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Die Auswirkungen des internationalen Handels auf die Arbeitslosigkeit in Deutschland

Bachelorarbeit 2011 58 Seiten

VWL - Außenhandelstheorie, Außenhandelspolitik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Symbolverzeichnis

1 Einleitung

2 Internationaler Handel
2.1 Ursachen, Gründe und Motive des internationalen Handels
2.2 Die Entwicklung der Welthandelsstruktur
2.3 Handelsstruktur der Bundesrepublik Deutschland

3 Arbeitslosigkeit in Deutschland als Folge des internationalen Handels
3.1 Qualifikationsspezifische Arbeitslosigkeit als Folge starrer Lohnstrukturen
3.2 Lohnspreizung in Deutschland als Folge des internationalen Handels

4 Theoretische Erklärung des internationalen Handels
4.1 H-O-S - Modell im Autarkiefall
4.2 H-O-S Modell im Außenhandel
4.2.1 Wirkung des Außenhandels auf die Einkommensverteilung
4.2.2 Kritikpunkte des H-O-S Ansatzes
4.3. Technologischer Fortschritt
4.3.1 Faktorspezifischertechnologischer Fortschritt
4.3.2 Sektorspezifischertechnologischer Fortschritt

5 Handelseffekte im Lichte empirischer Evidenz

6 Weitere Aspekte handelsbedingter Arbeitslosigkeit
6.1 Outsourcing als mögliche Ursache für die Arbeitslosigkeit in Deutschland
6.2 Intraindustrieller Handel als mögliche Ursache für die Arbeitslosigkeit in Deutschland

7 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen

Anhang

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

ABBILDUNG 1: DIE ENTWICKLUNG DER ARBEITSLOSENQUOTE IN DEUTSCHLAND

ABBILDUNG 2: ARBEITSKOSTEN IM VERARBEITENDEN GEWERBE IM JAHR 2010 JE GELEISTETE STUNDE IN EURO

ABBILDUNG 3: QUALIFIKATIONSSPEZIFISCHE ARBEITSLOSENQUOTE 1975 BIS 2009

ABBILDUNG 4: LOHNSPREIZUNG IN DEUTSCHLAND, 1984-2006

ABBILDUNG 5: PRODUKTIONSMÖGLICHKEITEN

ABBILDUNG 6: FAKTORPREISE UND MÖGLICHE FAKTOREINSATZKOMBINATIONEN

ABBILDUNG 7: FAKTORENTLOHNUNG UND GÜTERPREISE

ABBILDUNG 8: GÜTERPREISE ALS BEDINGUNG FÜR FAKTOREINSATZVERHÄLTNIS

ABBILDUNG 9: FAKTORERHÖHUNG UND PRODUKTIONSMÖGLICHKEITEN

ABBILDUNG 10: AUßENHANDEL FÜHRT ZUM AUSGLEICH DER RELATIVEN PREISE

ABBILDUNG 11: HANDELSEFFEKTE FÜR DEUTSCHLAND

ABBILDUNG 12: AUßENHANDEL UND EINKOMMENSVERTEILUNG

ABBILDUNG 13: FAKTORSPEZIFISCHER TECHNOLOGISCHER FORTSCHRITT

ABBILDUNG 14: SEKTORSPEZIFISCHER TECHNOLOGISCHER FORTSCHRITT

ABBILDUNG 15: VERLAGERUNGEN VON UNTERNEHMESAKTIVITÄTEN NACH ZIELREGION ZWISCHEN 2001 UND 2006

ABBILDUNG 16: AM ALTEN STANDORT NEU GESCHAFFENE ARBEITSPLÄTZE NACH WIRTSCHAFTSBEREICHEN UND QUALIFIKATION IN PROZENT DER VERLAGERTEN ARBEITSPLÄTZE

Tabellenverzeichnis

TABELLE 1 A : OPPORTUNITÄTSKOSTEN UND KOMPARATIVE VORTEILE

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Symbolverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

„Die Globalisierung ist kein Spiel, in dem es nur Gewinner gibt, auch wenn uns die Globalisierungsfans in Wirtschaft und Wissenschaft das immer weismachen wollen. Auch hier gibt es Gewinner und Verlierer. Und ein Teil der Verlierer sitzt erstmals im Westen. “

So schrieb der Journalist Wolfgang Him zum Thema „Angriff aus Asien“ im Manager Magazin vom 25.07.2007

Dass eine zunehmende internationale Verflechtung fur alle gewinnbringend sein kann, wird sich im Rahmen dieser Arbeit noch zeigen. Doch das eigentliche Problem des in­ternationalen Handels bzw. der Globalisierung wie Wolfgang Hirn ihn nennt, sind die „Verlierer“. Diese sind in diesem Kontext die niedrigqualifizierten Arbeiter in Deutsch­land, denn mit der zunehmenden wirtschaftlichen Integration populationsreicher Ent- wicklungs- und Schwellenländer, die mit Exporten die ganze Welt überfluten, sowie mit der Osterweiterung Europas scheint die Billiglohnkonkurrenz seit geraumer Zeit die deutschen Arbeitsplätze der niedrigsten Qualifikationsstufe zu gefährden. Während die Akademiker zu den Gewinnern des internationalen Handels gezählt werden und von höheren Bildungsrenditen profitieren.

