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Schöpfung als Thema des Religionsunterrichts in der Sekundarstufe II

Examensarbeit 2011 81 Seiten

Theologie - Religion als Schulfach

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Exegetische Betrachtung der Schöpfungserzählung
2.1. Zeitliche Einordnung
2.2. Die Bedeutung der Schöpfungsberichte in der Entstehungszeit
2.3. Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Schöpfungsberichte

3. Exkurs: Der Schöpfungsgedanke in anderen Kulturen – Schöpfungsmythen anderer Religionen
3.1. Der Schöpfungsmythos aus dem Alten Ägypten
3.2. Ein Chinesischer Schöpfungsmythos
3.3. Eine Schöpfungserzählung aus dem hohen Norden

4. Die Schöpfung im Zeitalter der Naturwissenschaften
4.1. Die Antike - Ptolemäus und die zentrale Stellung der Erde
4.2. Das späte Mittelalter und die Renaissance
4.2.1. Nikolaus Kopernikus (1473-1543) und die neue Position der Erde
4.2.2. Johann Kepler (1571 – 1630)
4.2.3. Galileo Galilei (1564 – 1642) und die Inquisition - Ein unüberwindbarer Konflikt zwischen Glaube und
4.3. Das 19. Jahrhundert
4.4. Schöpfung im 20. Jahrhundert bis heute

5. Kommentar: Der Urknall – ein geheimnisvoller Teil der Schöpfung?

6. Die Schöpfung als Thema im Religionsunterricht in der Sekundarstufe II
6.1. Die Phasen der Glaubensentwicklung
6.2. Schöpfung im Religionsunterricht der Sekundarstufe II
6.2.1. Unterrichtsentwürfe zum Thema Schöpfung in der Sekundarstufe II
6.2.2. Zugang
6.2.3. Zugang
6.2.4. Zugang
6.3. „Ich habe dich bereits im Keim erkannt“ - Ein Unterrichtsentwurf für die 12. und 13. Klasse
6.3.1. Die erste Doppelstunde
6.3.2. Die zweite Doppelstunde
6.3.3. Die dritte Doppelstunde
6.3.4. Die vierte Doppelstunde
6.4. Reflexion der Unterrichtseinheit
6.5. Didaktische Besonderheiten der Unterrichtsentwürfe
6.6. Eigene Ideen zur Unterrichtsgestaltung
6.6.1. Der kulturelle Aspekt: Schöpfung in anderen Religionen
6.6.2. Der fächerübergreifende Aspekt: Biologie und Physik begegnen der Schöpfung
6.6.3. Der multimediale Aspekt: Lernende als Zuhörer und Schriftsteller – Podcasts und Wikis

7. Zusammenfassung und Ausblick

8. Quellenverzeichnis

9. Anhang

10. Plagiatserklärung

1. Einleitung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Wie ist unsere Welt entstanden? Wo kommen wir her? Welche Rolle spielt Gott bei der Entstehung der Welt und des Kosmos? Diese und ähnliche Fragen existieren seit Menschengedenken, wie der nebenstehende Holzschnitt[1] aus dem Mittelalter deutlich macht. Dabei konnten diese Fragen bis heute nicht endgültig beantwortet werden. Zwar gibt es in heutiger Zeit plausible Erklärungen für die Abstammung des Menschen von Primaten, die mit speziellen Methoden mittlerweile auch eindeutig bewiesen sind. Doch bleibt es ein Rätsel, wie sich das Leben überhaupt entwickeln konnte. War es willkürlicher Zufall oder doch mehr?

Da sich die Schöpfung auf verschiedenste Weise offenbaren kann, beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit der Auseinandersetzung mit der Schöpfung im Religionsunterricht der Sekundarstufe II. Aufgrund des doch eher begrenzten Umfanges kann nicht auf jeden Aspekt des erwähnten Themas eingegangen werden. Jedoch soll die Arbeit einen Überblick über die Fülle von Möglichkeiten geben, wie sich der Religionsunterricht in der Oberstufe anschaulich mit einem Thema auseinandersetzen kann, welches heute doch des Öfteren belächelt wird.

Bevor ich zur Erörterung der Schöpfung im Religionsunterricht in der Oberstufe komme, halte ich es für sinnvoll, sich zunächst mit den Schöpfungsberichten selbst zu beschäftigen. Dafür werden die Schöpfungsberichte zunächst exegetisch betrachtet. Aus welcher Zeit stammen sie und wer verfasste sie? Inwiefern weisen die Berichte Unterschiede auf? Welche Botschaft vermittelten die Schöpfungserzählungen in ihrer Entstehungszeit? Mithilfe des exegetischen Beitrages soll diesen Fragen nachgegangen werden. Ein Exkurs, welcher sich mit einigen Schöpfungsmythen anderer Kulturen beschäftigt, gibt Aufschluss darüber, wie diese die Entstehung der Welt gedeutet haben.

Nachdem das Sonnensystem im späten Mittelalter immer mehr erforscht wurde und stetig neue wissenschaftliche Erkenntnisse dazukamen, stellten sich einige Wissenschaftler die Frage, ob das bis dahin geozentrische Weltbild, welches für die Kirche den Vorstellungen der Schöpfung gleichkam, tatsächlich der Wahrheit entsprach. Die Einstellung der Menschen zu dem Schöpfungsgedanken änderte sich allmählich. Doch inwiefern hat sich die Bedeutung der Schöpfung verändert? Mithilfe eines Überblicks vom späten Mittelalter bis zur heutigen Zeit wird dieser Bedeutungswandel verdeutlicht. Das Ende des Kapitels kennzeichnet das heutige Umfeld, in dem die Schüler und Schülerinnen aufwachsen.

