finanzierungsplan. Die Anlage beinhaltet den Projektplan, das Handout der Präsentation des Projektes sowie die Rechercheergebnisse lt. Rechercheauftrag.

Der überbetrieblicher Bildungsträger in der ostsächsischen Region und sieht sich als Dienstleistungsunternehmen für die berufliche Aus- und Fortbildung im gewerblichen, kaufmännischen, hauswirtschaftlichen, Hotel- und Gaststättenbereich sowie im Garten- und Landschaftsbau. Die Palette der Bildungsmöglichkeiten reicht von der beruflichen Erstausbildung, über Maßnahmen nach SGB III bis zu berufsbegleitenden Fortbildungen für Mitarbeiter in Unternehmen und Arbeitssuchende sowie Projekten unter Nutzung der verschiedensten Fördermöglichkeiten und praktischen Studienabschnitten für Studenten der Berufsakademie Sachsen.Die Gesellschaft hat die vorrangige Aufgabe, auf die Erfordernisse des Arbeitsmarktes hin zu qualifizieren. Ziel ist die Reintegration in den Arbeitsmarkt bzw. die Erhaltung des Arbeitsplatzes sowie die Erbringung von Dienstleistungen für individuelle Bildungsbedürfnisse von Kunden und Mitarbeitern von regionalen Klein- und mittleren Unternehmen.[1]

2 Projektbeschreibung

2.1 Projektthematik - beschäftigungspolitische Bedeutung

Die Initiative für das Projekt „Fachkräftenetzwerk – Modulare Weiterbildung für das Hotel- und Gaststättenwesen“ ging von den regionalen Unternehmen des gastronomischen Sektors aus. Aufgrund vonPraktikas der Auszubildenden des Bildungsträgers, dem Oberlausitzer Genussfestival und dem Wettbewerb zum Oberlausitzpokal resultiert eine langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem überbetrieblichen Bildungsunternehmen und gastronomischen Einrichtungen. Durch die vielseitigen Gespräche, den gemeinsamen Events mit Gastronomen ist dem Management der Bildungsorganisation bekannt, dass der Fachkräftesicherung im Hotel- und Gaststättenbereich eine zentrale Bedeutung zukommt.Die Geschäftsführer der gastronomischen Einrichtungen legen großen Wert auf Stabilität im Unternehmen. Sie beschäftigen erfahrenes Personal und sind an Mitarbeitern interessiert, die in der Region leben und arbeiten wollen. In diesem Kontext sind sie sich auch bewusst, dass dabei erhebliche Anforderungen an ihre Mitarbeiter gestellt werden. Sonn- und Feiertagsarbeit, geteilter Dienst, Mobilität, Engagement und Anpassungsvermögen verlangen vom Mitarbeiter eine hohe Identifikation mit dem Unternehmen. Motivation der Mitarbeiter kann aber nicht nur über Bezahlung und Urlaub realisiert werden. Die Unternehmer sehen in der Weiterbildung ihrer Mitarbeiter eine primäre Möglichkeit zur dauerhaften Bindung an das Unternehmen. Gleichzeitig sichern sie mit qualifiziertem Personal ihre Wettbewerbsfähigkeit, vor allem in der grenznahen Region. Aus diesem Grund bestehtim Hotel- und Gaststättenbereich ein wachsender Bedarf an Mitarbeitern mit wettbewerbssichernder Beschäftigungs- und Anpassungsfähigkeit. Die Qualifikationen erlangt ein Mitarbeiter nur durch zusätzliche Fort- und Weiterbildungen.Diese müssen individuell auf den Bedarf und zeitlich in den Ablauf des Tagesgeschäftes des Unternehmens angepasst werden.Hierbei geht es sowohl um die Auffrischung erlernter Kenntnisse und Fertigkeiten, als auch um grundlegend neue Anforderungen. Der Bedarf orientiert sich dabei an der Marktsituation im Hotel- und Gaststättenbereich und an den Besonderheiten desFaches. Gerade diese branchentypischen Besonderheiten machen eine individuelle Form der Weiterbildung für die einzelnen Unternehmen und Mitarbeiter notwendig. Die durch die IHK und andere Bildungsdienstleister angeboten Weiterbildungen und damit festgelegte, verbindliche Termine sind für Gastronomen nur schwer ins aktuelle Tagesgeschäft einzugliedern. Der Personalbestand ist wesentlich geringer als in anderen Branchen, die Vertretung eines Kollegen wird für kleine gastronomische Einrichtungen zum Problem.Eine mit den Unternehmen zeitliche abgestimmte Planung für die Weiterbildung sichert deshalb den internen Betriebsablauf und ermöglicht die gewünschte individuelle Form der Weiterbildung. Dieser zentralen Forderung kann der BildungsträgerRechnung tragen.In der Vorprojektphase wurde die Projektidee geprüft, erste Sondierungsgespräche mit den Auftraggebern geführt, der Fördermittelantrag gegenüber dem Sponsor gestellt und der Projektvorschlag[2] beim Topmanagement der Bildungsorganisation eingereicht.

