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Die Herausforderungen an das Ausbildungsmarketing

Hausarbeit 2011 21 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

EINFÜHRUNG

1. Motivation

2. Begriffsdefinition

VERTIEFUNG

3. Problemdarstellung

4. Herausforderungen

5. Instrumentarien des Ausbildungsmarketings
A. Kommunikation
B. Ausbildungsplatzmerkmale
C. Vermittler
D. Anforderungen

6. Herausforderung Migration

SCHLUSSBETRACHTUNG

7. Fazit

8. Ausblick

Literaturverzeichnis

Die Herausforderungen an das ausbildungsmarketing

Personalmanagement

Einführung

„Wer qualifizierten Nachwuchs will, muss sich selbst in Schale werfen: Laut Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) schlägt die demografische Trendwende voll auf den Ausbildungsmarkt durch: "Nicht Lehrstellen, sondern Bewerber sind knapp", berichtet DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben in einem Statement zur Ausbildungsumfrage 2010. Unternehmen sehen sich mehr und mehr gezwungen, Strategien zu entwickeln, um dem Mangel an geeigneten Auszubildenden aktiv zu begegnen. Der Konkurrenzkampf um den immer spärlicher gesäten qualifizierten Nachwuchs geht damit in die nächste Runde […]“[1]

1. Motivation

Eine sichere Stütze für erfolgreiche und zukunftsfähige Unternehmen sind: passende und engagierte Angestellte. Ein vielversprechendes Instrument, geeignete und leistungsfähige Angestellte zu rekrutieren ist, diese selbst auszubilden. Doch wie kommen diese am besten geeigneten, potenziellen Auszubildenden, gerade unter dem Gesichtspunkt des demographischen Wandels und unterschiedlichster Bildungsreife, in die passenden Unternehmen? Hier soll das Ausbildungsmarketing qualifizierte Schulabgänger, mit Hilfe einer starken Unternehmensmarke („Employer Brand“), werben. Welche Herausforderungen bei der Bewältigung dieser Aufgaben auf das Unternehmen zukommen, will diese Arbeit klären.

2. Begriffsdefinition

„Unter Ausbildungsmarketing versteht man, abgeleitet aus dem Absatzmarketing, die Vermarktung des Unternehmens bezogen auf die Zielgruppe der Auszubildenden.“[2]

Ausbildungsmarketing umfasst also demnach Maßnahmen um geeignete Bewerber für eine passende Berufsausbildung zu rekrutieren.[3] Ziel ist es nicht, quantitativ viele Bewerber zu rekrutieren, sondern sich qualifizierte und potenzielle Auszubildende zu sichern.[4]

3. problemdarstellung

Das Ausbildungsmarketing nimmt eine zunehmende und immer bedeutendere Position als Instrument, im Schnittpunkt zwischen Personalmarketing und Personalauswahl sowie nachfolgend in der Personalentwicklung, ein. Vielen Unternehmen fehlt es zunehmend quantitativ und qualitativ an potenziellen Auszubildenden. Die demographische Entwicklung führt zu einer alternden Gesellschaft, mit immer weniger Kindern. Folge ist eine immer kleiner werdende Anzahl von Schulabgängern und eine damit verbundene Bewerberknappheit für Ausbildungsberufe.[5] In den letzten Jahren führte dies bereits zu einer Vielzahl von unbesetzten Ausbildungsplätzen. Das Bundesinstitut für Berufsausbildung (BIBB) hat festgestellt, dass die Anzahl der abgeschlossenen Berufsausbildungsverträge in Westdeutschland im Jahr 2010 zwar leicht gestiegen ist, dagegen sich aber die Prognose bestätigt hat, dass in Ostdeutschland, die Anzahl abgeschlossener Ausbildungsverträge sich um eine Mehrzahl verringerte (Minus 7,4%) hat.[6] Für den potenziellen Ausbildungsplatzbewerber scheint es zwar auf dem ersten Blick erfreulich zu sein, dass das Ausbildungsplatzangebot höher ist als die Ausbildungsplatznachfrage, aber für den Schulabgänger bedeutet dies nicht, dass der potenzielle Ausbildungsplatz, trotz zunehmenden Bewerbermangels, ohne Umschweife besetzt werden kann. Den Unternehmen geht es vorrangig nicht um die quantitative Gewinnung von Auszubildenden, sondern vielmehr um die in der Anzahl immer geringer werdenden qualifizierten jungen Schulabgängern, welche in der weiter wachsenden Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft, den Bedarf an Fachkräften decken sollen.[7] Da die Nachfrage nach hochqualifizierten Schulabgängern nicht befriedigt werden kann, stellt der Anspruch der Unternehmen, gutqualifizierte Schulabgänger zu gewinnen, sie vor enormen Herausforderungen. Der Konkurrenzkampf zwischen den Unternehmen, um die Zukunftsressource Auszubildende, hat begonnen.

