Lade Inhalt...

Filme im Geschichtsunterricht – Gattungen, Eigenschaften und didaktische Implikationen

Hausarbeit (Hauptseminar) 2010 28 Seiten

Didaktik - Geschichte

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung

2. Die Integration von Filmen in den Unterricht - Das Für und Wider

3. Die Formen des Mediums Film und ihre unterrichtsrelevanten Eigenschaften

4. Didaktische Implikationen für die Verwendung von Filmen im Unterricht

5. Exkurs: Education for Death - Disney und die Propaganda

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis :

1. Diagramm Authentizitätsgrad

2. Diagramm didaktische Implikationen

1.: Einleitung

„Millionen von Zuschauern beziehen ihre historischen Vorstellungen überwiegend, wenn nicht ganz, aus dem Film“[1].

„Der Film ist weiterhin kein hervorragender Teil des Geschichtsunterrichts“[2].

Wie sind der einerseits nicht zu unterschätzende Einfluss solcher Fernsehereignisse der Sparte Histotainment (Beispiel: Die 10-teilige ZDF-Serie Die Deutschen von Guido Knopp aus dem Jahre 2008 mit durchschnittlich 4,3 bis 6,4 Millionen Zuschauern) sowie die bisher augenscheinlich geringe Berücksichtigung des Mediums Film für den Lehr-Lern-Prozess andererseits miteinander in Einklang zu bringen?

Auf welche Weise kann erklärt werden, dass den Schülern zwar ein umfassender ,Werkzeugkasten’ für den Umgang mit visuellem Quellenmaterial[3] an die Hand gegeben wird, das audiovisuelle Medium aber - wie vielfach in der Fachliteratur beklagt - immer noch nur als Belohnung oder Lückenfüller im Unterricht fungiert[4] ?

Wie ist zu rechtfertigen, dass das Fach, welches sich dem aktuellen Kernlehrplan zufolge der „Entwicklung eines reflektierten Geschichtsbewusstseins“[5] verpflichtet fühlt, jenes Medium, das mittlerweile ohne Zweifel eine eminent wichtige Rolle im Alltag vieler Schülerinnen und Schüler einnimmt, im Vergleich zu traditionelleren Text- und Sachquellen derart selten im Unterricht einbindet? Diese zentrale und andere, begleitende Fragen werden im Laufe dieser Arbeit aufgegriffen und - sofern dies möglich ist - beantwortet werden.

Zu diesem Zwecke werden zunächst mit Hilfe themenrelevanter Werke von Didaktikern wie Joachim Rohlfes, Peter Meyers oder Gerhard Schneider die allgemeinen Vorteile, aber auch die Nachteile des audiovisuellen Mediums ,Film’ herausgearbeitet werden, um auf diese Weise Gründe, die für oder eben gegen eine Integration des Mediums in den Schulunterricht sprechen, zu sammeln.

Das zweite Kapitel dieser Arbeit beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Formen des Mediums Film, mit ihren spezifischen Eigenschaften, Stärken und Schwächen, um so zu klären, welche dieser Filmtypen sich grundsätzlich für eine Verwendung im Geschichtsunterricht eignen und welche Arten nur unter größeren Vorbehalten eingebunden werden sollten.

Im darauf folgenden Kapitel gilt es, elementare didaktische Voraussetzungen und Konzepte für die Integration des Mediums in den Unterricht, die Form der Darbietung sowie die damit verbundenen Aufgaben für Lehrende und Lernende mit Hilfe der Literatur aufzuzeigen.

Das letzte Kapitel widmet sich dem von den Disney Studios im Jahre 1943 veröffentlichten animierten Propagandafilm Education for Death als Fallbeispiel und es wird der Versuch unternommen diesen etwa 10-minütigen Filmauszug mit den in den vorangegangenen Abschnitten vorgestellten Aspekten zu vereinbaren.

2.: Die Integration von Filmen in den Unterricht - Das Für und Wider

Welche Aspekte sprechen für eine Einbindung des Films als audiovisuelles Lehrmedium und als Quellenmaterial in den Geschichtsunterricht? Oder anders gefragt: Welche Stärken und Schwächen charakterisieren grundsätzlich den Film?

