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Wahrheit – Romantik – Folklore: Die Dekonstruktion von Kitsch in Milan Kunderas 'Der Scherz'

Hausarbeit (Hauptseminar) 2012 29 Seiten

Literaturwissenschaft - Vergleichende Literaturwissenschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kontextualisierung des Romans

3. Definition von Kitsch

4. Die Dekonstruktion von Kitsch im Roman
4.1. Wahrheit
4.1.1. Das kommunistische Paradigma
4.1.2. Das christliche Paradigma
4.1.2.1. Sünde
4.1.2.2. Absolution
4.1.2.3. Religiöse Gefühle
4.1.3. Das sokratisch-nihilistische Paradigma
4.1.3.1. Es gibt keine Moral
4.1.3.2. Es gibt keine Wahrheit
4.1.3.3. Gott ist tot
4.1.3.4. Die ewige Wiederkehr des Gleichen
4.2. Romantik
4.2.1. Markéta
4.2.2. Lucie
4.2.3. Helena
4.3. Folklore
4.3.1. Rekonstruktion aus völkerkundlichen Büchern
4.3.2. Anpassung an die vorherrschende Ideologie
4.3.3. Mythos der Überzeitlichkeit
4.3.4. Nostalgie
4.3.5. Ideologisches Werkzeug
4.3.6. Abkürzung zum Kunstgenuss

5. Conclusio

6. Quellenverzeichnis
6.1. Primärliteratur
6.2. Sekundärliteratur
6.3. Internet

1. Einleitung

Der Titel könnte unvoreingenommenen LeserInnen ein etwas lustigeres Buch versprechen. Sicher, man/frau kann an verschiedenen Stellen lachen, aber es ist kein wirklich befreiendes Lachen, mehr ein Lachen über etwas, ein Belächeln. Der Scherz ist voll von solcherart ma­kabren Scherzen. Angefangen bei Ludvíks satirisch gemeinter Postkarte an Markéta – „Opti­mismus ist das Opium der Menschheit! Ein gesunder Geist mieft nach Dummheit. Es lebe Trotzki!“[1] –, die statt dem beabsichtigten, schockierend-provozierenden einen vernichtenden Effekt hatte, der voll und ganz auf Ludvík selbst zurückfiel, sein Leben zerstörte. Das Schick­sal spielt beständig mit den Figuren des Romans, trickst sie aus. Mit dem nach hinten losgehenden, für Pavel Zemánek bestimmten Racheplan Ludvíks, den peinlichen Folgen von Helenas Selbstmordversuch, Jaroslavs Täuschung durch seinen Sohn, wären nur drei weitere der so zahlreich vorkommenden Beispiele genannt.

Ludvík, die Hauptfigur, übernimmt die Rolle des Kitschdekonstrukteurs. Nicht nur seine ei­genen verklärten Möchtegern-Wahrheiten, sondern auch jene der anderen Charaktere werden hinterfragt und in manchen Fällen sogar zerstört. Der Kitsch lässt sich im Roman ganz beson­ders in der Nähe dreier Säulen fassen, die da wären: Wahrheit, Romantik und Folklore. An­hand dieser großen Begriffe und zentralen Themen in Der Scherz soll Kunderas Kitsch-Zer­trümmerung aufgeschlüsselt und analysiert werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Schon das Cover der deutschen Erstausgabe von Der Scherz (1968) deutet dieses Hin und Her des Romans, zwischen ernsthaft-bewegend und komisch-ironisch, an. Der Titel selbst verweist zwar auf etwas Lustiges, einen Scherz, die dicken, schwarzen Großbuchstaben, in denen DER SCHERZ abgedruckt ist, lassen allerdings schon eine tra­gischere Nuance erahnen, die das tränende Auge darunter vollends zu bestätigen scheint. Man/Frau fragt sich, ob der Füllfederhalter zuerst da war und das Auge gestochen hat, sodass es zu weinen anfing, oder, ob die Träne vom Schreibstift lediglich abgefangen und damit zerstört werden sollte. Ich würde – angenommen die Füllfeder steht für den Autor – keine der möglichen Antworten ausschließen wollen. Einerseits reizt Kundera seine Figuren zu Tränen, sticht ihnen im über­tragenen Sinne ins Auge, ihr wichtigstes, sehendes Organ, dass es die Scheinwahrheiten er­kenne. Andererseits wird die Träne (woher sie auch gekommen sein mag), ist sie nun einmal da, zerstochen und als sentimental entlarvt.