Nachdem die Rolle der Schöpfung gegenüber unserer gegenwärtigen aufgeklärten Welt beleuchtet worden ist, werde ich auf die Einstellung von Jugendlichen zum Thema Glauben Stellung nehmen. Dabei werde ich mich auf die Stufenmodelle der Glaubensentwicklung von Fowler und Oser/Gmünder stützen, die von entwicklungspsychologischen Erkenntnissen abgeleitet wurden. Wie ist die Sicht von Jugendlichen auf den Glauben, in diesem Falle auf die Schöpfung?

Es folgt der zentrale Abschnitt der Arbeit, welcher sich mit der Umsetzung der Schöpfung im Religionsunterricht der Oberstufe beschäftigt. Dazu werden bereits bestehende Unterrichtsentwürfe zum Thema Schöpfung in der Oberstufe vorgestellt und anschließend ausgewertet.

Die Thematik der Schöpfung ist sehr facettenreich und bietet zahlreiche Möglichkeiten für die Verwendung im Religionsunterricht. Dies spiegelt sich in den Entwürfen wider. Während sich ein Unterrichtsentwurf für die 11. Klasse klassisch mit dem alten Konflikt Schöpfung versus Evolution auseinandersetzt, thematisiert ein Unterrichtsentwurf, welcher eher für eine 12., beziehungsweise 13. Klasse gedacht ist, die Stammzellenforschung und die Rolle des Menschen als Geschöpf.

Nachdem die Unterrichtsentwürfe vorgestellt wurden, werden in einem Kapitel ihre didaktischen Besonderheiten genauer betrachtet. Schließlich wird noch darauf eingegangen, inwiefern die Unterrichtsentwürfe den Interessen der Schüler und Schülerinnen entsprechen. Es könnte ja sein, dass die Unterrichtsentwürfe die Lernenden nicht ansprechen. Dem Kapitel folgen abschließend eine Zusammenfassung und ein Ausblick.

2. Exegetische Betrachtung der Schöpfungserzählung

„Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde“[2] - dies sind die ersten Worte des Alten Testaments, die den Schöpfungsakt durch Gott einleiten. Der Schöpfungsbericht 1. Mose, 1, 1 – 2, 25 ist allerdings kein einheitlicher Text. Liest man eben genannte Stellen aufmerksam durch, wird man feststellen, dass der Schöpfungsbericht aus zwei Teilen besteht: während der erste Teil der Genesis (1,1 – 2, 4a) die Erschaffung der Welt durch Gott an sieben Tagen beschreibt, setzt sich der zweite Teil (Gen 2,4b – 2, 25) speziell mit der Erschaffung des Menschen auseinander. Die beiden Teile beschäftigen sich nicht nur mit verschiedenen Aspekten der Schöpfung, sie sind auch zu unterschiedlichen Zeiten entstanden. Die Erschaffung der Welt und des Menschen entstammt, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, von zwei voneinander unabhängigen Texten. Von daher muss obige Bezeichnung „Der Schöpfungsbericht“ (Z. 2) zu Die Schöpfungsberichte korrigiert werden. Im Folgenden werden die beiden Schöpfungsberichte exegetisch betrachtet.

2.1. Zeitliche Einordnung

Der jahwistische Schöpfungsbericht (1. Mose 2,4b – 25)

Obwohl das Alte Testament mit der Erschaffung der Welt beginnt, ist der zweite Bericht mit dem zentralen Thema der Erschaffung des Menschen der Ältere. Der sogenannte Schöpfungsbericht des Jahwisten, beziehungsweise jahwistischer Schöpfungsbericht, ist circa 950 v. Chr. am Hofe des Königs Salomo entstanden. Der Autor ist unbekannt; da Gott in diesem Schöpfungsbericht jedoch als Jahwe tituliert wird, kam der Bericht zu seinem bestehenden Namen.[3]

Gott erschafft den Menschen, indem er ihn aus Erde formt: „7Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.“[4] Gott ist in der Lage, aus lebloser Erde einen lebendigen Menschen zu formen. Zudem wird für den Menschen ein Paradies erschaffen, in welchem er leben darf. Die Motive des Leben schenkenden Schöpfers und die Erschaffung eines Paradieses lehnen an damalige Vorstellungen des Alten Orients an.[5] Gott ist der allmächtige Gott; nur er allein ist in der Lage, „wie ein Töpfer“[6] einen Menschen zu formen und ihm Leben einzuhauchen.

Es bleibt festzuhalten, dass der jahwistische Schöpfungsbericht nicht nur die Erschaffung des Menschen beschreibt, sondern auch ein Kulturgut ist, welches zentrale Elemente eines sesshaft gewordenen Wüstenvolkes reflektiert.

Der priesterschriftliche Schöpfungsbericht (1. Mose 1,1-2,4a)

Der Schöpfungsbericht über die Erschaffung der Welt ist jünger als der jahwistische Schöpfungsbericht. Er entstand um etwa 550 v.Chr., ungefähr 400 Jahre später als der jahwistische Bericht, und ist vermutlich von einem gelehrten Priester in babylonischer Gefangenschaft verfasst worden.[7] Wie auch der jahwistische Schöpfungsbericht greift der priesterschriftliche Schöpfungsbericht auf damalige Anschauungen des Alten Orients zurück.