Zunächst einmal ist zu festzustellen, dass der Film die Realität - bzw. das, was als solche dargestellt oder ,verkauft’ werden soll - in besonders akkurater und präziser Art und Weise wiedergibt[6].

Kübler und Kübler bezeichnen den Film in ihrem Werk treffenderweise als „abgelichteten Wirklichkeitsausschnitt“[7] ; Tulodziecki und Herzig betonen die Wichtigkeit der unmittelbaren Erfahrung im Rahmen des Lernprozesses, die ihrer Ansicht nach auch im gewissem Maße von Filmen transportiert wird[8]. Diese realitäts- und lebensnahe Präzision, die nebenbei auch durch die Aktivierung vergleichsweise vieler Sinneskanäle erreicht sowie unterstrichen wird, bietet
den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit einer „originalen Begegnung“[9] - sozusagen als Zeuge in zweiter Instanz - mit historischen Umständen und Personen.

Diese unmittelbare Konfrontation auf der audiovisuellen Ebene ist zweifelsohne fruchtbarer für die Wahrnehmung und letztlich auch für den Lernprozess als die Verwendung eines Mediums, das lediglich einen Sinn anspricht[10]. Die Lernenden können nun beispielsweise viele Eindrücke mit historischen Persönlichkeiten gleichzeitig verbinden - eine (fiktive) Stimme, Mimik, Gestik, Gestalt etc. - was bei der Abspeicherung und vor allem Abrufen wichtiger Informationen unterstützend wirken kann.

Eine weitere, nicht zu unterschätzende Stärke des Films ist seine Auswirkung auf einer eher affektiven Erfahrungs- und Wirkungsebene. Die Lernenden sind fasziniert von der lebensnahen Rekonstruktion einer Schlacht mit realen Figuren, sie identifizieren sich mit dem jeweiligen Protagonisten, werden aufgewühlt von Schicksalen, mitgerissen von einer spannenden Handlung und - nicht zuletzt - nach der adäquaten Präsentation eines Filmes zu einer schriftlichen oder mündlichen Stellungnahme provoziert und bei einer Urteilsfindung nötigenfalls unterstützt [11]. Durch diese dem Film eigene Emotionalisierungskraft [12] und die ausgelöste Provokation zur „Phantasietätigkeit“[13] beugt eine Verwendung des Mediums darüber hinaus der Entstehung toten Wissens vor[14].

Auch vermittelt der Film seinen Inhalt und somit das Wissen in anderer, vielleicht optimale Form als, zum Beispiel, ein Gemälde oder eine Urkunde. Zahlreiche Autoren vertreten die Ansicht, dass historisches Wissen so ungleich anschaulicher, konkreter[15], plastischer[16], präsentiert wird, was neben dem Erlebniswert[17] des Filmes ebenfalls positive Auswirkungen auf die Motivation der Klasse haben kann. Die lebensnahe, präzise und plastische Darstellung historischer Zusammenhänge macht es weiterhin möglich, dass Schülern, denen unter Umständen der intellektuelle Zugang zu traditionelleren Quellen fehlt, die Beteiligung am Unterrichtsgeschehen erleichtert wird.

Des Weiteren ist zu sagen, dass der Film als solcher auch eine (Lern-)Individualisierung der Schüler stützen könnte, da jeder Mensch die ihm dargebotenen Sinnesreize erwiesenermaßen auf eine individuelle Weise aufnimmt und versteht[18]. Konkret bedeutet dies, dass Schüler, die einen Film ansehen, individuell auf den vermittelten Inhalt ansprechen, was in einer Vielzahl von (geäußerten) Meinungen und - mitunter - einer lebhaften Diskussion resultieren könnte. Damit eröffnet sich dem Lehrenden weiterhin die Gelegenheit, die Schüler mit den verschiedenen Meinungen im Film und innerhalb der Klasse zu konfrontieren und so die Multiperspektivität als eine Kernkompetenz des Faches zu trainieren.