Diese Arbeit greift die Fragestellung auf, ob der zunehmende internationale Handel mit Niedriglohnländern in der Tat Auswirkungen auf die gestiegene deutsche Arbeitslosig­keit unter geringqualifizierten Erwerbspersonen hat.

Zuerst werden die Gründe vorgestellt, die zu einem zunehmenden internationalen Han­del geführt haben. Anschließend wird die Entwicklung der Welthandelsstruktur betrach­tet, wobei festzustellen sein wird, dass die Entwicklungsländer in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen haben und vor allem im asiatischen Raum hohe Exporte aufweisen. Der Blick auf die Handelsstruktur in Deutschland wird zeigen, dass die osteuropäischen Länder und China für die BRD als Handelspartner wichtig gewor­den sind. Im Hinblick auf die zunehmende Arbeitslosenquote von Niedrigqualifizierten in Deutschland und den zunehmenden internationalen Handel, werden Parallelen zu beobachten sein, wobei die Lohnstarrheit in Deutschland einen wichtigen Beitrag für diese Thematik leistet. Nicht nur die hohe Arbeitslosigkeit in Deutschland wird zu be­obachten sein, sondern auch eine zunehmende Lohnspreizung, die letztendlich auf die gestiegenen Bildungsrenditen zurück zu führen ist. Mithilfe der neoklassischen Außen­handelstheorie werden die Zusammenhänge zwischen dem internationalen Handel und den Auswirkungen auf die Beschäftigungsstruktur erklärt. Gemäß dieser Theorie wird sich herausstellen, dass eine zunehmende wirtschaftliche Verflechtung mit arbeitsrei­chen Niedriglohnländern zu einer Verschlechterung der Arbeitsmarktsituation in Deutschland beigetragen haben kann.

Zusätzlich wird theoretisch überprüft, ob auch der angestiegene technologische Fort­schritt in den letzten Jahren, die niedrigqualifizierte Arbeit degradierte.

Anhand zahlreicher empirischer Untersuchungen, die dem Zusammenhang zwischen dem internationalen Handel und qualifikationsspezifischen Arbeitsmarkttrends sowohl für Deutschland als auch für die USA und andere OECD-Länder nachgehen, wird über­prüft, ob sich das Ergebnis der neoklassischen Außenhandelstheorie bestätigt. Die meis­ten empirischen Analysen werden jedoch zeigen, dass die zunehmende internationale Verflechtung mit Entwicklungsländern nur einen minimalen Beitrag zur Erklärung der schlechten Arbeitsmarktsituation leisten kann, weshalb mehr der technologische Fort­schritt für dieses Phänomen verantwortlich gemacht wird.

Da sich die meisten empirischen Analysen auf den Zeitraum zwischen 1970 und den frühen 1990er - Jahren beschränken, erfassen sie nicht die zusätzlichen Auswirkungen des zunehmenden Handels zwischen Deutschland und den osteuropäischen Ländern nach deren Beitritt in die Europäische Union (EU) im Jahr 2004, sowie den mit anderen Niedriglohnstaaten nach ihrem Beitritt in die Welthandelsorganisation (WTO) im Jahr 1995 und danach. Diese Aspekte werden unter der Perspektive der Produktionsverlage­rung deutscher Unternehmen ins Ausland betrachtet. Die Ergebnisse werden zeigen, dass das „International Outsourcing“ die gestiegene Arbeitslosigkeit unter Geringquali­fizierten zum Teil erklären kann.

Abschließend wird der intraindustrielle Handel mit differenzierten Produkten betrachtet, wobei eine Spezialisierung Deutschlands auf höherwertige Produkte festzustellen ist, weshalb die Unternehmensanforderungsprofile nicht mehr den niedrigen Qualifikations­stufen entsprechen. Diese Erkenntnis wird auch eine Erklärung für die gestiegene Ar­beitslosigkeit von niedrigqualifizierten Erwerbspersonen bieten können.

2 Internationaler Handel

Der internationale Handel hat eine lange Geschichte, und ihm wird seit Jahrhunderten, aber vor allem in den letzten Jahrzehnten, eine große Bedeutung zugerechnet. Im fol­genden Kapitel wird im Abschnitt 2.1 anhand theoretischer Erkenntnisse über die kom­parativen Kostenvorteile gezeigt, warum diese für einen internationalen Güteraustausch entscheidend sind; auch wird als Grund für den internationalen Handel der Bestand von auf dem Weltmarkt differenzierten Produkten betrachtet. Anschließend werden die Gründe, die den internationalen Handel der letzten Jahre begünstigt haben, vorgestellt. Im Abschnitt 2.2 wird der Anstieg des Welthandels anhand von Zahlen dargestellt, wo­bei vorwiegend auf die zunehmende, exportgestützte Welthandelsintegration arbeitsrei­cher Entwicklungsländer und die sich daraus ergebenden Bedrohungen für den Ar­beitsmarkt in den Industriestaaten eingegangen wird. Abschließend wird im Abschnitt 2.3 die Handelsstruktur der Bundesrepublik Deutschland genauer betrachtet. Anhand der vorliegenden Daten wird die erste Hypothese für eine zunehmende Arbeitslosigkeit in Deutschland als Folge des zunehmenden internationalen Handels mit Niedriglohn­ländern aufgestellt.