Die neue Welt ist am Anfang von Wasser umgeben. Am ersten Tag scheidet Gott Himmel und Erde, indem er das Wasser trennt: „7Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah so. 8Und Gott nannte die Feste Himmel“[8].

Die Vorstellung von einer von Wasser überfluteten Welt ist sowohl im alten Ägypten, als auch dem Zweistromland zu finden. Gerade hier gab es immer wieder Überschwemmungen, sodass das Land fruchtbar war. Diese Erfahrungen spiegeln sich in dieser Vorstellung wieder.[9] Aber auch Gegensätze wie Licht und Finsternis, welche Gott am Anfang voneinander scheidet, gehören zu den altorientalischen Vorstellungen. Die Finsternis galt in altorientalischen Religionen als ein Todesbild, ein unheilvolles Symbol, welches das Reich der Dämonen repräsentierte. Durch das Wirken Gottes wird dieses Reich zurückgedrängt und „in Schranken gehalten“[10]. Es entsteht ein Lebensraum, sowohl für Tier als auch für den Menschen. Somit ist der priesterschriftliche Schöpfungsbericht auch ein kulturelles Zeugnis.

2.2. Die Bedeutung der Schöpfungsberichte in der Entstehungszeit

Der jahwistische Schöpfungsbericht, welcher Aufschluss über die Entstehung des Menschen gibt, beantwortet „die zentrale Frage des im Kulturland seßhaft gewordenen Volkes nach dem Spender des Lebens und dem Herrn der fruchtbaren Erde“[11]. Die Welt ist bereits erschaffen worden, es folgt nun der Mensch. Damit ist der jahwistische Schöpfungsbericht anthropologisch geprägt. Sein Interesse liegt, anders als in der priesterschriftlichen Schöpfungserzählung, eher auf der Geschöpflichkeit und im weiteren Verlauf auf der „Fehlbarkeit des Menschen“[12]. Neben der Erschaffung des Menschen steht auch sein falsches Verhalten gegenüber Gott im Vordergrund.

Der priesterschriftliche Schöpfungsbericht, welcher sich mit der Erschaffung der Welt auseinandersetzt, gibt wiederum Aufschluss über physikalische Vorgänge und ähnelt insgesamt mehr einem Bericht als die jahwistische Fassung. Die Natur, „wie sie sich dem bloßen Auge darstellt“[13], wird auf ihren Ursprung hin untersucht und erläutert. Dabei wird bei grundlegenden Dingen wie etwa der Unterscheidung von Licht und Finsternis begonnen; die Vielfalt der Schöpfung wird daraufhin mit jedem Tag komplexer bis hin zur Entstehung von Pflanzen und Tieren und schließlich des Menschen. Die Welt wird in ihrer „raumzeitlichen Ordnung“[14] beschrieben. Damit sind beide Berichte thematisch voneinander abgegrenzt.

Neben einer physikalischen Erklärung für die Entstehung der Welt enthält der priesterschriftliche Schöpfungsbericht auch Hinweise zum Wochenrhythmus, besonders dem Sabbat. Die Schöpfung vollzieht sich innerhalb von sieben Tagen. Gott erschafft die Welt an sechs Tagen. Am siebten Tag jedoch „2[…] ruhte [Gott] […] von allen seinen Werken, die er gemacht hatte.“[15] Der erste Schöpfungsbericht kennzeichnet dem entsprechend den „Tag des Stillstandes“[16], den Sabbat.

Die heilige Stellung des siebenten Tages wird mit der Vollendung der Schöpfung deutlich emporgehoben: Gott vollendet nicht nur seine Schöpfung, sondern er selbst ruht und heiligt den Tag („3Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatten“[17] ).

Dass Gott die Schöpfung ausgerechnet am siebenten Tag vollendete, hat eine Bedeutung. Der priesterschriftliche Schöpfungsbericht ist im babylonischen Exil entstanden. Damit das Volk Israel ein Erkennungszeichen hatte, dass sie deutlich von den Babyloniern unterschied, wurde der Sabbat zunehmend ein zentraler Aspekt des Lebens im Exil.[18]

In der priesterschriftlichen Schöpfungserzählung wird diese besondere Stellung des Sabbats im Exil durch die enge Beziehung zwischen Gott und seinen Geschöpfen verdeutlicht. Schöpfer und Schöpfung sind mit dem Sabbat verbunden; mit Gottes Ruhe „kommen alle Geschöpfe zu sich selbst und entfalten ihre eigene Gestalt. In seiner Ruhe gewinnen sie alle ihre wesentliche Freiheit“[19].

Nicht zuletzt bekommt der Sabbat das Vollendern der Schöpfung und der Selbstentfaltung aller Geschöpfe, selbst ein schöpferisches Potenzial.[20]

2.3. Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Schöpfungsberichte

Obwohl die Schöpfungsberichte zu unterschiedlichen Zeiten entstanden, gibt es Gemeinsamkeiten zwischen ihnen. So wird in beiden Berichten hervorgehoben, wie allmächtig Gott ist. Gott ist in der Lage, die Welt aus dem Nichts zu schaffen.[21] Die Welt, eine creatio ex nihilo[22], entsteht einzig und allein aus dem Willen Gottes. Ebenso verhält es sich mit der Erschaffung des Menschen, der, wie oben bereits erwähnt, aus Erde geformt und erweckt wird. Alle Lebewesen auf der Welt, ob Tier oder Mensch, unterliegen Gott, ihrem Schöpfer.