Zahlreiche der genannten Vorteile spiegeln sich auch in den Ergebnissen verschiedener Studien zur Lernwirksamkeit von Filmen wieder, die in der Literatur zu finden sind[19].

Als Beispiel hierfür mag die Studie von Ebeling aus den 1960er-Jahren dienen, von der in Meyers Werk berichtet wird[20]. Demnach wurden im Rahmen dieses amerikanischen Experiments rund 600 Schülerinnen und Schüler in zwei Gruppen unterteilt. Der vorgesehene Lehrstoff wurde in der ersten Gruppe im Laufe eines Schuljahres unter Verwendung von zehn relevanten Unterrichtsfilmen vermittelt, während die zweite Gruppe in traditionellerer Form - d.h. im Lehrervortrag - unterrichtet wurde. Das Ergebnis spricht Bände: Die erste Gruppe hatte im Vergleich eine um 19% gesteigerte wissensgemäße Lernquote, ein um 23% besseres Wissen über historische Persönlichkeiten, eine um 35% optimierte Kenntnis von Kausalzusammenhängen. Mit anderen Worten: Die Studie belegt in diesem Falle, dass die Verwendung von Filmen im Unterricht zumindest im Vergleich zum herkömmlichen Lehrervortrag eine grundsätzlich positivere Auswirkung auf das Lernen selbst hat[21].

Betrachtet man die vielen Stärken des audiovisuellen Mediums und die teilweise beeindruckenden Ergebnisse aus den einzelnen Studien, so bleibt zu klären, wie die eher untergeordnete Rolle des Films im Geschichtsunterricht zu rechtfertigen ist.

Ein Grund für dieses Defizit könnte der bestehende Bruch zwischen den Generationen - also zwischen den traditionell Lehrenden einerseits und den, technologisch gesehen, moderneren Lernenden andererseits - sein. Baumann vertritt hierzu die Ansicht, dass Lehrende sich im Lehrprozess eher auf die Wissensvermittlung durch Sprache wie im Frontalunterricht konzentrieren, während die heutigen Kinder und Jugendlichen an einen (außerschulischen) Umgang mit (bewegter) Fotografie gewöhnt sind. Hierzu ist allerdings anzumerken, dass sich das Prinzip des Unterrichtsfilmes überwiegend mit dem des Frontalunterrichts deckt - in beiden Formen wird das Wissen praktisch durch einen ,Erzähler’ vermittelt. Der Film als Vortrag, der den Lehrenden in seiner Arbeit entlastet und ihn davor bewahrt mit Karten, Bildern und Urkunden usw. zu jonglieren’ - denn diese sind oftmals Teil z.B. einer Dokumentation[22] - müsste also typischerweise rein didaktisch in die Lehrtradition der auf Sprachvermittlung fokussierten Lehrerinnen und Lehrer passen. Diese Behauptung eignet sich also weniger als Erklärung für die geringe Einbindung des ikonischen Mediums[23]. Zweifelsohne müssen die nötigen Vorbereitungen und Kenntnisse - sowohl in rein technischer als auch in fachlicher und didaktischer Hinsicht, die im überwiegenden Anteil der themenrelevanten Literatur betont werden, eine nicht zu unterschätzende Wirkung auf die Berücksichtigung der Filme im Unterrichtsgeschehen haben[24]. Viele Lehrende sind beispielsweise nicht ausreichend im Umgang mit audiovisuellen Medien vertraut, wissen oftmals nicht, mit welchen Computerprogrammen Filme für den Unterricht adäquat vorbereitet werden oder auf welchen Internetseiten sich die Lernenden legal mit einer umfassenden Dokumentation auseinandersetzen könnten.