Kundera selbst hat in seinem späteren Roman Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins den Kitsch und die Tränen in einer allegorischen Anekdote zusammengebracht:

Der Kitsch ruft zwei nebeneinander fließende Tränen der Rührung hervor. Die erste Träne be­sagt: wie schön sind doch auf dem Rasen rennende Kinder!

Die zweite Träne besagt: wie schön ist es doch, gemeinsam mit der ganzen Menschheit beim Anblick von auf dem Rasen rennenden Kindern gerührt zu sein!

Erst diese zweite Träne macht den Kitsch zum Kitsch. Die Verbrüderung aller Menschen dieser Welt wird nur durch den Kitsch zu begründen sein.[2]

Der allwissende Erzähler in Der Scherz versucht stets bei der ersten Träne zu verbleiben oder wieder zu ihr zurückzufinden. Die zweite wird allerdings nicht verschwiegen, sondern aus verschiedensten Perspektiven, insbesondere jener des kommunistischen Regimes, beleuchtet. Der Roman macht sich über den Kitsch lustig, nimmt ihn aber gleichzeitig als Gefahr bitter ernst.

2. Kontextualisierung des Romans

Bei Der Scherz (tschech.: Žert) handelt es sich um Milan Kunderas ersten Roman, den er 1965 fertiggestellt und auf Grund der staatlichen Zensur erst etwas verspätet, 1967, veröffent­licht hatte. Der Roman wurde sehr schnell zum Bestseller und als sogenanntes Kultbuch des Prager Frühlings (1968) gefeiert. Damals schien es für einen kurzen Moment möglich, dass die Tschechoslowakei unter der liberalen Führung Dubčeks die Unabhängigkeit von Sowjet­russland erreichen könnte. Diese Hoffnung wurde durch die Invasion russischer Panzer zer­stört. Das brachte auch Kunderas Ausschluss aus der Partei, den Verlust seines akademischen Postens und das Verbot seiner Werke mit sich.[3]

Der Scherz wurde zwischenzeitlich, vor allem von 1968 bis 1969, in zwanzig Sprachen – so auch 1968 ins Deutsche – übersetzt. Die Qualität ließ nach Kunderas eigenem Urteil jedoch sehr zu wünschen übrig.[4]

Zur selben Zeit verfilmte der prominente Czechoslovak New Wave Filmemacher Jaromil Jireš den Roman, der am 28. Februar 1969 in der Tschechoslowakei Premiere feierte.[5]

Wenngleich der Roman nicht gänzlich losgelöst von der damaligen politischen Situation in der Tschechoslowakei gelesen werden kann, so besteht Kundera doch darauf, ihn nicht aus­schließlich und zuallererst als ein politisches Manifest aufzufassen.[6]

Im Vorwort zu einer der vielen überarbeiteten englischen Editionen von The Joke hält Kun­dera fest:

When, in 1980, during a television panel discussion devoted to my works, someone called The Joke ‚ a major indictment of Stalinism, I was quick to interject, ‚Spare me your Stalinism, please. The Joke is a love story‘.[7]