2.2 Projektart, Projektziele und Projektzielgruppe

Vor dem Hintergrund, dass ein großer Bedarf an individueller Weiterbildung besteht, der von den Betrieben alleine nicht zu bewältigen ist, die Spezifika der Branche, dass Weiterbildungsveranstaltungen in den laufenden Hotel- und Gaststättenbetrieb nur schwer einzugliedern sind, ohne das Tagesgeschäft zu gefährden, sowie die Förderfähigkeit des Projektes durch die Sächsische Aufbaubank, wurde durch das Topmanagement des Bildungsträgers der innovative Kundenauftrag der Gastronomen (Vgl. Abschnitt 2.1) zum externen „Umsetzungsprojekt“ erklärt.[3] Ziel des Projektes „Fachkräftenetzwerk – Modulare Weiterbildung für das Hotel- und Gaststättenwesen“ ist esin mehreren spezifischen Veranstaltungen entsprechend dem Bedarf der Unternehmen Weiterbildungen im gastronomischen Bereich durchzuführen. Dazu muss im Vorfeld analysiert werden, welche Themen in einem zu erstellenden Rahmenlehrplan aufgenommen werden sollen und in welchem Umfang die Lehrunterweisungen durchgeführt werden. Die direkt am Bedarf orientierten und mit den gastronomischen Einrichtungen gemeinsam grobkonzipierten Module des Rahmenlehrplanes, im Rahmen von ersten Sondierungsgesprächen, werden im Anhang exemplarisch dargestellt.[4]

Konkrete Beschreibung der Zielstellung mit inhaltlicher Abgrenzung von anderen Vorhaben

1. Der Kunde setzt die Maßstäbe für unsere Qualitätszielstellungen, d.h. abgestimmte, bedarfsorientierte Themenbereiche der Weiterbildung,

2. Durchführung des Projektes im Zeitraum der Förderperiode, um neben einerqualitativ hochwertigen auch eine preisgünstige Bildungsdienstleistungen anzubieten,

3. Erfüllung der Anforderungen der Kunden und damit die Kundenzufriedenheit, d.h. alle Weiterbildungsmodule werden so geplant, dass sie in das laufende Tagesgeschäft der Unternehmen integriert werden können, im Detail:

- Modularer Struktur des Projektes, d.h. Themenbereiche verstehen sich als Baustein und schließen in sich ab,
- Teilnahme mit fortlaufendem Einstieg möglich (auch Teilnahme an einzelnen Lehrveranstaltungen),
- Tagesseminare an umsatzschwachen Tagen,
- Stundenseminare nach der Kernarbeitszeit,
- Weiterbildungsort ist der Bildungsträger bzw. In House – Schulungen in geeigneten gastronomischen Einrichtungen, um lange Fahrstrecken zu vermeiden.