Somit heben beide Schöpfungsberichte die Beziehung zwischen Gott und der Welt und speziell zwischen Gott und dem Menschen hervor. Das Wesen von Welt und Mensch sind in der Schöpfung begründet. Die beiden Schöpfungsberichte bringen nahe, was Sara Japhet wie folgt ausdrückt: „Die Welt und die Menschheit sind, wie sie sind, weil sie so erschaffen wurden.“[23]

Es gibt aber auch eine Reihe von Unterschieden zwischen beiden Schöpfungsberichten. Dies soll an Beispielen in Wort und Stil deutlich werden.

Die Unterschiede zwischen beiden Schöpfungsberichten sind weitreichender als die Differenzierung zwischen Welt – und Menschenerschaffung. So gibt es beispielsweise Unterschiede in der Wortwahl zwischen den Texten und gegensätzliche Beschreibungen der jungen Welt, die eindeutig erkennen lassen, dass beide Texte zu jeweils anderen Zeiten verfasst wurden und auch andere Anschauungen vertreten.

Der priesterschriftliche Schöpfungsbericht beschreibt die Welt von viel Wasser umgeben („1[…] und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser“[24] ). Schaut man sich jedoch den jahwistischen Schöpfungsbericht an, ist genau das Gegenteil eingetroffen. Die Welt wirkt wüstenähnlich: „5Und alle die Sträucher auf dem Felde waren noch nicht auf Erden, und all das Kraut auf dem Felde war noch nicht gewachsen; denn Gott der HERR hatte noch nicht regnen lassen auf Erden“[25].

Wie im priesterschriftlichen Schöpfungsbericht repräsentiert die jahwistische Beschreibung der Erde ebenso einen kulturellen Aspekt. Der Autor gehörte zu einem Volk, welches vor der Herrschaft Salomos ein Nomadenvolk gewesen war. Folglich war der gewohnte Lebensraum die Wüste gewesen. Nachdem es sesshaft geworden war, wurden die Erfahrungen mit dem Schöpfungsbericht reflektiert.[26]

In dem priesterschriftlichen Bericht erschafft Gott die Welt allein durch sein Wort: „Es werde Licht!“[27] In der jahwistischen Schöpfungserzählung jedoch erschafft Gott den Menschen durch sein Tun: „Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase“[28].

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Neben wörtlichen Differenzen in beiden Berichten gibt es auch stilistische Unterschiede. In der priesterlichen Schöpfungserzählung wirkt der Sprachstil fast formelhaft.[29] So treten Formulierungen wie „Und Gott sprach“[30] immer wieder auf und geben dem Text seinen eigenen Rhythmus, wie nebenstehende Abbildung[31] verdeutlicht. So wird jeder Abschnitt der Schöpfung jeweils mit einer Redeeinleitungsformel eingeleitet und am Ende benannt und mit der Tagesformel wird der nächste Schöpfungsakt eingeleitet.

In dem jahwistischen Schöpfungsbericht finden sich solche Formulierungen nicht[32] ; das Geschehen wirkt wie eine „volkstümliche Erzählung“[33] und wird insgesamt dramatischer dargestellt als der priesterschriftliche Bericht.

Redaktionsgeschichtlich lässt sich anmerken, dass die Schöpfungsberichte zweifellos zwei unterschiedliche Quellen sind, auch wenn sie auf den ersten Blick eine logische Reihenfolge ergeben. Wie bereits am Anfang des Kapitels erwähnt, setzt sich die Schöpfungserzählung zum einen aus dem jahwistischen, zum Anderen aus dem priesterschriftlichen Bericht zusammen. Diese Bezeichnungen beruhen auf dem von Julius Wellhausen (1844-1918) entwickelten Wellhausen-Modell, welches davon ausgeht, dass der gesamte Pentateuch aus vier Quellen besteht. Diese Quellen sind der Jahwist, der Elohist, das Deuteronomium und die Priesterschrift, wobei die Priesterschrift die jüngste aller Quellen ist.[34] Damit wären die teilweise unterschiedlichen Anschauungen der beiden Schöpfungsberichte erklärt. Die einzelnen Dokumente entstanden in einem Zeitraum von mehreren Jahrhunderten[35] und wurden schließlich zusammengefügt. Innerhalb der priesterschriftlichen Schrift gibt es ebenso einige Ungereimtheiten. Hier wird seit einiger Zeit zusätzlich vermutet, dass der priesterschriftliche Text im Laufe der Zeit durch spätpriesterliche Zusätze ergänzt wurde.[36]

Der Redaktor, der die einzelnen Quellen zu den fünf Büchern des Mose verband, stellte die beiden Schöpfungsberichte zusammen, ohne auf ihre Unterschiede einzugehen. Es scheint, als wenn keinerlei Versuche unternommen wurden, die gröbsten Unterschiede der Texte aneinander anzupassen oder zu kaschieren.[37] Doch warum legte der Redaktor beim Zusammenfügen der Quellen keinen großen Wert auf einen guten Zusammenhang der Schöpfungsberichte?

Die Menschen suchten schon immer Antworten auf ihre Fragen zum Dasein, welche sie schließlich in den Schöpfungserzählungen fanden. Nebst ihrer Funktion als theologisches Manifest sind die Schöpfungsberichte auch eine naturwissenschaftlich fundierte Analyse der Entstehung der Menschheit und deren Umwelt basierend auf dem wissenschaftlichen Horizont der damaligen Zeit. Den Menschen war eine Erklärung wahrscheinlich wichtiger als ein genaues Zusammenpassen der Texte. Dies würde die jetzige Anordnung im Kanon erklären.