2.1 Ursachen, Gründe und Motive des internationalen Handels

Der internationale Handel entstand aus der Erkenntnis komparativer Kostenvorteile. Diese berücksichtigen die unterschiedlichen relativen Güterherstellungskosten zwischen den Ländern. Krugman und Obstfeld (2009)1 schreiben diesbezüglich: „Wenn zwei Länder sich auf die Produktion derjenigen Güter spezialisieren, bei denen sie über einen komparativen Vorteil verfügen, verzeichnen beide Länder Außenhandelsgewinne.“ Dies kann an einem Beispiel veranschaulicht werden: Es wird angenommen, dass zwei Län­der Käse und Wein produzieren. Das Land A hat in beiden Gütern absolute Preisvortei­le, benötigt also für die Herstellung beider Produkte weniger Arbeitsstunden als das Land B (s. Tabelle 1 im Anhang). Aber die Opportunitätskosten gemessen in Arbeits­stunden für Wein beziehungsweise der relative Preis von Käse beträgt im Land A lA und somit im Land B 2. Die Opportunitätskosten für die Herstellung von Wein betragen im Land A 2 und im Land B Es ist ersichtlich, dass Land A über bei der Produktion von Käse einen komparativen Vorteil verfügt und das Land B bei der Herstellung von Wein. Infolgedessen wird sich Land A auf die Herstellung von Käse und Land B auf die Pro­duktion von Wein spezialisieren, woraus sich ein gegenseitiger Güteraustausch zu ei­nem Weltmarktpreis, der zwischen den relativen Preisen liegt, ergibt. Aufgrund der Spezialisierung kommt es zu einer Steigerung der gesamten Weltproduktion bezie­hungsweise zu einem erhöhten globalen Güterangebot, wodurch eine Wohlstandssteige­rung in der Gesamtbevölkerung möglich ist.2 Da sich die Erkenntnisse über die kompa rativen Preisvorteile nur auf einen einzigen Produktionsfaktor beziehen, wird in Kapitel 4 ein Modell mit mehreren Faktoren detaillierter behandelt.

Der internationale Handel entstand aber nicht nur aufgrund komparativer Kostenunter­schiede. Auch wenn sich die relativen Güterpreise zwischen manchen Ländern nicht unterscheiden, betreiben sie trotzdem einen vermehrten Außenhandel. Eine entschei­dende Ursache hierfür ist der Bestand differenzierter Produkte auf dem Weltmarkt. Der sogenannte „intraindustrielle“ Handel mit vorwiegend höherwertigen Gütern ermöglicht beispielsweise, dass in Deutschland Automobile der Marken Renault oder Peugeot und in Frankreich BMW oder Volkswagen gefahren werden. Sogar über zwei Drittel des gesamten Handels ist intraindustriell, wird also zwischen den gleichen Industriezweigen beziehungsweise Sektoren betrieben. Die Anbieter, vor allem jene in den hochentwi­ckelten Industriestaaten, heben ihre Produkte durch ästhetische, technische oder auch Geschmacksunterschiede hervor, um die unterschiedlichen Präferenzen der Nachfrager zu erfüllen. Das Ausschöpfen von Skalenerträgen, sowie das Erzielen von Marktanteilen spielen dabei eine bedeutende Rolle, weshalb die Anbieter einem hohen Wettbewerbs­und Innovationsdruck ausgesetzt sind.

Auch wenn Theoretiker bewiesen haben, dass der Freihandel wohlfahrtssteigernd sei, gab es oft Gegner, die den Protektionismus bevorzugten, um den heimischen Markt durch Handelshemmnisse wie beispielsweise Zölle, zu schützen. Somit war es ein jahr­hundertelanger Weg, bis sich die Handelsliberalisierung durchgesetzt hat und die Zölle ihre Tiefststände erreicht haben.3 Neben den sinkenden Zöllen gab es in den letzten Jah­ren noch zwei Dinge, die den internationalen Handel begünstigten. Zum einen sind die Kommunikationskosten als Folge technischer Entwicklungen drastisch gesunken, und zum anderen sanken die Transportkosten aufgrund fallender Energiekosten, die zudem die wichtigste Voraussetzung für den internationalen Handel sind.4