Die Zeitschiene muss dabei so geplant werden, dass möglichst viele Teilnehmeran einem Seminar teilnehmen können. Hierbei sind die Besonderheiten der Unternehmen, ihre Auslastung und gastronomische Höhepunkte sowie Saisonveranstaltungen zu berücksichtigen.Zur favorisierten Zielgruppe gehören die Fach- und Führungskräfte sowie Auszubildende des 3. Lehrjahres der regionalen gastronomischen Branche. Die geplante Teilnehmerzahl mindestens 8, maximal 12 TN unter Berücksichtigung des Gender – Mainstreaming Prinzips. Das angestrebte Qualifikationsniveau setzt sich zusammen aus:

- Auffrischung bereits erworbener Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten auf höherem Niveau,
- Steigerung der Leistungs- und Teamfähigkeit,
- Entwicklung von Handlungskompetenzen,
- Mitarbeiterentwicklung und –motivation,
- Erkennen und Motivation für fortführende Bildungsmöglichkeiten,
- Kennenlernen des zukünftigen Fachkräftepotenzials,
- Erfassung in einem Fachkräftepool.

2.3 Projektgröße – regionale Einordnung

Das Projekt zur Fachkräftesicherung in der Lausitz im Hotel- und Gaststättenbereich konzentriert sich geografisch auf das Territorium der Landkreise Bautzen und Kamenz. DasNetzwerk bestehend aus den Initiatoren des Projektes:

- Sorbisches Restaurant ,
- Mönchshof ,
- Traditionshotel Goldener Adler ,
- Schützenhaus,
- Landgasthof und Pension Buschmühle,
- Fichtestube,

soll auch weiteren regionalen gastronomischen Einrichtungen zur Verfügung stehen. Es gibt Mitwirkungsabsichten von Gastronomen, die in den Vorgesprächen diese Form der modularen Weiterbildung für sehr sinnvoll und nutzbringend für die Branche eingeschätzt haben, weil sie sich am direkten Bedarf orientiert und spezifisch auf die jeweilige Unternehmensgegebenheiten abgestimmt sind.Alle gastronomischen Betriebe sollen gemeinsam an den Modulen für den Rahmenlehrplan mitarbeiten. Dadurch kann gewährleistet werden, dass nur die Themen aufgegriffen werden die Kompetenzen vermitteln, um sich dadurch vom hart umkämpften Wettbewerb abzusetzen und strategisch günstiger zu positionieren. Die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit ist für alle Unternehmen auf Grund der Grenznähe zu Polen und Tschechien besonders wichtig. Des Weiteren ist zu beachten, dass es mit dieser Form der modularen Weiterbildung auch einen enormen Austauscheffekt zwischen den einzelnen Unternehmen geben wird, von dem jeder Mitarbeiter und jede Einrichtung profitieren kann. Ein Erfahrungsaustausch in diesem Umfanghat bisher regional noch nicht stattgefunden und die daraus resultierenden Synergieeffekte, z.B. Entwicklung von neuen Seminaren, Workshops und Vorträgen können nur geschätzt werden. DieGrößenordnung des Projektes wird durch das Topmanagement des Bildungsträgers der kleinen bis mittleren Kategorie zugeordnet mit tendenziellen Wachstumschancen.

3 Projektorganisation

3.1 Projektumfeld

Neben der o.g. angestrebten Zielgruppe, die Fach- und Führungskräfte sowie Auszubildende des 3. Lehrjahres der regionalen gastronomischen Branche, gehören auch zum direkten Projektumfeld die Auftraggeber bzw. die Initiatoren des Projektes. Derzeitig setzten sie sich zusammen aus sechs Geschäftsführern von Einrichtungen des Hotel- und Gaststättenwesen der Region, dem gastronomischen Fachkräftenetzwerk der Oberlausitz (Vgl. Abschnitt 2.3). Auch der Geschäftsführer, als Projekteigner sowie das ständige Projektteam bestehend aus der Projektleiterin sowie zugeordnet die Projektmitarbeiter des Bildungswerkes sind Bestandteil der projektinternen Umwelten. Im indirekten Umfeld zum Projekt stehen die anderen Bereiche und Abteilungen der Organisation, die SAB – Bank, der DEHOGA – Verband sowie interessierte branchentypische Unternehmender regionalen Gastronomie (Vgl. Abschnitt 2.3). Zur Bewertung des Projektumfeldeswird im folgendem die„Stakeholderanalyse“[5] dargestellt, wo alle relevanten Projektumwelten aufgelistet sind sowie deren Grad und die Art der Betroffenheit.