Ein weiterer Teil der Vorbereitung sollte unter allen Umständen beinhalten, dass die Schüler das nötige und umfassende Werkzeug erhalten um die mitunter äußerst selektiven, (ästhetisch) manipulierten und perspektivischen Filme[25] korrekt analysieren und auch daheim dem Gesehenen kritisch begegnen zu können. Denn dem „Medium Film wird geglaubt, jedenfalls mehr geglaubt als jedem anderen Medium“[26], jedoch sind Filme weder objektiv noch jemals „frei von Fiktion“ [27]. Diese Kombination aus unkritischer Haltung seitens unvorbereiteter Schüler im Schulkontext und daheim und Subjektivität des Mediums gilt es - vor allem im Hinblick auf die beschriebene, naturgemäße Subjektivität des Filmes - im Unterricht zu ,bekämpfen’. Dies muss ja im Umgang mit schriftlichen Quellen ebenso stets der Fall sein. Aber auch die Vorbereitung scheint - wie bereits angedeutet - nur teilweise eine Rechtfertigung für die Nicht-Integration von audiovisuellen Materialien in den Unterricht zu sein. Den Lernenden wird im Idealfall eben auch eine kritische Haltung gegenüber den anderen Quellenarten mitgegeben wodurch die Vorbereitung auf die Rezeption von Filmen ähnlich der im Falle von anderen Quellen ist, zumindest in ihrem Aufwand und Umfang.

Ein wesentlich einleuchtenderer Grund für dieses Fehlen scheint vielmehr die dem Film eigene Darbietungsform zu sein. Kein anderes Medium lombardiert’ die Lernenden derart rasch und vollständig mit einer so großen Menge von Sinneseindrücken und Informationen .[28]

Dies ist für die Lernenden ohne Vorbereitung umso ungewohnter und überwältigender. Die Schülerinnen und Schüler werden in eine ausschließlich rezeptive Haltung gepresst, eine Individualisierung im Sinne verschiedener Leistungsstärken seitens der Lernenden durch die Konfrontation der Klasse mit denselben Reizmengen wird möglicherweise behindert sowie die Sozialform erzwungen[29]. Letzterer Nachteil wäre allenfalls durch die vorherige Einteilung der Klasse in Arbeitsgruppen zwecks Vor- und Nachbereitung des präsentierten Filmes einzudämmen, nicht aber ganz zu verhindern.

Als nichtig abzutun nach Ansicht des Autors im Zeitalter von Fernbedienungen, Slow- Motion, Pausetaste etc. aber Schneiders Vorwurf, dass Schülern keine Gelegenheit dazu gegeben wird, bei einzelnen Szenen zu verweilen oder konkrete Abschnitte bei Bedarf mehrmals anzusehen[30]. Besonders komplexe Szenen können am PC vorbereitet, zurechtgeschnitten und bei Bedarf beispielsweise einzeln im Anschluss an die Vorführung des Gesamtstückes erneut visualisiert werden.

Fasst man die nun genannten Vor- und Nachteile des Mediums Film zusammen, so ergibt sich - zugegebenermaßen - eine recht umfangreiche Liste von Argumentationspunkten.

Filme wühlen einerseits auf, reißen mit, emotionalisieren, bieten Identifikationsmög­lichkeiten, regen Phantasie und Denken an, provozieren Äußerungen, sind konkreter, plastischer und lebensnaher in ihrer Darstellung. Andererseits aber sind sie auch selektiv, subjektiv-perspektivisch, charakterisiert durch eine zuweilen erdrückende Informations- und Bilddichte und verbunden mit einem großen Maß an Vorbereitung und technischem und didaktisch-methodischen aber auch fachlichem Know-how. Obwohl viele dieser Aspekte in der ein oder anderen Weise auch auf die anderen bekannten Quellenarten zutreffen, die im Unterricht ihre Anwendung finden können, so ist der Film als „Massenvergnügen“[31] trotzdem ein ungleich stärkerer Bestandteil der Lebenswelt der Lernenden und damit ein nicht zu unterschätzender außerschulischer Einfluss auf das Geschichtsbewusstsein und - nicht zuletzt - unübertroffen in seiner Visualisierung jeglicher Geschichtskultur[32].

Dieser Umstand macht eine Beschäftigung mit dem Medium Film im Unterricht trotz seiner möglichen Nachteile zunächst zur Pflicht des Lehrenden.

