Lade Inhalt...

Inklusion in der Sportstunde

Hausarbeit 2011 16 Seiten

Sozialpädagogik / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhaltsangabe

1. Einleitung und Vorwort

2. Geschichte der Inklusion
2.1 Definition Inklusion
2.2 Von der Integration zur Inklusion
2.3 Unterschied Inklusion und Integration
2.4 Inklusion innerhalb Deutschlands
2.5 Inklusion außerhalb Deutschlands

3. Rahmenbedingungen
3.1 Barrierefreiheit

4. Inklusion und Sportstunde

5. Zukunftsaussichten und Grenzen

6. Resümee

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung und Vorwort

In dieser Hausarbeit werden die Probleme,aber auch die Möglichkeiten der Inklusion innerhalb der Sportstunde dargestellt.Dazu gehören die erforderlichen Rahmenbedingungen,die am Ort der Übungseinheit vorhanden sein sollten.

Im weiteren Verlauf werden die Entwicklungsmöglichkeiten und Grenzen des Inklusionssports aufgezeigt.Zuerst allerdings ist es wichtig zu erläutern ,was Inklusion ist und wie sie entstanden ist.Daher wird auch ein Blick auf die Integration, aus der sich die Inklusion entwickelt hat, gerichtet.

2. Geschichte der Inklusion

2.1 Definition Inklusion

Der Begriff Inklusion lässt sich aus dem Lateinischen Wort „inclusio“ (Einschluss) herleiten. ,“Als Inklusion wird der Vorgang oder Zustand bezeichnet, in dem alle Menschen gleich ihrer Verschiedenheit, unterschiedlicher sozialer, regionaler, nationaler, religiöser und kultureller Herkunft, unterschiedlichen Fähigkeiten und Beeinträchtigungen die gesellschaftliche Teilhabe an allen Lebensbereichen möglich ist.“(N.N.)

Eine weitere Definition bezeichnet „Inklusion (als einen ) Prozess und gleichzeitig ein Ziel, menschliche Verschiedenheit als Normalität anzunehmen und wertzuschätzen.“ (Georg Staudacher,2008) , „Inklusion bedeutet die Abschaffung der Normalitätsgrenzen. Jeder Mensch steht mit den gleichen Rechten in der Mitte der Gesellschaft“ (Melzer,2009,HS Fulda) oder „Die Gesellschaftsform der Inklusion beinhaltet die Handicaps jedes Einzelnen und will sich von Stigmatisierungen und Klassifizierungen lösen“ (Wack,2009,HS Fulda).

Aus der Vielzahl dieser Definitionen und Erläuterungen wird deutlich,was Inklusion bedeutet, nämlich eine untrennbare heterogene Gruppe schaffen.

Im Folgenden soll nun aufgezeigt werden,wie die Inklusion entstanden ist.

2.2 Von der Integration zur Inklusion

Das Wort Integration stammt vom lateinischen Verb „integrare“ ( „ergänzen, wiederherstellen“) und dem Adjektiv „integer“ („unberührt“, „ganz“) .“ Über die Philosophie und besonders durch die Soziologie, Psychologie und Bildungspolitik des 19. Jahrhunderts erlangte der Integrationsbegriff seine heutige gesellschaftliche Bedeutung.“ (Cloerkes, 2001, S. 173) .“ Integration bezeichnet eine gemeinsame Daseinsgestaltungsform von Menschen mit (z.B. infolge einer Behinderung) voneinander abweichenden (z.B. das Lernen betreffenden) Erlebnis- und Erfahrungsweisen und Bewältigungsformen.“ (Kobi, 1999, S. 242)

Ziel der Integration ist sicherlich die Entstigmatisierung des Begriffes Behinderung, die Forderung nach der Teilhabe des eingeschränkten Menschen innerhalb einer heterogenen Gruppe,sowie das Wohlfühlen und Akzeptieren innerhalb dieser.“Im Herbst 1973 hat der Deutsche Bildungsrat seine behindertenpädagogische Empfehlung verkündet,die einen Richtungswechsel der Sonderpädagogik hin zur Integration offiziell begründete.“(Deutscher Bildungsrat,1974) In der folgenden Zeit wurde versucht die vorherrschende Seperation,also die Sonderschulen, dahingehend abzuschaffen,dass behinderte Kinder mit sonderpädagogischer Unterstützung Regelschulen besuchen. Als Weiterentwicklung der Integration unterschrieben die führenden Sozialstaaten der Welt auf der von der UNESCO durchgeführten Salamanca-Konferenz im Jahr 1994 eine Erklärung,die besagt,dass „Das Leitprinzip,das diesem Rahmen zugrunde liegt,besagt,dass Schulen alle Kinder,unabhängig von ihren physischen,intellektuellen,sozialen,emotionalen,sprachlichen oder anderen Fähigkeiten aufnehmen sollen. Das soll behinderte Kinder und begabte Kinder einschließen, Kinder von entlegenen oder nomadischen Völkern,von sprachlichen,kulturellen oder ethnischen Minoritäten sowie Kinder von anders benachteiligten Randgruppen oder -gebieten.“ (Salamanca- Erklärung,1996,14)