Kunderas Werke beschäftigen sich vielmehr mit Liebe und Tod, deren Einfluss auf das Indi­viduum, als mit Politik. Liebe jedoch in einem komplexen Sinn: nicht nur, aber doch zu einem wichtigen Teil, die überaus große Bandbreite von Liebe, die zwischen Mann und Frau mög­lich ist, weiters die Liebe zu einem Land und seiner Kultur, den dort verankerten Traditionen, wie auch die Liebe zu einem selbst, zur Vergangenheit und Zukunft. Der Tod wird ebenfalls nicht vorrangig und ausschließlich im wortwörtlichen Sinn behandelt, sondern als ein Sterben, welches dem Leben ein ständiger Begleiter ist: Tod der verschiedensten Facetten von Liebe und den damit zusammenhängenden Wahrheiten. Trotzdem kann die politische Geschichte in einem Land, wo das Leben in so starkem Ausmaß von einer Partei bestimmt und einge­schränkt wird, nicht gänzlich vom persönlichen Schicksal – auch nicht jenem der Romanfigu­ren – getrennt betrachtet werden.[8]

Und doch: „Alles, was man darüber wissen muß, erzählt der Roman selbst.“[9] So Kundera im Interview mit Christian Salmon, auf die Frage hin, ob es notwendig sei, die Geschichte der Tschechoslowakei zu kennen, um seine Romane zu verstehen.

3. Definition von Kitsch

Der Begriff Kitsch soll zuerst in der großstädtischen Künstlerszene im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts aufgekommen sein, um damit abwertend alltagskulturelle von hoher Kunst ab­zugrenzen.[10] Kitsch als jene Kunst, die sich an den Geschmack der großen Masse anpasst und somit leicht verkäuflich ist.[11] Die sprachliche Herkunft des Wortes konnte allerdings bis heute nicht mit Sicherheit bestimmt werden.[12]

Kundera beruft sich in seinem persönlichen Wörterbuch bei der Definition von Kitsch auf Hermann Brochs Vortrag Einige Bemerkungen zum Problem des Kitsches[13]:

Broch legt dar, daß Kitsch etwas anderes ist als bloß ein geschmackloses Werk. Es gibt eine kit­schige Einstellung. Kitschiges Verhalten. Das Bedürfnis nach Kitsch des Kitschmenschen: es ist das Bedürfnis, sich im Spiegel der beschönigenden Lüge zu betrachten und sich mit gerührter Befriedigung darin zu erkennen.[14]

Der Kitsch verkauft seine Lüge als allzu offensichtliche, da zu einfache Wahrheit und genau darin liegt die Gefahr. Wenn alles klar und deutlich zu sein scheint, werden oft keine Fragen mehr gestellt. Die Antworten gibt der Kitsch vor. Alle Menschen sind anfällig für dieses simple Schöne, das Sicherheit und Akzeptanz verspricht. Kollektive Unreflektiertheit, wie sie der Kitsch beschwört, kann als das wahrscheinlich größte Einfallstor für politische Doktrinen bezeichnet werden.

4. Die Dekonstruktion von Kitsch im Roman

Die Kunst des Romans liegt darin, gegen den Kitsch und die damit verkauften angeblichen Wahrheiten anzukämpfen, Vieldeutigkeit und Abschweifungen zuzulassen sowie den Zweifel, die Fragewut der LeserInnen zu nähren.

Der Scherz unterstützt die Kitsch-Dekonstruktion schon durch seine Multiperspektivität, da von den Standpunkten verschiedener Charaktere ausgehend erzählt wird.[15]

Vier Ich-ErzählerInnen vermitteln die Geschichte. Der Haupterzähler, Ludvík Jahn, ist auch der wichtigste Protagonist. Die anderen drei ErzählerInnen, Helena, Jaroslav und Kostka ste­hen alle, zumindest zeitweilig, in engen Beziehungen zu Ludvík. Helena als sein Racheopfer, Jaroslav als sein alter Schulkamerad und Kostka als sein Freund und ideologischer Widersa­cher. Es stellt sich die Frage, warum gerade diese vier Charaktere mit dem Erzählen der Ge­schichte betraut wurden. Wahrscheinlich darum, weil sie alle verschiedene Systeme fragwürdiger Ideologien verkörpern[16]: „their narrative monologues are authentic accounts of the social conditions and of the individual directions of the destruction of myths.“[17]

Die ideologischen Vorstellungen, welche von den ErzählerInnen vertreten werden, lassen sich unter den drei Säulen von Wahrheit, Romantik und Folklore subsumieren.