Rainer Lachmann deutet das „bunte Nebeneinander“[38] der Schöpfungstexte wiederum damit, dass keine detaillierte Beschreibung der Herkunft der Welt im Vordergrund stand, sondern das es einzig und allein darum ging, zu vermerken, dass so etwas Wunderbares überhaupt geschehen ist. Kurz gefasst: Nicht das wie zählte, sondern das das.

Beide Deutungen finden durchaus Anklang beim Lesen der Schöpfungsberichte. Die formelhafte Sprache des priesterschriftlichen Schöpfungsberichtes, welche unter Umständen durchaus als hymnenhaft interpretiert werden kann, lässt die Vermutung, dass der Bericht auch Dank an die Schöpfung ausdrückt, nicht allzu entfernt wirken.

Fakt ist jedoch, dass die Schöpfungsberichte zu einem großen Teil ein wissenschaftliches und plausibles Zeugnis für die Menschen waren. Sie gaben Aufschluss über die Entstehung der Welt, die Entstehung von Pflanzen und Tieren und des Menschen. Des Weiteren wurden alltägliche Aspekte des Lebens, beispielsweise Geburtsschmerzen, mithilfe der Schöpfungstexte erklärt.

Die biblischen Schöpfungsberichte sind längst nicht die einzig existierenden. Nahezu jede Kultur hat eine Schöpfungsgeschichte, in der ihr Wissensstand und ihre kulturellen Werte eingewebt sind.

3. Exkurs: Der Schöpfungsgedanke in anderen Kulturen – Schöpfungsmythen anderer Religionen

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der biblischen Schöpfung und ihre Umsetzung im Religionsunterricht der Oberstufe. Wie sieht es jedoch mit Schöpfungsmythen anderer Kulturen und Religionen aus? Ich halte es für sinnvoll, an dieser Stelle ebenso auf diese einzugehen, um einen Überblick über einige Schöpfungsmythen zu geben und zu zeigen, dass die Schöpfung nicht nur in der Bibel, sondern in sämtlichen Kulturen wiederzufinden ist.

Im Folgenden werden ausgewählte Schöpfungsmythen[39], unter anderem aus dem alten Ägypten, aus China und dem Lebensraum der Germanen vorgestellt. Da es in den jeweiligen Kulturen immer wieder kleinere Abweichungen zwischen den Schöpfungserzählungen gab, stellen die Schöpfungserzählungen jeweils eine Überlieferungsvariante dar.

3.1. Der Schöpfungsmythos aus dem Alten Ägypten

Das Leben war in einem dunklen Ozean (Nun) enthalten. Der Gott Ra erweckte dies Leben allein durch seine Gedanken; zudem erschuf er die Luft (Shu) und die Feuchtigkeit (Tefnut). Das Wasser des Nun wich zurück und es entstand Land. Alle Lebewesen hatten nun eine Heimat und einen Namen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Shu und Tefnut bekamen zwei Kinder, Geb, welcher die Erde verkörperte und Nut, welche den Himmel symbolisierte (s. Abb. rechts[40] ). Geb und Nut waren ein Brautpaar. Ihre Kinder waren die Sterne des Alls. Das Weltende wird als das Eintreten der Welt in Nun, also der umgekehrte Vorgang wie die der Schöpfung, beschrieben. Solange währt auch die Herrschaft Ras.[41]

3.2. Ein chinesischer Schöpfungsmythos

Aus Sicht der chinesischen Kultur entstand die Welt aus einem kosmischen Ei, in welchem absolutes Chaos herrschte. Die Urkräfte Yang und Yin belebten zu einem bestimmten Zeitpunkt Pangu, welcher die Eischale durchbrach. Die leichten Teile des zerbrochenen Eis schwebten nach oben und bildeten nach und nach den Himmel. Die schwereren Teile des Eis wurden demnach zur Erde.

Pangu[42], welcher mit Himmel und Erde verbunden war, wuchs mit ihnen mit. Sobald beide Sphären ihre endgültigen Maße erreicht hatten, war Pangu erschöpft und verlosch schließlich. Doch sein Tod war unerlässlich, denn als er in Tausend Teile zerfiel, entstanden aus seinem Kopf Sonne und Mond, sein Blut wurde zu Flüssen und Meeren, seine Stimme wurde zum Donner, wie wir ihn heute noch hören können und sein Atem zum Wind. Ausgerechnet die Menschheit entstand aus seinen Flöhen.[43] Es erscheint sehr erstaunlich, unter welchen Umständen der Mensch in die Welt gekommen ist.

3.3. Eine Schöpfungserzählung aus dem hohen Norden imHHinnefnewr

Eine Schöpfungsgeschichte, die zumindest in Kleinigkeiten an die biblische Schöpfungserzählung erinnert, kommt aus dem germanischen Raum. Hier wird berichtet, dass an der Grenze von Niflheim, das kalte Land im äußersten Norden und Muspell, das heiße Land aus dem Süden, der Frostriese Ymir, das erste Lebewesen überhaupt, welches gleichzeitig beide Geschlechter aufwies, zum Leben erweckt wurde. Ymir wurde jedoch von Odin und dessen Brüdern Ve und Vili erschlagen. Aus seinen Überresten entstand die Welt: Die Knochen wurden die Gebirge, der Schädel zum Himmel. Ymirs Blut bildete die Meere. Sonne, Mond und Sterne wurden am Himmel angebracht. Am Strand wurden Überreste von Eschen und Ulmen angeschwemmt; aus diesen wurden der erste Mann, Ask, und die erste Frau, Embla, geformt. Damit sie leben konnten, hauchte Odin ihnen den Lebensatem ein; Ve und Vili verliehen ihnen Gehör und Emotionen. Als die Götter ihr Werk beendet hatten, steigen sie empor nach Asgard. Die Erde, auf welcher die Menschen nun lebten, wurde Midgard (Mittelerde) genannt.[44]

Anhand der drei ausgewählten Schöpfungsmythen wird deutlich, dass jede Kultur ihre eigene Vorstellung von der Erschaffung der Welt hat. Ist es im alten Ägypten eine allmächtige Gottheit, ebenso wie bei den Germanen, sind in der chinesischen Tradition die Urkräfte die Urheber aller Dinge.