2.2 Die Entwicklung der Welthandelsstruktur

Wegen der im vorherigen Abschnitt genannten Motive ist es kein Wunder, dass der in­ternationale Handel in den letzten Jahren enorm zugenommen hat. Im Jahr 2010 betrug der Nominalwert der weltweiten Güterexporte 15.174.439 Mio. US-Dollar. Somit ist er seit 1948 (50.086 Mio. US-Dollar) um das 303-Fache gestiegen.5 Der Warenexport stieg im Betrachtungszeitraum von I960 bis 2008 um durchschnittliche 5,8 % pro Jahr, womit er die Weltwarenproduktion um 2,3 % übertraf.6

Lange beruhte die Dynamik des Welthandels vorwiegend auf dem intraindustriellen Handel mit differenzierten Industriegütern unter den hochentwickelten Industrieländern, weshalb die Ein- und Ausfuhren in den einzelnen Industriezweigen sozusagen parallel angewachsen sind. Die Dritte Welt blieb - bis auf ein paar rohstoffreiche Länder - vom Welthandel ausgeschlossen. Noch 1970 betrug der Anteil der Entwicklungsländer am Weltindustriegüterhandel nur geringe 5 %. Obwohl immer noch zwei Drittel des Welt­handels intrasektoral sind, haben sich aber bis heute sowohl das Volumen als auch die Struktur des Handels zwischen Industrie- und Entwicklungsländern geändert. Das be­kannte Muster von industriellen Güterexporten der entwickelten nördlichen Staaten und Primärproduktimporten aus den südlichen Entwicklungsstaaten hat zunehmend an Gel­tung verloren, denn in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern ist eine exportge­stützte Welthandelsintegration zu beobachten, die sich vor allem im asiatischen Raum vollzieht.7 Asiens Weltexporte haben sich seit 1948 von 14 % auf 29,4 % im Jahr 2009 mehr als verdoppelt und sich den immer hoch gewesenen europäischen Exporten ange­nähert.8 Dies ist der Grund, warum in den nördlichen, hochentwickelten Staaten die Importe aus dem Süden als Bedrohung wahrgenommen werden, vor allem als Bedro­hung für die Einkommenspositionen beziehungsweise Arbeitsstellen niedrigqualifizier­ter Arbeiter, also von denjenigen, die keinen oder nur einen geringen Schulabschluss haben und deshalb im starken Wettbewerbsdruck mit gleichartigen Arbeitern im Aus­land stehen. Die Handelsliberalisierung ermöglichte es, dass Halbfertigfabrikate in Län­dern, die günstigste Arbeitskosten aufweisen, verarbeitet werden, weshalb die Wert­schöpfungskette eines Fertigprodukts in mehrere Zwischenprodukte (in mehreren Län­dern) aufgesplittet werden kann. Durch die internationale Arbeitsteilung und das zu­nehmende Angebot an (einfacher) Arbeit vermehrt sich das globale Güterangebot; nichtdestotrotz haben die hochentwickelten Industrieländer mit erhöhten strukturellbe­dingten Anpassungen zu kämpfen.9

2.3 Handelsstruktur der Bundesrepublik Deutschland

Nachfolgend wird die Handelsstruktur Deutschlands genauer betrachtet. Deutschland konzentriert sich in großem Maße auf Exporte, wovon gleichzeitig die deutsche Wirt­schaft abhängt. Als ein rohstoffarmes Land ist die BRD ebenfalls auf Importe, vor allem im Energiebereich (Erdöl und Erdgas), angewiesen. Die Warenexporte im Jahr 2010 betrugen 951,9 Milliarden Euro und die Importe 797,6 Milliarden Euro. Somit ver­zeichnet Deutschland einen Exportüberschuss in Höhe von 154,3 Milliarden Euro.10. Zieht man die weltweite Außenhandelsquote (53,2 %) zum Vergleich heran, ist zu er­kennen, dass die deutsche Außenhandelsquote im Jahr 2008 mit 71,7 % überdurch­schnittlich hoch war.11 Im Zeitraum von 2003 bis 2008 war die BRD sechs Mal hinter­einander Exportweltmeister. Im Jahr 2010 befand sie sich unter den Top - 20 - Exportländern auf Platz 3. China12 und die Vereinigten Staaten belegten die ersten bei­den Plätze.13 Betrachtet man die deutschen Exporte des Jahres 2010, so waren die Kraftwagen und Kraftwagenteile mit 16,6 %, gefolgt von Maschinen mit 14,5 % und chemischen Erzeugnissen mit 9,4 % die wichtigsten deutschen Exportgüter. Allein diese drei Branchen hatten einen Anteil von 40,5 % an den Ausfuhren. Zu den Exportgütern zählten 2010 auch die Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse, sowie elektrische Ausrüstungen und pharmazeutische Erzeugnisse.14 Es stellt sich nun die folgende Frage: Warum weist Deutschland trotz des Handelsbi­lanzüberschusses und des „Weltmeistertitels“ der letzten Jahre eine zunehmende Ar­beitslosenquote auf?