Stakeholder-Analyse

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Stakeholderanalyse -Projektumwelten (Quelle: betriebsinterne Vorlagen unter Verwendung Software Projektmanagement/S.Peipe)

3.2 Projektorganisationsform und Projektrollen

Die Organisationsform der Projekte im Bildungsträger, einschließlich des dargestellten Umsetzungsprojektes „Modulare Weiterbildung im Hotel- und Gaststättenwesen“, versteht sich als Stablinienprojektorganisation,[6] da ein wesentlicher Bestandteil der Geschäftstätigkeit des UN, die Durchführung von Projekten mit Mitteln des Landes, des Bundes und der EU umfasst und darum ein ständiges Projektkernteam vorhanden ist. Die Rolle der Auftraggeber des Projektes resultiert einerseits aus der Initiatorentätigkeit, sowie andererseits aus der finanziellen Beteiligung am Projekt. Sie repräsentieren die Kunden gegenüber dem Projektleiter der BW Sachsen.Aufgrund der Förderfähigkeit dieses Projektesaus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds für Bildungsprojekte Klein- und mittelständischer Unternehmen, definiert sich die Rolle des Sponsors, das zentrale Förderinstitut des Freistaates Sachsen - die Sächsische Aufbaubank. Die Rolle des Projekteigners, resultierend aus der Unternehmensstruktur, lt. Qualitätsmanagementsystem des Bildungsträgers, obliegt der Geschäftsführung, einschließlich der Lenkungsfunktion.[7] Der Projektleiter ist als Stabsstelle dem Top Management zugeordnet. Hauptaufgabe ist die Akquisition, Planung und Durchführung von Projekten im Bereich Fachkräftesicherung und Bildung.[8] Um eineinhaltliche und termingerechte Vorbereitung von Projekten sowie Teamwork in der Projektarbeit zu gewährleisten und eine gegenseitige Vertretung zu sichern ist in der Stabsstelle Projekte ein ständiges Mitarbeiterteam involviert (Vgl. Abschnitt 3.1).[9] Der Bereich Projektcontrolling ist der firmeninternen Stelle Maßnahmecontrolling des Unternehmens zugeordnet. Das Aufgabengebiet umfasst u.a. Erstellen ESF-finanzierter Projekte durch Projektanzeige, Kalkulation, Mittelabforderung, Überwachung der Durchführung, Zwischen- und Endabrechnung.[10] Die hierarchische Struktur im Bereich Projektmanagement im Unternehmen erfolgt im Anhang, dem firmeninternen Organigramm.[11] Für die Recherche der Förderansätzen, der Konzeption der Projektumsetzung, der Organisation sowie hausinterne Abstimmung des aktuellen Projektes „Fachkräftenetzwerk - Modulare Weiterbildung“, liegt dieVerantwortlichkeit beim ständigen Projektteam des Bildungsträgers. Aufgrund der fachspezifischen Besonderheiten werden in einzelnen Phasen des Projektes auch Mitarbeiter/innen des Hotel und Gaststättenwesen, als Expertenteam hinzugezogen sowie externe Dozenten für spezielle Weiterbildungsmodule.