3.: Die Formen des Mediums Film und ihre unterrichtsrelevanten Eigenschaften

Auf welche Weise und an Hand welcher Eigenschaften sind die verschiedenen Unterarten des Gesamtmediums Film zu unterscheiden? Differenziert man zwischen Stumm- und Tonfilm? Oder auf der Basis der Leinwandbreite? Im Hinblick auf die Verwendung des audiovisuellen Mediums im Geschichtsunterricht könnte aber ohne Zweifel auch eine Unterscheidung des Filmgenres hinsichtlich seiner Fiktionalität bzw. Faktizität sinnvoll und angebracht sein[33].

Diese Kategorisierung würde die besonders nicht-fiktionalen Gattungen wie den Dokumentarfilm oder gar das Filmdokument - hierzu später mehr - von den eher fiktionalen Filmarten wie dem historischen Spielfilm und vor allem dem Zeichentrickfilm absetzen. Hey visualisiert dieses Authentizitäts-Kontinuum treffend mit Hilfe eines Diagramms[34].

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Aber wie ist zum Beispiel ein besonders sorgfältig recherchierter und auf Faktizität bedachter Spielfilm wie Spielbergs Schindlers Liste, an dessen Ende Schauspieler und historische Vorbilder Hand in Hand Oskar Schindler die Ehre erweisen, im Vergleich zu anderen, d.h. fiktionaleren Spielfilmen bzw. einem schlecht recherchierten Dokumentarfilm zum gleichen Thema in dieses Schema einzuordnen? Wie misst man überhaupt Authentizität? Und welche vergleichbare Maßeinheit würde uns bei der korrekten Einordnung eines jeden Werkes unterstützen? Zudem spielt immer der Grad der Manipulation in das Maß der Faktualität hinein. Meyers unterscheidet hier zwischen „gefährlicher“ [35] Manipulation durch den Filmemacher und „unvermeidlicher“[36] Manipulation z.B. durch Politiker die vor der Kamera anders auftreten.

[...]


[1] Meyers, Peter, „Film im Geschichtsunterricht“, in: GWU 52 (2001), S. 247; im Folgenden zitiert als Meyers 2001. Ähnliche Aussagen auch bei Zwölfer, Norbert, „Filmische Quellen und Darstellungen“, in: Günther, Arndt (Hrsg.), „Geschichtsdidaktik - Praxishandbuch für die Sekundarstufe I und II“, Berlin (2005), S. 125f; im Folgenden zitiert als Zwölfer. Rohlfes, Joachim, „Geschichte & ihre Didaktik“, Göttingen 2005, S. 338; im Folgenden zitiert als Rohlfes. Paschen, Joachim, „Film und Geschichte“, in: Geschichte Lernen 42 (1994), S. 17; im Folgenden zitiert als Paschen. Baumann, Heidrun, „Probleme historischer Unterrichtsfilme“, in: Wilharm, Irmgard (Hrsg.), „Geschichte in Bildern - Von der Miniatur bis zum Film als historische Quelle“, Pfaffenweiler 1995; im Folgenden zitiert als Baumann: fügt auf seine S. 160 an, dass bisher keinerlei Untersuchungen zu der Wirkung des Fernsehens auf das gesellschaftliche Geschichtsbewusstsein durchgeführt wurden.

[2] Rohlfes, S. 339; wiederum ähnliche Aussagen bei Hey, Bernd, „Geschichte im Film“, In: Hey, Bernd (Hrsg.), „Umgang mit Geschichte. Geschichte erforschen und darstellen - Geschichte erarbeiten und begreifen“, Stuttgart (1992), S. 78; im Folgenden zitiert als Hey. Meyers, Peter, „Film im Geschichtsunterricht - Realitätsprojektionen in Deutschen Dokumentar- und Spielfilmen von der NS-Zeit bis zur Bundesrepublik“, Frankfurt a. M. 2007, S. 38; im Folgenden zitiert als Meyers 2007. Vgl. Baumann, S. 169: Lernen mit Filmquellen ist immer noch als unseriös verschrien.

[3] Für eine Einordnung der verschiedenen Quellen in die Sinnesmodalitäten auditiv, visuell und audiovisuell vgl. Tulodziecki, Gerhard & Bardo Herzig, „Mediendidaktik: Medien in Lehr- und Lernprozessen verwenden“, München 2009, S. 35; im Folgenden zitiert als Tulodziecki & Herzig.

