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Praktikumsbericht Altenheim - Tagespflege Saathoffplatz Göttingen

Praktikumsbericht / -arbeit 2003 17 Seiten

Sozialpädagogik / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Vorstellung der Institution
1.1 Der Name Saathoff (platz)
1.2 Die Geschichte des Saathoffplatzes
1.3 Das Leitbild des Altenzentrums

2. Finanzierung und Zahlen des Saathoffplatzes
2.1 Heim- Pflegekosten im Altenzentrum
2.2 Tagespflegekosten
2.3 Organigramm

3. Aufgabenbereiche in der Tagespflege

4. Eigener Tätigkeitsbereich als Praktikantin
4.1 Beschreibungen der Klientengruppe
4.2 Aufgabenbereich und eigene Arbeitsweise

5. Reflexion

6. Anhang

7.Literaturliste

Einleitung

Mein Praktikum habe ich in meinem ersten Semester im Altenzentrum Saathoffplatz in Göttingen absolviert.

Durch meine Erfahrungen im Pflegebereich interessierte ich mich nun mehr für den Bereich der Beschäftigung und Beratung alter Menschen. Da ich seit Beginn meines Studiums im Saathoffplatz als studentische Aushilfe auf einer Pflegestation tätig bin, bot man mir die Möglichkeit an, ein Praktikum in der Tagespflege des Hauses zu absolvieren. In dieser sollte ich Beschäftigungstherapien sowie den Kontakt und die Beratung in einer gerontopsychiatrischen Einrichtung kennen lernen.

Ich informierte mich im Vorfeld hauptsächlich über typische psychische Alterserkrankungen, wie Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson und Demenz.

1. Beschreibung der Institution

1.1 Der Name Saathoff( platz)

- Albrecht Saathoff

* am 29. Mai 1875 in Bakemoor

+ am 08. Oktober 1968 in Göttingen

- Studium der Theologie in Erlangen, Berlin und Göttingen

- Pastor an der St. Albanikirche in Göttingen von 1904 bis 1946

- Er veröffentlichte mehrere stadtgeschichtliche und theologische Schriften. Seine Hauptwerke sind die „ Göttinger Kirchengeschichte “, 1929 und die zweibändige „ Geschichte der Stadt Göttingen “, 1937 und 1940 sowie den Band „ Göttinger Friedhöfe “, 1954

- 1960 wurde ihm in Würdigung seiner stadtgeschichtlichen Arbeiten die Ehrenplakette der Stadt Göttingen verliehen.

- Nach Pastor Saathoff wurde nun die kleine Straße „ Saathoffplatz“ genannt, von hier kommt der Name des Altenzentrums.

(vgl. Heimzeitung Saathoffplatz, 2003)

1.2 Die Geschichte des Altenzentrums

Das Altenzentrum Saathoffplatz wurde 1982 in Betrieb genommen. Es ist jetzt das einzige Alten- und Pflegeheim in kommunaler Trägerschaft der Stadt Göttingen. Die anderen fünf Einrichtungen der Stadt wurden im Laufe der Jahre privatisiert. Der Saathoffplatz wurde nicht nur in kommunaler Trägerschaft weitergeführt, weil es die neueste Einrichtung war, sondern auch aufgrund der hohen Akzeptanz in der Bevölkerung und im Stadtviertel.

Das Haus liegt in zentraler Lage mit optimaler Anbindung an die Innenstadt. Banken, Arztpraxen, Geschäfte wie auch die öffentliche Verwaltung sind mit einem Fußweg von etwa 10 bis 15 Minuten zu erreichen. In die Einrichtung integriert ist ein Bewegungsbad, welches zu Therapiezwecken für die BewohnerInnen zur Verfügung steht.

Das Göttinger Altenhilfeangebot wies weder ein explizites Angebot an Kurzzeitpflege- noch Nachtpflegeplätzen auf. Des Weiteren existierte kein spezifisches und abgestimmtes Angebot an gerontopsychiatrischen Betreuungsformen. Durch die Neukonzeption des AZ Saathoffplatz sollten diese Bedarfslücken geschlossen werden.

Um dieses verwirklichen zu können, mussten nicht nur die Räumlichkeiten, sondern auch die Konzepte des Hauses überdacht und geändert werden. Durch die Umstrukturierung wurden aus Zweibett- Einbettzimmer und das gesamte Haus wurde umgebaut und modernisiert, so dass es den Anforderungen und Bedürfnissen der zukünftigen BewohnerInnen entsprechen sollte. Dieser Umbau wurde im Jahr 2000 abgeschlossen und es kam zu dem Altenhilfeangebot die

* gerontopsychiatrischen Pflege mit 13 Plätzen
* Kurzzeitpflege mit 8 Plätzen
* Betreutes Wohnen mit 40 Plätzen
* und die Tagespflege mit 16 Plätzen hinzu.