Helena steht für die Naivität schlechthin. Sie unterwirft sich der Wahrheit des kommunisti­schen Regimes wie auch den Männern fraglos, weil sie nichts Besseres mit sich und ihrem Leben anzufangen weiß, als es etwas – der Partei – oder jemandem – Ludvík – zu widmen.

Kostka steht für das Christentum, dessen Wahrheit er praktikabel mit dem Kommunismus zu verbinden weiß, und mit dem er sich und anderen den Lauf der Dinge erklärt.

Jaroslav hat sich der mährisch-slowakischen Folklore, die in der kommunistischen Tschecho­slowakei eine Blütezeit erlebte, verschrieben. Durch ihre rosarote Brille sieht er alles, was rundum ihn geschieht und irgendwann einmal geschehen ist. Die Realität versinkt für ihn im Morast einer verklärten, musischen „Volks“-Geschichte.

Ludvík, der quantitativ wie auch qualitativ die Erzählung dominiert, verirrt sich zwar ebenso in verschiedenste Mythen – die kommunistische Partei, das Kollektiv der Kohlengrubenarbeiter, die romantische Liebe etc. –, aber er unterscheidet sich von den anderen ErzählerInnen dadurch, dass er immer irgendwann an einen Punkt gelangt, wo er seine Ideologien hinterfragt und dekonstruiert. Die verkitschte Interpretation wird bei ihm durch eine kritische Analyse ersetzt.[18]

Zwei weitere wichtige Charaktere im Roman sind Ludvíks Feind, Zemánek, und seine Liebe, Lucie. Sie bekleiden jedoch nicht die Funktion von ErzählerInnen, da sie nichts über die Zer­störung von Mythen/Ideologien/Kitsch[19] zu sagen haben. Zemánek geht mit der Zeit und hängt sein Fähnchen nach dem Wind, er gehört jener Ideologie an, die ihm als die gerade vielversprechendste erscheint. Lucie wird sehr labil dargestellt, vollkommen von anderen Per­sonen abhängig. Sie zerstört viel weniger, als dass sie zerstört wird.[20]

Doch gerade diese Nebenfiguren ohne eigentliche Stimme sind es, die den Protagonisten Ludvík mitunter am stärksten beeinflussen, und ihn von Wahrheiten, die er zu besitzen glaubt, wegführen, hinein ins Ungewisse.

In Der Scherz laufen zwei Zeitperioden abwechselnd nebeneinander ab. Die erste, in der Ludvík von der Universität verwiesen und ins Militär, die Minen von Ostrava, eingezogen wird, nennt Lubdomír Doležel the Ostrava episode (prehistory). Während dieser Vorge­schichte, die in Rückblenden erzählt wird, ist Lucie Ludvíks stärkster Antrieb. Die zweite Zeitebene, in der Ludvík seinen Heimatort in Südmähren besucht, um mit Helena zu schlafen, wird als the Moravian episode (intermezzo) bezeichnet. Hier kann die Rache an Pavel Zemánek als Hauptmotivation für das Handeln des Protagonisten genannt werden.[21]

Die Erzählzeit ist identisch mit der erzählten Zeit der Moravian episode, in welche die LeserInnen direkt mit Ludvík einsteigen. Diese von Beginn an starke Position bleibt dem Protagonisten durchgängig erhalten. Er geht, obwohl, oder gerade weil er Fehler macht, und diese erkennt, als der zuverlässigste und vertrauenswürdigste Erzähler hervor. Seine Reprä­sentation wird benutzt um den jeweiligen Grad an Unzuverlässigkeit der anderen ErzählerIn­nen, die blind irgendwelchen Ideologien folgen, hervorzuheben.[22]

Mit Hilfe der folgenden drei kitschbelasteten Säulen – Wahrheit, Romantik und Folklore – soll die Dekonstruktion von Kitsch in Der Scherz konkret analysiert werden.

