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Praktikum Grundschule

Seminararbeit 2003 25 Seiten

Pädagogik - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Schule
2.1. Statistische Angaben über die Schule
2.2. Der Schulhof und das Schulgebäude
2.3. Besondere Einrichtungen der Schule

3 Zweiwöchiges Blockpraktikum
3.1. Überblick
3.2. Bayer-Werke, Krefeld-Uerdingen, Klasse 3b
3.3. Klasse 2a: Ich unterrichtete das Kleine Einmaleins
3.4. Klassenfahrt mit den Drittklässlern nach Mönchengladbach-Hardt
3.5. Klassenraumgestaltung der Klasse 1c

4 Studienbegleitendes Praktikum
4.1. Überblick
4.2. Regeln und Rituale
4.2.1 Das Bingo-Spiel
4.2.2 Trommelunterricht von S.K.
4.3. Auffällige SchülerInnen
4.4. Unterrichtsgestaltung

5 Schlussreflexion

1 Einleitung

Dieser Praktikumsbericht soll Aufschluss über meine Arbeit in der A.-M.-Schule in Willich-Schiefbahn geben. Das zweiwöchige Blockpraktikum, welches in den Semesterferien in einem Zeitraum vom 10.03. bis zum 21.03. 2003 absolviert wurde, ist von dem semesterbegleitenden Praktikum, welches vom 02.05. bis zum 25.07. 2003 durchgeführt wurde, getrennt behandelt worden.

Diese städtische Gemeinschaftsgrundschule war meine eigene Grundschule. Ich kenne viele der Lehrer noch von meiner Schulzeit und hatte daher keine Probleme mich einzugewöhnen. Da ich vor meinem Studium ein vierwöchiges Praktikum dort absolviert hatte, kannte ich auch die Kinder und die einzelnen Klassen. Ich habe mich in der Zeit sehr gut eingelebt und lernte, mit dem Wechsel von der Schülerseite zur Lehrerseite umzugehen. Ich wusste was mich in den nächsten Wochen erwartete und ging daher sehr gelassen an das Praktikum heran. Ich freute mich wieder im Unterricht mithelfen zu können und weitere Erfahrungen sammeln zu können. Ich wurde von Anfang an fest eingespannt und habe einige außerschulische Aktikvitäten unterstützt. Während der Schulzeit unterrichtete ich mehrere Male eigenverantwortlich und übernahm einzelne Unterrichtsphasen. Dadurch wurde es schwer, die Lehrerin in ihrem Unterrichtsverhalten zu beobachten. Meine Aufzeichnungen machte ich nach Schulschluss, da ich während des Unterrichts keine Möglichkeit dazu hatte.

Das Blockpraktikum habe ich nicht, wie empfohlen, in mehreren Klassen absolviert, da ich dies in meinem privaten Praktikum im September 2002 durchgeführt hatte, und bot nun der Lehrerin in einer Problemklasse Unterstützung. Es stellte sich heraus, dass sie alleine kaum noch mit ihrer Klasse zurecht kam, daher war sie sehr erleichtert als ich mich entschloss das gesamte Block-, wie auch semesterbegleitende Praktikum in ihrer Klasse durchzuführen.

2 Die Schule

Eine Beschreibung und Skizzierung der Schule soll den Aufbau, die Zusammensetzung und ihr Angebot deutlich machen.

2.1. Statistische Angaben über die Schule

Der Schulleiter, W. K., verließ die Schule während meines Praktikums.

Die A.-M.-Schule in Willich-Schiefbahn ist eine städtische Gemeinschaftsgrundschule. Sie wurde 1964 erbaut und ist eine ehemalige evangelische Volksschule. 1967 übernahm die Stadt Willich die Trägerschaft. Allmählich wurde die Schule zu einer Gemeinschaftsgrundschule umfunktioniert.