Analytiker der deutschen Wirtschaft erklären es mit dem zunehmenden Handel mit Niedriglohnländern, wie beispielsweise China und den osteuropäischen Staaten, denn die Marktanteile der neuen EU-Beitrittsländer und die von China haben sich seit 1990 bezüglich der Einfuhren geändert, weshalb diese Länder als Handelspartner an Bedeu­tung gewannen. Somit erreichte die Tschechische Republik als wichtiger deutscher Lie­ferant im Jahr 2008 Rang 11, während sich die Tschechoslowakei 1990 noch auf der 28. Stelle befand. Polen rutschte ebenfalls von Platz 17 auf Platz 12. Ungarn bewegte sich als Importquelle von Platz 27 auf Platz 16. Rumänien rückte ebenfalls um 14 Plätze nach vorne. Die Volksrepublik China stieg als Lieferant seit 1990 um 13 Plätze auf Platz 1 im Jahr2010.15

Chinas Handelsöffnung, sowie die Osterweiterung der Europäischen Union im Jahr 2004 wurden bezüglich des Einflusses auf die Arbeitsmarktsituation in Deutschland von Hans-Werner Sinn (2007), dem Leiter des Münchener Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo) analysiert.16 Er argumentiert, dass in Deutschland äußerst innovative und qualitati­ve Produkte gefertigt werden, was auch die Exportstatistik bestätigen kann, jedoch ist der Wertanteil deutscher Endprodukte, die letztendlich mit hohen Werten in der Han­delsbilanz aufgezeigt sind, vorwiegend auf die Produktion von Zwischenprodukten in China und den neuen EU-Beitrittsländern zurückzuführen, weshalb er in diesem Zu­sammenhang von einer „Basar-Ökonomie“ spricht. Die Verringerung der Fertigungstie­fe in der deutschen Industrie aufgrund von Halbfertigfabrikaten aus Ländern mit relativ vielen günstigen Arbeitskräften, soll nach ihm mit zunehmender Welthandelsintegration dieser Länder zur Gefährdung deutscher Arbeitsplätze von gering qualifizierten Er­werbspersonen geführt haben.17

Der internationale Handel wurde zuerst als wohlfahrtssteigernd dargestellt. Doch mit der Handelsöffnung arbeitsreicher Volkswirtschaften, stellte sich heraus, dass der Au­ßenhandel zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern die Arbeitsplätze von geringqualifizierten Erwerbspersonen in den nördlichen Staaten gefährdet. Dieses Phä­nomen gilt, wie beschrieben, auch für die BRD, weshalb im Rahmen der weiteren Ana­lyse unter Betrachtung der deutschen Arbeitsmarktentwicklung überprüft werden soll, ob der internationale Handel auf die deutsche Beschäftigungsstruktur einen Einfluss hat.

3 Arbeitslosigkeit in Deutschland als Folge des internationalen Handels

In diesem Kapitel wird die Entwicklung der zunehmenden Arbeitslosigkeit unter den gering ausgebildeten Erwerbspersonen in Deutschland genauer betrachtet und dabei weiterhin spekuliert, ob der zunehmende internationale Handel mit arbeitsreichen Bil­liglohnländern zu diesem Status geführt hat. Unter Bezugnahme auf die in Deutschland herrschende Lohnstarrheit und die hohen Arbeitskostenunterschiede im internationalen Vergleich, werden im Abschnitt 3.1 weitere Hypothesen für eine handelsbedingte Ar­beitslosigkeit vorgestellt. Anschließend wird im Abschnitt 3.2 eine zunehmende Lohn­spreizung als Reaktion auf den Strukturwandel, die auf steigende Bildungsrenditen zu­rückzuführen ist, erläutert.

3.1 Qualifikationsspezifische Arbeitslosigkeit als Folge starrer Lohn­strukturen

Wird die Abbildung 1 genauer betrachtet, so ist seit den 1970er - Jahren in Deutschland, sowohl im West- als auch im Ostgebiet eine zunehmende Arbeitslosenquote festzustel­len. Wie dabei ersichtlich ist, haben dazu unter anderem vorwiegend die Ölpreiskrisen beigetragen, die also handelsbedingte Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt widerspie­geln. Aber auch die Zeit nach der deutschen Wiedervereinigung ist mit einer Rezession charakterisiert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Die Entwicklung der Arbeitslosenquote in Deutschland

Quelle: Bundesagentur für Arbeit

Parallel mit der zunehmenden internationalen Verflechtung steht Deutschland, wie man der Abbildung ebenfalls entnehmen kann, unter einem starken Strukturwandel und vor der großen Frage, ob auch die Globalisierung Auswirkungen auf die zunehmende deut­sche Arbeitslosigkeit hatte. Diese Vermutung wird sicherlich durch die zeitliche Über­einstimmung der zunehmenden Arbeitslosigkeit in Deutschland und der steigenden Handelsliberalisierung mit den Entwicklungsländern seit den 1970er - Jahren, sowie dem seit 2004 verstärkten Handel mit osteuropäischen Niedriglohnländern bestärkt.