Eine bedeutsame Bedarfslücke im Betreuungsangebot der Stadt Göttingen wurde durch die Einrichtung eines umfassenden und abgestimmten Angebots einer gerontopsychiatrischen Wohnpflege geschlossen. Konzeptionell umfasste dieses spezifische Angebot

* die Einrichtung einer gerontopsychiatrischen Tagesbetreuung sowie
* die Einrichtung einer eigenständigen gerontopsychiatrischen Wohnpflege-
gruppe.

Die gerontopsychiatrische Tagesbetreuung ist eine Teilintegrierte Einrichtung. Das Betreuungsangebot richtet sich an Gäste mit den verschiedensten Arten von Demenzen, psychischen Erkrankungen sowie psychischen Veränderungen, die häufig zuvor in einer Psychiatrie untergebracht waren.

Der Schwerpunkt der Arbeit in der Tagesbetreuung liegt in der rehabilitativen uns sozialpflegerischer Betreuung, was eines besonders qualifizierten Fachpersonals bedarf. (vgl. Heimzeitung Saathoffplatz,2003)

1.3 Leitbild des Altenzentrums

1. Garantie der Menschenwürde

Das Grundgesetz der BRD Artikel 1 regelt die Würde des Menschen.

„ Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen

ist die Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“

Diesen Artikel des Grundgesetzes fühlen sich die Mitarbeiter/innen des

Altenzentrums Saathoffplatz im besonderen Maße verpflichtet.

2. Bewohner7innen sind bei uns zu Hause

Wir respektieren die Individualität der Bewohner/innen in unserem Heim.

Wir wenden uns ihnen zu. Für sie erbringen wir professionelle Pflege mit

ganzheitlichem Anspruch. Mit ihnen zusammen gestalten wir ein Lebensumfeld, in dem die sich zu Hause fühlen und vielfältige kulturelle und gesellige Angebote wahrnehmen können.

3. Wahlfreiheit

Die Freiheit unserer Bewohner, auszuwählen und selbst zu entscheiden,

sichern und bewahren wir. Wir fördern die Eigenständigkeit, ohne jemanden allein zu lassen.

Mit Verständnis und Vertrauen schaffen wir eine Atmosphäre von Sicherheit und Geborgenheit.

4. Ausgesuchte Vielfalt

Ein schönes saniertes und renoviertes Haus mit großzügigen Räumen, schönen Einzimmer Appartements, gute Ausstattung und zeitgemäßer Technik, um komfortabel zu leben und abwechslungsreich zu arbeiten. Eigene Möbel betonen die Privatheit in den Appartements der Bewohner/innen und Bewohner. Haus und Gartenanlage bilden für die Gemeinschaft ein entsprechendes, überschaubares Ambiente.

5. Freundlichkeit

Respekt, Freundlichkeit und Humor prägen unseren Umgang miteinander.

Wir begegnen dem Bewohner, der Bewohnerin in positiver Grundhaltung. Wir achten die Persönlichkeit eines Jeden. Wir kümmern uns- um die Bewohner genauso wie um die Mitarbeiter.

6. Das Erreichte genügt uns nicht

Das Erreichte genügt uns nicht- wir gehen gerne neue Wege. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter kann und soll mitgestalten- wir versuchen die Hierarchie so flach wie möglich zu halten, dass sie niemanden im Wege steht.

7. Miteinander

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bringen ihr Wissen und ihre Fähigkeiten mit großem Einsatz ein. Der Beitrag eines Jeden ist für uns wichtig. Individuell abgestimmte Fortbildung ist für uns selbstverständlich.

8. Unterstützung der Bewohner/innen bei Fragen der Weltanschauung und

Religion

Eine eigene Weltanschauung und religiöser Glaube kann im Alter einen

besonderen Stellenwert erhalten – in welcher Ausrichtung und in welchem Maße ist die Folge eines individuellen, persönlichen Ermessens. Es ist ein Anliegen, den Bewohnern Unterstützung zu geben, ihren religiösen Glauben auszuleben, so wie sie es wünschen.

[...]

Details

Seiten
17
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638232517
Dateigröße
477 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v19025
Institution / Hochschule
HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst - Fachhochschule Hildesheim, Holzminden, Göttingen – Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit
Note
1,3
Schlagworte
Praktikumsbericht Altenheim Tagespflege Saathoffplatz Göttingen

Autor

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Titel: Praktikumsbericht Altenheim - Tagespflege Saathoffplatz Göttingen