Momentan befinden sich 303 SchülerInnen in elf Klassenräumen an der Schule. Davon 152 Schüler und 151 Schülerinnen. Insgesamt verfügt die Schule über 16 Klassenräume und zwei Betreuungsräume. Die Kollegschaft beträgt 14 fest angestellte LehrerInnen. Davon 12 Lehrerinnen und 2 Lehrer. Eine Lehrerin befindet sich momentan im Mutterschaftsurlaub. Zusätzlich wird eine Lehramtsanwärterin an der Schule ausgebildet.

2.2. Der Schulhof und das Schulgebäude

Der Schulhof ist in zwei Teile aufgeteilt. Zum Haupteingang der Schule hin liegt der große Schulhof. Auf ihm spielen in den Pausen die Zweit-, Dritt- und Viertklässler.

Der Schulhof ist betoniert und von Büschen und Bäumen umrandet, so dass die Sicht auf die umliegenden Straßen versperrt ist. Auf dem alten Hausmeistergelände wurde ein Spielplatz für die Kinder gebaut. Dieser Spielplatz ist mit Kieselsteinen angelegt und bietet viele Spielmöglichkeiten, wie ein Klettergerüst, Schaukeln, einen kleinen Hochturm, Hängebrücke und vieles mehr. Für die größeren Kinder bietet der Schulhof drei Tischtennisplatten, die sehr begehrt sind und für die etwas kleineren Kinder sind auf dem Hofboden Malereien aufgezeichnet, wie etwa ‚Himmel und Hölle‘, ‚Hinkekästchen‘ oder ‚ Plumpssack‘. Dazu besitzt jede Klasse einen Korb mit Pausenspielzeug, wie Seilchen, Hüpfbälle, kleinere Fußbälle und ähnliches, die sie in jeder Pause mit auf den Hof nehmen können.

Der kleine Schulhof liegt im hinteren Teil der Schule. Auf diesem spielen die Erstklässler. Der Grund, warum sie nicht auf den großen Schulhof dürfen, ist nicht ganz deutlich. Dieses Verfahren wird seit Jahrzehnten so zelebriert und dient hauptsächlich zur besseren Aufsichtssituation. Der kleine Schulhof verläuft sich in einer schmalen Wiese und endet in dem eigenen Schulgarten. Die beiden Schulhöfe sind durch einen kleinen Weg miteinander verbunden.

Das Schulgebäude ist in mehrere Trakte aufgeteilt. Alle Klassenstufen sind voneinander getrennt. Es wird darauf Wert gelegt, dass die Erstklässler in der Nähe der Toiletten untergebracht sind. Sie befinden sich in dem Trakt, der an den kleinen Schulhof grenzt. Die Zweitklässler befinden sich im vordersten Teil der Schule, der auch von der Hauptstraße aus zu sehen ist. Er läuft am großen Schulhof entlang. Die dritten und vierten Klassen liegen in den oberen Etagen. Die Drittklässler befinden sich in dem Haupttrakt über den zweiten Klassen, die Viertklässler befinden sich im Nebentrakt über den ersten Klassen und teilweise im Neubau der Schule, die an den Schulgarten angrenzt. Der Neubau wurde 1997 fertiggestellt.

Die Gebäude sind in einem einfachen Stil gebaut. Sie haben einen Keller und zwei Etagen. Die Fenster, sowohl in den Klassenräumen, als auch in den Fluren, sind mit den Arbeiten der Kinder geschmückt, was den schlichten Baustil der Schule ein wenig lebendiger wirken lässt. Auf dem Dachboden befinden sich die Musikinstrumente der Schule, im Keller sind, unter anderem, die Bastel- und Werkmaterialien untergebracht.