Auch im Jahr 1995 und danach sind viele Entwicklungsländer der WTO beigetreten, weshalb sich seitdem der internationale Handel höchstwahrscheinlich intensiviert hat.18 Die Abbildung 2, welche die massiven Arbeitskostenunterschiede zwischen den westli­chen Ländern und den neuen EU-Beitrittsländern, sowie anderen Niedriglohnstaaten darstellt, könnte diese Annahme jedenfalls bestätigen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Arbeitskosten im verarbeitenden Gewerbe im Jahr 2010 je geleistete Stunde in Euro1)

1) Zum Teil vorläufige Zahlen; Umrechnung: Jahresdurchschnitt der amtlichen Devisenkurse Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft, Köln - eigene Grafikerstellung

Während die westdeutschen Arbeitskosten des verarbeitenden Gewerbes pro Stunde 36,28 Euro betragen, haben die neuen EU-Beitrittsländer Kosten zwischen 2,62 Euro und 13,44 Euro. Auch China liegt mit 2,69 Euro im unteren Bereich. Werden West­deutschland und Polen verglichen, so betragen die westdeutschen Arbeitskosten je Ar­beitnehmerstunde etwa das 5,6- Fache der polnischen und sind 13,5-mal so hoch wie die chinesischen Arbeitskosten19.

Analytiker des deutschen Arbeitsmarktes sind aufgrund von Arbeitskostenunterschieden zwischen Deutschland und anderen am Welthandel beteiligten Niedriglohnstaaten der Meinung, dass niedrigqualifizierte Arbeiter in Deutschland mit den relativ günstigen Arbeitern aus den Niedriglohnländern aufgrund starrer Lohnstrukturen in Deutschland nicht konkurrieren können, weshalb sie Jobverluste hinnehmen müssen.20 Die Lohn­starrheit ist letztendlich auf die Gewerkschaftsmacht zurückzuführen. Vor allem zu Be­ginn des wachsenden internationalen Handels mit Entwicklungsländern, in den 1970er - als auch 1980er - Jahren setzen sich die Gewerkschaften im Kampf um eine Lohnanerhebung beziehungsweise -erhaltung für geringqualifizierte Arbeiter in Deutschland durch.21 Aus diesem Grund wurde im Jahresgutachten 2000/01 des Sach­verständigenrates eine tarifliche Lohnsenkung von gering beziehungsweise nicht ausge­bildeten Erwerbspersonen gefordert, um die Arbeitsnachfrage nach ihnen aufzusto­cken.22 Mit der Arbeitslosenproblematik beschäftigte sich auch Davis (1998). Er unter­suchte die Auswirkungen der Niedriglohnimportkonkurrenz auf die Arbeitsmarktsitua­tion in Europa und in den USA. Dabei trennt er die Außenhandelseffekte zwischen Eu­ropa, wo starre Lohnstrukturen vorliegen, von den USA, wo Lohnflexibilität herrscht. Davis kommt auch zu dem Ergebnis, dass die Lohnrigidität in Europa zu einer erhöhten Arbeitslosigkeit unter Geringqualifizierten führe, was in den USA aufgrund der dort herrschenden flexiblen Lohnstrukturen nicht der Fall ist23 Deshalb spricht Krugman (1994) von „zwei Seiten derselben Medaille“, denn sowohl die europäische Arbeitslo­sigkeit als auch die amerikanische Lohnungleichheit, sorgen für eine Aufteilung zwi­schen den Sozialschichten.24

Wird die Abbildung 3 genauer betrachtet, so lässt sich seit 1975 ein überproportionaler Anstieg von Personen ohne Berufsabschluss beobachten, was jedenfalls die vorhin ge­nannten Kritikpunkte sowie Davis' Aussage bestätigt. Im Jahr 2009 lag die Arbeitslo­senquote von Personen ohne Berufsabschluss bei 21,9 % und überschritt die Arbeitslo­senquote von Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung (8,4 %) um mehr als das Doppelte. Die Arbeitslosenquote der Akademiker (2,5 %) wurde sogar um das 9-Fache überstiegen.25

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1) ohne Verwaltungsfachhochschulen; 2) einschließlich Verwaltungsfachhochschulen

Abbildung 3: Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquote 1975 bis 2009

Quelle: IAB -Berechnungen auf Basis des Mikrozensus und Strukturerhebungen der BA, eigene Grafikerstellung

Wie aus der Grafik hervorgeht, haben die Geringqualifizierten seit langer Zeit schlechte Arbeitsmarktchancen. Deutsche Akademiker sind in großem Vorteil: Erstens sind sie, wie gezeigt, von der Arbeitslosigkeit verschont und zweitens sind ihre Einkommen in den letzten Jahren gestiegen, was aber im nächsten Abschnitt gezeigt werden soll. Aus diesem Grund werden in Deutschland Investitionen in die Bildung gefördert, die als Absicherung gegen die Arbeitslosigkeit zählen.26

3.2 Lohnspreizung in Deutschland als Folge des internationalen Han­dels

In diesem Abschnitt wird nun die bessere Lage der hochqualifizierten Arbeiter begrün­det. Aufgrund der deutschen, überwiegend hochtechnologischen Güterexporte und der daraus resultierenden erhöhten Nachfrage nach hochqualifizierten Arbeitskräften ist zu erwarten, dass sie mit einer Lohnsteigerung prämiert werden. Die Produktivitätsdiffe­renzen wurden in Bezug auf die Lohnverteilung in Deutschland nicht genügend wieder­gegeben, weshalb die Lohnstruktur lange als komprimiert galt. Doch mit dem Struktur­wandel kam es ebenfalls zu einer Umstrukturierung der deutschen Löhne und somit zu einer erhöhten Lohnspreizung.