4. Herausforderungen

In der Vergangenheit war es für viele Unternehmen kein Problem junge, qualifizierte Menschen für eine Ausbildung zu gewinnen. Der klassische Weg, wo Interessenten beim Unternehmen selbst und ohne großen Marketingkonzepte vorstellig wurden, hat Jahrzehnte lang ohne Probleme funktioniert, denn die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen war unweit größer als das Ausbildungsangebot. Die Verschiebung der Altersstruktur und die zunehmende Verdrängung von geringqualifizierten Handarbeitsberufen, führten folglich aber zu einer Umstrukturierung dieser klassischen Konzepte.[8] Wenn Bewerberknappheit herrscht, muss die Unternehmung selbst um zukünftige Fachkräfte werben und das im besonderen Maße. Die Unternehmen stehen jetzt nicht nur im wirtschaftlichen Kontext in Konkurrenz zueinander, sondern auch im Kampf um die Gewinnung der qualifizierten Zielgruppe. Unternehmen die den Kampf um junge Potenzialträger nicht verlieren wollen, müssen Strategien entwickeln um ihre Entwicklungsfähigkeit in der globalisierten Wirtschaftswelt nicht zu gefährden. Das Ausbildungsmarketing soll mithilfe seiner Instrumente das Unternehmen so positiv darstellen, dass potenzielles, insbesondere qualifiziertes Bewerberinteresse, in einer Vielzahl geweckt werden kann um so Konkurrenzvorteile zu erlangen. Die Begrifflichkeit des Marketings kann auf den Personalbereich (Personalmarketing)[9] und auf dem untergeordneten Bereich der Auszubildenden (Ausbildungsmarketing)[10] übertragen werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

5. instrumentarien des ausbildungsmarketings

Ähnlich, wie bei der Gewinnung von bereits ausgebildetem Personal, ist auch im Ausbildungssektor, die Anwendung des strategischen Marketingmixgedankens, unabdingbar.[11] Die strategische Anwendung der Marketinginstrumente für die Entwicklung einer Ausbildungsmarketingkonzeption eines Unternehmens kann, nach vorheriger Analyse des Bestandes helfen, die beschriebenen Herausforderungen zu bewältigen[12] […] und Ziele zu definieren.[13]

[...]


[1] Slota, 2011 , S. 46

[2] vgl. Dietl; Speck, 2003, S. 11

[3] vgl. Wollersheim, 2005, S. 1

[4] vgl. Furkel, 2004

[5] Handelsblatt, 2010

[6] vgl. Datenreport zum Berufsausbildungsbericht 2011, S. 9

[7] vgl. Horn, Jasper, Jürgenhake, Bode, Schmidt, 2009

[8] vgl. Gerhard, 2004, S. 50

[9] vgl. Kaehler, Skript: Personalbeschaffung, 2011, S. 1

[10] vgl. Dietl, 2003, S. 11

[11] vgl. Franke, 2002, S. 1 ff.

[12] vgl. Mosters, 2007, S. 53

[13] vgl. Schwan, 1994, S. 24

Details

Seiten
21
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783656151326
ISBN (Buch)
9783656151494
Dateigröße
496 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v190299
Institution / Hochschule
Technische Hochschule Wildau, ehem. Technische Fachhochschule Wildau
Note
1,0
Schlagworte
herausforderungen ausbildungsmarketing

Autor

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