In allen Schöpfungserzählungen wird das Göttliche, das Ursprüngliche des Seins hervorgehoben. Schöpfung ist also ein interreligiöses Thema, welches jeden Menschen, unabhängig von seiner Religion, etwas angeht. Schöpfungserzählungen haben „die Grundlagen der Zivilisation geschaffen und der Menschheit Wege gezeigt, sich innerhalb der ehrfurchtgebietenden Größe und Vielschichtigkeit von Raum und Zeit zurechtzufinden“[45].

Zwischen den Schöpfungserzählungen lassen sich durchaus Gemeinsamkeiten entdecken.[46] Hier haben sich Kulturen und wissenschaftliche Ansichten der damaligen Zeit möglicherweise stark gegenseitig beeinflusst.

Ein Beispiel für solch Gemeinsamkeiten ist die Rolle eines lebensspendenden Schöpfungsgottes bei der Entstehung der Welt. In den meisten Schöpfungserzählungen wird Leben erst durch solch einen Gott ermöglicht. Dieser ist allwissend und existierte schon vor der Erschaffung der Welt. Er ist in der Lage, die Welt mit allem Leben aus einem Nichts, beziehungsweise einem Chaos zu schaffen. Dieses Motiv, welches in der Bibel zu finden ist, findet sich auch in der nordischen und ägyptischen Mythologie wieder. Aus dieser Parallele lässt sich schließen, dass einige Einflüsse des alten Ägyptens zu der biblischen Urgeschichte beigetragen haben.

Zum Erscheinen eines Schöpfergottes kommt hinzu, dass die Entwicklung der Welt oft in Etappen stattfindet. So wird im biblischen Schöpfungsbericht die Welt an sieben Tagen erschaffen. In der ägyptischen Schöpfungserzählung ist zunächst ein Ozean vorhanden, aus dem sich die Erde und schließlich, im letzten Abschnitt, Leben bildet. Im biblischen Schöpfungsbericht wird die Erde von Wasser getrennt; dann entsteht nach und nach Leben. In der chinesischen Kultur entstehen Himmel und Erde aus einem Ei. Doch auch sie müssen wachsen, ehe Leben entstehen kann.

Nicht zu vergessen ist auch das Urelement Wasser. Ob in der Bibel, in der ägyptischen oder auch nordischen Mythologie: Wasser spielt eine wichtige Rolle, denn es ist als „Chaos die wichtigste Materie“[47]. Aus Wasser wird Land, auf dem Land kann Leben entstehen. Wasser ist ein Zeichen für Fruchtbarkeit; es ist der Ursprung allen Lebens. Sowohl Ägypten (Nildelta) als auch Israel oder das heutige Europa, dem Lebensraum der Germanen, waren vom Wasser, welches das Land überschwemmte, abhängig. Nur so konnte die Ernte gelingen und Leben erhalten werden.

Die zahlreichen Elemente, die die vielen Schöpfungsmythen gemeinsam haben, zeigen, dass die Schöpfung nicht nur ein rein biblisches Anliegen ist. Nahezu alle Völker nutzten diese als realitätsstiftendes und in ihrer Identität verbindendes Element. Jedoch wurden sämtliche Schöpfungserzählungen im weiteren Verlauf der Geschichte mit stetig wachsenden wissenschaftlichen Erkenntnissen mehr und mehr zu einem Mythos.

4. Die Schöpfung im Zeitalter der Naturwissenschaften

Für eine lange Zeit war die Schöpfung die plausibelste Erklärung für die Entstehung der Welt und des Lebens. Doch nach und nach wurden neue Entdeckungen gemacht, die neue Theorien ans Tageslicht brachten. Wie sah es mit der Bedeutung der Schöpfung aus? Inwiefern änderte sich diese?

Im Folgenden werden die wichtigsten Erkenntnisse vorgestellt, die ein radikales Umdenken in Bezug auf die Bedeutung der Schöpfung mit sich brachten.

4.1. Die Antike - Ptolemäus und die zentrale Stellung der Erde

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Ptolemäus war einer der letzten großen Forscher der griechischen Antike. Er lebte im 2. Jahrhundert n. Chr. in Alexandria, eines der größten Wissenschaftszentren seiner Zeit.[48] Seine Arbeiten, besonders auf dem Gebiet der Astronomie, galten für lange Zeit als Grundlage für das christliche Weltbild, denn das Weltbild des Ptolemäus war das geozentrische Weltbild.[49] Für die Bedeutung der Schöpfung war dieses Weltbild wie geschaffen: Es stellte die Erde, zusammen mit ihren Bewohnern, den Menschen, in den Mittelpunkt des Universums (s. Abb. oben[50] ). Zudem stand Rom, das Zentrum der katholischen Kirche, im Mittelpunkt. Mond, Sonne und alle anderen Planeten kreisten um die Erde. Damit ähnelt der zweite Schöpfungsbericht (Gen 2,4b – 25) den anderen Schöpfungserzählungen des Alten Orients[51], in denen der Mensch ebenfalls das zentrale Objekt ist.[52] Bis in das Mittelalter hinein wurde dieses Weltbild für das Schöpfungsverständnis genutzt, denn das bibelnahe Denken sah den Menschen, der sich seine Erde gefügig macht und sie bewohnt, selbstverständlich als Mittelpunkt.[53]

