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Theorie der Leistungsmotivation von John Atkinson

Referat (Ausarbeitung) 2007 8 Seiten

Pädagogik - Pädagogische Psychologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung

2. Hauptteil
2.1. John (William) Atkinson
2.2. Henry Murray
2.3. Die Kontroverse um den TAT
2.4. Atkinsons Risikowahlmodell
2.4.1. Hoffnung auf Erfolg
2.4.2. Furch vor Misserfolg
2.4.3. Die resultierende Tendenz
2.4.4. Leistungshandeln

3. Schluss

4. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die folgende Referatsverschriftlichung wurde angefertigt für das Seminar „Lernmotivation“ mit Dipl.-Psych. Antje Becker. Es behandelt das Thema „Die Theorie der Leistungsmotivation von John Atkinson“.

Den Ablauf des mündlichen Referates habe ich beibehalten. Somit beginne ich mit ein paar Worten zu den biografischen Daten und den Forschungsschwerpunkten von John Atkinson. Daraufhin werde ich auf das Leistungsmotiv von Henry Murray, den thematischen Apperzeptionstest und das Risikowahlmodell von Atkinson etwas genauer eingehen, da dies mein Teil des Vortags war. Zum Schluss gebe ich eine Zusammenfassung des Modells von Atkinson.

Meine verwendete Literatur sind zwei Werke, zum einen „Motivationspsychologie“ von U. Rudolph (2003)[1] und zum anderen „Leistungsmotivation“ von J. Brunstein und H. Heckhausen (2006) in Heckhausen, J. & Heckhausen, H. (Hrsg.), Motivation und Handeln[2], sowie eine Internetseite[3].

2. Hauptteil

2.1. John (William) Atkinson

Da es in dieser Referatsverschriftlichung um die Theorie der Leistungsmotivation nach John Atkinson geht, bleiben ein paar wenige Worte zu seiner Person nicht aus. John Atkinson wurde 1923 in Jersey City in New Jersey, USA geboren und machte eine Karriere an der Universität von Michigan, wo er auch seinen Doktortitel erhielt. Doch auch schon als Philosophiestudent an der Wesleyan University beschäftigte er sich mit dem Gebiet der Motivationsforschung. Er war Gegner der Triebtheoretiker und hatte drei Forschungsschwerpunkte in seinem Leben. Zum einen arbeitete er zusammen mit David McClelland und hatte das Ziel, das Leistungsmotiv als überdauerndes Persönlichkeitsmerkmal anhand eines standardisierten Testverfahrens messbar zu machen. Als weiteres entwickelte er die Theorie der Leistungsmotivation und drittens entwickelte er eine allgemeine Verhaltenstheorie in Zusammenarbeit mit David Birch. Atkinson starb am 27. Oktober 2003.[4][5]

2.2. Henry Murray

Bevor ich zu der Theorie der Leistungsmotivation komme, möchte ich im Vorfeld auf Henry Murray´s Arbeit eingehen, da er den Ursprung dieses Forschungsbereiches bildet.

Für Henry Murray ist das Leistungsmotiv das Bedürfnis nach Leistung, insbesondere das Bedürfnis nach dem Bewältigen von herausfordernden Aufgaben, sprich: eine schwierige Aufgabe zu meistern, etwas besser und schneller zu tun, Probleme zu überwinden, einen hohen Standard zu erreichen, das eigene Talent zu beweisen und andere im Wettbewerb zu übertreffen, aber auch physikalische Objekte, Menschen oder Ideen zu beherrschen, zu manipulieren oder zu organisieren. Nicht nur mit dieser Definition war Murray ein Vorläufer in der Leistungsmotivationsforschung, sondern sein Ziel war es auch, Bedürfnisse (Motive) im Sinne einer überdauernden Disposition (Neigung) anhand bestimmter Indikatoren sichtbar zu machen. Diese Indikatoren sind:

- Typische Verhaltenstrends (welche Situationen werden aufgesucht oder gemieden)
- Typische Handlungsweisen (wie ist das Verhalten in entsprechenden Situationen)
- Die Suche nach, die Vermeidung oder Auswahl von, die Beachtung und die Reaktion auf bestimmte Objekte
- Äußerung einer bestimmten Emotion oder eines Gefühls
- Äußerung der Befriedigung nach Erreichen eines bestimmten Effektes, oder Äußerung von Unzufriedenheit, wenn dieser Effekt nicht erreicht werden kann.

Murray wollte also ein Verfahren mit:

- größeren Freiräumen für unterschiedliche Antwortmöglichkeiten
- vieldeutiger gestaltetem Testmaterial
- ohne vorstrukturierte Antworten
- einer lebensnahen, konkreten und anschaulichen Testsituation
- größerem Spielraum für Vorstellungen und Erfahrungen, die für das Individuum charakteristisch sind.

Somit entwickelte er den thematischen Apperzeptions-/Auffassungs-Test (TAT). Dies tat er in Anlehnung an S. Freud, um psychologische Bedürfnisse aus der Gedankenproduktion von den Testpersonen erschließen zu können. Der Testperson werden schwarz-weiße Bilder vorgelegt, auf denen zumeist ein oder mehrere Personen in alltäglichen Situationen abgebildet sind. Sie müssen dann das Bild auf sich wirken lassen und spontan eine kleine Geschichte erzählen und/oder in vier Minuten aufschreiben. Dabei können sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen.

Dies ist ein projektives Verfahren, bei der die Testperson Handlungen, Gedanken und Gefühle beschreibt, die sie auf andere (also die abgebildeten) Personen bezieht. Aus dem Inhalt schließt der Untersucher auf das innere Erleben und die persönliche Wahrnehmung des Probanden zurück. Die Auswertung erfolgt durch ein Auszählungsmuster oder eine induktiv-ganzheitliche Betrachtung.

[...]


[1] Rudolph, U. (2003): Motivationspsychologie. Weinheim: Beltz (Seite 117 bis 143)

[2] Brunstein, J. & Heckhausen, H. (2006): Leistungsmotivation. In Heckhausen, J. & Heckhausen, H. (Hrsg.), Motivation und Handeln. 3. überarb. u. aktual. Aufl., Heidelberg: Springer (Seite 143 bis 191)

[3] http://de.wikipedia.org/wiki/John_William_Atkinson

[4] Die folgenden Informationen sind zusammengestellt aus den beiden Quellen der Fußnoten eins und zwei, falls nicht anders markiert.

[5] http://de.wikipedia.org/wiki/John_William_Atkinson

Details

Seiten
8
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783656134824
Dateigröße
440 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v189294
Institution / Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Note
Schlagworte
theorie leistungsmotivation john atkinson

Autor

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Titel: Theorie der Leistungsmotivation von John Atkinson