Hinzu kommt 2006 die in New York von der UNO verabschiedete und 2008 in Kraft getretene UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen,der einen völkerrechtlichen Vertrag der Menschenrechte darstellt und 100 Staaten und der EU vorschreibt mehr auf die Bedürfnisse der behinderten Menschen einzugehen und ihnen dasselbe Grundrecht wie allen einzugestehen.

2.3 Unterschied Integration und Inklusion

"Der Begriff der Integration unterscheidet sich vom Begriff der Inklusion insofern, als dass es bei der Integration von Menschen immer noch darum geht, Unterschiede wahrzunehmen und zuerst Getrenntes wieder zu vereinen. Inklusion hingegen versteht sich in Bezug auf Schule als ein Konzept, das davon ausgeht, dass alle SchülerInnen mit ihrer Vielfalt an Kompetenzen und Niveaus aktiv am Unterricht teilnehmen. Alle SchülerInnen erleben und nehmen Gemeinschaft wahr, in der jeder/jede Einzelne seinen/ihren sicheren Platz hat und somit eine Teilnahme für alle SchülerInnen am Unterricht möglich ist." (Abram,2003) Davon ausgehend kann man sagen,dass die Integration mit Unterstützung der Individuen mit Behinderung versucht ,diese in die Gesellschaft einzugliedern.Die Inklusion hingegen sieht jede Person als Individuum und macht keinen Unterschied zwischen behindert oder nichtbehindert .

2.4 Inklusion innerhalb Deutschlands

Wie oben schon dargestellt wurde die Salamanca - Erklärung 1994 unterschrieben , durch die man sich verpflichtete,die Schulen auf die Inklusion vorzubereiten.Weiter ist die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen seit März 2009 in Deutschland gültig. Doch trotz der 30- jährigen Erfahrung mit der Integration als Vorstufe der Inklusion ist Deutschland in diesem Bereich noch ein Entwicklungsland,was die Statistik der KMK( 2010) im Hinblick auf die Besucher der Förderschulen deutlich belegt. Da sich Deutschland somit noch mitten in der Phase der Separation befindet, ist an Inklusion zurzeit noch nicht zu denken.In Deutschland ist es lt. Der „imh“ so,dass Deutschland ein stark selektives Schulsystem besitzt,das die richtige Schule für das Kind sucht und nicht die Schule für das Kind passend gemacht wird. Ein weiteres Problem ist nach Alfred Sander,dass der neuere Begriff „Inklusion“ auch von Fachleuten uneinheitlich gebraucht wird und im Allgemeinen auch nur vage bekannt ist.(Sander, Konzepte einer Inklusiven Pädagogik,Zeitschrift für Heilpädagogik 5/2004). Aber auch in Deutschland gibt es mittlerweile immer mehr inklusive Schulen.

2.5 Inklusion außerhalb Deutschlands

Im Ausland ist die Inklusion schon viel weiter fortgeschritten,was sicherlich auch an der Zielorientierung der UN-Konvention liegt,die im Original sagt:

“ States Parties recognize the right of persons with disabilities to education. With a view to realizing this right without discrimination and on the basis of equal opportunity, States Parties shall ensure an inclusive education system at all levels“.

Dies ist schon eine ganze andere Auslegung als die deutsche. Auch ist es so,dass im europäischen Mittel 15% aller Schüler mit special needs in separierten sonderpädagogischen settings lernten.In Deutschland sind dies 85% .(Münch, Jürgen: Auf dem Weg zu einem inklusiven Bildungswesen in Europa. Fakten, Trends und Thesen;2009)

[...]

Details

Seiten
16
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656140030
ISBN (Buch)
9783656140474
Dateigröße
534 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v189694
Institution / Hochschule
Hochschule Fulda
Note
1,7
Schlagworte
Inklusion Sportstunde Intergration Sport Behinderungen Schule Freizeit

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Inklusion in der Sportstunde