4 Risikoabschätzung

4.1 Risiken und Chancen im Projekt

Um negative Auswirkungen auf das Projekt frühzeitig zu erkennen, ist es notwendig Risiken und deren Ursachen aufzulistensowie dieEintrittswahrscheinlichkeit abzuschätzen und gegebenenfalls nach der „ABC – Analyse“ [12] zu kategorisieren. Zu den wichtigsten projektrelevanten Risiken der A - Kategorie gehören:

- Fehlerhafte bzw. nicht termingerechte Antragstellung von Fördermitteln bei der SAB – Bank,
- sind die Projektziele der modularen Weiterbildung genau definiert lt. Rahmenplan,
- Machbarkeit der geplantenZeitschiene der modularen Seminare in Abstimmung mit den gastronomischen Einrichtungen aufgrund der Individualität der Form der Weiterbildung,
- das verfügbare Personal, insbesondere die externen Dozenten mit dem erforderlichen Know – how, entsprechend der Deadline,
- die terminliche Einhaltung der Förderphase,

Zur B – Kategorie gehören:

- evtl. Zahlungsausfälle bei Nichtteilnahme von einzelnen Mitarbeitern der involvierten gastronomischen Einrichtungen bzw. fehlender Zahlungsmoral und/oder Liquiditätsproblemen.
- die geplante Umsetzung des Gender – Mainstreaming, d.h. diedurchgängige Gleichstellungsorientierung in allen Phasen des Projektes,[13]
- Widersacher des Projektes, die betroffenen Fachabteilungen des Bildungsträgers,

Die C – Kategorie umfasst:

- ausgewählte Themengebiete einzelner Module orientieren sich nicht am Bedarf, Interesse der Teilnehmer zur gering.

Neben Risiken stecken in jedem Projekt auch Chancen. Diese positiven Ereignisse können das Projektergebnis und den Projektverlauf wesentlich verbessern. Die Chancendimension ist insbesondere bei der Entwicklung, vom anfänglichen Erfahrungsaustausch zur guten Kooperationsbeziehungen zu sehen. Die Ursache liegt in der Zusammenführung von Mitarbeiter/innen verschiedener gastronomischer Einrichtungen. In diesem Zusammenhang besteht auch die Möglichkeit durch die gegenseitigen Kontakte und positiven Erfahrungen der Teilnehmer neue Kooperationspartner zu gewinnen.

4.2 Risiken und präventive bzw. korrigierende Maßnahmen

Um das Risikopotential des Projektes rechtzeitig zu erkennen, korrigierend einzugreifen und evtl. zu beseitigen, ist es notwendig nicht nur eine Risikoanalyse durchzuführen, sondern auch präventive, d.h. schadensverhindernde oder korrektive, d.h. schadensmindernde Maßnahmen festzulegen.[14] Die fünf wichtigsten Risiken des Projektes, mit entsprechend zugeordneten Maßnahmen, werden im folgendem dargestellt:

Tabelle: Risikoanalyse

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Risikoanalyse (Quelle: betriebsinterne Vorlagen unter Verwendung Software Projektmanagement/S.Peipe)

5 Projektplanungsgrundlagen

5.1 Informationsquellen

Am Anfang des Projektes stand die Rechercheinformation der Projektleiterin der Organisation, über eine Fördermittelbereitstellung des Europäischen Sozialfondsan Bildungsträger, welche qualifizierte Bildungsprojekte für Klein- und mittelständische Unternehmen durchführen wollen. Hintergrund des Förderprogrammes ist die Qualifizierung von Mitarbeiter/innen zur perspektivischen Fachkräftesicherung in der Region. In diesem Kontext war dem Topmanagement auch bekannt, dass Fachkräftesicherung im Hotel- und Gaststättenwesenein wichtige Thematik ist (Vgl. Abschnitt 2.1).In ersten Sondierungsgesprächen mit den Gastronomen wurde festgestellt, dass ein großer Bedarf an individueller Weiterbildung besteht, der von den Betrieben alleine nicht zu bewältigen ist. Auch die gute Zusammenarbeit mit Betrieben der Hotel- und Gaststättenbranche und die eigenen Erfahrungen in der Ausbildung mit Jugendlichen in diesem Bereich haben die Geschäftsführung zu dem Schritt veranlasst, ein Umsetzungsprojekt im genannten Dienstleistungssektor zu initiieren. In diesem Zusammenhang kann das ständige Projektteam des weiterem über projektrelevante Informationen zur Thematik der Fachkräftesicherung zurückgreifen, aufgrund von ähnlich strukturierten Projekten im Bereich der Metallbranche.

