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Corporate Governance - Historische Entwicklung, aktuelle Bedeutung und Umsetzungsbeispiele

Studienarbeit 2011 19 Seiten

BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definitionenund Abgrenzung
2.1 CorporateGovernance
2.1.1 ShareholderAnsatz
2.1.2 StakeholderAnsatz
2.1.3 Ziele der Corporate Governance
2.2 CorporateSocial Responsibility
2.3 CorporateCitizenship

3 Entwicklung der Corporate Governance
3.1 Überblick der Entstehung der Corporate Governance
3.2 Eckpunkte der Entstehung der Corporate Governance

4 Aktuelle Bedeutung der Corporate Governance
4.1 Corporate Governance und Finanzmarktkrise
4.2 Missmanagement und Corporate Governance

5 Umsetzungsbeispiel für Corporate Governance
5.1 Umsetzungsbeispiel anhand der E.ON AG
5.2 Corporate Governance Modell der E.ON AG

6 Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Historische Entwicklung der Corporate Governance

Abbildung 2: E.ON Corporate Governance Modell

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Corporate Governance und die weiteren „Corporate-Begriffe" wie Coporate Citi­zenship und Corporate Social Responsibility sind in Zeiten der Wirtschaftskrisen und Unternehmenspleiten immerwiederein Begriff.

Aus diesem Grund beschäftigt sich dieses Assignment mit dem Thema der Corpora­te Governance. Hierbei soll dem Leser ein Einblick gegeben werden, was Corporate Governance bedeutet und wie sich der Begriff Corporate Governance von anderen ähnlichen „Corporate-" Begrifflichkeiten abgrenzt.

Des Weiteren wird die Entwicklung der Corporate Governance näher beleuchtet und die wichtigsten Eckpfeiler der Entwicklung näher beschrieben. Hierbei wird so­wohl die Entwicklung im internationalen als auch im deutschen Kontext aufgezeigt.

Was für einen Stellenwert die Corporate Governance hat, soll anschliessend erläu­tert werden. Hierzu wird die Bedeutung der Corporate Governance aus aktuellem Anlass aus Sicht der Finanzmarktkrise und des Missmanagements in Unternehmen aufgezeigt.

Abschliessend wird zurTheorie der Corporate Governance ein Praxisbeispiel anhand eines reellen Unternehmens gegeben, um zu veranschaulichen, wie ein Unterneh­men die Corporate Governance für sich einsetzen kann.

Zielsetzung dieses Assignments ist es, einen Überblick über das Themenfeld der Corporate Governance zu geben.

2 Definitionen und Abgrenzung

Dieses Kapitel soll ein gemeinsames Verständnis zum Thema Corporate Governance schaffen. Hierzu wird der Begriff Corporate Governance näher definiert und von anderen „verwandten" Begriffen wie Corporate Social Responisbility oder Corporate Citizenship abgegrenzt.

2.1 Corporate Governance

Corporate Governance wird am häufigsten mit Unternehmensführung und - kontrolle oder Unternehmensverfassung ins Deutsche übersetzt, wobei die einzel­nen Begriffe Unternehmenskontrolle oder Unternehmensverfassung alleine nicht das komplette Gebiet von Corporate Governance abdecken.1

Die EU-Kommission definiert Corporate Governance wie folgt:

„ Gestaltung der Gesamtheit der Beziehungen zwischen dem Management, dem Aufsichtsrat, den Anteilseignern und den anderen Stakeholdern eines Unterneh­mens. Die Corporate Governance gibt auch eine Struktur vor, in deren Rahmen die Unternehmensziele, die Mittel zur Erreichung dieser Ziele und die Überwachung der Unternehmensperformance festgelegt bzw. geregelt werden."2

Im Rahmen der Corporate Governance können zwei unterschiedliche Ansatzweisen unterschieden werden: Zum einen der Shareholder- und zum anderen der Stake- holder-Ansatz. Diese beiden Ansätze werden nachfolgend in ihren Grundzügen er­läutert.

2.1.1 Shareholder Ansatz

Der Shareholder Ansatz stellt den finanzwirtschaftlichen Ansatz dar. Er basiert auf der Idee, dass ein Unternehmen nur als Privateigentum der Aktionäre betrachtet wird und stellt somit die Aktionäre in den Mittelpunkt der Unternehmensführung. Ziel dieses Ansatzes ist es, den Shareholder Value (Wert des Eigenkapitals) zu erhö­hen. Andere Interessensgruppen werden bei diesem Ansatz nicht wahrgenommen.3

2.1.2 Stakeholder Ansatz

Der Stakeholder Ansatz stellt eine Erweiterung des Shareholder-Ansatzes dar. Er besagt, dass die Manager ihre Interessen und Ziele nicht nur an denen der Anteils­eigner, sondern auch an anderen Interessensgruppen orientieren sollen.