4.2. Das späte Mittelalter und die Renaissance

4.2.1. Nikolaus Kopernikus (1473-1543)und die neue Position der Erde

„Der Mensch hat sich selbst in den Mittelpunkt gesetzt, um den sich alles drehte,

als Ziel einer Schöpfung sah er seinen Sinn, für ihn sei die Erde erschaffen worden. Da wurde die Erde angestossen, der Mensch aus dem Gleichgewicht gebracht, er hat sich stark dagegen gewehrt und wehrt sich noch bis heute.“[54]

Der Mensch mit seinen zahlreichen Fähigkeiten und mit seinem klugen Verstand musste mit der Erde als Fixpunkt im Mittelpunkt des Universums stehen. Demnach mussten sich alle Gestirne nach dem Menschen, der Krone der Schöpfung, richten. Diese Auffassung sollte mit den Forschungen von Domherr Nikolaus Kopernikus (1473-1543) erheblich erschüttert werden.

Bereits Theologen wie Kardinal Nikolaus von Cues (1401-1464) sahen die Erde nicht als Zentrum des Weltalls, da dieses gar keinen Mittelpunkt haben konnte.[55] Doch erst Nikolaus Kopernikus machte diese Ansicht publik. Aus seinen Beobachtungen erkannte er nämlich, dass die Welt nicht der Mittelpunkt des Universums sein konnte. Das ptolemäische Weltbild mit der Erde als starres Zentrum wurde schließlich von Kopernikus verworfen. Der Körper, um den sich die Planeten drehen mussten, war nun die Sonne.[56] Das ptolemäische Weltbild war zerrüttet. Doch diese Entdeckung sollte nicht nur ein Wendepunkt für die Naturwissenschaften werden; in Bezug auf die Bedeutung der Schöpfung setzte Kopernikus Entdeckung eine Welle des Umdenkens in Gange.

[...]


[1] Kreuts.net, 2007, Unser Weltbild als Grundlage, Teil 1, <http://www.kreuts.net/ver/Weltbild.gif>, 11.10.2011.

[2] 1. Mose, 1,1.

[3] Vgl. Baltzer, Dieter, Lehren und Lernen mit dem Alten Testament: Unterrichtsentwürfe für Primarstufe und Sekundarstufe I. Eine Auswahl, Münster: LIT 2001, S. 4.

[4] 1. Mose 2,7.

[5] Vgl. Baltzer, Dieter, Lehren und Lernen mit dem Alten Testament, S. 4.

[6] Ebd.

[7] Vgl. Ebd.

[8] 1. Mose 1,7-8.

[9] Vgl. Friedli, Richard, Schöpfung, Religionsgeschichtliche Modelle, in: Betz, Hans Dieter, Browning, Don S:, Janowski, Bernd & Jüngel, Eberhard, Religion in Geschichte und Gegenwart (RGG), Band 7, R-S, Tübingen: Mohr Siebeck 2004, Sp. 967.

[10] Zenger, Erich, Gottes Bogen in den Wolken, Untersuchungen zu Komposition und Theologie der priesterschriftlichen Urgeschichte, Stuttgart: Verlag Katholisches Bibelwerk 1983, S. 82.

[11] Baltzer, Dieter, Lehren und Lernen mit dem Alten Testament, S. 4.

[12] Janowski, Bernd, Schöpfung, Altes Testament, Inhaltliche Schwerpunkte, in: Betz, Hans Dieter, Browning, Don S:, Janowski, Bernd & Jüngel, Eberhard, Religion in Geschichte und Gegenwart (RGG), Band 7, R-S, Tübingen: Mohr Siebeck 2004, Sp. 970.

[13] Japhet, Sara, Ebenbild Gottes oder Rippe Adams? Die Stellung der Frau nach biblischem Denken in der Sicht der beiden Schöpfungsberichte, in: Oeming, Manfred, Theologie des AT aus der Perspektive von Frauen, Münster: LIT 2002, S. 77.

[14] Janowski, Bernd, Schöpfung, Altes Testament, Inhaltliche Schwerpunkte, RGG, Sp. 970.

[15] 1. Mose, 2,2.

[16] Japhet, Sara, Die Stellung der Frau nach biblischem Denken in der Sicht der beiden Schöpfungsberichte, S. 77.

[17] 1. Mose 2, 3.

[18] Vgl. Wagner, Volker, Profanität und Sakralisierung im Alten Testament, Berlin: Gruyter 2003, S. 104.

[19] Moltmann, Jürgen, zitiert in Hunze, Guido, Die Entdeckung der Welt als Schöpfung: Religiöses Lernen in naturwissenschaftlich geprägten Lebenswelten, Stuttgart: Kohlhammer, S. 108.

[20] Vgl. Ebd., S. 108-109.

[21] Vgl. 2. Makk. 7, 28: „Sieh alles, was es gibt, und erkenne: Gott hat das aus dem Nichts erschaffen, und so entstehen auch die Menschen.“

[22] Eine Schöpfung aus dem Nichts, vgl. Hattrup, Dieter, Einstein und der würfelnde Gott. An den Grenzen des Wissens in Naturwissenschaft und Theologie, Freiburg: Herder 2008, S. 81.