5.2 Strukturierung und Planung des Projektes

5.2.1 Projektstrukturierung mit Teilaufgaben und Arbeitspakete

Die Projektstrukturierung erfolgt mit der Zielsetzung ein gemeinsames Verständnis aller Projektbeteiligten über die Komplexität, die erforderlichen Arbeitspakete, deren zeitliche Terminierung sowie die Verantwortlichkeit zu erreichen.[15] Der Aufbau des Projektstrukturplans für das Umsetzungsprojekt ist phasenorientiert angelegt, entsprechend der einheitlichen Vorgaben des Bildungsträgers.[16] Auf der ersten Ebene befinden sich die Teilaufgaben:Problemanalyse, Konzepterstellung, Detaillierung, modulare Weiterbildung, Betreuung. Auf der zweiten Ebene befinden sich die einzelnen Arbeitspakete. Zu den Teilaufgaben der:

a) Problemanalysegehören die Arbeitspakete explizite Bedarfsklärung (auf Grundlage der ersten Sondierungsgespräche mit den Gastronomen, Vgl. Abschnitt 2.2) und Anforderungen an das Projekthinsichtlich der Spezifika der Dienstleistungsbranche (Vgl. Abschnitt 2.1) sowie zu den Fördervorgaben der SAB – Bank ( Gender – Mainstreaming, Förderzeitraum),
b) Konzepterstellung gehören die Arbeitspakete Rahmenlehrplan verfassen (auf Grundlage der Grobkonzeption, Vgl. dazu Abschnitt 2.2) und Präsentation des Rahmenlehrplanes in Form eines Work – Shops für Gastronomen,
c) Detaillierung gehören die Arbeitspakete Dozentenauswahl entsprechend der Weiterbildungsmodule, sowie der geplante Weiterbildungsort (im Bildungsträger bzw. In House Schulungen, Vgl. Abschnitt 2.2),
d) Weiterbildungsmodule mit den Arbeitspaketen Moduledurchführen lt. Rahmenlehrplan (Gemüseschnitzen, Spirituosen, Wein, Service und Organisation im HOGA – Bereich, HACCP, Zucker modellieren, Erzeugnisse aus Kuvertüre, Cocktails, Molekulare Küche) wobei auf das paritätische Verhältnis von Praxis und Theorie Wert gelegt wird und Module auswerten durch transparente gruppenspezifische Auswertung, Evaluationen durch die TN, Zertifikate für die TN,
e) Nachbetreuung mit integrierter Nachhaltigkeitsprüfung zur Fortsetzung von Kooperationsaktivitäten nach der Förderphase.

Die einzelnen Arbeitspakete enthalten, neben der Aufgabenstellung, auch Informationen über die Verantwortlichkeit, Aktivitäten, terminliche Vorgaben, den geschätzten zeitlichen Aufwand für dieUmsetzung, Kosten sowie evtl. Schnittstellen und Ergebniserwartungen.[17] Im Anhang wird das Arbeitspaket Rahmenlehrplan exemplarisch dargestellt.[18]

5.2.2 Ablauf- Meilenstein- und Risikoplanung

Der dargestellte Projektstrukturplan enthält noch keine relevanten Informationen über die logische Abfolge sowie die Dauer und Termine des Projektes. Aus diesem Grunde ist es erforderlich, die Festlegung der Beziehungenzwischen den einzelnen, im Projektstrukturplan festgelegten Aufgaben (Vgl. Abschnitt 5.2.1), mit einem genauen zeitlichen Ablauf und Reihenfolge zu versehen. Beim dargestellten Umsetzungsprojekt ist die Normalfolge vorgesehen, d.h. der Vorgang Konzepterstellung kann erst erfolgen wenn der Vorgang Problemanalyse abgeschlossen ist. Zum besseren Verständnis wird im Anhang der Projektplan mit Hilfe des MS – Project von Microsoft erstellt.[19] Zu einem weiteren wichtigen Planungsinstrument gehört die Meilensteinplanung. Der Meilensteinplan enthält die wichtigsten Ereignisse, dessen mögliche Abweichungen sich negativ auf das Projekt auswirken können.[20] Ein Ereignis, sprich Meilenstein, hat grundsätzlich die Dauer Null. Für das Umsetzungsprojekt sind folgende Meilensteine strategisch wichtig:

- Start- und Endtermin des Projektes (Juni 2009 bis Mai 2010)

Die geplante Projektlaufzeit resultiert aus dem Fördermittelzeitraum von 12 Monaten, wobei in der Planung eine Pufferzone (Dezember und Februar) eingebaut ist, aufgrund der spezifischen, individuellen Zeitschiene und Bedürfnisse der Teilnehmer der Weiterbildungsmodule in der Gastronomiebranche. Auch besteht die Möglichkeit Nachfolgemodule kurzfristig bis Juni 2010 noch zu installieren.

Der Projektstart – Workshop auch Kick – off Meeting[21] (Ist – Termin 01.06) genannt, ist der erste Meilenstein und eine geeignete Methode alle Projektmitarbeiter kennenzulernen, die Projektorganisation zu formieren sowie Fragen nach der Projektkompetenz, den Aufgaben sowie dem Rollenverhalten zu klären. In diesem Kontext wird der Grundstein gelegt für die nachfolgende konkrete Planung, Strukturierung und Detaillierung des Umsetzungsprojektes.

- Problemanalyse (Plantermin 24.07),d.h. Anforderungen und Bedarf sind geklärt durch individuelle Gespräche mit den Initiatoren/ Auftraggebern dem gastronomischen Fachkräftenetzwerk sowie Kontaktierung der SAB – Bank in der Rolle der Sponsorentätigkeit.

[...]


[1] ( Vgl. Bildungswerk, 2008, QMK 2)

[2] (siehe Anhang Projektvorschlag)

[3] (siehe Anhang Projektauftrag)

[4] (siehe Anhang Rahmenlehrplan modulare Weiterbildung Hotel- und Gaststättenwesen)

[5] (Motzel, 2006, S. 202)

[6] (Vgl. Kerzner, 2003, S. 84)

[7] (Vgl. Bildungswerk, 2008, QMK 5)

[8] (siehe Anhang Auszüge aus der Stellenbeschreibung MU 6 01 26)

[9] (siehe Anhang Auszüge aus der Stellenbeschreibung MU 6 01 27)

[10] (siehe Anhang Auszüge aus der Stellenbeschreibung MU 6 01 28)

[11] (siehe Anhang Organigramm)

[12] (Motzel, 2006, S. 13)

[13] (Vgl. BMFSFJ, 2009)

[14] (Vgl. (Jankulik/Kuhlang/Pfiff, 2005, S. 49 f.)

[15] (Vgl. Kerzner, 2003, S. 348 ff.)

[16] (siehe Anhang Projektstrukturplan)

[17] (Vgl. Kerzner, 2003, S. 354 f)

[18] (siehe Anhang Arbeitspaketbeschreibung)

[19] (siehe Anhang MS – Project Gantt – Balkenplan)

[20] (Vgl. Kerzner, 2003, S. 347 )

[21] (Vgl. Jankulik/Kuhlang/Pfiff, 2005, S. 41)

Details

Seiten
52
Jahr
2009
ISBN (Buch)
9783656128625
Dateigröße
1.4 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v188902
Institution / Hochschule
Hochschule Zittau/Görlitz; Standort Zittau
Note
1
Schlagworte
projektmanagement wissensmanagement projektbeschreibung umsetzungsprojektes fachkräftenetzwerk weiterbildung hotel- gaststättenwesen

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Titel: Projektmanagement - Wissensmanagement