Das Ziel, das sich aus diesem Ansatz ableitet, ist die Schaffung von Wert und Wohl­stand für jede der beteiligten Interessensgruppen. Dabei besteht der Fokus darauf, das die Ziele der einzelnen Interessensgruppen möglichst gleichzeitig befriedigt werden sollen. Dies bedeutet, dass Interessenskonflikte identifiziert und Lösungs­möglichkeiten hierfür gefunden werden.4

2.1.3 Ziele der Corporate Governance

Aus den Definitionen für Corporate Governance lassen sich die folgenden Ziele ab­leiten:

- Sicherstellung der Effizienz der Unternehmensführung
- Kontrolle der Unternehmensleitung
- Erkennnen von Interessenskonflikten der einzelnen Interessensgruppen
- Transparenz des Unternehmens gegenüber den Interessensgruppen
- Vorgabe eines Rahmenwerks zurZusammenarbeit der Interessensgruppen

2.2 Corporate Social Responsibility

Die Europäische Kommission beschreibt in ihrem Grünbuch aus dem Jahre 2001 wie folgt:

„ Ein Konzept, das den Unternehmen als Grundlage dient, auf freiwilliger Basis so­ziale Belange und Umweltbelange in ihre Unternehmenstätigkeit und in die Wech­selbeziehungen mit den Stakeholdern zu integrieren. „5

Zur Abgrenzung von Corporate Social Responsibility (CSR) zur Corporate Gover­nance (CG) kann genannt werden, dass nach den oben gegebenen Definitionen die CG einen Unterpunkt zur CSR bildet, da die CG nur zur Regelung der Beziehungen und zur Kommunikation zwischen Stakeholdern und Shareholdern und deren finan­ziellen Interessen bestimmt ist, während CSR die Gruppen, die von Unternehmens­entscheidungen betroffen sein können, hinsichtlich sozialer Belange und Umweltas­pekten anspricht.

2.3 Corporate Citizenship

Corporate Citizenship wird im Buch Corporate Citizenship - Gesellschaftliches Enga­gement von Unternehmen in Deutschland durch den Autor Andre Habisch sehr de­tailliert aber dadurch auch sehr umfassend definiert:

„Als unternehmerisches Bürgerengagement (Corporate Citizenship) bezeichnet man Aktivitäten, mit deren Hilfe Unternehmen selbst in ihr gesellschaftliches Umfeld investieren und ordnungspolitische Mitverantwortung übernehmen. Sie helfen mit, Strukturen bereichsübergreifender Zusammenarbeit und soziales Kapital aufzubau­en, um zusammen mit Partnern aus anderen gesellschaftlichen Bereichen [...] kon­krete Probleme ihres Gemeinwesens zu lösen."6

Bei Corporate Citizenship handelt es sich um einen sehr neuen Ausdruck, der wie in der Definition zu erkennen ist, das Engagement von Unternehmen im öffentlichen Umfeld behandelt. Dies beinhaltet z.B. Spenden, Förderungen usw., hierbei soll das Unternehmen als „guter Bürger" mit in die Gesellschaft integriert werden.

3 Entwicklung der Corporate Governance

ln diesem Kapitel wird dem Leser ein Überblick gegeben, wie die Corporate Gover­nance entstanden ist, was die Ziele der Corporate Governance sind und wo sich zum aktuellen Stand noch Probleme bzw. Verbesserungspotentiale in diesem Kontext befinden.

[...]


1 Vgl. Paetmann, K., 2008, S. 1

2 EU-Kommlsslon, 2001, S. 28

3 Vgl. Säcker, Hans J., 2010.S.61

4 Vgl. Lattermann, C., 2010, S. 39

5 EU-Kommission, 2001, S. 7

6 Habisch, A., 2003, S. 58

Details

Seiten
19
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656147312
ISBN (Buch)
9783656147046
Dateigröße
807 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v190089
Institution / Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart – Wirtschaftsinformatik
Note
1,3
Schlagworte
Corporate Governance Governance historische Entwicklung aktuelle Bedeutung Umsetzungsbeispiele AKAD UFU08 Wirtschaftsethik Shareholder Stakeholder Ziele Corporate Social Responsibility CSR Corporate Citizenship CC Missmanagement Entstehung Finanzmarktkrise Umsetzungsbeispiel

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Titel: Corporate Governance - Historische Entwicklung, aktuelle Bedeutung und Umsetzungsbeispiele