4.1. Wahrheit

Die Wahrheit definiere ich hier als eine normativ als richtig ausgezeichnete Auffassung. Es kommen im Roman verschiedene Parameter vor, an denen gemessen wird, was wahr oder falsch, gut oder schlecht ist: das kommunistische, das christliche und das sokratisch-nihilistische Paradigma.

4.1.1. Das kommunistische Paradigma

Kundera definiert den Kitsch unter anderem auch als „[…] das ästhetische Ideal aller Politi­ker, aller Parteien und aller politischen Bewegungen. […] Wo aber eine einzige politische Bewegung alle Macht hat, befinden wir uns im Reich des totalitären Kitsches.“[23]
So auch in der kommunistischen Tschechoslowakei, wo die Romanhandlung stattfindet. Al­les, was dem Kitsch, der als richtig verkauften Wahrheit gefährlich werden könnte, wird abgeschafft. Dazu gehören Individualismus, Skeptizismus, Ironie und eine kaum von der christlichen Religion abweichende Vorstellung von Amoral.

Bezeichnenderweise lautete der Wahlspruch der Tschechoslowakei: „Die Wahrheit siegt!“[24]. Wenn man/frau bedenkt, dass dieses Motto ursprünglich aus der Bibel stammt, und von Jan Hus zitiert wurde, lässt sich erahnen wie ernst es dem damaligen Regime mit der Wahrheit wirklich war. Von diesen religiösen Wurzeln der Devise war im Kommunismus keine Rede mehr. Die Wahrheit galt es nun vielmehr mit Regimekonformität gleichzusetzen.[25]

Ludvík beginnt an sich selbst und seinem Humor zu zweifeln. Er reflektiert, warum sein Scherz überhaupt so ernst genommen werden konnte:

[…] meine Späße waren viel zu unernst, die Freude jener Zeit hingegen liebte keine Eulenspiegeleien und keine Ironie, es war, wie gesagt, eine ernste Freude, die sich stolz „histori­scher Optimismus der siegreichen Klasse“ titulierte, eine asketische und feierliche Freude, kurz Die Freude.[26]

Ludvík beginnt zu begreifen, dass nichts, was er tut, der Wahrheit des kommunistischen Re­gimes, welche auch „Die Freude“ vorgibt, Abbruch tun kann, da es nun einmal die allgemein anerkannte Wahrheit zu dieser Zeit und in diesem Land war. Das Bild, welches von seiner Person gemacht wurde, war plötzlich wirklicher und wichtiger als er selbst.[27]

Im Reich des totalitären Kitsches gibt es nur gut oder schlecht, wahr oder falsch. Ludvík hatte mit seinem Scherz gegen die einzig akzeptierte Wahrheit der Partei verstoßen und sich damit in kürzester Zeit vom Freund zum Feind gewandelt. Zwischenstufen zu berücksichtigen, würde der einfachen Wahrheitslogik des kommunistischen Regimes widersprechen. Die ein­zige, sehr vage Möglichkeit zur Rehabilitation wäre gewesen, seinen Fehltritt von vornherein überzeugend einzugestehen und zu bereuen, sich also selbst zu verleugnen.

[...]


[1] Milan Kundera: Der Scherz. Wien, München, Zürich: Fritz Molden 1968. S. 34.

[2] Milan Kundera: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins. Aus dem Tschech. von Susanna Roth. München: Süddeutsche Zeitung GmbH 2004. S. 230.

[3] David Lodge: Milan Kundera, and the Idea of the Author in Modern Criticism. In: Critical Essays on Milan Kundera. Hrsg. von Peter Petro. New York: G.K. Hall & Co 1999. (Critical essays on world literature). S. 137-150. Hier S. 137.

[4] Vgl. Milan Kundera: Fünfundsechzig Wörter. In: Ders.: Die Kunst des Romans. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag 2010. S. 151-193. Hier S. 153/154.