2.3. Besondere Einrichtungen der Schule

Die A.-M.-Schule beinhaltet zwei Betreuungsgruppen, die nach schriftlicher Anmeldung und einem kleinen Entgelt die Kinder nach Bedarf betreut. Dies sind die Betreuung 8 bis 13 und die Sit-Gruppe. Die ‚Betreuung 8 bis 13‘ wird von drei Betreuern geleitet. Diese Einrichtung wird von dem Förderverein der A.-M.-Schule getragen und von den Eltern finanziert. Momentan nehmen 56 Kinder dieses Angebot wahr. Den Kindern soll eine Möglichkeit gegeben werden, die Zeit mit ihren Freunden zu verbringen, ohne unbeaufsichtigt auf sich selbst gestellt zu sein.

Die ‚Sit-Gruppe‘ wird ebenfalls von drei Betreuern geleitet. Diese Einrichtung dient hauptsächlich der Hausaufgabenbetreuung und nimmt teilweise auch Förderunterricht in ihr Programm auf. Natürlich bietet sie den Kindern auch einen umfangreichen Spiel- und Erholungsfreiraum. Sie wird unterstützt und finanziert von der ‚GB Jugend und Soziales der Stadt Willich‘. Diese Gruppe hat bis 16 Uhr, oder nach Bedarf auch bis 17 Uhr geöffnet.

Des Weiteren verfügt die Schule über einen Förderverein, der sie tatkräftig finanziell unterstützt. Er wurde im Mai 1996 gegründet und beinhaltet 121 Mitglieder. Dieser Verein stiftete der A.-M.-Schule vergangenes Jahr Bücher im Wert von 1500 Euro und Spielgeräte für die Pausen im Wert von 350 Euro. Der Verein wird von Lehrern und Eltern unterhalten und durch Spenden und Mitgliederbeiträge aufrecht erhalten.

3 Zweiwöchiges Blockpraktikum

3.1. Überblick

In dem zweiwöchigen Praktikum war ich hauptsächlich in der Klasse 1c. Dies ist die besagte Problemklasse, in der ich der Lehrerin Unterstützung geboten habe.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zeit Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag

7.55 – 8.40 Evang. Klasse 2a Rechnen 1c: Kunst 1c / Kunst 1c /

Religion 1c: Rechnen: Eckenrech- Lesestunde ich legte im

Blinden- Kleines 1x1 nen / Bingo (selbst Flur eine

schrift (selbst (selbst unterrichtet) Fotowand

unterrichtet) unterrichtet) an und

8.40 – 9.25 Gesprächs- Klasse 2a Sprache 1c: Kunst 1c / hing die

kreis / Sprache: „Au“, „au“ ich fertigen

Spiele 1c Lernwörter gelernt übernahm Blüten in

schreiben Lesestunde die Klasse

9.50 – 10.35 Sprache 1c: Sprache 1c: Kunst 1c: Rechnen 1c: Sprache 1c:

„F“, „f“ Übungs- Blüten aus Verdopplung Lerwörter

gelernt diktat Pappe mit „d“oder

gebastelt „t“-Ende

10.35-11.20 Rechnen 1c: Rechnen 1c: Kunst 1c: Förder- Musik 1c:

verdoppeln + und – im Mäusebild unterricht Türkisches

20er Bereich gedruckt Lesen Lied

11.35-12.20

12.20-13.05 Lehrer-

Konferenz

3.2. Bayer-Werke, Krefeld-Uerdingen, Klasse 3b

Der erste Schultag, Montag der 10.03.2003, begann mit einem Ausflug zu den Bayer-Werken in Krefeld-Uerdingen. Ich begleitete die Klasse 3b als zweite Aufsichtsperson.

Ganz wichtig war das morgendliche Begrüßungsritual. Man traf sich vor der Abfahrt in der Klasse und ein Kreis wurde gebildet. Man fasste sich an den Händen, begrüßte sich und sang das Begrüßungslied Guten Morgen in verschiedenen Sprachen. Nach der Klärung der wichtigsten Verhaltensregeln im Bus und im Chemielabor, ging es in Zweierreihen zum Bus.

[...]

Details

Seiten
25
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638233033
Dateigröße
564 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v19091
Institution / Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
keine Benotung
Schlagworte
Praktikum Grundschule

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