[4] Vgl Schneider, Gerhard, „Filme“, in: Pandel, Hans Jürgen (Hrsg.), „Handbuch Medien im Geschichtsunterricht“, Schwalbach (2007), S. 365; im Folgenden zitiert als Schneider. Zwöfler, S. 126; Baumann, S. 178: lediglich als Optimierer des Unterrichts und nicht zur Schulung der Kritikfähigkeit.

[5] Vgl. Unterkapitel 2.2 auf http://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/lehrplaene/kernlehrplaene- sek-i/gymnasium-g8/geschichte-g8/kernlehrplan-geschichte/der-unterricht/der-unterricht-im-fach-geschichte .html [Zugriff: 14.02.2010].

[6] Vgl. Aurich, Rolf, „Wirklichkeit ist überall - Zum historischen Quellenwert von Spiel- und Dokumentarfilmen“, in: Wilharm, Irmgard (Hrsg.), „Geschichte in Bildern - Von der Miniatur bis zum Film als historische Quelle“, Pfaffenweiler (1995), S. 144; im Folgenden zitiert als Aurich.

[7] Vgl. Kübler, Hans-Dieter und Helga, „Geschichte als Film - Film als Geschichte“, in: Praxis Geschichte 6 (1992), S. 7; im Folgenden zitiert als Kübler & Kübler.

[8] Vgl. ebd., S. 16.

[9] Vgl. Baumann, S. 170.

[10] Vgl. Tulodziecki & Herzig, S. 15.

[11] Vgl. Kübler & Kübler, S. 6; Zwölfer, S. 125; Schneider, S. 371.

[12] Vgl. Baumann, S. 194.

[13] Vgl. Schneider, S. 371.

[14] Vgl. Baumann, S. 182.

[15] Vgl. Zwölfer, S. 125.

[16] Vgl. Schneider, S. 371

[17] Vgl. Gies, Horst, „Geschichtsunterricht - Ein Handbuch zur Unterrichtsplanung“ Folgenden zitiert als Gies.

[18] Vgl. Baumann, S. 194.

[19] Laut Hey stammen die Untersuchungen allerdings überwiegend aus der Mediendidaktik, Medienpädagogik und aus den Naturwissenschaften (vgl. ebd., S. 79).

[20] Vgl. Meyers 2007, S. 57.

[21] Schneider postuliert, dass ein Leistungszuwachs von bis zu 20% durch die Verwendung des Mediums möglich sei (vgl. ebd., S. 366).

[22] Laut Gies ein weiterer Vorteil des Mediums (vgl. ebd., S. 265).

[23] Vgl. Tulodziecki & Herzig, S. 32.

[24] Vgl. Meyers 2007, S. 59; Rohlfes, S. 339; Gies, S. 265.

[25] Vgl. Hey, S. 79; Aurich, S. 118; Kübler & Kübler, S. 7; Gies, S. 265.

[26] Schneider, S. 371.

[27] Ebd., S. 371.

[28] Vgl. Baumann, S. 179; Gies, S. 265.

[29] Vgl. Gies, S. 266.

[30] Vgl. ebd., S. 375.

[31] Hey, S. 78.

[32] Vgl. Oswalt, Vadim, „Neue Medien als Herausforderungen an den Geschichtsunterricht“, in: Informationen für den Geschichts- und Gemeinschaftskundelehrer 66 (2003), S. 27; im Folgenden zitiert als Oswalt.

[33] Vgl. Kübler & Kübler, S. 7; Baumann, S. 165; Meyers 2001, S. 248.

[34] Vgl. Hey, S. 80.

[35] Meyers 2007, S. 48.

[36] Ebd., S. 48.

Details

Seiten
28
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783656150909
ISBN (Buch)
9783656151616
Dateigröße
578 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v190615
Institution / Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Note
1,0
Schlagworte
filme geschichtsunterricht gattungen eigenschaften implikationen

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Filme im Geschichtsunterricht – Gattungen, Eigenschaften und didaktische Implikationen