Der Begriff „Lohnspreizung“ kennzeichnet die Differenz zwischen den Lohneinkom­men der Arbeitnehmer. Eine zunehmende Lohnspreizung deutet somit auf höhere Ver dienstungleichheiten zwischen den abhängig beschäftigten Wirtschaftssubjekten hin. In der Literatur wird auch von der „Lohnschere“ gesprochen.27

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) veröffentlichte im Jahr 2007 eine Studie zu der oben genannten Thematik unter Verwendung der CNEF-Version des So- zioökonomischen Panels (SOEP). Laut dieser Studie kam es zu einer zunehmenden Lohnspreizung aufgrund eines Nachfrageüberhangs nach höher qualifizierten Arbeit­nehmern. Dabei bleibt die Frage ungeklärt, ob der zunehmende Wettbewerbsdruck mit Niedriglohnländern oder doch der faktorverzerrende technologische Wandel (s. Ab­schnitt 4.3) zugunsten der Hochqualifizierten die Gründe für die zunehmende Arbeits­nachfrage nach höherem Qualifikationsniveau waren. Als ein Maß zur Erklärung der Lohnspreizung wird in der Studie das Verhältnis aus dem neunten und dem ersten Dezil - d9/d1 verwendet.28

Abbildung 4: Lohnspreizung in Deutschland, 1984-2006

Quelle: DIW Berlin, eigene Grafikerstellung

Wie die Abbildung 4 demonstriert, nimmt der Dezilquotient in Westdeutschland zwi­schen 1984 und 1994 noch ab. Seit 1994 steigt er jedoch merklich an. Im Jahr 1994 ver­diente ein Hochverdiener 3,26-mal so viel wie ein Geringverdiener. Bis in das Jahr 2006 hinein stieg diese Relation auf 4,42. Die Lohnspreizung hat nun deutlich zugenommen. Auch in Ostdeutschland stieg der Dezilquotient von 2,75 im Jahr 1992 auf 4,24 in 2006, was eine gravierende Differenz ist. Zwar ist bis jetzt eine Lohnspreizung bestätigt worden, es stellt sich aber die Frage ob sie tatsächlich Folge von prämierten Löhnen der höheren Qualifikationsschicht ist. Die qualifikatorischen Lohnunterschiede werden Bil­dungsrenditen genannt. Das bedeutet: je höher der Bildungsgrad ist, desto höher ist die Entlohnung. Das klingt intuitiv. Das DIW kommt jedoch in der Studie zum dem Ergeb­nis, dass in ganz Deutschland die Bildungsrenditen in den letzten Jahren (sehr) stark angestiegen sind, weshalb die zunehmende Lohnschere zwischen der niedrigen und der hohen Qualifikationsschicht bestätigt werden kann.29

Die vorherigen Beobachtungen haben gezeigt, dass es unstrittig ist, dass der internatio­nale Handel mit Entwicklungsländern unter den genannten Umständen zu Arbeitslosig­keit beziehungsweise Lohnspreizung sowohl in Deutschland als auch in anderen Indust­riestaaten geführt hat. Für ein besseres Verständnis der genannten Wirkungszusammen­hänge, bietet es sich an, sie unter theoretischen Aspekten zu betrachten, die im Kapitel 4 erläutert werden.

4 Theoretische Erklärung des internationalen Handels

Um die Wirkungszusammenhänge zwischen dem internationalen Handel mit arbeitsrei­chen Ländern und der Arbeitslosigkeit beziehungsweise der Lohnspreizung in Deutsch­land zu erklären, wird der traditionelle Ansatz der neoklassischen Außenhandelstheorie, das sogenannte Heckscher-Ohlin-Samuelson Modell30 (- H-O-S Modell) verwendet, welches unter bestimmten Annahmen die Spezialisierungsmuster der Länder im interna­tionalen Handel erklärt. Das Modell berücksichtigt unterschiedliche relative Faktorausstattungen der Länder, wobei jener Faktor mit dem ein Land relativ reichlich ausgestattet ist, durch die Handelsöffnung gewinnt, während der relativ knappe Faktor durch die Handelsöffnung verliert. Zunächst wird im Abschnitt 4.1 Deutschland als eine geschlossene Volkswirtschaft betrachtet, die mit zwei Faktoren, nämlich den hochquali­fizierten und den niedrigqualifizierten Arbeitern, ausgestattet ist. Im Abschnitt 4.2 wird der Handel zwischen dem relativ arbeitsreichen China und dem relativ humankapitalrei­chen Deutschland betrachtet.31

[...]