[23] Japhet, Sara, Die Stellung der Frau nach biblischem Denken in der Sicht der beiden Schöpfungsberichte, S. 77.

[24] 1. Mose, 1,1.

[25] 1. Mose, 2,5.

[26] Vgl. Munzel, Friedhelm, Brücken bauen: Lehrerband 3/4, Horneburg/Buxtehude: Persen Verlag 2006, S. 54.

[27] 1. Mose, 1,3.

[28] 1. Mose, 2,7.

[29] Vgl. Lachmann, Rainer, Grundsymbole christlichen Glaubens: Eine Annäherung, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1992, S. 59.

[30] Jeder Schritt der Schöpfung wird mit dieser Phrase eingeleitet, vgl. 1. Mose 1,3, 1,6 und 1,9.

[31] Abb. entnommen aus Zenger, Erich, Fabry, Heinz-Josef, Braulik, Georg et.al., Einleitung in das Alte Testament, Stuttgart: Kohlhammer, 2008, S. 157.

[32] Im Gegensatz zu dem priesterschriftlichen Schöpfungsbericht hat jede schöpferische Handlung ein anderes Verb, so zum Beispiel: „Und Gott der HERR pflanzte“ (1. Mose 2,8) oder „Und Gott der HERR nahm den Menschen“ (2,15).

[33] Lachmann, Rainer, Grundsymbole christlichen Glaubens, S. 59.

[34] Vgl. Zenger, Erich, et.al., Einleitung in das Alte Testament, S. 91-92.

[35] Vgl. den Entstehungszeitraum des ersten und zweiten Schöpfungsbericht, S. 3-4.

[36] Dies bezieht sich auf die gesamte Priesterschrift im Pentateuch, vgl. Zenger, Erich et.al., Einleitung in das Alte Testament, S. 159.

[37] Vgl. Lachmann, Rainer, Grundsymbole christlichen Glaubens: Eine Annäherung, S. 59.

[38] Ebd.

[39] Im weiteren Verlauf der vorliegenden Arbeit wird auch noch kenntlich gemacht, welchen Nutzen das Wissen über Schöpfungsmythen im Religionsunterricht haben kann.

[40] Nut, die schöne Frau als Himmel und Geb, die Erde, Herzog, Sven, Ägyptens Götter der Schöpfung, 2008, <http://www.die-goetter.de/files/goetter/image/G%C3%B6tter/geb_nut_shu_gross.jpg>, 31.10.2011.

[41] Vgl. Gibbons, David, Atlas des Glaubens, Die Religionen der Welt, München: Frederking& Thaler 2008, S. 31.

[42] Pangu war das erste Lebewesen, dass mit dem Durchbrechen des Welteis durch Yang und Yin entstanden war. Er verband Himmel und Erde wie eine Säule. Sein Leben sollte 18000 Jahre dauern, ehe er starb, vgl. Linck, Gudula, Yin und Yang: auf der Suche nach Ganzheit im Chinesischen Denken, München: C.H. Beck 2006, S. 14.

[43] Vgl.Gibbons, David, Atlas des Glaubens, Die Religionen der Welt, S. 32.

[44] Vgl. Gibbons, David, Atlas des Glaubens, Die Religionen der Welt, S. 32.

[45] Ebd., S. 31.

[46] Vgl. Ebd.

[47] Ebd.

[48] Vgl. Baier, Katja, Bertelsmann Entdecker, Erfinder und Abenteurer: 444 Fragen und Antworten zu Menschen, die die Welt veränderten, Gütersloh: Bertelsmann 2008, S. 30.

[49] Ebd.

[50] Ptolemäisches Weltbild, Hellenica.de, Claudius Ptolemäus, Ptolemäisches Weltbild, <http://www.hellenica.de/Griechenland/Antike/Bilder/PtolemySystem.jpg>, 11.10.2011.

[51] Zu nennen sind beispielsweise Schöpfungsberichte aus dem alten Ägypten oder dem alten Mesopotamien.

[52] Vgl. Keel, Othmar, Schroer, Silvia, Schöpfung: Biblische Theologien im Kontext altorientalischer Religionen, Göttingen: Vandenhoeck &Ruprecht 2002, S. 136.

[53] Vgl. Baldermann, Ingo, Religion für die Sekundarstufe I, 9/10, Versöhnung lernen, Bd. 1, Leipzig: Klett 2003, S. 34.

[54] Rey, Martin, Die Kopernikanische Revolution der Denkart: Die Ironie des Schicksals, Münster: Monsenstein & Vannerdat 2010, S. I.

[55] Vgl. Fischer, Helmut, Moths, Mario, Schöpfung und Urknall: Klärendes für das Gespräch zwischen Glaube und Naturwissenschaft, Zürich: Theologischer Verlag 2009, S. 69.

[56] Vgl. Baier, Katja, Bertelsmann Entdecker, Erfinder und Abenteurer: 444 Fragen und Antworten zu Menschen, die die Welt veränderten, S. 31.

Details

Seiten
81
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656145905
ISBN (Buch)
9783656146087
Dateigröße
3.1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v190009
Institution / Hochschule
Universität Kassel
Note
1,0
Schlagworte
Schöpfung Religionsunterricht Sekundarstufe Wissenschaft didaktisch Unterrichtsentwurf Wertung Vergleich Exegese Naturwissenschaft Mythos Zeitgeschichte RU Glaube Konflikt

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Titel: Schöpfung als Thema des Religionsunterrichts in der Sekundarstufe II