[5] Jaromil Jireš: Der Scherz (Žert). 85 min. Tschechoslowakei: Filmstudio Barrandov 1968. http://www.zweitausendeins.de/filmlexikon/?sucheNach=titel&wert=38736. Zugriff am 20.12.2011.

[6] Vgl. Milan Kundera: Comedy is everywhere. In: Index of Censorship. Vol. 6. London (u.a.): Sage 1977. S. 3-7. Hier S. 6.

[7] Milan Kundera: The Joke. Translated from the Czech by Michael Henry Heim. London: Faber 1983. Zitiert nach David Lodge: Milan Kundera, and the Idea of the Author in Modern Criticism. S. 142.

[8] Vgl. David Lodge: Milan Kundera, and the Idea of the Author in Modern Criticism. S. 142. Sowie Vgl. Fred Misurella: An Old World in the New: The Joke. In: Ders.: Understanding Milan Kundera: public events, private affairs. Columbia, SC: Univ. of South Carolina Press 1993. (Understanding modern European and Latin American literature ). S. 47-65. Hier S. 57.

[9] Milan Kundera: Gespräch über die Kunst des Romans. In: Ders.: Die Kunst des Romans. S. 33-62. Hier S. 56.

[10] Vgl. Alfred Goetze (Hrsg.): Trübners Deutsches Wörterbuch. Bd 4. Berlin: W. de Gruyter & Co 1943. Artikel ‚Kitsch‘. S. 152/153.

[11] Vgl. Ferdinand Avenarius: Kitsch. In: Kitsch. Texte und Theorien. Hrsg. von Ute Dettmar und Thomas Küpper. Stuttgart: Reclam 2007. S. 98-99. Hier S. 99.

[12] Vgl. Was heißt „Kitsch“? Etymologische Spurensuche. In: Kitsch. Texte und Theorien. S. 94-97. Hier S. 95.

[13] Hermann Broch: Einige Bemerkungen zum Problem des Kitsches. In: Kitsch. Texte und Theorien. S. 214-226.

[14] Milan Kundera: Fünfundsechzig Wörter. S. 162.

[15] Vgl. Lubomír Doložel: „Narrative symposium“ in Milan Kundera’s The Joke. In: Critical Essays on Milan Kundera. S. 125-136. S. 125.

[16] Vgl. Ebd. S. 127.

[17] Miloš Pohorskŷ: The Comic Aspects of Kundera’s The Joke. In: Česká literatura XVII (1969). S. 340. Zitiert nach Lubomír Doložel: „Narrative symposium“ in Milan Kundera’s The Joke. S. 127.

[18] Vgl. Lubomír Doložel: „Narrative symposium“ in Milan Kundera’s The Joke. S. 128-130.

[19] Hier nebeneinandergestellt, um die enge Beziehung der Begriffe, so wie sie in diesem Kontext verwendet werden, zu verdeutlichen.

[20] Vgl. Lubomír Doložel: „Narrative symposium“ in Milan Kundera’s The Joke. S. 128.

[21] Vgl. Ebd. S. 132.

[22] Vgl. Ebd. S. 134.

[23] Milan Kundera: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins. S. 230.

[24] Karl-Peter Schwarz: Tschechen und Slowaken – Der lange Weg zur friedlichen Trennung. Wien: Europa Verlag 1993. S. 119.

[25] Vgl. Ebd.

[26] Milan Kundera: Der Scherz. S. 30.

[27] Vgl. Ebd. S. 54.

Details

Seiten
29
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783656142027
ISBN (Buch)
9783656142133
Dateigröße
669 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v189760
Institution / Hochschule
Universität Wien – Institut für Europäische und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft
Note
1
Schlagworte
Milan Kundera Der Scherz Kitsch Storytelling Dekonstruktion Kommunismus Nietzsche Nihilismus Die Kunst des Romans Wahrheit Romantik Folklore Tschechoslowakei The Joke

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