1 Vgl. Krugman P. und Obstfeld M.; (2009); S.67

2 Vgl. Krugman P. und Obstfeld M.; (2009); S.58 - 68

3 Vgl. Kruber, K., P. und Mees, A., L. et al.; In: Informationen zur politischen Bildung; Nr. 299; 2008; S. 27-29

4 Vgl. Bundeszentrale für politische Bildung; Globalisierung; Voraussetzungen; Transport- und Kommu­nikationskosten

5 Vgl. UNCTAD; Values and Shares of merchandise Exports and Imports, annual 1948-2010

6 Vgl. Bundeszentrale für politische Bildung; Globalisierung; Handel und Investitionen; Entwicklung des grenzüberschreitenden Warenhandels

7 Entnommen von: Landmann O. und Pflüger M. (1996); In: Arbeitsmarkt und Arbeitslosigkeit; S. 183­187

8 Vgl. WTO; International Trade Statistics 2010; S. 12-15

9 Entnommen von: Landmann O. und Pflüger M. (1996); In Arbeitsmarkt und Arbeitslosigkeit; S. 183­187

10 Vgl. Statistisches Bundesamt; Themen; Außenhandel; Außenhandel im Überblick

11 Vgl. Statistisches Bundesamt; Außenhandel; Handelskennzahlen; Außenhandelsquote Deutschlands

12 Volksrepublik China ohne Taiwan und Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macao.

13 Vgl. Statistisches Bundesamt; Internationale Daten; Internationale Statistik; Top 20 Exportländer 2010

14 Vgl. Statistisches Bundesamt; Außenhandel; Handelswaren; Wichtigstes deutsches Exportgut: Kraft­fahrzeuge

15 Vgl. Statistisches Bundesamt; Export, Import, Globalisierung; Deutscher Außenhandel und Welthan­del, 1990 bis 2008; S.6-8

16 Vgl. Sinn, Hans-Werner (2007); Die Basar-Ökonomie; S. 44 ff

17 Vgl. Sinn, Hans-Werner (2007); Die Basar-Ökonomie; S.91 ff

18 Vgl. WTO; Members and Observers

19 Vgl. Institut der deutschen Wirtschaft Köln; Industrielle Arbeitskosten im internationalen Vergleich; Christoph Schröder, Oktober 2011

20 Vgl. z.B. Sinn, Hans - Werner (2007); Die Basar-Ökonomie; S. 22 ff

21 Vgl. IAB; Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände; Organisationsgrade; Tarifbindung und Einflüsse auf Löhne und Beschäftigung; Claus Schnabel

22 Vgl. Jahresgutachten 2000/01 des Sachverständigenrates, Ziffern 414-420

23 Vgl. Davis (1998): Does European Unemployment Prop up American Wages?

24 Vgl. Krugman P. (1994): Past and Prospective Causes of High Unemployment; S.31

25 Vgl. lAB-Aktuell; Jeder fünfte Geringqualifizierte ist arbeitslos; 10.02.2011

26 Vgl. IAB-Aktuell; Jeder fünfte Geringqualifizierte ist arbeitslos; 10.02.2011

27 Saniter N. (2008); Internationaler Handel als Triebkraft der Lohnspreizung; S. 8

28 Die 10 % beziehungsweise das erste Dezil kennzeichne die Lohnhöhe, die von 10 % der Beschäftigten nicht überschritten wird. Die 90 % bzw. das neunte Dezil kennzeichne die Lohnhöhe, die von 90 % der Beschäftigten nicht überschritten wird. Der 9/1-Dezilquotient gibt an, um das Wie -viel - fache ein Hoch­verdiener des neunten Dezils mehr verdient als ein Geringverdiener des ersten Dezils. Vgl. auch: Empiri­sche Wirtschaftsforschung und Ökonometrie von Peter Winker; 2. Auflage; S. 45

29 Vgl. DIW Berlin; Lohnungleichheit innerhalb und zwischen Bevölkerungsgruppen in Deutschland und den USA; August 2007

30 Geht zurück auf Heckscher (1919), Ohlin (1933) und Samuelson (1948)

31 Vgl. auch: Aghion,P., Caroli, E., et al.; In: Inequality and Economic Growth: The Perspective of the New Growth Theories; Journal of Economic Literature; (1999) S. 1632-1636

Details

Seiten
58
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656145530
ISBN (Buch)
9783656145493
Dateigröße
1.1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v190172
Institution / Hochschule
Universität Augsburg
Note
1,7
Schlagworte
Arbeitsmarkt Arbeitslosigkeit internationaler Handel Außenhandel Outsourcing technischer Fortschritt H-O-S Modell intraindustrieller Handel neoklassische Außenhandelstheorie interindustrieller Handel Handelsstruktur Entwicklungsländer Handel Deutschland Lohnstarrheit Lohnspreizung starre Lohnstruktur

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Titel: Die Auswirkungen des internationalen Handels auf die Arbeitslosigkeit in Deutschland